Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Obscure im Gamezone-Test

    Ein mehr als gelungenes Horror-Adventure welches mit einem Coop-Mode versehen ist der seinesgleichen sucht.

    Zu Zweit ist eben auch der Horror viel schöner...

    Irgendwie war unseren fünf jugendlichen Helden Shannon, Ashley, Stan, Josh und Kenny schon seit längerer Zeit klar, dass an ihrer Schule etwas nicht stimmt. Doch erst an jenem Tag, als ihr Freund Kenny plötzlich verschwand und eine Verkettung unglücklicher Umstände dazu führte, dass sie über Nacht versehentlich vom Hausmeister in das Schulgebäude eingeschlossen wurden, begannen sie dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Denn in dieser Nacht erleben sie den schlimmsten Horror den sie selbst nie für möglich gehalten hätten. Plötzlich klang auch der seltsame Text den ein Schüler auf der Jungentoilette an die Wand geschmiert hat gar nicht mehr so abartig, der von Außerirdischen erzählt die schon längst unter uns sind. Denn die Monster derer sich unsere Helden erwehren müssen können nicht von dieser Welt stammen, auch wenn sie offensichtlich Hilfe von menschlicher Seite erhalten.

    Obscure orientiert sich zum einen stark an den bekannten Teenie-Horrorfilmen a la Scream oder Scary Movie und andererseits am Gameplay von Resident Evil. Dabei begeistert vom ersten Augenblick an die gelungene Inszenierung des Spiels, die uns schon nach kurzer Spielzeit glauben lässt tatsächlich in besagtem Horrorstreifen mitzuspielen. Dabei bedient man sich aller bekannten Klischees und praktisch alle erwarteten Begegnungen und Szenen kommen auch in dem Spiel vor. Von der nicht nur in einem Film bekannten Umkleideraum-Szene bis hin zu den typischen Begegnungen mit dem Schuldirektor und dem Hausmeister ist alles vorhanden.

    Da wir im Spiel insgesamt fünf verschiedene Charaktere spielen - genau genommen sind es sogar sechs, den Sechsten aber ereilt das Schicksal aller sprechenden Statisten - die allesamt spezifische Fähigkeiten besitzen, haben sich die Entwickler bei MC2 etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Denn in der Praxis bewegt man sich fast immer zu Zweit durch das Schulgebäude, wobei man die eine Person voll kontrolliert und man der jeweils anderen Person ganz einfache Befehle geben kann, wie "Hilf mir", "Warte hier" oder "Folge mir". Bei Bedarf jedoch können wir jederzeit zwischen den Beiden hin- und herschalten. Um nun die anderen Charaktere benutzen zu können, gibt es den sogenannten Sammelplatz, der sich natürlich auf dem Schulhof befindet. Dort warten die momentan nicht benutzen Charaktere und es genügt dorthin zu gehen um einen oder zwei neue Personen auszuwählen. Auf diese Art und Weise kann man die besonderen Fähigkeiten jedes Einzelnen ausnutzen. Damit die Wege durch das recht ausufernde Schulgebäude nicht zu lang werden, ist es zudem möglich per Tastendruck von jedem beliebigen Ort aus zum Sammelplatz zu gelangen.

    Was dieses System nun zu etwas Besonderem macht ist das durchdachte und mehr als gelungene Coop-Feature. Denn ohne dafür speziell ein Coop-Game starten zu müssen, kann ein zweiter Spieler jederzeit ins Spiel mit einsteigen und die Kontrolle über den zweiten Schüler übernehmen. Damit das Zusammenspiel der beiden Zocker auch trotz der fest montierten Kameras funktioniert, besteht die Möglichkeit die Kamera quasi zu sich her zu holen. Das bedeutet, dass die Kamera immer an Einem der Beiden festgemacht ist und man die Kamera per Tastenklick auf den eigenen Charakter fixiert. Dies funktioniert besser als man meinen möchte, da man sich meist von Raum zu Raum bewegt und man sich eigentlich nie soweit voneinander entfernen muss, dass man mit der Kamerasteuerung Probleme bekommt. Denn zusätzlich wird der jeweils zweite Charakter automatisch immer in den nächsten Raum mitgenommen wenn sich der erste Charakter dorthin bewegt. Es ist also nicht möglich einen Raum alleine zu betreten, egal wie weit weg der jeweilige Partner ist. Das System komplett macht die Möglichkeit den zweiten Spieler auch jederzeit wieder aussteigen zu lassen, indem er die Kontrolle am Sammelplatz wieder dem Computer übergibt, schon kann man alleine weiterspielen. Demnach gibt es auch keine unterschiedlichen Spielstände für den Coop- und den Singleplayer-Mode.

    Klar, dass man im Laufe des Spiels einiges an Waffen und Gegenständen aufsammelt, weswegen das Inventory in eben diese beiden Gruppen eingeteilt wurde. Sehr praktisch dabei ist es, dass man für alle Charaktere nur ein einziges Inventory benutzt, auf das auch alle zugreifen können. Waffen können zudem im laufenden Spiel einfach zwischen den Personen getauscht werden. Ein in diesem Zusammenhang erwähnenswertes Feature ist die Kombinationsmöglichkeit der Waffen, die sich per Klebeband zusammenbinden lassen. Besonders praktisch und unbedingt empfehlenswert ist es sich eine Taschenlampe an die Pistole und später an das Schrotgewehr zu kleben, denn mehr als eine Waffe kann man nicht gleichzeitig bedienen. So müsste man sich immer entscheiden ob man lieber Licht haben möchte oder ins Finstere schießt, mit dem Klebeband geht beides gleichzeitig.

