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  • Myst IV: Revelation im Gamezone-Test

    Nach "Myst 3" und "Uru" endlich wieder ein mehr als gelungenes Adventure aus dem Myst-Universum.

    In Myst 4 ist weit und breit nichts mehr von einer Online-Funktion zu sehen, die uns noch in "Uru" so heiß versprochen und dann nicht fertiggestellt wurde, dafür beriefen sich die Entwickler wieder auf die alten Werte und kredenzen uns ein Adventure ganz im Stil des ersten Myst, mit seinen bekannten 360° Drehbildern aber vielen kleinen Erweiterungen und Verbesserungen die das Spiel wesentlich zugänglicher und angenehmer zu spielen machen als alle Vorgänger bisher.

    Yeesha steuert die Schwebebahn Yeesha steuert die Schwebebahn Myst 4 beginnt direkt nach unserer Ankunft in Tomahna wo wir unseren alten Freund Atrus wiedertreffen sollen. Abgeholt werden wir von seiner Tochter Yeesha mit der wir gleich zu Beginn des Spiels eine Schwebebahnfahrt hinter uns bringen die Lust auf mehr macht. Yeesha empfängt uns freundlich und weist uns auch gleich auf eine Neuerung im Spiel hin, nämlich dem Fotoapparat mit dem wir Fotos als Gedächtnisstütze anfertigen können. Bei all den Plänen und Zeichnungen in Myst ein wirklich praktisches Gerät, welches uns viel Lauferei erspart. Derweil hat man auch an diesem Punkt gearbeitet und lässt uns jeden bereits betretenen Ort direkt anspringen, insofern möglich. Doch vorerst führt uns Yeesha durch den Anfang des Spiels bis wir schließlich auf Atrus stoßen und das eigentliche Abenteuer beginnt.

    Das kalte Händchen

    Blick durch den Fotoapparat Blick durch den Fotoapparat Zuerst fällt einem der neue Kursor in Form einer Hand ins Auge mit dem wir das gesamte Spiel steuern, der mich doch sehr an das "kalte Händchen" der Adams Family erinnerte. Denn die Hand ist alles andere als leblos und zeigt uns durch ihr Verhalten was für Interaktionsmöglichkeiten uns am jeweiligen Ort zur Verfügung stehen. Können wir uns Bewegen zeigt die Hand in die entsprechende Richtung. Gibt es etwas zu untersuchen greift sie zur Lupe und kann sie etwas fassen öffnet sich die Hand. Womit wir bei der zweiten neuen Funktion angelangt wären, der mechanischen Fähigkeit der Hand. Um einen Hebel zu bewegen genügt es nämlich nicht diesen einfach anzuklicken, er will richtig gegriffen und in die entsprechende Richtung gedrückt werden. Dies trifft auf alle Schalter und Mechaniken im Spiel zu, die physikalisch korrekt funktionieren und ebenfalls so bedient werden wollen. Dieser Umstand sorgt dafür, dass man sich mehr in die Spielwelt hineinversetzt fühlt, das Gegenstände "richtig" angefasst und benutzt werden können. Das dritte neue Feature der Hand besitzt zwar keinen Einfluss auf das Gameplay, sorgt aber ebenfalls für den authentischen Eindruck im Spiel. Dabei handelt es sich nämlich um die künstliche Tiefenschärfe, die immer das worauf wir zeigen scharf zeichnet, was sich weiter entfernt oder näher befindet wird aber leicht unscharf. Blicken wir zum Beispiel vom Balkon auf die Bergkuppen, sind diese ganz scharf aber das nahe Balkongeländer mit dem Vogel darauf verschwimmt. Fixieren wir hingegen das Geländer oder den Vogel wird der Hintergrund unscharf etc...

    Myst wird zahm...

    Atrus benötigt unsere Hilfe Atrus benötigt unsere Hilfe Bereits in den ersten Spielstunden merkt man stark, dass sich die Entwickler viel Mühe gegeben haben Myst 4 zugänglicher zu gestalten als die bisherigen Adventures der Myst-Reihe, die schon immer für ihre knochenharten Rätsel bekannt waren. Diese sind zwar kaum leichter geworden, es finden sich im Spiel aber viele Hilfestellungen die sich einem bei ungeschicktem Vorgehen regelrecht aufdrängen. Da es im gesamten Spiel keine Rätsel gibt für die wir irgendwelche Dinge sammeln müssen, denn diese beschränken sich meist auf sich selbst, greift das Hilfssystem voll und verdient seinen Namen wirklich. So dürfte Myst 4 das erste Myst sein welches man tatsächlich ohne fremde Hilfe oder gar der Komplettlösung durchspielen kann. Auch fand ich persönlich die präsentierten Rätsel nicht mehr ganz so undurchsichtig wie noch in den Vorgängern, was aber vielleicht auch daran liegt, dass man schon einige Myst-Adventures hinter sich gebracht hat. Vielleicht waren es aber doch die wertvollen Hinweise von Yeesha, Atrus und seinen Söhnen die einem unbewusst weiterhalfen.

