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  • Ninja Gaiden Black: Der steinige Weg eines Ninja-Kämpfers - Leser-Test von Goreminister

    Bereits knapp 20 Jahre treibt sich der Sushi liebende und gut 1,79m große Ninjakämpfer Ryu Haysbusa schon in der Welt der Videospiele herum, angefangen mit dem Arcade Spiel Ninja Gaiden, welches zuerst in den Spielhallen erschien und wenig später auch auf die NES-Konsole portiert wurde. Einige Zeit später etablierte sich der beliebte Videospielcharakter weiter und trat in Serien wie Dead or Alive auf, war aber auch weiterhin Bestandteil der allseits bekannten Ninja Gaiden-Reihe, bei welcher er 1988 sein Debüt gab und bislang auf einige interessante Spieltitel zurückblicken kann.
    Mit Ninja Gaiden Black legen die Macher aus dem Hause Tecmo eine Art Erweiterung des eigentlichen Ninja Gaiden Spiels vor, welches ein wenig früher auf Microsofts Xbox-Konsole erschien.
    Das es hierbei natürlich ebenso actionreich zugeht, wie bei den Vorgängern, bzw. allen Spielen in denen Ryu-san auftaucht, dürfte klar wie Kloßbrühe sein, doch was ist es, das Ninja Gaiden zu einem Spielvergnügen der besonderen Art macht?

    Wenn wir ehrlich sind, gibt die Story des Spiels nicht mehr als einen etwas dünnen, roten Faden her. Die Mitglieder des Haysbusa Clans sind schon seit jeher die Hüter der sagenumwogenen Drachenklinge, welche aber vom schwarzen Samurai Doku und seiner Anhängerschar gestohlen wurde, nachdem sie das Dorf von Ryu überfielen und den Hayabusa Clan empfindlich dezimierten. Der Sage nach, wurde dieses unheilvolle Schwert aus den Knochen eines schwarzen Drachen gefertigt und trug Tod und Verderben in die Welt hinaus. Dieses Schwert konzentriert die gesamte Bosheit und den kompletten Hass der Menschheit und überträgt sie auf den Inhaber der legendären Waffe, wenn er sie im Kampf einsetzt. Dabei kennen nicht einmal die Anhänger der Drachendynastie die kompletten Ausmaße dieses Artefakts. Damit ist unsere Aufgabe bereits klar! Zum einen muss der Spieler nun natürlich das legendäre Schwert wiederbeschaffen und zum anderen Rache üben für das, was dem Clan angetan wurde. Also schnappt sich Ryu das ebenso sagenumwogene Drachenschwert, mit welchem, der Sage nach, ein Krieger den schwarzen Drachen getötet haben soll. Auf der Reise begegnen wir natürlich jeder Menge feindlich gesinnter Gesellen, aber auch einigen Freunden, die scheinbar ein ähnliches Schicksal teilen. Mutig stürzt man sich also nun gegen die düsteren Vasallen des Doku in den Kampf, um am Ende über den Oberboss triumphieren zu können...

    Erwähnt sei hierbei noch das, im Gegensatz zu Ninja Gaiden, bei der Black-Variante die zusätzlichen Hurricane-Packs Eins und Zwei integriert sind. Ebenso wurden einige Zwischensequenzen hinzugefügt, welche die Story etwas dichter erscheinen lassen und zudem etwas besser voran treiben. Ninja Gaiden Black ist sozusagen ein Update, welches aber nochmals verfeinert wurde und somit erste Wahl sein sollte, es sei denn, der Spieler nennt eine Playstation 3 sein Eigen und legt sich dementsprechend Ninja Gaiden Sigma zu. Bei diesem Titel wurde das eigentliche Grundspiel nochmals überarbeitet und um die Figur Rachel, einem nicht spielbaren Nebencharakter in diesem Titel, als wählbaren Protagonisten erweitert, aber dies gehört zu einem anderen Review...

