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  • Need for Speed Underground 2 im Gamezone-Test

    Mit diesem zweiten Teil der NFS Underground Serie bietet uns Electronic Arts weit mehr als noch der Vorgänger. Auf den Punkt gebracht könnte man sogar behaupten, NFSU2 ist das was NFSU hätte sein sollen. Anders als früher, wo es ein Menü gab in dem man sich nach den Rennen widergefunden hat, wo man sein Auto aufrüstete und neue erstand, Herausforderungen annahm und sein Auto neu bemalte, bewegen wir uns nun frei in der Stadt und begeben uns direkt zu den Austragungsorten der diversen Rennen, den Tuninggaragen und den Lackierwerkstätten. Auf diese Weise dient uns die ganze Stadt als Menü, auf der wir die gewünschten Aktionen auswählen. Zusätzlich unterstützt uns noch unser Handy, auf welchem wir informative Kurzmitteilungen erhalten, wo sich beispielsweise ein neuer Tuningshop befindet, sowie Telefongespräche empfangen, meist von unserem weiblichen Gangboss, aber auch von anderen Fahrern, die uns auf spezielle Events, wie Fotoshootings oder geheime Rennen, aufmerksam machen.

    Eine ganze Stadt für uns

    Die Weltkarte Die Weltkarte Die wichtigen und offiziellen Punkte werden auf der Weltkarte eingezeichnet, wobei es ganz besonders praktisch ist das in unserem Wagen integrierte GPS benutzen zu können. Dies führt uns mit sicherer Hand an jedes gezeigte Ziel, wobei der eingeblendete Richtungspfeil nicht nur in die Richtung des gewählten Ziels zeigt, sondern uns richtig durch die mitunter recht verschlungenen Straßenkonstruktionen leitet. So kommt man nie in die Verlegenheit sich zu verfahren oder an der falschen Stelle zu suchen. Auf unserem Weg zum Ziel begegnen uns auch einige Bonusgegenstände, wie herumliegendes Geld oder wichtige Tipps und Hinweise wo sich die geheimen Shops befinden welche nicht auf der Karte eingezeichnet sind. Denn die ganz besonderen Teile und Autos bekommt man nicht in den Standard-Shops, die gibt es nur in den ganz speziellen.

    Neben der Möglichkeit die Leistung des eigenen Fahrzeuges durch neue Tuningteile zu verbessern, können wir auch allerhand Einstellungen vornehmen. Wir können am Stabilisator ebenso drehen wie an den Stoßdämpfern, der Lenkung usw. Dabei erstaunt der gebotene Umfang der Einstellmöglichkeiten, die so manch andere Rennsimulation vor Neid erblassen lässt.

    Klein fängt man an Klein fängt man an Klar, dass man zu Beginn mit einer Serienschüssel direkt vom Band startet und sich erst einmal ein vernünftiges Auto und gehörigen Respekt verdienen muss. An das Geld für die Tuning- und Ausstattungsteile kommen wir durch siegreiches Beenden der verschiedenen Rennen und den Respekt verdient man sich durch besonders auffallende Leistung. Denn einfach nur den ersten Platz zu erringen reicht nicht, man muss auch entsprechend elegant und gleichzeitig risikoreich gefahren sein und am besten auch noch einen gehörigen Abstand zu den Gegenspielern eingefahren haben, erst dann steigt der Respekt der Gang uns gegenüber.

    Vielleicht könnt ihr euch noch an die "Tokyo Highway Challenge" auf der Dreamcast erinnern, bei dem es möglich war auf der Straße aufgegabelte Konkurrenten zu einem Duell herauszufordern. Genau das ist nun auch in NFSU2 möglich. Erblicken wir einen anderen Tuner auf der Straße, genügt es kurz aufzublenden und schon beginnt das Duell. Derjenige der es zuerst schafft eine vorgegebene Entfernung zum Konkurrenten herauszufahren, hat das Duell gewonnen und erhält eine Geldsumme. Selbstverständlich sollten wir uns die Gegner gut aussuchen um eine Chance zu haben, besonders Anfangs wo unser Wagen noch nicht zu den stärksten gehört.

    Gelungene Grafik, aber...

