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  • Obscure: The Aftermath im Gamezone-Test

    Der Port von der Konsole auf den Handheld ist den Entwicklern von Hydravision mehr als ordentlich gelungen.

    Eine Genre, von dem die PSP bis dato größtenteils verschont blieb, stellt ganz klar eben jenes des klassischen Survival-Horrors dar. Skeptiker werden nun natürlich den Finger heben und mit dem Argument kommen, dass sich eine derart dichte und stimmige Atmosphäre nun einmal nicht auf den kleinen Bildschirm des Sony Handhelds transportieren ließe wie auf einen PC-Monitor oder ein TV-Gerät. Doch bewies vor gut zwei Jahren der Ableger "Origins" aus der sehr bekannten Silent Hill-Serie, dass gruseliger Horror durchaus auch außerhalb des heimischen Wohnzimmers eine willkommene Alternative sein kann. Mit "Obscure: The Aftermath" schickte Publisher Playlogic nun einen weiteren Vertreter des gruseligen Genres an den Start. Doch möchten wir gleich darauf hinweisen, dass es sich bei "The Aftermath" nicht etwa um eine Fortsetzung der bekannten Teenie-Horror Serie handelt, sondern lediglich um einen Port des zweiten Teils, welcher vor zwei Jahren auf der Playstation 2 und dem PC, sowie später auch auf der Nintendo Wii veröffentlicht wurde. Kenner der Serie sollten dieses also beachten, um sich nicht hinterher zu ärgern, einen Doppelkauf getätigt zu haben. Ob der Titel dennoch sein Geld wert ist und auch auf der PSP zu überzeugen weiß, verrät euch unser Test.

    Sex, Drogen und schwarze Blumen

    Obscure: The Aftermath Obscure: The Aftermath Die Story von The Aftermath, die sich ganz klar an den typischen Klischees von solch Teenie-Horror-Streifen wie "The Faculty" oder meinetwegen auch "Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" bedient, ist relativ schnell erzählt. Zwei Jahre sind mittlerweile vergangen, als eine Gruppe Jugendlicher, Opfer eines größenwahnsinnigen Schuldirektors wurde, der die armen Schüler als Versuchskaninchen für seine biologischen Experimente missbrauchte. All derer, die den Horror damals überlebten, werden nun erneut mit einem traumatischen Ereignis konfrontiert, nur mit dem Unterschied, dass unsere glorreichen jungen Helden nun nicht mehr an der Schule fleißig lernen, sondern die große Freiheit an der Universität genießen. Und an eben jener Fallcreek University geschehen merkwürdige Dinge, in Form von seltsamen, schwarzen Blumen, die rund um den Campus beginnen zu wuchern. Aus eben jener Pflanze entnehmen besonders experimentierfreudige Studenten eine Chemikalie, die neben exzessiven Rauschzuständen auch irrsinnig widerspenstige Alpträume dem Konsumenten bescheren, doch damit nicht genug. Denn wie es der Plot einer trashigen Horror-Story im B-Movie-Format nun einmal vorsieht, verwandelt das Gift der Pflanzen die zumeist naiven Studenten in furchtbare Monster, die dann quietsch vergnügt sich auf dem Gelände des Campus sowie in der ganzen Stadt Leafmore breit machen, um möglichst noch mehr Leute zu infizieren oder gar zu töten. Und wäre das Inhalieren der Droge nicht schon schlimm genug - nein, auch durch ungeschützten Geschlechtsverkehr wird der Körper mit dem schauderhaften Virus infiziert, wenn das mal kein Argument für eine weitere Werbekampagne für Kondome ist.

