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  • Nexus: The Jupiter Incident im Gamezone-Test

    Der Überraschungshit für alle PC-Spieler die schon mit Freelancer, X2 und Homeworld ihren Spaß hatten.

    Schon seit der Mensch die Sterne beobachtet, ist er getrieben von dem Gedanken außerirdisches Leben zu finden. Mit jedem Jahrzehnt werden größere Anstrengungen unternommen um noch weiter in den Raum zu hören und noch tiefer mit den immer mächtiger werdenden Raumschiffen vorzudringen. Immer fantastischere Technik wird erfunden um den Widrigkeiten des Weltraums zu trotzen. Nun, in der Zukunft angelangt, haben wir nur noch einen Wunsch: Hätten wir nur nie damit angefangen nach den Außerirdischen zu suchen.

    In den Tiefen des Alls

    Die Stilleto, unser erstes Schiff Die Stilleto, unser erstes Schiff Bei Nexus - The Jupiter Incident handelt es sich um ein Echtzeit-Strategiespiel im dreidimensionalen Raum, ähnlich wie es Homeworld war. Allerdings besitzt Nexus ein ganz anderes Interface und spielt sich auch anders, denn statt die Herrschaft über nur ein Mutterschiff zu haben, steuern wir in Nexus viele verschiedene Schiffe und Flotten. Denn meist bewegen wir uns nicht alleine durch den Raum sondern in Begleitung einer Flotte. Zwar sind wir durchaus in der Lage ein Raumschiff auch direkt zu steuern, ebenso seine Waffensysteme und weitere hilfreiche Werkzeuge, in der Praxis aber betätigt man sich meist nur als Befehlshaber und überlässt der virtuellen Mannschaft die Drecksarbeit. Genau das ist es nämlich was den Titel von Vergleichbaren unterscheidet, dass man sich nämlich ziemlich gut auf seine virtuellen Kameraden verlassen kann.

    Wie jedes Spiel beginnt auch Nexus mit einem Tutorial, welches uns die wichtigsten Funktionen Stück für Stück erklärt. Trotzdem sollte man das mitgelieferte und recht ausführlich ausgefallene Handbuch immer parat haben, denn nicht jede Funktion wird genau erklärt und gerade zu Beginn stellt einen das Interface vor so manches Rätsel. Wie in allen Spielen dieser Machart aber ist die Bedienung bei weitem nicht so kompliziert wie sie sich Anfangs gibt. Ganz im Gegenteil steckt ein recht ausgeklügeltes und gut funktionierendes Befehlssystem hinter den vielen Anzeigen und Schaltern.

    Sir, jawohl sir!

    Ein Trümmerfeld Ein Trümmerfeld Um ein Schiff zu bewegen genügt es, es mit der Maus auszuwählen und mit F2 - oder der entsprechenden Schaltfläche am unteren Rand des Schirms - den Bewegungsbefehl anzuwählen. Nun noch ein Klick auf das gewünschte Zielobjekt und das Raumschiff setzt sich in Bewegung. Auf die gleiche Art und Weise geben wir auch den Angriffsbefehl, der noch einmal in mehrere Unterbefehle aufgeteilt ist, sowie den Einsatz des Scanners oder der anderen wichtigen Werkzeuge. Beim Angriff gilt es vor dem Befehl den Zustand des anzugreifenden Schiffes in Erfahrung zu bringen, denn nicht jede Waffe ist für jedes Ziel geeignet. Meist muss man erst den Energieschild zerstören bevor man die Waffen und Geräte an Bord zerstören kann. Diese wiederum lassen sich, nachdem das Schild ausgeschaltet wurde, direkt mit bestimmten Waffen angreifen. Klüger aber ist es dafür die Beiboote der großen Raumschiffe zu verwenden, die wesentlich schneller und wendiger sind. Sie sind es auch die uns in gefährlichen Situationen schützen, denn je größer ein Schiff wird desto träger wird es auch. Die Beiboote gibt es in diversen Ausführungen, von einfachen Fähren zum Absetzen des Wissenschaftspersonals bis hin zu stark bewaffneten Kampfschiffen, die man sogar für einen Angriff einsetzen kann.

    Selbstverständlich ist es auch möglich die eigenen Schiffe in Gruppen zusammen zu fassen, wobei nur beachtet werden muss, das sich Beiboote nicht mit den großen Schiffen in eine Gruppe packen lassen. Dafür können die kleinen Schiffe bei jedem beliebigen großen Schiff andocken. Sie müssen also nicht mehr dort landen wo sie gestartet sind. Nur zu sorglos sollte man mit diesem Feature nicht umgehen, denn Beiboote die am Ende der Mission nicht mehr andocken können gehen verloren.

