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  • Need for Speed: Undercover im Gamezone-Test

    Nach dem Fehlstart der Großen, schlittert der Kleine am HD-Gespann vorbei in die Zielgerade.

    Als Fan klassischer Serien hat man es heutzutage nicht mehr leicht. So langsam, aber sicher verliert man das Interesse, da sich einfach nicht mehr viel tut. Manchmal sorgen aber auch die Hersteller dafür, dass man mit dem alten Kapitel einfach abschließen möchte. Ein Beispiel dafür ist "Need for Speed Undercover", wie ihr im Review zu den HD-Varianten lesen konntet. Die einstige Kultserie degradiert sich selbst zur Mittelklasse und fährt aller höchstens auf den hinteren Rängen noch mit - die Konkurrenz schläft nämlich nicht! Aber wir wollen von den großen Brüdern nicht auf den Kleinsten schließen, denn mit der Nintendo DS Version liegt uns schließlich eine völlig andere Variante vor, sie sich zumindest spieltechnisch aufgrund der Technik unterscheiden muss.

    Vorneweg fällt sofort auf, dass jegliche Atmosphäre der tollen Videosequenzen der großen Brüdern natürlich verloren ging. EA serviert den Bus- und U-Bahn-Spielern simple Standbilder und langweilig abgedruckter Text, welche uns mittels einfachster akustischer Stilmittel die Story erzählen wollen. Von den echten Schauspielern oder wenigstens einer Sprachausgabe könnt ihr träumen, denn da bekommt ihr nichts mehr zu sehen oder hören. Dennoch übernimmt man auch hier die Rolle eines Undercover-Agenten und muss sich in einer gefährlichen Gangsterwelt behaupten, indem man die Aufmerksamkeit durch gewonnene Rennduelle und Auseinandersetzungen mit der Polizei auf sich zieht. Dumm, dass die werten Kollegen vom Revier nichts von eurem verdeckten Einsatz wissen und daher ungeniert die Handschellen zücken. Darum ein kräftiger Tritt aufs Gaspedal und schleunigst weg in den nächsten sicheren Unterschlupf.

    Der Weg in die Szene

    Need for Speed: Undercover Need for Speed: Undercover Das Hauptspiel umfasst den ausufernden Storymodus, welcher eine simple Stadtkarte, die Garage für die gekauften Fahrzeuge und die Werkstatt offeriert. Gewonnenes Geld fließt zum Glück nicht dem Arbeitgeber auf dem Revier zu, es kann ungeniert in neue Superschlitten oder aufpäppelnde Tuninghardware investiert werden. Prestige ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern, so dass passende optische Reize ebenfalls auf dem Programm stehen - die Tarnung muss ja schließlich auch echt wirken. Kümmert man sich nicht gerade um die Finanzen, steht der Arbeitsalltag an. Manch ein Polizist würde für einen solchen Job wahrlich alles tun - mit fetten Karren durch die Stadt heizen und dabei heiße Bräute abkassieren, so kann das Leben doch weiter gehen.

    Doch bevor euch die Mädels auch nur eines Blickes würdigen, müsst ihr euch einen Ruf erarbeiten. Ganz klassisch, aber leider auch wie in jedem ähnlichen Kinofilm, wird man in die Szene eingeschleust, darf bei einigen billigen Rennen mitmachen und erntet mit Siegen den Respekt der Kollegen. Alsbald melden sich die Hintermänner und schon kann man Undercover das feindliche Lager infiltrieren. Tja, leider bekommt man von all dem aber nicht viel mit. Die wenigen Bilder-Sequenzen geben ja bekanntlich nicht viel her. Daher begibt man sich einfach auf die Straße und gibt mal ordentlich Gummi. Über 50 Missionen wollen gemeistert werden. Dabei stehen nicht nur simple illegale Sprints und Rennen auf dem Programm, die Handlanger wollen auch, dass man Schmugglerware auftreibt oder andere Leute kalt macht. Gelegentlich darf man auch als Polizist wieder offiziell für die Guten die Verbrecher jagen, ansonsten dürfte das Blaulicht eher hinter euch her sein.

    Rennspiel oder Lachnummer?

