Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • NBA Live 07 im Gamezone-Test

    Nach Überwindung der letztjährigen Technikprobleme hat sich NBA live auf der PS2 ziemlich gemausert.

    Basketball und Deutschland. Zum einem fristet die BBL - die deutsche Basketball-Bundesliga-Liga - ein mediales Schattendasein und wird von der Öffentlichkeit dadurch kaum beachtet, zum anderen spielt gerade ein Deutscher in der wohl weltbesten Profiliga (NBA) eine immer wichtigere Rolle. Erst im Frühjahr dieses Jahres bescherte er hierzulande den TV-Übertragungen der so genannten NBA-Finals ungeahnte Zuschauerzahlen. Electronic Arts scheint die Stellung von Dirk Nowitzki mittlerweile wohl auch klar geworden zu sein und so kam der deutsche Basketball-Star zu der Ehre das Cover des aktuellen "NBA Live 07" zu zieren. Auch wenn das "German Wunderkind", wie Nowitzki von den amerikanischen Medien betitelt wird, für bodenständige, ehrliche Arbeit steht, kann er nicht für die Qualität des neuesten Videospielablegers garantieren. Das Äußere / das Cover ist das eine, der Inhalte / das Spiel etwas ganz anderes. Ob EA mit "NBA Live 07" wieder auf dem richtigen Weg ist und ob es den Entwicklern gelungen ist, den in manchen Umsetzungen teilweise wirklich schwachen Vorgänger vergessen zu machen, wird im folgenden geklärt.

    Technik: Von Sehr Gut bis Mangelhaft

    NBA Live 07 NBA Live 07 Es ist noch kein Jahr her, da war ich beim Test der mir zur Verfügung gestellten PS2-Version wirklich der Meinung eine Fehlpressung bekommen zu haben. Zwei Wochen und eine Austauschversion von Electronic Arts später, hatte ich die Gewissheit, dass hier kein Produktions-, sondern ein Programmierfehler vorlag. Kurz: Technisch war "NBA Live 06" für die PS2 eine absolute Enttäuschung. Kurze Zeit später wiederholte sich dieser Eindruck auch bei der Xbox360-Version. Haben die Entwickler die vergangenen Monate sinnvoll genutzt? Für die Konsolenumsetzungen kann man dies teilweise mit einem klaren Ja beantworten. Zum einen wurde des typische PS2-Problem Flimmern auf ein Minimum reduziert und selbst der Hintergrund ist bei weitem nicht mehr so unscharf, zum anderen sucht man Ruckler bzw. Framerate-Einbrüche sowohl bei Sonys Hardware, als auch bei der Xbox360 vergebens. Überhaupt hat die Präsentation wieder einen kleinen Schritt nach vorne gemacht und die Matches werden sehr geschickt mit diversen gescripten Szenen und unzähligen Statistikeinblendungen aufgelockert. Besonders begeistern kann hier natürlich die leistungsstarke Xbox360, die dies auch schon kurz nach dem Start des Spieles durch die sehr modernen, interaktiven, wenn auch etwas umständlichen Menüs zeigt. Die Protagonisten selbst wurden nochmals mit einigen neuen Animationen bestückt, trotzdem sind die Bewegungsabläufe, gerade bei den diversen "Spezialmoves", immer noch etwas abgehackt. Negativ fällt hierbei vor allem die Next-Gen-Umsetzung auf, denn neben dem eben geschilderten, hat man bei dieser Version öfters den Anschein als würde das Gezeigte in Zeitlupe ablaufen. Leider auch noch enthalten ist in "NBA Live 07" das Problem der Kollisionsabfrage, sowie leichte Clippingfehler. Wie gehabt, kann man immer noch Dunks von hinten durch das Brett spielen bzw. beobachten (!). Apropos Dunks. Hier fällt negativ auf - ebenfalls wieder nur bei der Umsetzung für die Xbos360 -, dass sich der Korb bzw. die gesamte Aufhängung, selbst wenn die Spieler sich an den Ring hängen, keinen Millimeter bewegt. Das sieht nicht nur mehr als komisch aus, es ist auch extrem unrealistisch. Obwohl die PS2-Version schon deutlich an ihre physikalischen Hardware-Grenzen stößt und die PC-Umsetzung EA-typisch geringe Anforderungen stellt, sind beide Varianten auf ihre Art doch stimmiger programmiert.

