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  • No Man's Land im Gamezone-Test

    Mit "No Man´s Land" ist Related Design ein großer Wurf in Sachen Echtzeitstrategie gelungen.

    Come to No Man's Land, where no Camels are

    Nach den Infos die man im Vorfeld zu "No Man's Land" erfahren konnte, handelt es sich bei diesem Titel nicht einfach nur um einen Age of Mythology Klon, ganz im Gegenteil stellt er einen Frontalangriff dar der dem Gegner das Fürchten zu lehren versucht. Dabei ist das Gameplay in den politisch recht aufregenden Zeitraum von 1600 bis 1900 gelegt worden, wobei es dem Spieler obliegt entweder in die Rolle der Spanier, der Engländer, der überfallenen Waldindianer oder der Cowboys zu schlüpfen und deren Schicksal zu leiten. Die geschichtliche Vorlage bietet dabei den idealen Hintergrund für sechs recht unterschiedliche Rassen, die aber trotz ihrer Unterschiede ein recht ausgewogenes und gerechtes Gameplay erlauben, welches nicht nur im Story-Mode voll zum tragen kommt sondern auch im Multiplayer-Part zu überzeugen weiß. Einen nicht unerheblichen Anteil daran haben sicher auch die abwechslungsreichen Spielmöglichkeiten, die neben den bekannten Modi wie dem Deathmatch auch so lustige Szenarien bereithalten wie den Eisenbahnbauwettbewerb, bei dem es darum geht schneller als der Konkurrent die geplante Schiene fertig zu stellen.

    Das Grundlegende Spielprinzip von "No Man's Land" orientiert sich stark an bekannten Genrevertretern und scheut auch nicht davor zurück bekannte Steuerungsmechanismen und Interfaces zu übernehmen und im Detail mitunter sogar etwas zu verbessern. So dürfte es für niemanden der schon einmal ein modernes Echtzeitstrategiespiel gezockt hat Probleme bereiten sich in die Bedienung des Games einzufinden. Wie man erwartet können die normalen Arbeiterinnen und Arbeiter als einzige Gebäude errichten, vorausgesetzt natürlich die entsprechenden Rohstoffe sind vorhanden, welche sich in No Man's Land aus Gold, Holz und Nahrung zusammensetzen. Holz lässt sich am einfachsten beschaffen indem man den vorhandenen Wald rodet, für das Gold und die Nahrung hingegen wird ein entsprechendes Gebäude benötigt, also eine Goldmine bzw. eine Farm. Um die zivile Bevölkerung zu schützen gibt es von der anfänglichen Baracke bis hin zum Waffenschmied und einem Pferdestall diverse Möglichkeiten immer stärkere Einheiten zu generieren. Dabei können die Engländer und Spanier noch mit einer besonders starken Seemacht aufwarten, der die Indianer nur ihre Waldgeister entgegensetzen können. Die Geister sollte man aber nicht unterschätzen, denn ihre Macht reicht bis zur Steuerung der im Wald lebenden Tiere, die man gebündelt auf die Feinde hetzen kann, wobei die Indianer selbst auch noch den Vorteil besitzen sich in den Wäldern wesentlich schneller bewegen zu können als die Spanier oder Engländer. Wird es besonders eng kann man mit ihnen sogar über Gewässer davonschwimmen, wozu die Invasoren aufwendig gebaute Schiffe brauchen. Damit ist klar, dass die Indianer ihre technische Schwäche mit ihrer Naturverbundenheit gut ausgleichen können, was besonders im Multiplayer-Spiel zum tragen kommt.

    Die mitgelieferte Kampagne bietet uns ganze 30 Missionen an, je zehn Stück pro vorhandenem Volk, sowie die Möglichkeit ein eigenes Spiel zu kreieren. Die vorgefertigten Szenarios gefallen besonders wegen des taktischen Anspruchs die vom Spieler ein genaues Analysieren der Lage erfordern bevor er beginnt die wertvollen Rohstoffe zu verprassen, sowie der angenehmen Spiellänge, die so jedem einzelnen Szenario entsprechendes Gewicht verleihen.
    Über die verwendete KI kann man sich im Grunde nicht beschweren, auch wenn sich die ein oder andere Einheit schon mal gerne verläuft. Dies passiert meist dann, wenn wir eine große Anzahl Einheiten durch eine Verjüngung durchschicken und sich die hinteren aber schnelleren Einheiten einen vermeintlich kürzeren Weg suchen. Ansonsten allerdings reagieren die Akteure recht zuverlässig auf alle gegebenen Befehle und weisen auch genug Eigeninitiative auf um sie nicht ständig kontrollieren zu müssen. Wird eine angreifende Einheit z.B. bei ihrer "Arbeit" gestört, wendet sie sich zuerst dem Störenfried zu um danach wieder das ursprüngliche Ziel anzugreifen. Einzig die dichten Wälder machen einem mitunter einen Strich durch die Rechnung, wenn man nach deren Durchquerung plötzlich einige Einheiten weniger hat, die irgendwo im Grün steckengeblieben und optisch kaum mehr auszumachen sind. Gleiches kann einem aber auch in den Städten und Dörfern passieren, wenn sich die Figuren so hinter die Gebäude stellen, dass sie praktisch unauffindbar sind. Dem entgegen wirkt die Option verdeckte Einheiten sichtbar machen, welche den versteckten Einheiten einen deutlich sichtbaren Schatten verleiht, so daß man sie auch hinter Gebäuden oder Bäumen ausmachen kann.