    Belebte Welten

    Unglaublich schöne Welten Unglaublich schöne Welten Aufgrund der verwendeten Technik der eigentlich leblosen Standbilder, kämpfte Myst schon immer mit dem Umstand etwas steril oder unbelebt zu wirken. Zwar kann Myst 4 den Spieler auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass er immer nur von einem festen Punkt zum nächsten springt, doch sind die zu bereisenden Welten mehr als angenehm zum Leben erweckt worden. So bewegt sich wirklich jede Wasserfläche, die am Himmel dahinziehenden Wolken hinterlassen Schatten am Boden, Flora und Fauna wiegen sich im Wind während Vögel auf ihnen landen und wieder davonfliegen. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang wieder einmal die Hand, welche auf jeden Gegenstand oder Untergrund Klopfen kann. Das fantastische dabei ist, dass tatsächlich jeder Untergrund das richtige Geräusch besitzt. Wir können also genau auseinanderhalten ob wir auf Holz, Glas, Metall oder Stoff klopfen, so wie es ein Plätschergeräusch gibt wenn wir Wasser berühren. Dies geht soweit, das wir mit unserer Hand richtige Muster ins Wasser zeichnen können. Sehr lustig auch, dass man nach den diversen Tieren greifen kann, welche sofort die Flucht ergreifen. Schade, dass dies nicht bei allen Tieren funktioniert, denn so mancher Vogel scheint resistent gegen unsere Hand zu sein. Die Eidechsen hingegen kann man mit der Hand verjagen, indem man versucht sie zu greifen.

    Eins der vielen Bücher Eins der vielen Bücher Zu den schönen Augenblicken im Spiel gehören die Stellen an denen man nicht einfach von Punkt zu Punkt springt sondern sich flüssig bewegen kann, weil eine entsprechende Videosequenz eingespielt wird. Obwohl das Spiel gut acht Gigabyte auf der Festplatte belegt, es wird auf zwei DVD-ROMs ausgeliefert, kommen diese Augenblicke aber nicht allzu oft vor. Meistens ist auch nicht ganz erklärbar wieso man dreimal die gleiche Treppe hinauf und hinab gestiegen ist und plötzlich eine Videosequenz für diesen Vorgang eingeblendet wird. Warum gab es die nicht schon vorher zu sehen, oder warum gibt es nur so wenige davon, sie hätten dem Spiel mehr als gut getan. Derweil muss man schon sagen, dass die vorhandenen Zwischenvideos in sehr guter Qualität sind und vor allem der Übergang zwischen Standbild und Video immer sehr gut zusammengefügt wurde, so dass kaum eine "Stolperstelle" entsteht. Ganz anders also wie in Aura beispielsweise, wo die Videosequenzen qualitativ deutlich gegenüber der InGame-Grafik abfallen.

    Yeeshas Amulett Yeeshas Amulett Umso schöner wurden dafür die lebenden Personen ins Bild integriert, denen man kaum ansieht, dass sie nur flache Videoschnipsel sind. Ganz im Gegenteil passen sie hervorragend ins Bild und nur an ganz wenigen Stellen hat man das Gefühl, dass sie den Boden nicht berühren. Selbst wenn wir während eines Gesprächs, was eigentlich immer Monologe der Protagonisten sind, die Kamera drehen und uns umsehen, passen die hineingeschnittenen Menschen immer hervorragend in die Umgebung. Es gibt sogar eine Stelle an der Yeesha beim Vorbeigehen einen Busch streift, dessen Blätter sich durch ihre Berührung bewegen, oder Funken aus einer defekten Maschine die an Atrus Körper abzuprallen scheinen.

    Vom Ohr direkt ins Hirn

    Auch die Innenräume überzeugen Auch die Innenräume überzeugen Die enthaltenen klassischen und manchmal sogar rockig angehauchten Musikstücke im Spiel unterstützen die Atmosphäre hervorragend. Wie gewohnt bekommen wir sanfte Streicher ebenso geboten wie Synthesizer-Töne und Steeldrums, je nach Situation. In Verbindung mit den vielen differenzierten Umweltgeräuschen entsteht so eine angenehme Soundkulisse, welche die Geschehnisse auf dem Schirm voll unterstützt. Wie schon in Uru steuerte Peter Gabriel auch für dieses Myst-Adventure ein Lied bei. Dieses mal sogar ein Exklusives welches er speziell für Myst 4 komponierte und auf den Namen "Curtains" hört.

    Doch auch die deutsche Sprachausgabe ist gelungen nur nicht immer ganz lippensynchron. Da passiert es schon mal, dass der Satz schon längst zuende gesprochen ist, sich der Mund aber noch bewegt. Zum Beispiel zu sehen gleich zum Beginn des Spiels, wo uns Yeesha den Fotoapparat erklärt. Dafür muss man ihrer Synchronsprecherin allen Respekt zollen, denn es gibt sicher nicht viele so professionell klingende Kinderstimmen. Nur gut, dass hier keine Erwachsene versucht wie ein Kind zu klingen.

    Myst IV: Revelation (PC)

    Singleplayer
    8,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Der multifunktionelle Hand-Kursor
    funktionierendes Hilfesystem
    viel Bewegung im Bild
    sehr gute deutsche Sprachausgabe
    künstliche Tiefenschärfe
    die Übergänge zwischen InGame und Video
    relativ langes Spielvergnügen
    Hybrid-DVD enthält PC und MAC Installationsdateien
    Keinerlei Bewegungsfreiheit
    immer noch recht wenige Menschen im Spiel
    Installation dauert eine kleine Ewigkeit
  • Myst IV: Revelation
    Myst IV: Revelation
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    30.09.2004

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990031
Myst IV: Revelation
Myst IV: Revelation im Gamezone-Test
Nach "Myst 3" und "Uru" endlich wieder ein mehr als gelungenes Adventure aus dem Myst-Universum.
http://www.gamezone.de/Myst-IV-Revelation-Spiel-24258/Tests/Myst-IV-Revelation-im-Gamezone-Test-990031/
15.10.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/10/Myst4_2004-10-12_18-17-38-04.jpg
tests