    ...Widmen wir uns also wieder diesem absoluten Xbox-Klassiker, den man als Fan von rasanter 3rd Person Ninja-Action auf keinen Fall missen sollte. Denn neben den oben erwähnten Neuerungen wurde auch die nahezu perfekte Steuerung bei Ninja Gaiden Black übernommen. Zwar muss man einige der Kombos, welche Ryu ausführen kann, ein wenig üben, doch schnell gehen diese in Fleisch und Blut des Spielers über und das, obwohl die Buttonbelegung des Xbox-Pads recht ausgiebig ausgefallen ist. Y und X-Taste werden hierbei, teils in Kombination mit dem linken Ministick für die Angriffe verwendet, wohingegen man mit dem linken Schalter in die Abwehrstellung geht und die A-Taste zum Springen oder bewegen unter Wasser einsetzt. Aber nicht nur Fäuste, bzw. das Schwert kann Ryu sprechen lassen, sondern sich auch Ninja typischen Hilfsmitteln wie Shuriken oder Pfeil und Bogen bedienen. Hat man den Bogen gewählt, kann man mit der rechten Schultertaste zielen und mit "B" feuern, ebenso wie bei den Shuriken. Möchte man sich von der 3rd in die 1st Person Perspektive begeben um z.B. die Umgebung abzusuchen, klickt man einfach den rechten Ministick des Pads, während die schwarze Taste genutzt wird um die Karte aufzurufen.
    Drückt man Y und B-Taste gleichzeitig kann man gefürchtete Ninpo, sprich Spezialattacken entfesseln, die sich beim Besiegen mancher Gegner äußerst hilfreich gestalten. Hält man die Y-Taste gedrückt, lädt sich die jeweilige Waffe mit Energie auf, welche man bei todbringenden Manövern entfesseln kann, um ordentlich Schaden anzurichten. Je nach Waffe variieren diese Manöver allerdings, so das man einfach mal herumprobieren sollte um herauszufinden, mit welchen Moves man seine Feinde am liebsten in die Hölle befördert. Einziges, winziges Ärgernis ist hierbei die Kamera, welche nicht immer 100%ig, sondern vielleicht nur 95%ig arbeitet, den Spieler aber weitestgehend vor größeren Frusterlebnissen bewahrt. Es hakt manchmal ein wenig, aber darüber kann man mit etwas gutem Willen hinwegsehen, zumal es nicht allzu belastend für das übrige Gameplay ausfällt.

    Weitere Neuerungen bietet der sogenannte Missions-Modus mit seinen insgesamt 50 Leveln, in denen ihr mit einer bestimmten Waffe eine gewisse Anzahl von Gegnern unschädlich machen müsst, oder auf Zeit eine bestimmte Aufgabe zu bewältigen habt. Via Xbox Live ist es dann noch möglich seine Highscores online zu stellen, um sich mit anderen Gamern zu messen.

    Auch wurden einige, leichte RPG-Elemente eingeflochten, welche allerdings ziemlich Spielspaß fördernd ausfallen. So kann Hayabusa-san verschiedene Ninpo-Attacken erwerben, wie z.B. "Die Kunst des Infernos", "Die Kunst des Eissturms" oder aber "die Kunst von Inazuma". Einige dieser Spezialtechniken entfesseln Feuerbälle, andere wiederum Eissplitter, die man in bester Sub-Zero (Mortal Kombat) Manier auf seine Gegner abfeuern kann.
    Damit aber nicht genug, denn auch Armreifen und spezielle andere Gegenstände lassen sich einsammeln und dazu verwenden, die Fähigkeiten des tapferen Ninjas dauerhaft zu verbessern, wenn man sie im entsprechenden Menü auswählt. So kann der Spieler diese Gegenstände dazu einsetzen um Ryus Angriffs, Verteidigungs- oder Ninpo-Fähigkeiten zu verstärken, etc. Außerdem erlangt Ryu mit den sogenannten Technik-Schriftrollen immer neue Kampftechniken und kann so weitere "Upgrades" sammeln und sie im Kampf einsetzen. Beim hauseigenen Waffenarsenal kann man neben dem Drachenschwert auch auf Nunchakus, Streitäxte oder stilechte Rauchbomben zurückgreifen, was die ganze Angelegenheit zudem positiv abrundet.

    Wenn man diesen Titel bei einigen Spielern erwähnt, werden diese sogleich die Hände über dem Kopf zusammen schlagen und ein einzelnes Wort laut ausrufen: "Schwierigkeitsgrad"!
    Richtig, Ninja Gaiden Black ist keine leichte Kost die man "mal eben", bzw. im Schnelldurchlauf durchgespielt hat, es sei denn man ist absoluter Ninja-Profi. Vor allem die Endgegner können extrem fordernd ausfallen, doch im Vergleich zum Vorgänger wurde der Schwierigkeitsgrad schon etwas zurück genommen. Dennoch ist der Titel blutigen Anfängern weniger zu empfehlen, da selbst der niedrigste der insgesamt fünf Schwierigkeitsgrade eine nicht zu unterschätzende Herausforderung darstellt. Reichlich Übung wird somit in jedem Fall vorausgesetzt.