    Obscure: The Aftermath Obscure: The Aftermath Und somit beginnt die Geschichte damit, dass wir erst einmal den Campus mit all seinen Freaks und Clowns erkunden dürfen. Dabei sind wir stets in üblicher 3rd Person Optik mit zwei, der insgesamt sechs Protagonisten unterwegs, die allesamt mit den unterschiedlichsten Spezialfähigkeiten ausgestattet wurden, die dann in speziellen Situationen abgerufen werden müssen. So kann der bullige Skandinavier Sven durch seine Bärenkraft diverse Kisten durch die Gegend schieben, während Skater Corey scheinbar Nachhilfe bei Lara Croft bekam und speziell beim Klettern sich als wahrer Champion erweist. Ganz im Gegensatz zum Vorurteil, dass Blondinen nichts im Köpfchen haben, beweist uns Amy das Gegenteil - ihr Spezialgebiet ist das Entziffern von Schriften und Bildern. Aufgrund der Vielseitigkeit der einzelnen Charaktere wirkt das Gameplay von Obscure bei Weitem nicht so trocken und eintönig, wie bei manch anderen Vertreter. Für Abwechslung sorgen unter anderem kleinere Buchstabenrätsel, die wir lösen müssen um verschlüsselte Datenschlösser zu hacken, oder auch das Knacken der zumeist gut verriegelten Türen mittels Sicherheitsnadel. Der Rätselanspruch selber, darf allerdings als nicht besonders anspruchsvoll bezeichnet werden. Neben den Teamplay-Aktionen, bei denen wir auf unseren Mitstreiter angewiesen sind, gilt es allerhand wichtige Dokumente, Waffen oder auch spezielle Dinge wie zum Beispiel Chemikalien zu finden, mit denen wir unter anderen Dynamit herstellen. Genre-Veteranen dürften somit nicht länger als acht Stunden mit dem Spiel beschäftigt sein, während Neulinge aufgrund der nicht allzu präzisen Hinweise durchaus etwas länger an dem einen oder anderen Rätsel zu knabbern haben dürften.

    Viel Action, nicht ganz so viel Horror

    Obscure: The Aftermath Obscure: The Aftermath Neben den Erkundungsmissionen, bietet Obscure: The Aftermath natürlich auch in Sachen Action stellenweise die erwartete Kost. Die zumeist sehr suspekt gestalteten Monster, die je nach Typ in fliegender Form, kolossal mit mächtigem Stampfschritt oder einfach nur in niedlicher Kakerlakenform uns gegenübertreten und tierisch ans Leder beziehungsweise Menschenfleisch wollen, werden mit den üblichen Waffen wie Baseballschlägern, Elektroschockern oder auch bleihaltigen Ballermännern wie etwa einer 9mm Pistole oder einer Schrothflinte ins Jenseits befördert. Leider verhalten sich die Mutanten mit ihrem arg lauthalsigen Getöse und ihrem recht früh vorhersehbaren Verhalten alles andere als clever, sodass dem Spiel ein wenig die Schock- und Gruselelemente fehlen, obwohl es dem Titel weder an Blut, noch an jeder Menge übel zugerichteter Leichen nicht mangelt. Die Kämpfe an sich, verlaufen zudem stets gleich und mit dem gleichen einfachen Prinzip ab. Lediglich der ein oder andere Bosskampf sorgt für ein paar Adrenalinschübe, allerdings ohne sich dabei ins Gedächtnis des Spielers zu brennen.

    Obscure: The Aftermath Obscure: The Aftermath Dank des Autoaimings, welches wir aktivieren, wenn wir die rechte Schultertaste halten, wird jeder potenzielle Gegner sofort ins Visier und aufs Korn genommen. Auch der Waffenwechsel klappt mittels Halten der linken Schultertaste recht gut, bis zu vier Waffen kann jeder einzelne Akteur gleichzeitig mit sich tragen, die jederzeit im Inventar untereinander auch getauscht werden können. Lediglich in speziell engen Levelpassagen könnte es durchaus passieren, dass ihr aufgrund der zumeist etwas störrigen Kamera etwas ins Strudeln geraten könntet. Generell erweist sich die Blickperspektive vor allem bei schnellen Drehungen nicht immer als besonders topfit und braucht teilweise ewig um wieder in die gewünschte Position zu rücken. Doch dank des Autoaimings, könnt ihr jederzeit die automatisch agierende Kamera direkt auf den Rücken eures Protagonisten rücken, was man sich gerne auch bei so manch zuvor erschienenen PSP-Titel gewünscht hätte.

  • Obscure: The Aftermath
    Obscure: The Aftermath
    Publisher
    Playlogic
    Release
    09.10.2009
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Obscure: The Aftermath
Obscure: The Aftermath im Gamezone-Test
Der Port von der Konsole auf den Handheld ist den Entwicklern von Hydravision mehr als ordentlich gelungen.
http://www.gamezone.de/Obscure-The-Aftermath-Spiel-25727/Tests/Obscure-The-Aftermath-im-Gamezone-Test-992589/
08.12.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/10/obscure_ss_004.jpg
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