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  • Need for Speed: Hot Pursuit - Heiße Verfolgungsjagden - Leser-Test von alpha_omega

    Mit Need for Speed: Hot Pursuit veröffentlichte Publisher Electronic Arts im vergangenen Jahr einen weiteren Ableger der bekannten Rennspielserie. Nur die Wenigsten hätten dies für möglich gehalten, galt die Marke nach dem eher verunglückten Teil namens Undercover, welcher im Jahre 2008 an den Start ging schon fast tot. Nichts desto hielt EA weiterhin an der Marke fest und beauftragte für den insgesamt dritten Teil, der mit dem Zusatz Hot Pursuit auf dem Cover erschien, die Macher der Burnout Serie von Criterion. Warum ich diesen Fakt erwähne? Nun, bereits nach den ersten zwei bis drei Rennen im Spiel erkennt man ganz klar die Handschrift des Entwicklerstudios. Doch ob es sich nun bei NfS: Hot Pursuit doch nur um eine reine Burnout-Kopie handelt, oder der Racer weitaus mehr als die üblichen Straßenschlachten mit PS-Boliden parat hält, erfahrt ihr nun im nachfolgenden Artikel, der sich mit der Playstation 3-Fassung beschäftigt.

    Im Gegensatz zu den meisten Vorgängern der NfS-Serie, verzichtet Hot Pursuit auf eine umgreifende Story oder gar eine spezielle Handlung. Der Star ist der Spieler und somit schlüpfen wir gleich in zwei verschiedene Rollen. Zum einen werden wir in die wilde Lederjacke eines Rasers gesteckt, dessen Ziel es ist, sich möglich unbeliebt bei der Polizei zu machen und mit jedem absolvierten Event sein Kopfgeld zu erhöhen, zum anderen schlüpfen wir auch in die Uniform eines Polizisten, dessen Aufgabe es wiederum ist, das Gesetzt zu hüten und unbelehrbare Raser, im schlimmsten Falle auch mit Anwendung von Gewalt zu stoppen. So bekommen wir gleich zwei verschiedene Rank-up Accounts verpasst, in denen wir wie in jedem modernen Shooter, Erfahrungspunkte, nein Kopfgeld sammeln müssen, um unseren Charakter aufzuleveln. Dies geschieht mit Hilfe von zahlreichen Events, in denen wir uns neben atemberaubenden Verfolgungsjagden, zu denen ich später noch einmal genauer ins Detail kommen werde, auch hin und wieder dem einen oder anderen Zeitfahren oder dem direkten Duell mit einem Einzelnen Konkurrenten stellen müssen. Ziel ist es, mittels Medaillenvergabe, jedes einzelne Event frei zu spielen, oder es nach eigentlicher Vollendung später noch einmal zu "vergolden".

    Austragungsort ist dabei die Halbinsel Seacrest County, welche auf den ersten Blick den Eindruck erweckt, man habe es wie in Burnout Paradies mit einer offenen Spielwelt zu tun, auf den zweiten Blick uns allerdings verrät, dass wir nur vorgegebene Routen abklappern dürfen, die uns das jeweilige Event vorgibt. Zwar ist es möglich in einer freien Fahrt einzelne Strecken genauer zu betrachten und erkunden, das komplette Areal nach seinen individuellen Wünschen zu erforschen und alle einzelnen Umgebungen wie Strände, Gebirgszüge und Wüstengebiete mittels eigener Route abklappern, ist hingegen nicht möglich. Was im Gegensatz gleich ist zu Paradies City, sind die vielen verstecken Abkürzungen und Nebenwege, die es parallel zur Hauptstrecke gibt, doch sind diese nicht immer unbedingt ein Vorteil, da nicht alle abseits verlaufenden Routen wie Schotter- und Schlammwege kürzer wie der eigentlich vorgegebene Weg. Mal ganz davon abgesehen, dass wir zum größten Teil eh nur mit den edelsten Luxuskarossen wie zum Beispiel dem Mercedes SLK, BMW Roadster, Lamborghini Diabolo oder einem Porsche Cabrio unterwegs sind, sprich mit Fahrzeugmodellen, die in den meisten Fällen eher für Off-Road-Fahrten ungeeignet sind und man somit mehr Probleme hat die Wagen kontrolliert durch das abwegige Gebiet zu lenken. Die einzelnen Automobile, die es in drei verschiedenen Geschwindigkeitsklassen gibt, lassen sich auch nicht aufrüsten, lediglich der Farbton kann vor Antritt einer jeden Fahrt ausgewählt werden.

