Zu viele Ideen wurden mehr schlecht als recht umgesetzt und der Titel für die Fans der Serie viel zu sehr vereinfacht.
Ninja Gaiden. Eine Videospielreihe deren Name im Genre der Action Adventures für knallharten Schwierigkeitsgrad, perfektes Balancing und Kämpfe in taktischem Höchstmaß steht. Mit Tomonobu Itagaki verließ 2008 der Leitwolf der Ninja-Serie Tecmo Koei und überließ den Titel seinem Rudel bei Team Ninja. Vier Jahre Später bekommen wir nun also endlich zumindest die namentliche Fortsetzung, denn inhaltlich präsentiert sich Ryu Hayabusas neues Abenteuer in völlig neuem Gewand.
Verflucht nochmal
Ninja Gaiden 3
Kaum das Pad in der Hand werden wir in Person des Drachen-Ninjas Ryu Hayabusa nach London gerufen, wo eine Terrororganisation ausdrücklich auf unser Erscheinen pocht. Kaum in London angekommen bahnen wir uns einen Weg durch Horden von bis an die Zähne bewaffneten Wachen bis wir endlich dem Ursprung des Übels gegenüber stehen. Ein in roten Stoff gehüllter Maskenträger, der sich selbst als Alchemist bezeichnet, fordert uns auch umgehend zum Kampf. Als wir einen Moment nicht auf die Bewegungen unseres Gegenübers achten, hat dieser auch gleich ein paar altertümliche Sprüche auf den Lippen welche uns mit einem alten slawischen Fluch belegen. Dieser führt dazu dass Ryus legendäres Schwert mit seinem rechten Arm verschmilzt und nun die Seelen der zahllosen Opfer eben dieser Klinge den Protagonisten von innen heraus töten sollen. Zusätzlich zu diesem Einzelschicksal droht die Organisation rund um den Alchemisten die Erde in sieben Tagen zu zerstören um somit den Kreis zur biblischen Schöpfungsgeschichte zu schließen. Zum Tode geweiht versuchen wir fortan nicht nur uns selbst sondern gleich einen ganzen Planeten vor dem Exodus zu retten.
Ninja Gaiden 3
Wie auch schon in den Teilen zuvor gewinnt die Geschichte keine Preise für besondere Tiefe, gute Ideen oder sonstige beachtliche Attribute. Auch die Zwischensequenzen sind teilweise zum davonlaufen unnötig und so hölzern inszeniert dass man freiwillig ins eigentliche Spielgeschehen zurückkehrt. So scheitert die Mission den Hauptcharakter und sein Leiden dem Spieler unverblümt näher zu bringen ebenfalls kläglich an einer viel zu plumpen Umsetzung. 08/15-Drama aus der Klischee-Kiste statt ergreifender Qual eines Mannes in tiefer Bestimmungs-Ergebenheit im Clinch zwischen Moral und Ehre ist die traurige Realität.