    Die Gorgs kommen

    Nexus: The Jupiter Incident Nexus: The Jupiter Incident Die erzählte Geschichte bietet uns alles was man von einem vernünftigem Weltraumabenteuer verlangen kann. Es gibt verschiedene außerirdische Rassen, die uns mal gut mal feindlich gesinnt sind, es gibt auch eine mechanoide Rasse genannt die Gorgs, die irgendwie aus dem Star Trek Universum herübergewechselt sind, und es gibt auch eine künstliche nicht irdische aber weibliche Intelligenz die uns treu zur Seite steht, aber doch ihr eigenen Ding durchzuziehen scheint. Mitten drin stecken wir und versuchen dem Ganzen auf die Spur zu kommen, denn irgendwie weiß schon wieder jedermann im Universum mehr als wir selbst.

    Das Briefing Das Briefing Wie erwähnt bewegen wir uns meist nicht alleine sondern im Flottenverband. Je nach Auftrag befehligen wir nur unser eigenes Schiff oder mehrere. Mitunter ändert sich das auch mitten in der Mission, wenn beispielsweise der militärische Befehlshaber ausfällt und uns die gesamte Flotte unterstellt wird. Die gebotenen Missionen steigern sich angenehm im Schwierigkeitsgrad und geben uns zu Beginn genug Zeit uns mit all den gebotenen Funktionen auseinander zu setzen. Besonders wichtig ist es sich mit der Konfiguration des eigenen Schiffes zu befassen, denn die gewonnenen Erfahrungspunkte können direkt in neue Waffen, Upgrades und Geräte gesteckt werden. Kann man sich diesbezüglich anfangs noch einige Nachlässigkeit erlauben, hat man in den späteren Missionen ohne maximal ausgerüstetes Schiff keine Chance mehr. Besonders die letzte Mission der Kampagne stellt unsere Fähigkeiten auf eine harte Probe. Umso schöner zu sehen wie stark die Unterstützung der Community zu diesem Titel ist. Auf der Homepage zum Spiel gibt es fast zu jedem Problem bereits eine Hilfestellung. Zudem existieren bereits die ersten Fansites in deutscher Sprache.

    Unendliche Weiten...

    Viele Details schmücken die Schiffe Viele Details schmücken die Schiffe Die Grafik die uns Nexus auf den Schirm zaubert ist, unter Beachtung der geringen Minimalvoraussetzungen für das Spiel, mehr als beeindruckend. Wo andere Spiele der gleichen Sparte ein Gigahertzmonster mit High End-Grafikkarte und mehr als reichlich Hauptspeicher benötigen, gibt sich Nexus bereits mit einer GeForce 2, einem 1 GHz Prozessor und 18 MB RAM zufrieden. Um auch auf betagteren Systemen flüssig zu laufen steht uns zusätzlich die Möglichkeit offen den DX8-Mode zu erzwingen, statt des DX9-Mode. Doch auch in dieser abgespeckten Darstellung sieht Nexus noch immer sehr gut aus. Auf unserem Testsystem mit einer GeForce 4 und 3 GHz Prozessor lief das Spiel mit allen Features in einer Auflösung von 1280x1024 Pixel praktisch ruckelfrei.

    Bereits das Briefing am Anfang jeder Mission lässt uns ins Nexus-Universum eintauchen. Denn nichts anderes als unser Sonnensystem selbst stand Pate für das Spieluniversum und präsentiert uns in schönstem 3D die Planeten und ihre Umlaufbahnen, und mittendrin unsere Flotte und ihr Auftrag. Dort navigieren wir durch die tiefen des Alls bis wir an unserem Einsatzort angelangt sind und die direkte Kontrolle übernehmen.

    Die Mechanoiden Die Mechanoiden Um im allgemeinen Schlachtgetümmel nicht die Übersicht zu verlieren, sind alle Schiffe die unserem Befehl unterstehen am linken Bildschirmrand aufgelistet. Dort können wir sie in Gruppen zusammenfassen sowie die Beiboote befehligen. Die feindlichen sowie nicht beeinflussbaren Schiffe sind rechts aufgelistet und können ebenso angeklickt werden wie unsere eigenen. Dies dient dazu um die montierten Geräte zu erkennen und sie direkt beschießen zu können. Ist nämlich erst einmal der Schild eines gegnerischen Schiffer herunter, empfiehlt es sich je nach Situation bestimmte Waffen oder Maschinen an Bord anzugreifen. Denn ohne Waffen kann es sich nicht mehr wehren und ohne Energieversorgung nicht mehr flüchten. Nur im äußersten Falle ist es nötig ein Schiff komplett zu zerstören, was auch ziemlich viel Zeit und Energie benötigt, aber schon ein ganz besonderer Anblick ist. Doch kurz bevor sich ein Schiff in tausend Stücke zerlegt wird noch die Mannschaft evakuiert, die man retten oder abschießen kann. Doch auch das hängt von der jeweiligen Mission ab, und natürlich unserem Gewissen.