    Wie auch bei Burnout, so gilt unser Hauptaugenmerk möglichst riskant durch den Verkehr zu donnern, sowohl in der Rolle des Rasers, als auch als Polizist. Unser Hauptaugenmerk richtet sich auf eine kleine grüne Leiste, die sich auf der linken Seite unseres virtuellen Tachometer befindet und für den Einsatz eines Nitro-Boost zuständig ist. Um diese Leiste möglichst rasch zu füllen, gilt es möglichst oft im Gegenverkehr oder im Windschatten eines Verfolgers zu fahren, knapp an unschuldigen Verkehrsteilnehmern zu hämmern oder in den Kurven richtig Gummi zu lassen, in dem man driftet. Die Steuerung reagiert zwar nicht ganz so Arcade-lastig wie bei Burnout, speziell in den Kurven merkt man die Fliehkräfte deutlich spürbarer, von einer reinen Simulation ist hingegen aber Hot Pursuit eher weit entfernt. Dies liegt übrigens auch an der Tatsache, dass das Fahr- und Lenkverhalten der einzelnen Boliden kaum voneinander abweicht. Lediglich wenn man direkt von einer schweren Limousine direkt zu einem eher leichten Cabrio wechselt, fällt der Unterschied deutlich auf, ansonsten fahren sich die meisten Modelle ziemlich gleich. Ansonsten fällt die Steuerung recht zuverlässig aus und macht einer kleinen Eingewöhnungsphase auch richtig Spaß.

    Doch beschäftigen wir uns nun ein wenig näher mit den Events, die bei Hot Pursuit den höchsten Spaßfaktor besitzen, den Verfolgungsrennen. Diese bestreiten wir nämlich sowohl als Raser als auch als Cop mit speziellen Ausrüstungsgegenständen, beziehungsweise Unterstützungen, die wir mittels der Richtungstasten aktivieren. So können wir mit beiden Parteien Nagelbänder aus dem Kofferraum werfen oder auch den Einsatz eines EMP starten, welches dann kurzfristig die Elektronik des getroffenen Fahrzeugs lahmlegt. Als Polizist können wir zusätzlich Straßensperren anordnen oder auch um die Luftunterstützung eine Helikopters bitten, der dann weitere Nagelbänder abwirft. Der Raser bekommt hingegen einen Superturbo spendiert sowie einen Störsender, welcher Funk und Navigation von umgebenen Streifenwagen und Hubschraubern lahmlegt. Die einzelnen Geräte und Zusatzfunktionen, die nach einer gewissen Anzahl von Gegner mit Upgrades bestückt werden, sorgen für das nötige Salz in der Suppe, sowohl offline, als auch online, da das Katz und Mausspiel zwischen Kriminellen und Cops somit nie an Fahrt verliert und man sich erst seiner Sache sicher sein kann, wenn man die Ziellinie überquert hat.

    Der Onlinemodus bietet uns neben den direkten Duellen mit Leuten auch aller Welt auch ein sogenanntes AutoLog-Feature, bei dem wir vor Antritt eines jeden Events die Leistungen unser Onlinekontakte sehen, was vor allem in Sachen Motivation, das eine oder andere Rennen öfters zu bestreiten. Und dennoch flacht der Mehrspielermodus im Vergleich zu einem Burnout:Paradies doch deutlich ab, speziell dann, wenn man den obersten Rang frei gespielt hat. Doch auch die Tatsache, dass man nur online gegen einen Freund an den Start gehen kann und nicht im einem lokalen Multiplayer, stimmt ein wenig traurig, erst recht wenn man das Spiel von einem Gebrauchthändler kauft, der dazugehörige Onlinepass bereits aktiviert wurde und man lediglich zwei Tage hineinschnuppern darf.

