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  • Nervous Brickdown im Gamezone-Test

    Beim skurrilsten und ungewöhnlichsten Breakout Klon seit Jahren sollte man auf keinen Fall nervös werden.

    Als alter Hase hat man schon einiges mitgemacht. Es gibt nicht nur neuartige Konzepte, Spielideen und revolutionäre Konsolen, parallel schauen wir auch auf zahlreiche müde und ausgelutschte Umsetzungen alter Klassiker zurück. Alljährlich versorgen uns unzählige Werke mit einem Spielprinzip des Urgesteins "Breakout". Aber kaum eine Nachbildung hebt sich von seinen Vorgängern ab und man könnte fast schon meinen, dass sich das Gameplay seit Jahrzehnten keinen Deut weiterentwickelt hat. Nun kommt ein unscheinbarer Entwickler namens Arkedo Studio mit einer weiteren Kopie des Prinzips daher und behauptet vollmundig, den Arcade Klassiker mit "Nervous Brickdown" neu zu erfinden. Eine äußerst mutige Aussage, der wir in diesem Test doch mal auf den Grund gehen wollen.

    Nervous Brickdown Nervous Brickdown Prinzipiell basiert der Titel auf derselben Grundidee, wie jeder anderer "Breakout" Klon auch. Eine Stange, in diesem Fall auch Golfschläger, Raumschiff, oder sonst ein einfallsreiches Ungetüm wird über den unteren Bildschirm hinfort bewegt. Praktischerweise kommt hierfür der Stylus zum Einsatz, was die Handhabe nicht nur vereinfacht, sondern deutlich präziser gestaltet. Haargenaue und blitzschnelle Positionierungen des Paddels stellen kein Problem mehr dar. Die Reaktionszeit ist einzig allein vom Fingergeschick abhängig, und nicht mehr von der Spielengine. Mittels dieses Gefährtes müsst ihr verhindern, dass eine herumirrende Kugel in den Abgrund stürzt - denn das würde euch ein wertvolles Leben kosten. In der restlichen Spielfläche befinden sich diverse weitere Objekte, welche mit der Kugel getroffen werden müssen. Ist das erforderliche Ziel erreicht, steigt man einen Level auf und darf sich auf die nächste verrückt konstruierte Welt freuen. Soweit wird wohl ein jeder von euch das Urgestein wieder erkennen, denn die Originalrezeptur findet sich 1:1 auch in "Nervous Brickout" wieder.

    Kreativität sorgt für Spielspaß

    Nervous Brickdown Nervous Brickdown Als Herzstück kann man ohne Umschweifen den Abenteuermodus (Arcade) aufführen. In 135 Levels muss der Solospieler sein Geschick unter Beweis stellen, wobei diese nochmals auf zehn äußerst abwechslungsreiche Themengebiete verteilt wurden. Was ganz klassisch beginnt, indem man kleine farbige Blöcke beseitigt, wird schon ab der zweiten Welt zur interessanten Entdeckertour quer durch die verrücktesten "Breakout" Ideen seit Jahren. Mit "Paper" gelangt man in Abschnitt zwei auf den Notizzettel der Entwickler und muss verhindern, dass sich kleine Tintenflecke über den Bildschirm ausbreiten. Witzige Idee am Rande: Zu Papier dürft ihr auch eure Steuereinheit bringen und diese selber malen! Anschließend erfolgt eine Geisterwelt, in der einzig allein die verbarrikadierte Ausgangstür geöffnet werden muss. Die Gespenster werden weggepustet und Steine können mit dem Stift auf dem Touchscreen verjagt werden. Daraufhin folgt eine verrückte Wasserwelt, in der man kleine Figuren vor Haien und ihrem Untergang retten muss. Optisch besonders ausgefallen zeigt sich die "Speed" Welt, in der zwar nur farbige Kästchen abgebildet werden, aber der Bildschirm verwischt und die Kugel mit unglaublicher Geschwindigkeit gespielt wird. Es folgen noch Varianten von Golf, einem 2D-Sidescroll Shooter und einer verrückten Safari, bei der man die Farbe des Schlägers immer der Kugel anpassen muss. Die Krönung ist die "Retro" Welt, welche uns nicht nur mit klassischem piepsenden Sound einnimmt, sondern auch optisch mit einer schlichten 80er Jahre Darstellung auskommt. Der ganz besondere Clou dabei ist aber der obere Bildschirm, auf dem quasi ein Jump'n'Run stattfindet. Ihr müsst euch unten um die Kugeln kümmern und verrückte Labyrinthe damit säubern, während man gleichzeitig oben einigen Feinden und Fallen auszuweichen hat. Die Informationsflut ist überfordernd und nicht selten wird man alles von vorne neu beginnen müssen.