    Der popelige VW zu Beginn des Spiels macht mal so gar nichts her, fährt sich aber irgendwie recht spritzig und bleibt auf der Straße liegen wie ein Brett. Erste Plätze sind zunächst also mal kein Problem. Mit steigendem Ansehen wird die Konkurrenz aber besser und lässt euch nicht so einfach davonfahren. Was anfänglich ätzend langweilig wirkt, wird spätestens nach dem Absolvieren des ersten Viertels von "Need for Speed Undercover" zu einer durchaus spaßigen Sache. Ihr spielt in einer freien Welt, die für manche Aufgaben alle Möglichkeiten offen hält, Rennen und ähnliche Events finden aber auf abgesteckten Pisten statt. Mit der Zeit steigt der Anspruch und ohne Streckenkenntnis, einem Gefühl für die Fuß- und Handbremse sowie optimaler Nutzung von Boost wie auch Zeitlupe - aber auch den richtigen Fahrzeugen - erreicht man irgendwann rein gar nichts mehr.

    Dennoch stehen einem ab und an die Nackenhaare zu Berge. Es gibt Situationen, in denen man schlichtweg daran zweifelt, ein Rennspiel vor Augen zu haben. Eine Verfolgungsjagd läuft zum Beispiel wie folgt ab: Man startet, sieht den Kontrahenten ein Stückchen weiter entfernt auf dem Highway vor sich hin gurken. Also mal vollen Bleifuß geben und ab die Post. Kaum würde man den Heckspoiler küssen, scheint der Gauner in Lichtgeschwindigkeit einen halben Kilometer gut gemacht zu haben. Da zweifelt man nicht zu unrecht an seinem Verstand! Und während in solchen Rennen ein ziviler Verkehr stark auf die Nerven gehen kann und ständig die Straße blockiert, scheint die Stadt in anderen Events wie ausgestorben. Aber generell, um auf das durchaus unglückliche Fahrverhalten mancher, von der CPU gesteuerter, Rennpiloten zurück zu kommen, wirkt das Fahrverhalten vorgegeben wie auf einer Carrera-Rennbahn, auch wenn euch immer eine Chance auf den Sieg gelassen wird.

    Need for Speed: Undercover Need for Speed: Undercover Wem das aber zu dumm ist, der darf sich gerne im Mehrspielermodus austoben. Diesen gibt es nicht nur lokal für ein, oder gar mehrere Spielmodule, es wird auch das weltweite Netzwerk, auch Internet genannt, bedient. Somit findet man genügend Spieler aus aller Welt, um genüsslich einige Runden zu fahren. Dafür wirkt Undercover aber etwas zu schlicht, um auch längerfristig online motivieren zu können. Dies liegt vor allem an der stark eingeschränkten Technik. Grafisch hat sich seid den Vorgänger nur wenig getan. Die Häuserschluchten wirken öd und schlicht und ziviler Verkehr will erst gar nicht aufkommen. Selbst die kleine Insel Sylt könnte man damit nicht beleben. Getrübt wird das Spektakel zudem von einem ständig sichtbaren Bildaufbau und einer extrem kurzen Fernsicht. Kurven können oftmals gar nicht richtig angepeilt werden, weil man diese erst kurz vor Schluss ausmachen kann. Da hilft nur ein Blick auf die Streckenkarte, welche sich auf dem unteren Bildschirm befinden. Die Designer wollen wir aber dennoch mal loben, denn die freie Stadt ist wirklich groß und abwechslungsreich ausgefallen und offeriert einige Blickpunkte, an denen man sich prima orientieren kann. So findet man sich oftmals auf Anhieb aufgrund mancher Gebäude und Brücken wieder zurecht. Ebenfalls gelungen wäre auch der Soundtrack, welcher passend gewählt ist, der aber einerseits viel zu wenig Abwechslung und vor allem nur eine magerer Auswahl an Titel bieten kann. Das Schlimmste ist der Kompressionsfaktor, da sich die Mucke ziemlich blechern aus den DS Lautsprechern herausquält. Selbst über Kopfhörer wird kaum ein berauschendes Erlebnis geboten.

    Need for Speed: Undercover (NDS)

    Singleplayer
    6,7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Langer Solomodus mit vielen Einzelmissionen
    reichlich neue Autos
    Tuningmöglichkeiten
    Onlinemodus
    interessante Stadt
    Schwache Technik
    Bildaufbau
    zu geringe Weitsicht
    Sound ist zu stark komprimiert
    manches unlogisches Verhalten der CPU Kollegen
  • Need for Speed: Undercover
    Need for Speed: Undercover
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    20.11.2008

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992017
Need for Speed: Undercover
Need for Speed: Undercover im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Need-for-Speed-Undercover-Spiel-24739/Tests/Need-for-Speed-Undercover-im-Gamezone-Test-992017/
26.11.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/11/NFSUC_SCR_NDS_1.jpg
tests