Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Need for Speed Shift im Gamezone-Test

    Mit dem aktuellsten Teil hat Electronic Arts zur Freude der Fans die NFS-Reihe vor dem Abgrund gerettet.

    Keine illegalen Straßenrennen, keine Polizei, keine Filmsequenzen, keine heißen Babes, die Need for Speed-Serie besinnt sich in dem neuesten Ableger auf das pure Racing auf waschechten Rennstrecken. Mit den Slighty Mad Studios hat sich auch ein frischer Entwickler an das Werk getraut. Ob der Neuanfang tatsächlich besser abschneidet, als die bestenfalls mittelmäßigen Vorgänger, lest ihr im Test.

    Simulation vs. Arcade

    Need for Speed Shift Need for Speed Shift Eigentlich weiß Need for Speed: Shift nicht, ob es lieber eine Simulation oder ein Arcade-Spiel sein will. Zunächst können Anfänger jedoch aufatmen, da man zahlreiche Hilfen dazu schalten kann. Neben den üblichen Helferlein wie ABS oder der Traktionskontrolle, kann man sogar mit einem Brems- und Lenkassistent über den Asphalt brettern. Wer jedoch schon einen Racer gespielt hat, wird auf eine Lenkhilfe sicherlich verzichten wollen. Dennoch schlägt uns das Programm zu Beginn der Karriere vor, welchen Fahrstil wir haben und mit welchen Einstellungen wir fahren sollten. Das geschieht anhand einer Proberunde. Es gibt dabei zahlreiche Möglichkeiten, über die man sich Gedanken machen sollte. Somit ist Need for Speed: Shift gut anpassbar, weswegen man recht schnell erste Erfolge feiert, egal welche Erfahrungen man mitbringt. Wer will, muss sich um das Setup überhaupt nicht kümmern. Für den Rest gibt es ein recht rudimentäres Schnell-Tuning und erweiterte Einstellungen. Bei letzteren kann man fröhlich am Wagen schrauben und allerlei Einstellungen, wie zum Beispiel die Getriebeübersetzung oder die Dämpfer verändern. Hier schlagen Schrauberherzen höher. Spritverbrauch und Reifenabnutzung werden allerdings nicht berücksichtigt.

    Need for Speed Shift Need for Speed Shift Mal abgesehen davon, dass man den Schwierigkeitsgrad verändern kann, zeigt sich das Schadensmodell sehr spärlich. Obwohl man entscheiden kann, ob sich Unfälle auf das Fahrverhalten auswirken, ist dieser Punkt fast zu vernachlässigen. Auch die optischen Schäden sehen alles andere als überzeugend aus. Teile lösen sich nicht ab, während man letztendlich nur mit einer etwas verbeulten Karre seine Runden zieht. Dennoch wirken Unfälle spektakulär: Dreher und Überschläge sind nicht gerade selten, was jedoch an der äußerst schwankenden, unberechenbaren und aggressiven KI liegt, die uns gnadenlos von der Piste rammt. Vor allem das Startgetümmel mit bis zu 16 Wagen ist ein Glückslauf. Teilweise muss man ein Rennen bis zu 10 Mal neu starten, um einigermaßen heil aus den ersten zwei bis drei Kurven zu kommen. Doch selbst danach wird man noch oft von der KI in der letzten Kurve abgeräumt, während sie an anderer Stelle fast schon zu brav hinter uns fährt. Immerhin kegeln sich die Kollegen auch ohne unser Zutun regelmäßig von der Strecke. Das führt dazu, dass man durchaus mit schwitzigen Händen vor dem Bildschirm hockt, da man auch in eine Unfallstelle rasen kann. Anders als bei der Konkurrenz von Colin McRae: DiRT 2, Race Driver: Grid oder dem demnächst erscheinenden Forza Motorsport 3, hat man bei Shift keine Rückspulfunktion zur Verfügung, was bei der Rempel-KI vielleicht durchaus angebracht gewesen wäre.

