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  • Oddworld: Strangers Vergeltung - 50€ Kopfgeld für 5 Std. Knast - Leser-Test von Rianq

    Oddworld: Strangers Vergeltung - 50€ Kopfgeld für 5 Std. Knast - Leser-Test von Rianq Oddworld: Stranger's Vergeltung

    Die Oddworld ist vielen seit Abe's und Munch's Abenteuern bekannt, doch ein Fremder betritt nun das einst so rätsellastige Szenario dieser merkwürdigen Welt, spannt seine Armbrust und schießt alles mit ein paar gut gezielten Flederbomben über den Haufen. Die Rede ist vom Stranger, einen Mann mit Poncho, Hut und tiefer Stimme, der aus einem nur ihm bekannten Grund Jagd auf Verbrecher und deren Kopfgelder macht. Und nebenbei eine Glucke wegkickt.

    Von drei Beobachtern, seiner Hausfrau und dem Arschbackenhörnchen
    Das wichtigste vorweg: Wer beim Laden der CD einen Oddworld-Teil in Abe-Manier erwartet, hätte sein Geld wohl lieber für ein neues Myst ausgeben sollen. Denn Oddworld: Stranger's Vergeltung hat zu der gewohnten dritten Perspektive (seit Munch's Odyssee) nun auch eine Ich-Perspektive, in der der Großteil der Action passiert, und zwischen denen man beliebig wechseln kann. Moment. Action? O: SV ist fast ein ausschließlicher Ego-Shooter, wenn auch etwas anders als Kollegen wie Half-Life² oder Halo. Während man in der dritten Person den Stranger durch die Gefilde der Oddworld steuert, große Strecken schnell überquert, indem er auf allen Vieren läuft (was eine vorzügliche und schön anzusehene Wegkürzung darstellt) und Gegnern einen auf die Nase gibt, zückt man in der ersten Person Strangers Armbrust, die mit zwei verschiedenen Munitionstypen geladen werden kann. Das heisst aber nicht, dass man jetzt nur zwei Munitionen dabeihaben kann, man kann während des Spiels immer pausieren und die abschießbaren Aufsetzer austauschen. Der Clou an der Sache ist, dass die Munition lebt und jagbar ist! So hat man acht verschiedene Munitionstypen, die alle ihre Eigenart haben und je nach Kombination mit anderen Tierchen verschieden nützlich sind. So ist es etwa ratsam, mit einem den Gegner verhöhnenden Arschbackenhörnchen eben diesen in eine Fuzzlefalle zu locken. Diese kleinen Biester können entweder direkt geschossen oder als Minen platziert werden, auf dass sie jeden bis auf die Knochen abnagen, der sich ihnen nähert - ob geschossen oder platziert ist egal, hat denselben Effekt. Eine andere Kombination wäre etwa Zappfliege mit dem Gürtelkäfer. Während erstere einen Gegner schnell betäubt und in unendlicher Menge vorhanden ist, hat letzterer denselben Effekt, nur haut sie den Gegner sofort um. Zusammen sind sie eine schöne Betäubungswaffe, mit der man zum Beispiel Bossgegner schnell ins Land der Träume schicken kann, wenn man sie lebend fangen will. Und das sollte man wollen.

