Ninety-Nine Nights 2 im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Die wenigen Optimierungen am Dauergekloppe im Vergleich zum Vorgänger reichen nicht aus, um zu überzeugen.

Das erste Ninety Nine Nights erschien im Spätsommer 2006 auf der Xbox 360 und musste sich einige Kritikpunkte gefallen lassen. Obwohl damals beeindruckende Massenschlachten geboten wurden, verhagelten das monotone Spieldesign, das grausame Speichersystem und die viel zu langen Abschnitte den Spaß an der Freude. Doch irgendwie konnte man die Mankos dem Titel noch leicht verzeihen, da die Xbox 360 noch nicht mit all zu vielen Blockbustern gesegnet war. Nichtsdestotrotz ist die Skepsis bezüglich Ninety Nine Nights 2 dementsprechend groß, vor allem weil der Metzler von Anfang an als Budget-Produkt unter 30 Euro angeboten wird.

Gut gegen Böse und das ganze Gedöns

Ninety-Nine Nights 2 Ninety-Nine Nights 2 Die Story von N3II ist alles andere als kreativ oder spannend inszeniert. Damit die Pflicht erledigt ist, will ich einfach die vielsagende Produktbeschreibung zitieren: "In einer mystischen Welt voller Wunder und Magie leben die Menschen in Koexistenz mit vielen anderen Rassen wie Elfen, Kobolden und Ogern. Nach dem plötzlichen Auftauchen des Herrn der Nacht sind jedoch die fruchtbaren Felder des Landes nach nur drei Monaten nichts weiter als verbrannte Erde und schon bald wird Orphea, das heilige Land im Norden, von der Armee der Nacht belagert." Das Abenteuer des Spielers beginnt hingegen am 92. Tag des Feldzugs, der vom Lord der Dunkelheit angeführt wird, wer hätte das gedacht.

Ninety-Nine Nights 2 Ninety-Nine Nights 2 In der Rolle des weißhaarigen Kriegers Galen geht es auf in die Monsterschlacht. Kurze Zeit später werden jedoch die Geschichten von vier weiteren Kämpfern freigeschaltet, die alle ihren persönlichen Feldzug erleben, der sich jedoch immer wieder mit den Begebenheiten der anderen Kollegen kreuzt. Im Gegensatz zum Vorgänger muss man die Story eines Helden nicht komplett durchspielen, um mit den anderen Recken loszulegen. Man darf jederzeit wechseln. Allerdings muss man sich dann auch auf kleinere Spoiler gefasst machen, da diverse Informationen vorweggenommen werden können. Ich empfehle deswegen die Reihenfolge zu beachten. Da die Geschichte aber derart lahm und ohne Höhepunkte geschildert wird, kann man im Prinzip fröhlich hin und her schalten. Aber immerhin, die Entwickler waren derart vorausschauend, dass sie vor möglichen Spoilern warnen, vorbildlich.

Möge das Massensterben beginnen

Ninety-Nine Nights 2 Ninety-Nine Nights 2 N3II bietet eigentlich genau das, was schon der Vorgänger auf uns Spieler losgelassen hat, epische Schlachten im Stile eines Dynasty Warriors hoch zehn. Es ist keine Seltenheit, dass der Kombozähler nach kürzester Zeit auf über 1.000 schießt und man in rund 30 Minuten an die 3.000 Feinde gekillt hat. Auf dem Bildschirm tummeln sich hunderte von Gegnern gleichzeitig, weswegen man eigentlich kaum daneben schlagen kann. Das Kampfsystem ist sehr simpel und eingängig gestaltet. Leichte Angriffe, schwere Angriffe, hier und da ein Hechtsprung zur Seite sowie ein wenig Verteidigungsarbeit, mehr muss man eigentlich nicht wissen bzw. können. Aus diesem Grund kommt man recht schnell ins Spielgeschehen hinein und hat zu Beginn recht viel Unterhaltung vor sich.

Ninety-Nine Nights 2 Ninety-Nine Nights 2 Die fünf verfügbaren Kämpfer spielen sich dezent unterschiedlich. Der eine setzt auf schnelle Angriffe, der andere ist ein dicker Kampfkoloss und steckt ordentlich viel ein, während noch ein anderer Kollege auf den Fernkampf setzt. Dennoch, besonders viel Abwechslung im Spielverlauf kommt dadurch nicht zu Stande. Das liegt unter anderem daran, dass alle Recken auf die selben Magiefähigkeiten setzen. Bis zu vier Stück lassen sich vor der Mission auswählen. Da werden Schockwellen, Feuerbälle oder Erdbeben verursacht, die allesamt eine gewisse Abkühlphase benötigen, um wieder genutzt zu werden. Trotzdem hat jeder Charakter zwei Fähigkeiten, die nur ihm gehören. Der erste Teil davon ist jedoch wenig spektakulär. Hier werden entweder dafür vorgesehen Steinbrocken oder andere Gegenstände mit dem Schwert zerdeppert oder eben von einem anderen Kämpfer zur Seite geschoben.

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