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  • Nanobreaker: Gehacktes am Fließband - Leser-Test von sinfortuna

    Nanobreaker: Gehacktes am Fließband - Leser-Test von sinfortuna Es ist ja nicht gerade so, dass wenig Actionspiele für die Sony Playstation 2 erschienen wären, insofern muss eigentlich bei jeder Neuerscheinung etwas Besonderes aufgetischt werden. Konami hielt das offensichtlich nicht davon ab, "Nanobreaker" im Jahr 2005 für die PS2 zu veröffentlichen. Letztlich ein weiser Entschluss? Nein, ich denke nicht. Zumindest hoffe ich, dass die Verkaufszahlen in der Folgezeit erschreckend niedrig waren, denn dieses Actionspiel als durchschnittlich zu bezeichnen, wäre eigentlich noch geschmeichelt. Eine Empfehlung spreche ich demzufolge nicht aus, obwohl ich dennoch nicht von einem Debakel, Müll, einem derben Reinfall oder etwas Ähnlichem sprechen möchte. Einige Defizite in unterschiedlichen Bereichen sorgen aber dafür, dass der Spielspaß fortwährend auf Sparflamme kocht. Das vielversprechende Intro macht ordentlich Lust auf mehr, umso größer schon nach kurzer Zeit die Enttäuschung: weder Präsentation noch Spielverlauf reißen uns vom Hocker, hinzu gesellt sich ein unangenehm hohes Frustpotential, welches zweifelsohne diesem PS2-Titel innewohnt.

    Dass der Mehrspielerspaß komplett vernachlässigt wurde, ist der erste Patzer, denn gerade bei einem Actionspiel wünschen wir uns einen solchen insbesondere im Hinblick auf die Langzeitmotivation. Doch weder Versus- noch Koop-Modus werden angeboten und eine Onlineunterstützung existiert auch nicht. Der nächste Aspekt, die Rahmenhandlung, ist hingegen gar nicht einmal so schlapp wie es soft oft bei Titeln dieses Genres der Fall ist, ein kleiner Lichtblick sozusagen. Abgefahren ist die Hintergrundgeschichte schon, ohne jetzt natürlich ein Vorbild an Tiefgründigkeit darstellen zu wollen, versteht sich: als Resultat zu engagierter Forschungsarbeiten im Rahmen der Nanotechnologie und aufgetretener Defekte in der Zentrale des Computersystems verselbständigen sich die kleinen Nanomaschinen im menschlichen Organismus und eliminieren letztlich ihre Herberge. Als Protagonist fungiert Anti-Held Jake Warren, seines Zeichens Cyborg-Söldner und nicht zuletzt Massenmörder. Eigentlich verschollen geglaubt bzw. nicht mehr unter den Lebenden weilend wird dieser aus seinem langen Kälteschlaf geweckt, um der verheerenden Situation Herr zu werden und für zukünftig freundlichere Perspektiven sorgen zu können. Dabei baut unser offensichtlich hochtalentierte Recke in erster Linie auf sein mächtiges Plasmaschwert, mit dem sich in der Folgezeit blutige Feldzüge starten lassen. In Windeseile lassen sich durch vielfältige Aktionsmöglichkeiten wuchtige Attacken entwickeln, zahlreiche Verwandlungsmöglichkeiten in andere Zweihänder und Breitschwerter inklusive. Dafür werden spezielle Chips benötigt, die sich in den einzelnen Spielabschnitten aufspüren lassen, so dass im Laufe der Zeit auch Speerarten- und andere Stoß- und Stichwaffen zur Geltung kommen können.

    Gegner gibt es im Übrigen wie Sand am Meer, nicht endenwollender Nachschub an feindlichem Gesocks ist an der Tagesordnung. Dass der Anspruch dabei auf Dauer etwas flöten geht, überrascht daher wenig, erfreulich ist dennoch das Vorhandensein unterschiedlicher Attacken in vertikaler und horizontaler Richtung sowie die Spezialangriffsmöglichkeiten der jeweiligen aufgerüsteten Mordinstrumente. Versierte Actionhelden schaffen es dann früher oder später tatsächlich zum Endgegner des entsprechenden Levels, wobei jedem von Euch klar sein sollte, dass der Schwierigkeitsgrad hoch bis nervig unfair ist: obwohl der Großteil der Feinde ziemlich gleich agiert, stecken diese doch derart viele Treffer ein, dass man sich angesichts ihrer numerischen Überlegenheit stets in arger Bedrängnis befindet. Viel Frust und angesichts doch des stets ähnlichen Prozederes - wenn auch divergierender Angriffe je nach Tastenkombo vorhanden - ziemlich wenig Lust sind somit in Sachen Gameplay bei diesem Hack and Slay leider eindeutig angesagt. Extrem nervig sind die Plattformhüpferein zwischendurch, da wir diese oft von vorne anfangen müssen, ohne dass wir uns einer Schuld bewusst sind und die rettende Kante um einen Sekundenbruchteil verpasst haben. Der schlimmste Aspekt im ganzen Spiel und eine heftige Nervenbelastung, um es ganz deutlich zu sagen. Wer durchhält, wird mit nicht uninteressanten Boni wie beispielsweise "Hard Mode" (na dann viel Spaß) und Splatter-Modus (bedarf keiner Erklärung, schätze ich), netten Zwischensequenzen und nicht zuletzt der Möglichkeit, das gesamte Abenteuer mit einem weiteren (allerdings bösen) Charakter erneut durchzuspielen, belohnt. In diesem Punkt gibt sich "Nanobreaker" zumindest keine Blöße, ähnlich wie die - bis auf die Hüpfeinlagen - größtenteils präzise und zugleich flotte Handhabung, na immerhin.

  • Nanobreaker
    Nanobreaker
    Publisher
    Konami
    Developer
    Konami
    Release
    01.11.2005

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Nanobreaker
Nanobreaker: Gehacktes am Fließband - Leser-Test von sinfortuna
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10.01.2008
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