    Ein Drag-Rennen Ein Drag-Rennen Tat man sich in NFSU noch schwer so manche Abzweigung rechtzeitig im Lichtermeer zu erkennen, erscheint die grafische Präsentation nun wesentlich klarer, ohne aber etwas von dem Reiz der Nachtfahrten verloren zu haben. Denn nach wie vor bewegen wir uns ausschließlich des Nachts durch die beleuchteten Straßen, bekommen aber neuerdings ganz nett inszenierte Wetterwechsel geboten. Besonders die längeren Rennen vergehen nicht ohne dass es wenigstens einmal zu Regnen beginnt oder wieder aufhört. Sehr schön dabei, dass der Regen nicht nur optischer Natur ist, sondern sich auch auf die Bodenhaftung unseres Gefährtes auswirkt.

    Leider jedoch muss man der Gamecube-Version eine deutlich niedrigere Framerate als der PS2 oder der Xbox attestieren, denn auch wenn das Gezeigte nie wirklich ruckelt oder ins Stocken gerät, wird es doch auch nie so richtig flüssig. Besonders in den Kurven wenn sich der Hintergrund schnell an uns vorbeibewegt können wir das andauernde Pumpen deutlich erkennen.

    Neben der aufgebohrten Umgebungsgrafik, fallen besonders die nun endlich wie Autos aussehenden Gefährte des Straßenverkehrs auf. Zwar fallen sie qualitätsmäßig gegenüber den aufgemotzten Kisten der Tuner deutlich ab, trotzdem meint man nun nicht mehr es mit fahrenden Pappkartons zu tun zu haben.

    Unser Boss Unser Boss Die bekannte Action-Kamera hat man beibehalten, welche uns bei besonders spektakulären Sprüngen ein Zeitlupen-Replay dessen näher bringt. Nach wie vor finden wir diese an immer den gleichen Stellen, eine Auswirkung auf das Gameplay aber haben diese Replays nicht. Worauf man verzichtet hat, obwohl vor dem Release des ersten NFSU die Rede davon war, ist ein Schadenssystem. Egal was wir mit unserem Wagen anstellen, er bleibt immer in einem Stück und bekommt keinen Kratzer. Allerdings muss man ehrlich sagen, dass ein Schadenssystem in diesem Spiel den Schwierigkeitsgrad enorm in die Höhe treiben würde, weswegen wir die Abwesenheit des Schadenssystem eigentlich nicht vermissten. Es wäre zwar schön gewesen wenn bei den Unfällen wenigstens einige Splitter fliegen würden, auf der anderen Seite ist man nach jedem Crash froh, dass die teuer erstandenen Tuningteile noch alle an ihrem Platz sind.

    Die Garage

    Neben den üblichen Austragungsorten und den diversen Werkstätten ist unsere heimische Garage der wichtigste Ort. Nicht nur weil wir dort unsere Fahrzeuge sammeln und die verwendeten Tuningteile umbauen und tauschen können, sondern auch weil wir nur dort unser Auto wechseln können. Denn im Laufe des Spiels wird unsere Garage immer voller und es lohnt sich immer mehr bereits vorhandene Tuningteile lieber aus den anderen Wagen auszubauen statt alles doppelt und dreifach zu kaufen.

    Aktiviertes GPS Aktiviertes GPS Ein sehr nettes Feature ist es alle vorhandenen Autos außerhalb des Spiels mit allen bereits freigeschalteten Teilen zu tunen. Auf diese Weise können wir verschiedene Kombinationen aus Spoilern, Neonröhren etc. auszuprobieren und den so erstellten Wagen als Setting zu speichern, welches wir dann im Spiel benutzen können. So ist es möglich allen eigenen Fahrzeugen beispielsweise dasselbe Aussehen zu verpassen, indem wir immer dasselbe Setting verwenden, oder besonders gelungene Fahrzeuge abzuspeichern um sie für die Nachwelt bzw. den interessierten Mitspieler bereit zu halten. Selbstverständlich funktioniert dieses Feature auch im Spiel selbst, wo wir den augenblicklichen Zustand des Wagens ebenfalls jederzeit speichern können.

    Eine mehr als gelungene Soundkulisse

    Kredenzte uns Electronic Arts in NFSU noch Hauptsächlich Metal- und HipHop-Sounds der lauteren Sorte, hat man sich im aktuellen Teil deutlich mehr Mühe gegeben eine abwechslungsreichere Musikuntermalung zu bieten. Zwar gibt es die bekannten Rhythmen nach wie vor, zusätzlich aber gibt es auch modernere Synthesizer-Sounds und sogar poppige Tracks zu hören. Wie gewohnt können wir für jeden einzelnen Song des EA-Soundtracks bestimmen ob dieser Nur im Menü, nur im Rennen oder in beidem zu hören sein soll.