    Nervous Brickdown Nervous Brickdown In all den Varianten verlor der Entwickler aber eines nicht aus dem Auge: Das Grundprinzip ist und bleibt "Breakout", so dass man stets zum Lösen der Aufgabe den Schläger und die Kugel benötigt. Das gilt auch, wenn einige Schalterrätsel oder ähnlich zu lösen sind. Je nach Art des Levels ist der Schläger, die Stange oder eben auch ein völlig abgedrehtes Objekt am unteren Rand fixiert, in manchen Abschnitten kann der Schläger aber auch frei über den Bildschirm hinweg bewegt werden. Darüber hinaus gibt es in einigen Welten noch spezielle Extras, welche nach fleißiger Spielzeit freigeschalten werden. Darunter z. B. die Möglichkeit des Pustens. Das Mikrofon wird zur Windgenerierung verwendet, so dass die Laufbahn der Kugel beeinflusst werden kann. Sehr praktisch, vor allem, wenn man mit sämtlichen weiteren Dingen auf dem Bildschirm eh schon überfordert ist. Zum Abschluss einer jeden Welt wartet eine ganz besondere Bossherausforderung auf euch. Wer glaubte, bisher schon die abgefahrensten Dinge gesehen zu haben, wird wohl nicht aus dem Staunen heraus kommen. Die Papierwelt überrascht mit einem Papierknäuel, welcher euch ständig mit Schnipseln attackiert. Wurde dieser oft genug mit der Kugel getroffen, gibt er Farbpatronen ab. Diese eingesammelt, kann man am unteren Bildschirm angebrachte Tuben für gefährliche Schüsse auf das Papiermonster verwendet. In einer anderen Welt wiederum müssen in einem Kasperltheater gelbe von Socken geworfene Bälle auf die Gegner zurück werfen. Ein Tintenfisch gilt es ebenfalls noch zu besiegen und selbst Andros lässt sich in der "Speed" Welt blicken. Dabei müsst ihr stets eine ausgeklügelte Strategie fahren oder bestimmte Dinge treffen - schlicht die Schwachstelle finden. Die Ideen der Entwickler sind einfach grandios und motivieren, das Game von Anfang bis zum Ende fast am Stück durchzuspielen! Man möchte einfach wissen, welch genialer Gedankengang als nächstes umgesetzt wurde.

    Nichts für Rekordjäger

    Nervous Brickdown Nervous Brickdown Trotz des Einfallsreichtums haben es die Entwickler verpasst, dem Titel mit einem ordentlich Langzeitspielspaß auszustatten. Ist die Solokarriere nach nur wenigen und sehr aufregenden Stunden abgeschlossen, locken keinerlei Highscores oder Rekorde nochmals vor den DS. Man vermisst schlichtweg den komplett klassischen Spielmodus, welcher einen Endlos-Modus oder ähnliches für die Rekordjäger bietet. Auch das später freizuschaltende "Schnellspiel" macht hier keine Ausnahme. Dort muss man einfach fünf per Zufall bestimmte Level meistern. Komischerweise gibt es zumindest für zwei Spieler (mit nur einem Modul) einen Modus, bei dem es ums Durchhaltevermögen geht. Kooperativ müssen von oben nachrückende Steine getroffen und beseitigt werden, bevor diese eine Markierung erreichen. Der Clou ist der Farbwechsel der Kugel, so dass der entsprechende Spieler explizit darauf reagieren muss. Warum dieser aus der Safariwelt stammende und mit einer Highscore versehener Modus nicht auch für Solisten angeboten wird, bleibt wohl ein ewiges Rätsel. Aber zugegeben, auch mit einem Kumpel wird die Blockhatz im Multiplayer recht schnell langweilig.

    Nervous Brickdown Nervous Brickdown Technisch bietet der Titel all das, was man aufgrund der verrückten Ideen auch erwartet. Jede Welt begeistert mit einem eigenen Thema und versucht dieses sogar schrittweise weiterzuentwickeln. Immer mehr kunstvolle Ideen bereichern den optischen Aspekt und bringen euch stets ins Staunen. Man merkt, dass mit viel Kreativität und Handarbeit die Hintergründe ausgearbeitet wurden. Während zweckdienliche und dennoch schön geformte Steine zu Beginn das Bild beherrschen, sorgen zu einem späteren Zeitpunkt verrückt japanische Comicfiguren und ein dazu genial komischer Sound im Stil von LocoRoco für Aufsehen. Die Speedwelt wiederum gefällt durch glanzvolle Effekte, trotz der äußerst schlichten und neonfarbigen Darstellung. Und auch die Retrowelt kann begeistern. Im Verlaufe der einzelnen Level bleibt zwar die kantige und klassische Darstellung des "Breakout" Bereichs erhalten, der Jump'n'Run Part verirrt sich aber vom farbigen Anime-Comic in die gute alte GameBoy Zeiten mit einer schwarz/weiß Optik und einer typischen Pixelgrafik. Auch wenn es schlicht wirkt, die Ideen wurden einfach genial und ansprechend umgesetzt und diverse Anspielungen auf andere Games gibt es obendrein. Soundtechnisch wurde auch die Musik stets passend auf das Thema abgestimmt. Gruselstimmung in der Geisterwelt, Technosound im Speedbereich und eben auch vollkommen abgedrehte japanische Mucke bei den bunten Cartoonwelten.

    Nervous Brickdown (NDS)

    Singleplayer
    7,7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Verrückt geniale Spielideen
    tolle Integration der DS Möglichkeiten
    10 abwechslungsreiche Themenwelten
    mit Spielwitz
    gelungene Sounduntermalung
    präzise Steuerung aufgrund des Touchscreens
    Nach einmaligem Durchspielen ist die Luft raus
    keine Rekordmodi vorhanden
    Mehrspielermodus auf Dauer sehr eintönig und langweilig
  • Nervous Brickdown
    Nervous Brickdown
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Arkedo Studios
    Release
    21.09.2007
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Nervous Brickdown
Nervous Brickdown im Gamezone-Test
Beim skurrilsten und ungewöhnlichsten Breakout Klon seit Jahren sollte man auf keinen Fall nervös werden.
http://www.gamezone.de/Nervous-Brickdown-Spiel-24830/Tests/Nervous-Brickdown-im-Gamezone-Test-991431/
18.09.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/09/NB_25.jpg
tests