    Dem eher enttäuschenden Multiplayer zum Trotz, bietet uns NfS: Hot Pursuit dafür eine durchaus beeindruckende Technik, die sich vor der Konkurrenz wie meinetwegen Gran Turismo 5 keineswegs verstecken muss. Die einzelnen Strecken beziehungsweise Umgebungen glänzen vor allem durch tolle Landschaftszüge wie erfrischend grüne Wälder oder auch einen Ausblick auf das Meer. Lediglich das Großstadtfeeling wird ein wenig vermisst, doch dafür funkeln die einzelnen Karossen so, als wären sie gerade frisch in einem Autohaus aufpoliert wurden. Ebenso überzeugen Wetter- und Wassereffekte, speziell wenn die Straßen vom Regen noch nass sind und die Sonne ihr Licht auf den spiegelnden Asphalt wirft. Zudem setzt die Präsentation wieder auf knallharte Trailer und Fakten, lediglich die Menüführung beziehungsweise die Karte, die uns einzelne Events anzeigt, wirkt etwas fad. Beim Sound bekommen wir hingegen satte Motorensounds und die Stimme von DJ Atomika aus Burnout Paradies auf die Ohren. Die gute Lady hält sich diesmal ein wenig bedeckter mit ihren Kommentaren, doch dafür nerven die ständigen Signalhörner der SCPD. Ebenso stört ein wenig, dass sobald wir im Polizeiwagen sitzen, mit einem Orchestersoundtrack berieselt werden, wahrscheinlich um Spannung aufzubauen. Ich persönlich hätte es spaßiger empfunden, wenn man den Soundtrack der Raser, bestehend aus Hip Hop und Clubsounds ebenfalls in seinem Streifenwagen hätte genießen dürfen.

    Fazit. Mit Need for Speed: Hot Pursuit für die Playstation 3 ist den Machern von Criterion Games ein kurzweiliger aber dennoch sehr spaßiger Arcade-Racer gelungen. Trotz des nun mittlerweile antiquierten Spielprinzip hält Hot Pursuit dank toller Grafik und dankbaren Gadgets in den Verfolgungsrennen den Solisten für mindestens zehn Stunden bei der Stange. Je nach Motivation des einzelnen sich im Autolog-Modus mit seinen Freunden zu messen und wirklich jedes einzelne Event mit einer Goldmedaille abzuschließen, könnte auch die Spielzeit noch um die eine oder andere Stunde verlängert werden. Der Mehrspielermodus enttäuscht hingegen ein wenig. Zum einen ist es nicht möglich sich gemeinsam an einer Konsole zu duellieren, zum anderen sorgt die Tatsache, dass wir uns nicht in einer offenen Spielwelt bewegen können für Ernüchterung. Demzufolge sind auch die Server gut ein Jahr nach Release ziemlich leer, was wie gesagt nicht verwundert. Hardcore Fans der Serie dürften hingegen auch trotz dieser Tatsache keine Berührungsängste mit dem Titel haben, ebenso sollten auch Anhänger der Burnout Serie unbedingt einen Blick riskieren, während Spieler die auf Realismus, sprich Simulationen wohl eher skeptisch drein blicken dürften.

    Negative Aspekte:
    Nerviges Sirenengeheul, kein lokaler Mehrspieler, Online-Pass erforderlich, Fahreigenschaften bei den Wagen unterscheiden sich kaum, Zeitrennen fallen spielerisch etwas ab

    Positive Aspekte:
    Beeindruckende Grafik-Landschaften, tolle Wetter- und Wassereffekte, nervenaufreibende Verfolgungsjagden als Raser und Cop, die vielen nützlichen Gadgets, Bedienung bietet guten Mix Realismus und Arcade

    Infos zur Spielzeit:
    alpha_omega hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Need for Speed: Hot Pursuit

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: alpha_omega
    7.6
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    7/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Need for Speed: Hot Pursuit
    Need for Speed: Hot Pursuit
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Criterion Games
    Release
    18.11.2010

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Need for Speed: Hot Pursuit
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18.12.2011
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