    Gespeichert werden kann übrigens an jeder beliebigen Stelle im Spiel, insofern man noch mindestens eine der herumliegenden CD's im Inventory hat. Dahinter verbirgt sich also das gleiche System wie die Farbbänder in Resident Evil. So kommt es natürlich, dass man aus dem Inventory heraus speichert und nicht im Hauptmenü, wo nur die Option einen Spielstand zu laden zur Verfügung steht.

    Auch die Steuerung und die Kameraführung orientiert sich stark an dem bekannten Muster aus Resident Evil. Man sieht das geschehen also immer aus dem Blickwinkel der fest montierten Kameras und steuert den Charakter mit dem linken Stick. Der rechte Stick dient um die Waffe und/oder die Taschenlampe zu schwenken. Befindet sich ein Gegner in der Nähe kann man diesen mit der rechten R1-Taste fixieren und mit der Kreis-Taste durch mehrere Ziele durchschalten, wenn vorhanden. Eine etwas ungewöhnliche aber in der Praxis gut funktionierende Funktion ist der Turboboost für die Taschenlampe. Keine Angst, diese bewegt sich nicht von alleine sondern ist in der Lage kurzzeitig besonders grelles Licht zu erzeugen, bis sie überhitzt ist und ausfällt. Dies dient dazu um den schwarzen Nebel, welchen die Monster um sich verteilen, zu durchdringen um besser Ziel aufnehmen zu können. Denn nur Feinde die wir auch sehen können wir fixieren, schießen wir hingegen in den schwarzen Nebel hinein gehen die meisten Schüsse daneben. Ideal ist es natürlich wenn man im Team arbeitet, also der eine Spieler den Nebel vertreibt während der andere die Waffen sprechen lässt.

    Die gebotene Grafik lässt zwar erkennen, dass es sich um eine Multiplattform-Entwicklung handelt, trotzdem ist das Gezeigte technisch einwandfrei und gefällt besonders wegen den lässigen Animationen der Hauptdarsteller. Etwas weniger gefallen hat mir das Design der Monster, die wie ein Abklatsch der Mutanten aus "Das Ding" aussehen und mitunter nur wie große und undefinierbare Fleischklopse wirken, denen an den verrücktesten Stellen Beine wachsen und Zahnreihen wuchern. Als Kanonenfutter aber erfüllen sie ihre Aufgabe ganz gut. Im direkten Vergleich mit der Xbox-Version bricht auf der PS2 auch gerne die Framerate ein, wenn die Lichteffekte überhand nehmen oder sich viele gegner gleiczeitig im Raum befinden. Sehr schön gelungen hingegen sind die Wucherungen der Monster, welche alle Räumlichkeiten befallen in denen sie sich aufhalten. Zwar kennen wir solch pumpende Fleischbahnen und den Tentakelverhau ebenfalls schon aus ähnlichen Spielen, die Umsetzung aber und die Veränderungen die befallene Räume erfahren sind sehr gelungen und lassen einen an mancher Stelle nur ungern um die Ecke gehen, wo sich schon wieder etwas Undefinierbares bewegt.

    Die verwendete Übersichtskarte nimmt einen zentralen Platz im Gameplay ein, da man ansonsten in dem recht großen Schulgebäude hoffnungslos aufgeschmissen ist. Sie ist in mehreren Ausführungen vorhanden, nämlich einer Übersichtskarte die den gesamten Komplex zeigt sowie einzelne Karten für die einzelnen Gebäude, die wiederum meist in mehrere Stockwerke unterteilt sind. Auf den gezeichneten Karten wird haarklein mitprotokolliert welche Türe wir bereits geöffnet, welchen Raum wir bereits betreten haben und wo es noch etwas Unerledigtes zu tun gibt oder worauf sich der letzte Hinweis bezieht. So kommt es eigentlich nie vor, dass man die Orientierung verliert oder nicht mehr weiß wohin man sich bewegen soll, denn die Karte hält alle diese Informationen für uns bereit. Auch die Position der einzelnen Charaktere und ihre Blickrichtung wird angezeigt. Die Karten für die einzelnen Gebäude muss man sich aber erst besorgen, was in der Praxis kein Problem darstellt, da sie meist ziemlich nahe am Eingang abgelegt wurden.

    Obscure (PS2)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr übersichtliche und funktionelle Karte
    hervorragendes Team- und Coop-Features
    technisch einwandfreie deutsche Synchronisation
    stimmige Orchesteruntermalung sowie die Unterstützung des Kinderchors der Opera National de Paris
    im gesamten sehr stimmige Präsentation
    Manchmal idiotische oder sinnentleerte Bemerkungen der Akteure
    das Design der Monster ist schon sehr obskur
    bei aufwändigen Lichteffekten bricht die Framerate gerne ein
  • Obscure
    Obscure
    Developer
    Microids (FR)
    Release
    15.06.2004

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Die Zwerge Release: Die Zwerge EuroVideo Bildprogramm GmbH , King Art
    Cover Packshot von Candle Release: Candle Daedalic Entertainment
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
989911
Obscure
Obscure im Gamezone-Test
Ein mehr als gelungenes Horror-Adventure welches mit einem Coop-Mode versehen ist der seinesgleichen sucht.
http://www.gamezone.de/Obscure-Spiel-25725/Tests/Obscure-im-Gamezone-Test-989911/
16.06.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/07/1_knueppel.jpg
tests