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  • Odama: Keep on rolin baby... - Leser-Test von xilver

    Odama: Keep on rolin baby... - Leser-Test von xilver Im alten China soll es ja lustig gewesen sein - jede Hoheitsfamilie hatte Krieg mit jeder anderen und die haben dabei Schwerter eingesetzt, Kanonen, Riesige Mauern, Pfeile, Kugeln... Kugeln? Ja. Um genau zu sein einen riesigen Flippertisch als Schlachtfeld und eine Glocke als Siegestrophähe. Sie glauben mir nicht? Dann fragen Sie mal Yoot Saito - der wird ihnen mit Odama beweisen können, das es doch so war. Was das ungewöhnliche Konzept von Flipper und Echtzeitstrategie mit dem Mikrofontrick zu bieten hat, versuche ich im nachstehenden Text zu erklären - und zu bewerten.
    Gehen wir wie folgt vor:
    Zu erstmal der Inhalt von Odama. Das Spiel kauft man nicht in der handelsüblichen Mini-DVD-Box, wie man sie von Nintendospielen gewohnt ist - zumindest nicht nur. Odama kommt in einer größeren Pappschachtel daher, mit dem Spiel in eben beschriebener DVD-Hülle und einem Mikrofon - essentiell für das Spiel. Pluspunkt: das Spiel kostet mit mikrofon nur unwesentlich mehr als ohne - abhängig vom Händler gibt es möglicherweise gar keinen Preisunterschied.
    Das Spiel selber setzt das Mikrofon, wie eben schon gesagt, vorraus, denn ohne Mikrofon fällt der Strategiepart völlig weg. Strategie? Ging es nicht um einen "Flippertisch" für den Gamecube? Teils. Aber lassen Sie mich erst einmal die Story etwas beschreiben.
    Vor den obligatorischen vielen Jahren findet wieder einmal zwischen zwei Familien (oder mehr) der "alles entscheidende Krieg" statt. Ihr Vater, der Kaiser, wurde ermordet, und Sie sind derjenige, der in Papas Fußstapfen treten muss und die Feinde besiegen soll. Standard eben. In einer in Japanisch (?) erzählten Vorgeschichte mit unbewegten Diashowvorträgen (natürlich mit untertiteln) erfahren Sie einiges über den werdegang der Geschichte in die Sie eingreifen. Allerdings nervt die Kaudawelsch-Stimme nach einiger Zeit - selbst wenn sie für etwas Atmosphäre sorgt. Unter anderem kommen auch Flachwitze wie "die Kraft des Nin-Ten-Do" (die einzelnen Silben haben besondere Bedeutungen - uuuh) zum vorschein, die allerdings eher unter den Tisch fallen. Fakt ist: Sie sind der Erbe des Odama und einer riesigen Glocke, die, wenn sie vor Sonnenuntergang das Ende des Flippertisches - pardon, ich meine natürlich des Kriegsfeldes erreicht, den Sieg bringt (warum auch immer). Kurz gesagt: Sie flippern sich über mehrere Kriegsplätze und müssen ihre Armee mitsamt der Glocke unter Zeitdruck über das Feld und durch die Feindmassen schicken. Und das ist nicht einfach.
    Wie schon oft erwähnt führen Sie eine Streitmacht. Diese Streitmacht marschiert automatisch los - jedenfalls die Glockenträger tun dies. Sie können ihnen nach belieben Verstärkung durch Fuß - oder Reitertruppen schicken, je nach dem wie voll ihre Kaserne ist. Diese Armee steuern Sie dann mit Sprachbefehlen wie "Vorwärts", "Halt", "Rechts", "Links", "Stürmen" und so weiter. Dabei müssen Sie, neben der Tatsache das ihnen die Flipperkugel - ich meine natürlich der Odama- nicht zwischen die Abschussgerätschaften fällt - Sie haben nämlich standardmäßig nur einen Odama für das ganze Spiel - auch darauf achten, dass der Feind nicht in der Überzahl ist und ihre Glocke in die Kaserne zurücktreibt. Zudem spielt noch die Moral der Krieger eine Rolle: sinkt die Moral zu tief, hören diese