    Ein Lichtermeer Ein Lichtermeer Ab von der Musik begeistern vor allem die unglaublich gelungenen Motorensounds, die sich mit jedem Tuningteil ein klein wenig zu ändern scheinen. Hört man die Kupplung ohne Schaltwegverkürzer noch deutlich bei jedem Gangwechsel ächzen, schwindet dieser Sound nach dem Wechsel des Tuningteils und wird durch ein wesentlich aggressiveres Schaltgeräusch ersetzt. Auch den Vergaser und das Getriebe kann man deutlich heraushören, wie es je nach Belastung die typischen Sounds von sich gibt. Selbst die Reifen erzeugen die bekannten Geräusche wenn sie über den Asphalt schieben oder den Bordstein schneiden. Doch auch die deutsche Sprachausgabe darf man als gelungen bezeichnen, besonders unsere Ansprechpartnerin glänzt mit einer zur Schau getragenen Hochnäsigkeit die einen Preis verdient. Denn der Titel legt es förmlich darauf an möglichst cool zu wirken, in einer Welt in der es außer Blech, Benzin und leicht bekleideten Mädchen nichts zu geben scheint. Oder kennst du etwas wichtigeres als deinen neuen Doppelvergaser von Weber?

    Von Motoren und Engines

    Bereits nach dem ersten Rennen ist klar, dass die Physik und die Steuerung ebenfalls mehr als gelungen sind. Immer hat man das Gefühl, tatsächlich ein Gefährt mit vier Rädern zu steuern. Je nachdem wie unser Fahrwerk eingestellt ist beginnt der Wagen früher oder später zu schlingern, es ist möglich das Auto kontrolliert ausbrechen zu lassen und mit etwas Geschick kann man ihn sogar auf zwei Rädern fahren lassen, was uns die Leistungsfähigkeit der Engine eindrucksvoll demonstriert.

    Erfreulicher Weise bietet uns die Cube-Version einen 60 Hertz PAL-Mode ebenso wie eine Anpassung für 16:9 Fernseher, welche aber nicht ganz optimal umgesetzt wurde. Zwar werden uns die Rennen selbst so wie der Explorer-Mode in vollem 16:9 geboten, die Ladebilder aber und so manches Menü erscheint als 4:3 Fenster auf dem 16:9 Schirm.

    Multiplayer Vergnügen nur per Splitscreen

    Der Splitscreen Der Splitscreen Für das Vergnügen unter Freunden bietet uns NFSU2 für den Cube nur den Splitscreen für zwei Spieler gleichzeitig an. Der Splitscreen erlaubt es uns alle freigeschalteten Wagen inklusive der von uns aufgemotzten in allen vorhandenen Spielmodi zu fahren. Dabei nehmen wir aber an keiner Meisterschaft teil sondern fahren ausschließlich Einzelrennen, was auf Dauer natürlich nicht begeistern kann. Trotzdem entbehrt es nicht eines gewissen Spaßes seinem Mitspieler das Nitro um die Ohren zu hauen, besonders das Drag-Racing besitzt ein besonderes Spaßpotenzial.

    Fast schon obligatorisch zu erwähnen, dass der Cube kein Online-Gaming bietet, so wie die Brüder auf der Xbox und der PS2. Damit geht dem Spiel natürlich einiges seines Spielspaßes flöten, denn seine aufgemotzten Gefährte der Weltöffentlichkeit zu zeigen und dann auch noch die Siege online zu erringen ist schon ein ganz besonderer Spaß, auf den Cube-Spieler leider verzichten müssen. Aus diesem Grund ein dicker Punkteabzug für das Gameplay der Cube-Version.

    Need for Speed Underground 2 (GC)

    Singleplayer
    8,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Viele Autos
    noch viel mehr Tuningteile
    hervorragende Soundkulisse
    Breitbild Unterstützung
    gut funktionierendes GPS
    schöne Wetterwechsel im Rennen
    Auffällig niedrige Framerate
    kein Online-Gaming
  • Need for Speed Underground 2
    Need for Speed Underground 2
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    15.11.2004

    Aktuelles zu Need for Speed Underground 2

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Cars: Hook International Release: Cars: Hook International THQ
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Need for Speed Underground 2
Need for Speed Underground 2 im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Need-for-Speed-Underground-2-Classic-24742/Tests/Need-for-Speed-Underground-2-im-Gamezone-Test-990067/
18.11.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/11/TV2004111718030000.jpg
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