    Über den Bereich der Grafik kann man wahrlich nicht meckern, da sich Ryu sanft und geschmeidig durch die verschiedenen Umgebungen bewegt. Die jeweiligen Animationen wurden sehr liebevoll gestaltet, wirken elegant, äußerst passend und das nicht nur beim Hauptprotagonisten, da auch die Gegner gekonnt in Szene gesetzt wurden. Kleinere Grafikfehler, die noch bei der ursprünglichen Version vorhanden waren, wurden komplett ausgemerzt, so das Ninja Gaiden Black seinerzeit eine wahre Referenz in Sachen Grafikleistung auf der Xbox darstellte. Herrliche, detailreichen Texturen paaren sich hierbei mit grandiosen Licht- und Schatteneffekten, so das es eine wahre Freude ist, sich durch die Welt zu dreschen. Dabei fallen die Endgegner nicht minder imposant aus, so das man auch schon einmal gegen bildschirmfüllende Monster und Oberbosse zu Felde zieht und diese zerschnetzeln muss. Und wo wir schon beim Stichwort "zerschnetzeln" sind, so sei erwähnt, das Ninja Gaiden Black recht blutig ausfällt, was zusätzlicher Anreiz für die Gorehounds sein sollte, sich den Titel einmal zuzulegen. Blut spritzt hier gleich literweise und man geht mit nicht zu unterschätzender Härte gegen die anrückenden Gegner vor, so das der ein oder andere schon einmal etwas qualvoller aus dem Leben scheiden muss. Nichts desto trotz ist Ninja Gaiden Black eine wahre Augenweide auf der Xbox, welche man in seiner persönlichen "Spielerkarriere" einmal gesehen haben muss.

    Beim Sound bekommt der Spieler natürlich eher fernöstliche, teils actionreiche Klänge geboten, die sich aber angenehm dynamisch an das jeweilige Spielgeschehen anpassen. Und auch die Sprachausgabe kann sich durchaus hören lassen. Zwar bekommt man nur eine englische Synchronisation geboten, doch dafür wurde das gesamte Spiel mit deutschen Untertiteln versehen, so das jeder verstehen sollte um was genau es gerade geht. Außerdem passen die englischen Sprecher hervorragend zu den jeweiligen Charakteren, so dass man eine komplett deutsche Lokalisierung hierbei nicht wirklich vermisst. Ebenso positiv, wie das Restbild des Sounds, gestalten sich auch die übrigen Effekte, wie z.B. das Klirren der Schwertklingen im Kampfgetümmel, so dass man eine rundherum solide Sound-Präsentation geboten bekommt.

    Fazit: Ninja Gaiden Black ist definitiv ein Must-Have für alle Xbox User, wenn sich diese mit einem fordernden Schwierigkeitsgrad, sowie dem "Ninja-Setting" des Titels anfreunden können. Wundervolle Grafiken, traumhafte Animationen und passende Kampfsounds gehören ebenso zu diesem Spiel, wie ein ordentlicher Umfang, der euch einige Stunden vor die Xbox fesseln sollte. Auch wenn ihr die Wahl zwischen Ninja Gaiden und diesem "verbesserten Update" habt, sollte die Wahl, aufgrund des angesprochenen, erweiterten Umfangs, sowie der Beseitigung einiger Bugs, auf diese Version fallen. Weitere Kaufargumente gefällig? Gerne, denn da Ninja Gaiden Black in der Classic-Serie erschienen ist, sollte es mittlerweile für einen extrem niedrigen Kurs zu haben sein. Und selbst Spieler, die nur den Vorgänger kennen, sollten sich noch einmal in die grausam, wundersame Welt von Ryu Hayabusa begeben, da es einige, neue Sachen zu entdecken gibt, selbst wenn man den Plot der Geschichte bereits kennt. Unterm Strich ein absoluter Pflichtkauf für Actionfans, mehr gibt es da wohl nicht mehr zu sagen...

    Negative Aspekte:
    Leichte Kameraprobleme

    Positive Aspekte:
    Weiche, flüssige Animationen, Grandiose Grafikeffekte, Passende Sound-Untermalung, Ordentlicher Umfang, Neue Zusatzinhalte, Angepasster Schwierigkeitsgrad und... GANZ WICHTIG: Auch in Deutschland uncut

    Infos zur Spielzeit:
    Goreminister hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Ninja Gaiden Black

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Goreminister
    9.4
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    9.2/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Ninja Gaiden Black
    Ninja Gaiden Black
    Developer
    Tecmo Inc.
    Release
    12.05.2004

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Harry Potter für Kinect Release: Harry Potter für Kinect Warner Bros. Interactive , Eurocom Entertainment
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1007016
Ninja Gaiden Black
Ninja Gaiden Black: Der steinige Weg eines Ninja-Kämpfers - Leser-Test von Goreminister
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11.01.2008
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