einfach nicht mehr auf Sie. Aber das ganze mal im Detail: Sie schicken ihre Kugel und den Glockentrupp gleichzeitig auf reise. Mit dem Odama müssen Sie nach möglichkeit feindliche Schergen Plattrollen und so den Platz für ihre Streitmacht freimachen, bestimmte Hindernisse aus dem Weg räumen und auch einige Items, wie zum Beispiel Schlüssel freilegen, die ihre Truppen brauchen um wege freizumachen oder zu versperren. Ihre Truppen kommandieren Sie dabei mit dem Mirko und den eben genannten Befehlen (es gibt noch weitere). Die befehle müssen Sie allerdings erst mit dem Odama freispielen. Vorher können Sie diese nicht benutzen - und gespeichert werden Sie erst, wenn die Mission geschafft ist. Wenn Sie also beispielsweise den Befehl "Sammeln" freigelegt haben, können Sie diesen auch sofort in der Mission benutzen. Sollten Sie aber durch eine der vielen Möglichkeiten scheitern, ist der Befehl weg und Sie müssen ihn beim nächsten Versuch erst wieder freispielen.
    Die Moral ihrer Truppen sinkt, wenn Sie zu sehr in der Unterzahl sind (was oft vorkommen kann), der Feind Sie gnadenlos zurückschlägt oder Sie mit dem Odama zu viele ihrer eigenen Truppen überrollen - ja, das geht auch, Friendly Fire wird bei Odama groß geschrieben. Nachschub können Sie so lange schicken (was den Moralwert der truppen jedesmal stark erhöht), bis ihre Kaserne leer ist. Wenn Sie leer ist, können Sie mit einem Spezialitem (grüner Ball) die Seelen der gefallenen Krieger (ihre oder die der Gegner) einfangen und zu neuen Kriegern in ihrer Kaserne ausbilden. Und das wird schnell nötig.
    Natürlich Spielt die Glocke bei Odama auch eine Rolle: Wenn Sie diese mit ihrer Kugel treffen, werden sämtliche feindliche einheiten um sie herum weggewirbelt (Schockwelle) und liegen für wenige Sekunden am Boden. Gute Zeit für ihre Truppen um den Vorstoß zu wagen.
    Leider ist das Zeitlimit (der Tag, Sonnenaufgang bis Untergang) immer extrem Stressig, wenn Sie nicht dauernd den Befehl "Stürmen" oder "Durchbruch" ins Mikro brüllen kommen Sie kaum vorran und geraten schnell unter Zeitdruck.
    Untermalt wird der Kampf mit Kugel und Stimme dabei von Trommelspielen, die immer einen typischen "Kriegsrhytmus" haben, manchmal kommt ihnen auch ein Flöten - oder Hornton dazwischen. Ihre Krieger selber bestätigen jeden Befehl mit einer art "Hagasaja!" Ausruf. Zweckmäßig hat Nintendo auf deutsche Synchronisation, wie sollte es anders sein, verzichtet. Allerdings kommen bei vielen Kriegern Sprechblasen - oder Kästen, mit Nachrichten wie "Gebt den Stürmen Befehl" oder "Spinnt Ihr? Da gehe ich nicht hin!" zum vorschein. Der Odama macht dabei immer die Geräusche eines rollenden Steines. Der Sound ist im Spiel also zweckmäßig gut, bis auf den Alten Chinesen/Japaner/was auch immer, geht er ihnen auch nicht auf die Nerven oder Stört beim Spielen.
    Auch Grafisch braucht sich Odama auf den Ersten blick nicht verstecken, das Spiel hat blühende Felder, rauschende Bächer und kippende Brücken. Allerdings sollte man nicht ranzoomen. Die Figuren in Odama sind eckig, hässlich und lieblos gestaltet, was beim Spielen aber nicht unbedingt auffällt. Auf Details wurde in Odama gemischt geachtet, ihre "Stoßer" werden von jeweils 2 gelben Riesen bedient, und auf ihrer Kaserne sitzt ein Kriegsherr der Feinde abwehrt, die ihre "Stoßer" für kurze Zeit ausser Gefecht setzen können - mit verheerenden Folgen.
