NBA Jam im Gamezone-Test

Test Thomas Pfnür

Wer mit Funsport etwas anfangen kann und einfach mal Spaß haben will, kommt um das aktuelle NBA Jam nicht herum.

So schnell kann's gehen. Gerade noch eine kostenlose Download-Beilage zu einem anderen Spiel, nun plötzlich ein komplett eigenständiger Titel mit Verpackung, Beschreibung und DVD bzw. BluRay. Eins kann man Electronic Arts ganz sicher nicht vorwerfen: Fehlende Flexibilität. Und so macht der Publisher aus einem Reinfall, doch noch einen "Gewinn" - sowohl für sich selbst, als auch für uns Spieler - und stellt nun statt einem "NBA Elite 11" einfach die Beigabe "NBA Jam" in die deutschen Verkaufsregale.
"NBA Jam" - da wird bei den Älteren unter euch sicher die ein oder andere Erinnerung wach. 1993 von Midway entwickelt und ein paar Monate später durch Acclaim für sämtliche damals aktuellen Konsolen veröffentlicht, wurde "NBA Jam" innerhalb kürzester Zeit das Synonym für digitalisierten Funsport. Einige Nachfolger und viele Jahre später hat sich die "Jam-Welt" etwas verändert. Branchenprimus EA hat sich die Lizenz geschnappt und bringt nun den aktuellsten Aufguss der Arcardespiel-Reihe in einer HD-Verison für PS3 und Xbox360 auf den Markt. Ob sich damit dieses einzigartige Spielgefühl der 90er wieder einstellen mag?

He's on fire

NBA Jam NBA Jam Ihr wollt eine tiefgängige, lernintensive und fordernde Steuerung? Ihr wollt ein realistisches Gameplay und sucht vor allem eine weitere Simulation der Sportart Basketball? Dann könnt ihr getrost das Lesen jetzt aufhören, denn "NBA Jam" ist ganz sicher nichts für euch. Aber, gebt ihr euch mit einer minimalistischen Bedienung zufrieden, könnt damit leben das selbige sich praktisch nur auf zwei Buttons und den rechten Stick beschränkt. Seid Fans des 90er-Jahre Gameplays mit wenig Tiefe, aber viel Spielspaß und Komplexität war für euch von jeher ein Fremdwort. Ja dann, dann könnte euch Electronic Arts mit seinem aktuellen Funsportableger tatsächlich glücklich machen. Leichte Zugänglichkeit, Erfolge ohne große Einarbeitung und die bekannte Zwei-gegen-zwei-Action - was vor 20 Jahren die Zutaten für eine Menge Spielspaß waren, sind es in praktisch unveränderter Form auch heute noch.

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NBA Jam NBA Jam Doch wer jetzt denkt, es würde sich aufgrund der fehlenden Spieltiefe schnell Langeweile einstellen, der liegt komplett falsch. Durch die entsprechend hohe Gegner-KI fühlt man sich gerade Anfangs sogar richtig gefordert. Vor allem auch deshalb, weil der Mitspieler, falls man den Fehler begeht alleine zu spielen, von der CPU bei weitem nicht so klug gesteuert wird, wie man es aufgrund des Verhaltens der gegnerischen Mannschaft erwarten würde. Schwaches Abwehrverhalten, noch schwächere Unterstützung in der Offensive - beim Spielpartner zeigt die künstliche Intelligenz dann doch deutliche Schwächen. Da "NBA Jam" aber schon seit Anbeginn der Serie seine wirkliche Existenzberechtigung im Multiplayer generierte, kann man über diese Macke letztendlich dann doch großzügig hinwegsehen.

NBA Jam NBA Jam Natürlich zieht der Titel seinen Spielspaß vor allem auch aus den total übertriebenen Aktionen. Spin-Move, Alley-Oop und Crossover gehen nicht nur leicht vom Controller, sie werden auch absolut unrealistisch ausgeführt bzw. auf den Bildschirm gezeichnet. Und wo sonst bekommt man heute noch in einer Basketballumsetzung ein brennendes Spielgerät zu sehen? Um es kurz zu machen: "NBA Jam" bietet spielerisch genau das, was man von dem Titel erwartet hat. Viel Nostalgie, noch mehr Spielspaß, aber eben auch wenig Tiefgang. Und gerade letzteres kann bei dem ein oder anderen durchaus dazuführen, dass er sich zu wenig gefordert fühlt und deshalb kaum den Anreiz verspürt sich länger mit dem Spiel auseinanderzusetzen.

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