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  • Napoleon: Pixel-Strategie - Leser-Test von BigJim

    Napoleon: Pixel-Strategie - Leser-Test von BigJim Zu nahezu jeder erfolgreichen (Fernseh-)Verfilmung erscheint früher oder später ein entsprechendes Game. Verständlich, bietet sich doch für Spieleentwickler so die Möglichkeit, im Fahrwasser kommerzieller Filmhighlights selbst ein lukratives Geschäft so machen. Dass die spielerischen Umsetzungen meist mißlingen, ist eine alte Erkenntnis. So geschah es dann auch mit dem PC-Titel NAPOLEON, dem Game zum gleichnamigen ZDF-Mehrteiler, einem der teuersten Fernsehproduktionen aller Zeiten.

    Die Geschichte des legendären Korsen, eines großen Feldherren, aber auch überaus aggressive Machtpolitikers, liefert zweifellos genügend Stoff. Der historische Bezug findet auch im Spiel Berücksichtigung. So erleben wir nochmals Napoleons Feldzug gegen Italien, den Sieg über Österreich oder die bekannten Schlachten bei Marengo, Arcola oder Waterloo. Das alles wird zwar in technischer Hinsicht in ungewohnt schlechter Qualität dargestellt, aber was soll auch schon Tolles dabei rauskommen, wenn ein Spiel eiligst mit heißer Nadel gestrickt wird, nur um rechtzeitig zur Filmpremiere verkaufsfertig in den Ladenregalen liegen zu können.

    Der PC-NAPOLEON umfasst drei in sich abgeschlossene Abschnitte. Die Einzelspielerkampagne umfasst 15 Schlachten, in denen die wichtigsten militärischen Stationen Napoleons nachgestellt wurden. Zwischen den einzelnen Missionen werden immer wieder Filmausschnitte aus dem ZDF-Teiler eingestreut. Im Grunde genommen sind diese Passagen (insgesamt ca. 45 Minuten Filmmaterial) der eigentliche Höhepunkt. Das eigentliche Spiel begeistert weniger. Wir verfügen über Infanterie-, Kavallerie- und Artillerieeinheiten, die allerdings so verpixelt aussehen, dass man sich an Grafikstandards von vor zehn Jahren erinnert fühlt. Die optische Darstellung von Einheiten, Gerät und Landschaften ist eine einzige Zumutung. Effekte sucht man gar vergeblich. Doch dies wäre in einem Strategiespiel eventuell noch zu verkraften, wenn wenigstens der taktische Anspruch stimmen würde. Doch auch in der Hinsicht gilt: Fehlanzeige. Die Gegner-KI agiert ausgesprochen beschränkt, so dass man leichtes Spiel hat. Meist rennt der Feind blindlings in unsere Feuersalven und verzichtet auch sonst vollständig auf taktische Manöver. Vorausgesetzt, er gelangt überhaupt in Reichweite unserer Waffen. Denn oftmals bleiben die Truppenteile bereits an Büschen oder Brückenabschnitten hängen, wo sie dann wie ein Fisch am Anglerhaken "zappeln". Das ganze Szenario wird zudem noch von einem recht dürftigen Sound untermalt. Immerhin klingt der schon etwas besser, als die Grafik aussieht. Zumindest der Gefechtslärm liegt noch im Rahmen des Erträglichen.

    Der zweite Spielabschnitt umfasst den Europa-Feldzug. Hier blickt man auf eine schmucklose Karte, die dem Brettspiel "Risiko" ähnelt und einen Gesamtüberblick über den europäischen Kontinent ermöglicht. Wir besetzen und verwalten Länder, legen Kasernen an, in denen neue Soldaten ausgebildet bzw. stationiert werden. Für die besetzten und eroberte Gebiete gibt es Geld, mit dem sich weitere Armeen und Fertigkeiten kaufen lassen. Eine Kaserne kostet 250 Goldstücke, ebenso ein General, der den Kampfwert seiner Truppe steigert. Die Vorgehensweise folgt dabei rundenstrategischen Prinzipien. Hat der Spieler seinen Zug beendet, operiert anschließend der Gegner auf der Europa-Karte.

    Der dritte Spielabschnitt beinhaltet kurze Einzelspielergefechte. Ähnlich wie beim Europa-Feldzug kann man sich hierbei entscheiden, auf welcher Seite man kämpfen möchte. Es stehen fünf europäische Nationen zur Auswahl. Dann kann man als Engländer oder Österreicher selbst gegen Napoleon antreten. Auch die Nation des Gegners lässt sich bestimmen. Diese kürzeren Gefechte außerhalb der Kampagne dienen mehr dem Spieler, der mal eben zwischendurch eine Partie wagen möchte.

    Fazit:
    NAPOLEON ist ein technisch weit unterdurchschnittliches, eher lieblos gemachtes Spiel. Ich bezweifle, dass Strategie-Fans lange Spass daran haben werden. Von einer halbwegs geglückten Umsetzung des Fernsehfilms für den PC kann jedenfalls nicht die Rede sein.

    Negative Aspekte:
    grottenschlechte Technik, starke Mängel bei KI und Wegfindung

    Positive Aspekte:
    Orginal-Filmausschnitte aus dem ZDF-Mehrteiler

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Napoleon

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: BigJim
    3.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    3/10
    Steuerung
    5/10
    Sound
    5/10
    Gameplay
    3/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Napoleon
    Napoleon
    Developer
    Collision Studios (DE)
    Release
    26.02.2010

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1004812
Napoleon
Napoleon: Pixel-Strategie - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/Napoleon-Spiel-24395/Lesertests/Napoleon-Pixel-Strategie-Leser-Test-von-BigJim-1004812/
09.08.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2002/12/Nap0004.jpg
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