    Need for Speed Shift Need for Speed Shift Den zwiespältigsten Eindruck hinterlässt allerdings das Fahrverhalten, das durchaus anspruchsvoll ausgefallen ist und nur selten Fehler verzeiht. Es braucht schon seine Zeit, um eine Kurve richtig anzubremsen, trotz einer virtuellen Ideallinie, die uns zeigt, wann wir in die Eisen steigen sollen, doch das ist nicht das große Problem: Die Wagen neigen fast alle zum übermäßigen Übersteuern, was vor allem bei Autos mit Hinterradenantrieb zum Tragen kommt. Aus diesem Grund wird ständig gedriftet, fast schon mehr als bei Colin McRae: DiRT 2. Insgesamt bewegt man sich mehr ruckartig als sanft über die Pisten. In der Standardeinstellung ist die Steuerung von Shift sehr sensibel ausgefallen, weswegen kleinste Bewegungen fast schon zum unkontrollierbaren Schlingern führen. Einerseits ist es äußerst schwer den Wagen wieder unter Kontrolle zu bringen, andererseits bekommt man kein richtiges Gefühl für die Boliden, da der Grenzbereich einen ziemlich dünnen Faden darstellt. Glücklicherweise kann man die Sensibilität, oder auch den Einschlagwinkel der Räder, anpassen. Das führt dazu, dass man die Wagen zwar besser unter Kontrolle hat, doch bei engen Kurven kommt es wieder zu Problemen. Und manchmal ist es durchaus von Vorteil, wenn man eine Kehre mit einem eleganten Drift bewältigen kann.

    Need for Speed Shift Need for Speed Shift So oder so, man muss viel mit den Einstellungen herumspielen, um die individuelle Lösung zu finden. In Verbindung der KI kommt allerdings sehr schnell Frust auf, wodurch die Einarbeitungszeit nicht unterschätzt werden sollte. Positiv anzumerken ist, dass sich die über 70 Autos teils sehr unterschiedlich steuern und auch die einzelnen Einstellungen wirken sich spürbar auf das Fahrverhalten aus. Im Endeffekt kann man das ruckartige Handling mehr oder weniger in den Griff bekommen, richtig flüssige Rennen mit konstanten Rundenzeiten dürften jedoch seltener zu Stande kommen. Völlig übersensibel reagiert die Steuerung allerdings bei den Drift-Events. Hier muss man extrem behutsam mit Lenkung und Gaspedal arbeiten, um den Wagen einigermaßen auf der Straße zu halten. Selbst bei gerader Strecke bricht die Karre bei etwas zu viel Beschleunigung gnadenlos aus. Der Drift-Modus ist dadurch mehr als gewöhnungsbedürftig. Viele Spieler dürften ihn sogar komplett auslassen, da er einfach kaum Spaß macht und viel Übung voraussetzt. Mit einer Tastatur ist Need for Speed: Shift ohnehin schwieriger zu kontrollieren, beim Driften trifft dies umso mehr zu. PCler sollten deswegen in jedem Fall mindestens ein Gamepad mit analogen Triggern an ihren Rechner stöpseln.

  • Need for Speed Shift
    Need for Speed Shift
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Slightly Mad Studios
    Release
    13.07.2011

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Forza Horizon 3 Release: Forza Horizon 3 Microsoft
    Cover Packshot von F1 2016 Release: F1 2016 Koch Media , Codemasters
    Cover Packshot von Trials of the Blood Dragon Release: Trials of the Blood Dragon Ubisoft , RedLynx
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 03/2017 PC Games Hardware 03/2017 PC Games MMore 03/2017 play³ 03/2017 Games Aktuell 03/2017 buffed 12/2016 XBG Games 01/2017 N-Zone 03/2017 WideScreen 03/2017 SpieleFilmeTechnik 02/2017
    PC Games 03/2017 PCGH Magazin 03/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
992368
Need for Speed Shift
Need for Speed Shift im Gamezone-Test
Mit dem aktuellsten Teil hat Electronic Arts zur Freude der Fans die NFS-Reihe vor dem Abgrund gerettet.
http://www.gamezone.de/Need-for-Speed-Shift-Spiel-24736/Tests/Need-for-Speed-Shift-im-Gamezone-Test-992368/
22.09.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/09/adasdadsdsad.jpg
tests