    NBA Live 07 NBA Live 07 Grundsätzlich muss man aber trotzdem festhalten, dass die Spieler selbst in allen Versionen sehr detailliert implementiert wurden. Aber nicht nur diese. Auch die Hintergründe bzw. die Hallen sind belebter integriert worden und vor allem auf dem PC bzw. der Xbox360 kann man wirklich von einer originalgetreuen Umsetzung schwärmen. Eine noch höhere Anzahl an Zwischensequenzen und diverse mit Werbung unterlegte "In-Game-Stats", die sich vor keiner Fernsehübertragung verstecken müssen, führen doch dazu, dass EA wieder zeigt, in welcher Liga sie bezüglich Präsentation wirklich spielen. Insgesamt ist sowohl die PS2-, als auch die PC-Version technisch auf einen hohen Level und vor allem die Current-Gen-Variante kann endlich wieder an die gewohnte Qualität der Serie - nach dem letztjährigen Aussetzer - anschließen. Etwas zwiespältiger ist die Meinung bei der Xbox360-Umsetzung, die teilweise wirklich Optik auf höchsten Niveau zeigt und gleichzeitig aber auch technische Mängel beinhaltet, die man beim "2. Versuch" einfach nicht mehr erwartet hätte.

    Keine Änderungen beim Gameplay

    NBA Live 07 NBA Live 07 Kenner der Serie werden sofort ahnen, was mit "Keine Änderung" gemeint ist. Immer noch setzt das Gameplay bei EAs Basketballumsetzung auf Action und weniger auf Realismus. Dies zeigt sich vor allem an der sehr hohen - zu hohen - Spielgeschwindigkeit und der kaum logisch reagierenden Ballphysik. Zwar wird durch die bereits aus dem letzten Jahr bekannte "Total Freestyle Control" versucht, etwas mehr Tiefe ins Steuerungssystem zu bringen, trotzdem kann dies auch nicht überdecken, dass man sich eigentlich nie in einem wirklichen Basketballspiel wähnt. Wer darauf aber keinen Wert legt, wird mit "NBA Live 07" sicher zufrieden sein und wird sich auch nicht daran stören, dass man zwar leicht erweiterte taktische Einstellmöglichkeiten (mittlerweile sogar mit Direktzugriff über Steuerkreuz), jedoch nicht im Ausmaß der 2K Sports-Konkurrenz hat. Letzteres führt aber auch dazu, dass der Einstieg sehr leicht und ohne größere Einarbeitung von Statten geht. Spektakuläre Slum-Dunks und Tipp-Ins funktionieren schon nach wenigen Minuten und man kann ohne Übertreibung sagen, dass die Lernkurve bei "NBA Live 07" gerade für Neueinsteiger extrem steil ist. Ebenfalls kaum Änderungen stellt man in der KI fest. Zwar reagieren die Mitspieler, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive, durchaus klug und man kann sich auch bei schnellen Aktionen, wie einen Fastbreak, eigentlich immer darauf verlassen eine Anspielstation zu haben, trotzdem kommt man auch immer wieder in Situationen, wo die CPU seltsam reagiert und man sofort die Fehler des Vorgängers wieder erkennt. Beispiel Zonenverteidigung: Ein ums andere Mal scheint hier das System schlicht und ergreifend zu versagen oder besser überfordert zu sein, was im Ergebnis einige Körbe für die Gegner bedeuten kann, wenn man die Unzulänglichkeiten nicht durch selbstständige Verteidigung ausbügelt. Damit wird das Spiel aber dann auch zeitweise sehr hektisch. Ähnlich verhält es sich bei der KI der Gegenspieler, obwohl man hier bei genauer Betrachtung doch eine kleine Verbesserung zum Vorjahr feststellen kann. Sowohl die Angreifer als auch die Verteidiger sind nun noch zielstrebiger. Nicht zuletzt erhöht sich dadurch für "Einzelkämpfer" der Schwierigkeitsgrad. Schon seit Jahren ein Highlight der Serie: Die unkomplizierte Steuerung. Auch hier hat Electronic Arts nichts geändert. Immer noch gehen sämtliche Aktionen schnell und vor allem leicht vom Controller - bis auf eine: Die "geklaute" Freiwurfsteuerung. Diese wird nun fast identisch wie beim Konkurrenten "NBA 2K" über Bewegungen des rechten Sticks durchgeführt, nur leider mit dem Ergebnis, dass diese ziemlich dreiste Kopie im Gegensatz zum Original kaum spielbar ist. Ein Wort noch an die PC-User. Diese sollten einen Controller ins Auge fassen, denn nur so kommt man in den Genuss von komplexen Passreihen oder erfolgreichen Rebounds ohne einen Fingerkrampf auf der Tastatur zu bekommen. Fazit: Leider haben sich die Entwickler auch dieses Jahr nicht dazu durchringen können, nochmals ein paar sinnvolle Eingriffe in punkto Gameplay zu tätigen. So fühlt sich das Spiel auch heuer wieder eher nach "Fun-Basketball" an und ist somit logischerweise ziemlich weit von der "Realität" entfernt.