    Alles in allem klingt Odama vielversprechend und spaßig - ist es auch anfangs, aber später wird man zumindest den Kauf noch einmal überdenken. Das Spiel ist einfach zu Schwer! Nicht nur dass Sie vom Zeitlimit getrieben werden, nein, auch der Feind kommt mit schier unerschöpflichen Truppenstößen daher und wenn Sie zwangsweise einen Dialekt sprechen brauchen Sie sich odama gar nicht erst zu kaufen. Odama hat zwar das klasse Feature der Stimmbefehle (und diese funktioniert auch Wunderbar, sogar mit der deutschen Sprache, was ein klarer Pluspunkt ist), aber wenn Sie kein Hochdeutsch sprechen können, kommen Sie ins schwitzen. Da versteht der Würfel "Stürmen" schonmal schnell als "Sammeln", was manchmal sogar den Sieg kosten kann, weil ihre Truppen dann zu einem vorher angepeilten Punkt rennen und die Glocke schutzlos zurücklassen. Zudem braucht es immer sehr lange, um mit der Glocke über ein Hindernis wie eine kleine Anhöhe oder einen Fluss zu kommen. Wenn Sie also nicht von anfang an mit voller Truppenstärke nach vorn preschen und sämtliche Gegner mit dem Odama überrollen, haben Sie kaum eine Chance den Level in den wenigen Minuten die ihnen das Spiel gibt zu meistern. Kurz: Odama ist frustrierend.
    Vor allem bei den sich alle 3 Level wiederholenden Bosskämpfen brauchen Sie eine schnelle Reaktionszeit und noch besser Zwei köpfe - der Eine spielt, der Andere spricht.
    Gut funktionieren tut es, wenn man die Aufgaben aufteilt: Auch wenn Odama keinen Multiplayermodus hat, können Sie einem Mitspieler das Mikrofon in die Hand geben und Selber das Kügelchen über den Tisch - äh das Schlachtfeld rollen (oder auch anders herum). Das macht das Spiel bedeutend Übersichtlicher und verhilft auch besser zum Sieg über die 9 Schlachtfelder. Tipp: Sorgen Sie immer dafür, das ihre Truppen VOR der Glocke durchs Siegestor maschieren, denn Sonst werden die Truppen nicht mit in den nächsten Level übernommen.
    Zum Fazit: Odama sieht auf den ersten Blick wie ein spaßiger Mix aus Flipper und Strategie aus, und das Spielprinzip selber könnte auch nicht besser sein, bis auf die Tatsache das Odama einfach viel zu schwer ist und der Frustfaktor viel zu hoch liegt. Daher nur bedingte Kaufempfehlung meinerseits, ein Lichtblick ist immer noch der quasi-Multiplayer mit Aufteilung zwischen Mikro und Controller. Beides gleichzeitig erfordert Übung und ein dickes Fell. Es hätte besser sein können. Hagasaja!

    Negative Aspekte:
    Viel zu schwer, Spracherkennung funktioniert teilweise nicht, Zu unübersichtlich, Zeitdruck zu hoch, Grafik beim näheren hinsehen potthässlich, sehr frustrierend, Langsamer Glockentrupp erfordert zu schnelles Reaktionsvermögen.

    Positive Aspekte:
    Lustiger Mix aus 2 völlig inkompatiblen Genres, Gut in Szene gesetzt, Sprachsteuerung reagiert auf simple - deutsche - Kommandos, Sound, Story

    Infos zur Spielzeit:
    xilver hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Odama

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: xilver
    7.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    5/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    7/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Odama
    Odama
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    Vivarium
    Release
    01.03.2006
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

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Odama
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19.07.2006
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