    Ansonsten allerdings kann man sich über die KI nicht beschweren, lässt sie doch dem Spieler, selbst bei vielen zu steuernden Einheiten, genug Zeit vernünftig zu agieren und funktioniert gleichzeitig schnell genug, dass man auch mal auf die Schnelle eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen kann ohne Halbe Ewigkeiten warten zu müssen. Haben wir die Forschung entsprechend weit vorangetrieben, können wir sogenannte Leader erzeugen, welche den ihnen zugeordneten Einheiten noch einmal spezielle Fähigkeiten mit in den Kampf geben, wie höhere Schlagkraft, bessere Verteidigungseigenschaften und mehr Mut zum Angriff. Sehr angenehm ist auch die Funktion dem Spieler nach mehreren erfolglosen Anläufen einen besonders leichten Schwierigkeitsgrad anzubieten, womit garantiert sein sollte, dass auch die Gelegenheitsspieler den Abspann zu Gesicht bekommen.

    Die verwendete Grafik kann ebenso wie das Interface vom ersten Augenblick an begeistern. Die Steuerung kommt einem sofort bekannt vor und das Interface liefert alle wichtigen Informationen auch an den erwarteten Stellen, so ist auf Anhieb klar was sich in welchen Gebäuden entwickeln oder herstellen lässt, ohne auch nur einen Blick ins Handbuch werfen zu müssen. Doch auch Spezialfunktionen wie das Bauen einer Schiene oder das Fangen wilder Pferde für die Cowboys gehen recht innovativ von der Hand. Die wilden Pferde lassen sich einfach einfangen und sodann benutzen, wobei es im Kampf vorkommen kann, dass eine Einheit getötet wird, ihr Pferd aber überlebt. Dieses kann dann von einer anderen Einheit einfach übernommen werden. Der Schienenbau, dem man wie bereits erwähnt sogar einen eigenen Spielmodi geschaffen hat, ist schon etwas aufwendiger und verlangt als Voraussetzung natürlich die entsprechenden Rohstoffe, auf das die Schienenteile hergestellt und dann an gewünschter Stelle verbaut werden können. In der Praxis geschieht dies meist unter heftigem Feindbeschuss, denn so eine Schiene bietet viel Raum für Angriffe und hält auch nicht besonders lange stand. Umso mehr Spaß macht es die feindliche Trasse zu zerstören und im Idealfall auch noch das Weiterkommen unseres Gegners zu verhindern, der so gezwungen wird seine Rohstoffe in die bewaffneten Einheiten zu stecken statt den Schienenbau voranzutreiben.

    Ebenso erstklassig wie das bisher beschriebene ist auch die Soundkulisse. Das beginnt mit der herrlichen Synchronisation der Akteure, die auch so manchen sarkastischen Seitenhieb bereithält, wie der Ausspruch des Cowboys: "Come to No Man's Land, where no Camels are", und hört noch nicht auf mit einem individuellen Soundtrack für jede Rasse wie man sie stimmungsvoller kaum mehr umsetzen konnte. Doch auch die technische Seite kann überzeugen, lässt sich doch die Herkunft der Geräusche einwandfrei orten und die Sampels selbst glänzen mit ihrer hohen Qualität. Einzig an die fehlenden Bestätigungssounds wenn man eine Einheit außerhalb des sichtbaren Bereichs schickt muss man sich gewöhnen, da man manchmal nicht sicher ist ob der gegebene Befehl erkannt wurde oder nicht. Dabei scheint es sich aber um keinen Fehler sondern um volle Absicht zu handeln, da sich in diesem Moment besagte Einheiten natürlich ebenfalls außerhalb der Sicht- und Hörweite befinden.

    No Man's Land (PC)

    Singleplayer
    8,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr detailierte Grafik
    liebevoller Soundtrack und sehr schöne Synchronisation
    gelungene Einzelspieler-Kampagnen und ebenso gelungene Multiplayer-Spiele
    Manchmal verlaufen sich die Einheiten oder sie verstecken sich hinter Gebäuden oder Bäumen
    die Sprüche der Einheiten beginnen sich recht bald zu wiederholen
  • No Man's Land
    No Man's Land
    Publisher
    cdv Software Entertainment AG (DE)
    Developer
    Related Designs
    Release
    19.09.2003

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989388
No Man's Land
No Man's Land im Gamezone-Test
Mit "No Man´s Land" ist Related Design ein großer Wurf in Sachen Echtzeitstrategie gelungen.
http://www.gamezone.de/No-Mans-Land-Spiel-25513/Tests/No-Mans-Land-im-Gamezone-Test-989388/
19.08.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/10/3_Zwischensequenz.jpg
tests