    Enormer Umfang - aber identisch zum Vorjahr

    NBA Live 07 NBA Live 07 Dieses Jahr scheint Electronic Arts wirklich seinem "negativem" Ruf gerecht zu werden: Jährliche Spieleveröffentlichungen mit nur geringen Änderungen. Im Punkt Umfang trifft dies auf jeden Fall zu. Zwar bedeutet dies auch heuer, dass dieser enorm ist, aber Neuerungen oder "Innovationen" sucht man vergebens. Wieder hat man die Möglichkeit ein kurzweiliges Training, eine tiefgängigere Saison, die Playoffs in diversen Varianten oder ein witziges "Einer gegen Einen" durchzuführen. Wem dies noch nicht genügt, der wird im Menü auch dieses Jahr den "Freestyle Challenge" und das "NBA All Star Weekend" auswählen bzw. nachspielen können.

    NBA Live 07 NBA Live 07 Das alles ist aber nur Beiwerk, denn der wichtigste und tiefgängigste Modus bleibt auch bei "NBA Live 07" die fast unveränderte "Dynasty" (Karriere). Wieder ist es euere Haupttätigkeit sowohl die Rolle eines Managers, als auch die eines Trainers zu übernehmen. Dabei müsst ihr die gestellten Aufgaben erfolgreich oder besser nach Wünschen des Besitzers (diese können durchaus von Team zu Team variieren) erfüllen. Zum einen bedeutet dies, dass ihr Vertragsverhandlungen mit dem Teampersonal bzw. den Spielern führen müsst, Beobachtungen von Rookies / Nachwuchsspielern durchführt oder Trades mit gegnerischen Mannschaften in die Wege leitet. Zum anderen muss aber auch das Training erstellt werden und die Aufstellung der "Starting Five" bestimmt werden. Bei letzterem spielt seit der aktuellen Version - analog zu "NHL 07" - ein so genanntes Moralmeter eine große Rolle, d.h. Spieler die zueinander passen ergeben einen höheren Wert und dementsprechend bieten sie auch eine bessere Leistung. Im Gegenzug bedeutet es aber auch, dass nicht automatisch die besten Spieler auch eine gute Mannschaft ergeben. Da kann man sagen: Fast wie im richtigen Leben. Abgerundet wird der "Dynasty Modus" durch die Möglichkeit alle Spiele selbst nachzuspielen - und genau dies macht auch den Reiz des gesamten Titels aus. Wer einmal eine Saison mit mehr als 80 Spielen beendet hat, weiß von was ich rede.

    NBA Live 07 NBA Live 07 Nicht gekleckert, sondern geklotzt hat Electronic Arts auch bei der Lokalisierung. Alle Versionen sind komplett in Deutsch, bis auf die etwas zu redseligen, im englischen Original belassenen Kommentatoren. Diese analysieren die Spielsituationen aber durchwegs sinnvoll und sind bei weitem nicht so lästig, wie man das aus diversen anderen Sportspielumsetzungen her kennt. Besonders toll wurde die Stimmung innerhalb der Hallen eingefangen. Das Publikum geht eigentlich bei jeder Aktion akustisch mit und wird bei entsprechend guter Leistung der Heimmannschaft auch immer lauter. Ein "10-0"-Lauf kann den Lautsprechern des heimischen Fernsehgerätes auf Dauer durchaus seine Grenzen aufzeigen - einfach Klasse.

  • NBA Live 07
    NBA Live 07
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    04.10.2006

    Aktuelle Sportspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Steep Release: Steep
    Cover Packshot von FIFA 17 Release: FIFA 17 Electronic Arts , EA Canada
    Cover Packshot von EA Sports UFC 2 Release: EA Sports UFC 2 Electronic Arts
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
990954
NBA Live 07
NBA Live 07 im Gamezone-Test
Nach Überwindung der letztjährigen Technikprobleme hat sich NBA live auf der PS2 ziemlich gemausert.
http://www.gamezone.de/NBA-Live-07-Spiel-24623/Tests/NBA-Live-07-im-Gamezone-Test-990954/
19.10.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/10/nbalive07_02.jpg
tests