    ...und sphärische Klänge

    Flucht nach Vorne Flucht nach Vorne Das Beste an der Soundkulisse zu Nexus herauszustellen fällt schwer, einfach weil alles an ihr hervorragend gelungen ist. Dies beginnt mit der deutschen Sprachausgabe, die uns eine Reihe deutscher Sprecher und Sprecherinnen bietet die ihren Job offensichtlich recht ernst genommen haben. Immer hat man das Gefühl, dass unsere Charaktere auch wirklich in die Geschichte involviert sind. Während des ganzen Spiels begleiten uns natürlich die typischen Geräusche des Weltraums die es eigentlich gar nicht gibt, wie die unterschiedlichen Triebwerke, viele laute Waffengeräusche und nicht zu überhören die gigantischen Explosionen wenn ganze Schiffe oder Stationen zerlegt werden.

    Wahrlich einen Preis aber verdient die Musikuntermalung zum Spiel, die uns eine mehr als gelungene Mischung aus modernen Synthesizerklängen und klassischen Elementen bietet, die an mancher Stelle an Meisterwerke wie "2001 Odyssey im All" oder "Solaris" erinnert. Mal begleiten uns sanfte Stimmen durch die Stille des Alls, nur unterbrochen vom tiefen Brodeln der Triebwerke, um uns im Kampf mit mitreißenden Synthesizer-Rhythmen und heftigem Waffenlärm zu beschallen. Einzig das sägende Geräusch der Laser kann einem in langen Kämpfen auf die Nerven gehen.

    Wir sind nicht alleine

    Die künstliche Intelligenz Die künstliche Intelligenz Neben der Singleplayer-Kampagne bietet uns Nexus auch ein Multiplayer-Modul für Spiele im lokalen Netzwerk oder über das Internet. Getrieben von der Gamespy-Software ist es nur eine Sache von Sekunden bis wir entweder mit dem Masterserver im Internet verbunden sind oder ein lokales Spiel eröffnet haben. Dabei stehen uns so klassische Spielmodi wie das Deathmatch oder das Team-Deathmatch ebenso zur Verfügung wie ein Coop-Spiel, eine "Beschütze den Konvoi"-Variante und die Möglichkeit ein Spiel völlig frei zu konfigurieren. Bis zu vier Spieler können so mit mehreren Schiffen, der Host legt die Höchstzahl fest, miteinander oder gegeneinander in den galaktischen Krieg ziehen.

    Online im Nebel Online im Nebel Die so ausgetragenen Kämpfe sind nicht von Pappe, denn auch online kommt das strategische Element in Nexus voll zum tragen. Es führt nicht zum Erfolg einfach mit allem was man hat auf den Gegner zu feuern, selbst wenn man mehr Schiffe im Einsatz hat als dieser. Stattdessen gilt es überlegt vorzugehen, die einzelnen Systeme des Feindes Stück für Stück auszuschalten bis er bewegungsunfähig ist oder seine Waffen nicht mehr funktionieren. Das ist der richtige Zeitpunkt um die Mannschaft aus dem Schiff zu treiben um es sodann in seine Einzelteile zu zerlegen.

    Taugen die Deathmatch-Varianten Anfangs noch um sich in der Multiplayer-Spiel einzuarbeiten, reizen die anderen Spielweisen auf viel längere Zeit. Besonders der Coop-Mode stiftet an ihn immer wieder zu spielen, bis man optimal mit seinem Mitspieler kooperiert. Wem all das noch nicht genug Abwechslung ist, der kann sich den vielen von der Community erstellten Mods widmen, die mitunter erstaunliche Ansätze bieten. So soll es Spieler geben die bereits eine NCC 1701 durch das Nexus-Universum zischen sahen.

    Nexus: The Jupiter Incident (PC)

    Singleplayer
    8,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Herrliche Grafik
    fulminante Soundkulisse
    mehr als gelungenes Interface
    mitreißende Story
    MOD-Community
    unvergessliches Spielerlebnis
    Tutorial lässt manche Dinge aus
  • Nexus: The Jupiter Incident
    Nexus: The Jupiter Incident
    Publisher
    Vivendi
    Developer
    Mithis Games (HU)
    Release
    05.11.2004

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Nexus: The Jupiter Incident
Nexus: The Jupiter Incident im Gamezone-Test
Der Überraschungshit für alle PC-Spieler die schon mit Freelancer, X2 und Homeworld ihren Spaß hatten.
http://www.gamezone.de/Nexus-The-Jupiter-Incident-Spiel-24983/Tests/Nexus-The-Jupiter-Incident-im-Gamezone-Test-990105/
09.12.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/12/nexus_shot_1207_162808.jpg
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