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  • Nibiru: Der Bote der Götter im Gamezone-Test

    In West-Böhmen entdeckte Nazitunnel treiben den Archäologie- studenten Martin Holan um die halbe Welt.

    Ein absichtlich zugeschütteter Nazitunnel, eine getötete Historikerin und viele Geheimnisse rund um den zehnten Planeten NiBiRu, wenn das keine herrlichen Zutaten für ein spannendes Abenteuer sind. Gleichzeitig die Ausgangssituation des aktuellsten Adventures aus dem Hause dtp. Entwickelt wurde das Spiel wieder von Unknown Identity, die Prager Spieleschmiede die uns schon "Black Mirror" offerierte. Dabei ist NiBiRu nicht so ganz neu, denn das Spiel gab es bereits in tschechischer Sprache unter dem Namen "Posel Bohu", was soviel wie der Götterbote bedeutet und wurde nun für uns neu aufgelegt.

    Martin Holan

    Martin Holan.. Martin Holan.. Wir schlüpfen in die Rolle des nicht mehr ganz taufrischen Archäologiestudenten Martin Holan, der von seinem Mentor Professor Wilde einen interessanten Hinweis auf ein eben gefundenes Tunnelsystem in West-Böhmen erhält mit der Bitte sich die Sache doch einmal näher anzusehen. Vorher aber sollen wir noch eine Historikerin treffen, welche wichtige Informationen für unsere bevorstehende Reise bereithält. Allerdings kommt es nicht mehr zu dem treffen, denn die Informantin wird getötet und unser Abenteuer beginnt.

    ..im Gespräch mit Prof. Wilde ..im Gespräch mit Prof. Wilde In klassischer Point&Klick-Manier bewegen wir uns durch die sehr schön gestalteten Aufenthaltsorte, von denen wir im laufe des Spiels nicht wenige betreten. Mussten wir uns in Black Mirror noch mit 800x600 Pixel zufrieden geben, erstrahlt NiBiRu in 1024x768 Pixel und schmückt die gezeigten Bilder mit Schatten und Lichteffekten. Trotzdem aber wirken viele Orte recht steril und leblos, denn das gezeigte Wasser ist oft in einer Zeitschleife gefangen und auf Ewigkeiten erstarrt, wohingegen unser Protagonist in der Lage ist ganz ohne Taschenlampe in der Hand in die Gegend zu leuchten. Doch ist es das überhaupt nicht was den Spieleindruck stört, vielmehr die sehr staksigen Animationen aller Akteure im Spiel. Zwar werden Schatten korrekt berechnet und Türen oder Klappen richtig geöffnet und geschlossen, bewegen aber tun sich unsere Charaktere als hätten sie ein Skelett aus Metal.

    Lauter Geheimnisse

    Prag bei Nacht Prag bei Nacht Seine Faszination bezieht NiBiRu natürlich nicht aus der technischen Präsentation, auch wenn die Bilder sehr schön anzusehen sind, sondern aus der kredenzten Geschichte und der gebotenen Rätsel. Diese sollten niemanden vor größere Probleme stellen, ganz im Gegenteil ist die Lösung oft recht logisch. Der Teufel liegt wie so oft im Detail begraben, denn NiBiRu gehört zu der Art Adventures, die den Spieler nicht nur oft hin- und herlaufen lassen, schwerer wiegt der Umstand, dass man Objekte erst benutzen oder untersuchen kann wenn sie benötigt werden. Ohne etwas von der Geschichte verraten zu wollen, zwingt das den Spieler dazu, untersuchte Räume immer wieder zu checken, denn in einem bereits untersuchtem Regal oder Erdhaufen könnte sich plötzlich etwas verbergen, was vorher nicht angezeigt wurde. Das zieht das Spiel natürlich etwas in die Länge, was aber nicht einmal schlecht ist, denn NiBiRu ist deutlich kürzer ausgefallen als noch Black Mirror und bietet uns maximal 10 Stunden Spielspaß, geübte Adventure-Spieler dürften sogar wesentlich schneller den Abspann sehen.

    So große Mühe man sich offensichtlich bei der Ausgestaltung der Örtlichkeiten gegeben hat, umso lustloser wurde die zugrundeliegende Geschichte selbst ins Spiel integriert. Schafft sie es uns anfangs noch zu faszinieren, ob der Dinge die uns erwarten, flacht sie recht schnell ab und dümpelt sodann bis zum unbefriedigendem Ende so vor sich hin. Unbefriedigend deswegen, weil die Geschichte nicht richtig aufgelöst wird und das letzte Große Rätsel irgendwie danebengegangen ist.

    Von deutscher Sprache und wenig Musik

    Ruhe in Frieden Ruhe in Frieden Wie von dtp gewohnt hat man NiBiRu eine vorzügliche deutsche Lokalisierung angedeihen lassen, welche die Selbstgespräche unseres Helden ebenso wie die Diskussionen mit den anderen Charakteren zum kurzweiligen Erlebnis werden lassen. An der deutschen Sprachausgabe gibt es nichts zu mäkeln, an der Musikuntermalung schon eher. Denn auch wenn man die wenige vorhandene Musik durchaus stimmungsvoll und zur Unterstreichung der augenblicklichen Situation eingesetzt hat, ist es meist doch sehr still und leise bei unserem Abenteuer. Hier hätte etwas mehr nicht geschadet, allerdings ist das vorhandene durchaus gelungen, wenn auch von der stilleren Sorte.

    Bewährtes Interface

    Generator? > Strom > Licht! Generator? > Strom > Licht! Das gebotene Interface kommt mit der bekannten Inventarliste am unteren Bildschirmrand daher, und bedient sich auch wie gewohnt. Mit der linken Maustaste werden Gegenstände oder Objekte aktiviert bzw. genommen und mit der rechten Maustaste können wir genauer Untersuchen. Gegenstände kombinieren geht einfach indem man sie aufeinander klickt. Von dem bereits erwähnten Problem der "erst wenn nötig" auftauchenden Gegenstände funktioniert das Interface einwandfrei und klaglos.

    Nibiru: Der Bote der Götter (PC)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    sehr schöne Örtlichkeiten
    hervorragende deutsche Sprachausgabe
    hohe Auflösung von 1024x768 Pixel
    Gegenstände existieren erst wenn sie gebraucht werden
    wenig Musik
    lässt zum Ende hin stark nach
    das letzte große Rätsel wird vielen ein Rätsel bleiben
  • Nibiru: Der Bote der Götter
    Nibiru: Der Bote der Götter
    Publisher
    dtp
    Developer
    Future Games (CZ)
    Release
    15.03.2005

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990211
Nibiru: Der Bote der Götter
Nibiru: Der Bote der Götter im Gamezone-Test
In West-Böhmen entdeckte Nazitunnel treiben den Archäologie- studenten Martin Holan um die halbe Welt.
http://www.gamezone.de/Nibiru-Der-Bote-der-Goetter-Spiel-25108/Tests/Nibiru-Der-Bote-der-Goetter-im-Gamezone-Test-990211/
22.03.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/03/NiBiRu_2005-03-18_16-27-04-92.jpg
tests