Need for Speed: The Run im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Der aktuellste Ableger der Need for Speed-Reihe wäre wohl lieber ein Actionfilm geworden, als ein Rennspiel.

Mit dem neuen Need for Speed: The Run, welches wieder aus dem Hause Black Box stammt und auf die Frostbite-2-Engine aus dem Hause DICE setzt, wagt man ein neues Spielkonzept und bietet uns diesmal kein Open-World-Game an, bei dem man sich die Rennen selbst aussuchen kann, stattdessen nehmen wir an einem 4500 Kilometer langen Rennen quer durch die USA teil. Doch wie kommt es dazu?

Need for Speed: The Run Need for Speed: The Run In Person von Jack Rourke, den wir im Spiel verkörpern, erleben wir gleich zu Beginn eine recht unangenehme Situation. Mit ans Lenkrad eines Porsche Carrera 4S gefesselten Händen baumeln wir am Magneten eines Krans der uns eben zur Schrottpresse befördert. Draußen stehen zwei böse Jungs, denen wir offensichtlich einen Batzen Geld schulden und, wie das unter bösen Jungs so üblich ist, werden säumige Schuldner in der Presse entsorgt. Natürlich versuchen wir zu fliehen und machen auf diese Art und Weise auch gleich mal Bekanntschaft mit einem absoluten Novum in der Geschichte von Need for Speed, wir müssen nämlich eine Quicktime-Sequenz absolvieren. Da gilt es rechtzeitig die eingeblendeten Tasten zu triggern und die Schultertasten zu ziehen, um schließlich im letzten Moment der bereits arbeitenden Schrottpresse zu entkommen. Wir greifen uns daraufhin flugs das nächste Auto und dürfen endlich das tun, was man von einem Rennspiel eigentlich erwartet, nämlich das Pedal durchdrücken und Geschwindigkeit aufnehmen.

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Need for Speed: The Run Need for Speed: The Run Selbstverständlich gelingt uns die Flucht, was uns aber nicht von den Schulden erlöst, weswegen wir uns mit einer heißen Rothaarigen in einem heruntergekommenen China-Restaurant treffen, in dessen Toiletten bekanntlich all die Supermodels beheimatet sind, von denen uns auch gleich eins über den Weg läuft, um schließlich die Teilnahme an "The Run" klar zu machen. Dabei handelt es sich um ein Rennen quer durch die USA. Beginnend in San Francisco, durch das Death Valley nach Las Vegas in den Nationalpark bis wir schließlich nach 4500 Kilometern in New York City ankommen, hoffentlich. Als Preisgeld winken 25 Millionen Dollar, was das Ende unserer Sorgen bedeuten würde.

4500 Kilometer durch die USA

Need for Speed: The Run Need for Speed: The Run Das Rennen fährt man natürlich nicht an einem Stück, sondern es ist in neun Etappen eingeteilt, die wiederum in mehrere Einzelrennen gestückelt sind. Diese sind recht abwechslungsreich gestaltet, denn wir fahren nicht nur durch sehr viele unterschiedliche Umgebungen, von der Stadt über die Berge bis hin zur Wüste ist alles mit dabei, es gibt auch drei verschiedene Arten von Rennen. Der Standard ist das ganz normale Rennen, bei dem wir jeweils eine bestimmte Anzahl an Plätzen aufholen müssen. Da wir Anfangs irgendwo als 280. Fahrer ins Rennen gehen, ist es unsere Aufgabe uns Rennen für Rennen an die Spitze vor zu arbeiten, bis wir in New York schließlich als Erster die Ziellinie überqueren. Damit wäre auch schon einer der Kritikpunkte angesprochen, denn es gibt pro Rennabschnitt immer nur die vorgegebene Anzahl an gegnerischer Racer, beispielsweise zehn Stück. Exakt diese Zehn müssen wir dann in den jeweiligen Abschnitten einholen, ansonsten gilt der Abschnitt als nicht geschafft und wir müssen ihn erneut versuchen. Das hört sich nicht nur Retro an, das ist es auch. Setzen wir das Fahrzeug während des Rennens gegen den Baum oder Schrotten es auf andere Weise, werden wir beim letzten Checkpoint wieder ins Rennen gesetzt. Doch Vorsicht, das geht pro Rennen nur fünfmal, beim sechsten Totalcrash heißt es ebenfalls wieder von Vorne zu beginnen.

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