    Ein harter Job, aber irgendjemand muss ihn ja machen
    Das Ziel des Strangers ist klar, sobald man das erste Mal dem Arzt über den Weg läuft: Der Halsabschneider verlangt 20. 000 Molah, die Oddworldwährung, für eine spezielle Operation, von der das Leben des Strangers abhängt. Mit knirschenden Zähnen und Krallen über den Tisch geschabten Krallen macht sich der Stranger auf den Weg, die einzige ihm verfügbare Geldquelle auszuschöpfen: Kopfgelder jagen. Man kann zwar auch nebenbei die Dorfbevölkerung per Rammattacke ihres Kleingeldes berauben, aber das bringt es nicht wirklich. Auch wenn's spaßig ist. Und an Zelda erinnert.
    Es gibt eine Menge kleiner und große Gauner um die Städte herum, die alle nur darauf warten, eingesackt zu werden, die Auftragannahme läuft dabei Fable-ähnlich ab, indem man sich in der Kopfgeldstube für bestimmte Missionen einschreibt. Dabei gilt: Lebendige Gefangene bringen weitaus mehr Molah als tote solche. Deswegen sind die nicht-tödlichen Waffen wie die Bolamiten (Spinnen) und die Zappafliege des reichen Kopfgeldjägers bester Freund. Am Boden liegende Gegner werden schnellstmöglich per Saughandschuh in eine Minidimension gesogen. Quadratisch, praktisch, gut. Übrigens hat jeder Statuszustand, lebend oder tot, seine Nachteile für den Spieler: Lebende Gegner stehen recht schnell wieder auf, was in großen Gegnergruppen zum Problem werden kann, da es lange dauert, einen betäubten Gegner festzunehmen. Tote Gegner sind zwar schnell eingesogen, dafür verrotten sie noch schneller als die betäubten wieder aufstehen, womit man gar kein Geld mehr bekommt.
    Das ist einer der vielen Faktoren, die Oddworld: Stranger's Vergeltung zu dem 'anderen' Ego-Shooter machen, denn hier muss man wirklich nachdenken, wie man die Gegner auf eine Weise ausschaltet, die einem den höchsten Profit und den wenigsten Schaden gibt. Ein weiterer Faktor ist, dass der Stranger ziemlich schnell stirbt und die Gegner keine üblen Schützen sind. Er kann zwar mithilfe seiner Ausdauer einen Großteil seiner Energie wiederherstellen, aber das geht unter Beschuss nicht und hält auch in der Deckung nicht ewig vor. Reinstürmen und alles töten ist also nicht. Deswegen muss sich der Spieler immer erst die Lage anschauen: Welche Gegner töte ich zuerst? Scharfschützen oder schwer umzuhauende, schnelle Nahkampfeinheiten? Welche Gegner bringen viel Geld, wo bilden sich Gruppen, die man mit Flederbomben oder Stunks (bringen Gegner zum kotzen) unschädlich machen kann? Bietet einem die Umgebung irgendwelche Vorteile (Gegner unter eine Presse locken, warten, mit Zappfliege aktivieren, Fleischbrocken beobachten)? Wo kann ich mich zur Not verstecken? Alles Fragen, die das Überleben des Strangers sichern. Und wenn da noch nicht genügend Taktik drinsteckt, dann wird das noch einmal von den Bossgegnern getoppt: Jeder von ihnen wird meistens von mehreren normalen Gegnern beschützt, die man zuerst ausschalten sollte. Wenn das erledigt ist, muss man sich um den Boss kümmern, der immer auf eine eigene Weise zu besiegen ist, wie man das von vielen Jump 'n' Runs kennt. Dabei gibt es dann aber auch wieder zwei Wege: Lebendig und tot. Hier unterscheidet sich der Straßenbettler vom Millionär, denn lebendige Bossgegner bringen meist das Doppelte, manchmal sogar das Dreifache vom Totpreis. Die Story des Spiels geht dabei erst weiter, wenn man alle Kopfgelder einer Stadt einkassiert hat, man kann sich also nur die Reihenfolge der Missionen aussuchen.
    Vom verdienten Geld kann man sich dann im Tante-Henna-Laden in der Stadt bestimmte Nützlichkeiten kaufen, etwa Ausdauererweiterungen, Waffenupgrades oder Tränke, mit denen man mehr Munition aus den Nestern locken kann. Denn Munition kann nicht nur gekauft, sondern auch vor Ort mit der Zappfliege gejagt und eingesammelt werden. Spaßig und geldbeutelschonend.

  • Oddworld: Strangers Vergeltung
    Oddworld: Strangers Vergeltung
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Oddworld Inhabitants
    Release
    03.03.2005

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Oddworld: Strangers Vergeltung
Oddworld: Strangers Vergeltung - 50€ Kopfgeld für 5 Std. Knast - Leser-Test von Rianq
http://www.gamezone.de/Oddworld-Strangers-Vergeltung-Spiel-25771/Lesertests/Oddworld-Strangers-Vergeltung-50-Kopfgeld-fuer-5-Std-Knast-Leser-Test-von-Rianq-1001695/
06.03.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/02/TV2005012115494100.jpg
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