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  • Oddworld: Strangers Vergeltung im Gamezone-Test

    Oddworld Inhabitants sind zu neuer Größe emporgestiegen und bieten uns eines der besten Xbox-Spiele.

    Im aktuellsten Spiel aus den Oddworld Studios schlüpfen wir in die Haut eines Bounty Hunters der sich sein täglich Brot mit dem fangen böser Buben vertreibt, wofür er entsprechende Kopfgeldsummen kassiert. Unser Held besitzt zwar durchaus menschliche Züge und sieht einem Westernhelden nicht unähnlich, trotzdem bekam er den Oddworld typischen Stempel aufgedrückt, so wie auch alle anderen Lebewesen in dieser kuriosen Welt. Die Dörfer werden von einer Art Enten bewohnt, die, wie es ihrer Art entspricht, praktisch ständig palavern und quatschen. Oft bezieht sich das gesagt auf aktuelle Ereignisse die wir eben hinter uns gebracht haben oder die uns noch bevorstehen. Welche Tiere allerdings die allgemeinen Schurken verkörpern sollen hat sich mir nicht ganz erschlossen. Sie sehen aus wie dicke Menschen mit Nilpferdkopf, oder so ähnlich. Wobei sie viele Variationen aufweisen, nicht nur bei den Waffen die sie tragen, sondern auch bei der Bekleidung und dem Körperschmuck.

    Die Landbevölkerung Die Landbevölkerung Die Umwelt selbst ist wie in einem Italo-Western gestaltet, es gibt viel Sand, Staub und trockenes Geäst auf unserem Weg vom Bounty Store zum Bösewicht. Denn daraus besteht das anfängliche Gameplay, sich im Bounty Store einen Auftrag zu besorgen und den so ausgewählten Bösewicht dann zur Strecke zu bringen. Da ein lebender Gefangener in der Regel wesentlich mehr Geld einbringt als ein toter, versuchen wir unsere Munition besonders klug einzusetzen.

    Lebende Munition

    Stranger am Seil Stranger am Seil Denn auch wenn wir nur eine einzige Waffe besitzen, eine doppelläufige Armbrust, können wir doch erstaunlich viel mit ihr anstellen. Dies liegt an der "lebenden Munition" die wir verwenden. Richtig gehört, wir verschießen kleine Tierchen die wir unterwegs einsammeln. Jedes Tier besitzt ganz spezifische Eigenschaften, die sich manchmal an bekannten Waffen orientieren, wie die explodierenden Schalentiere, mitunter aber auch völlig neue Funktionen ins Spiel bringen, wie die Spinne, welche den Gegner einwickelt und so eine gewisse Zeit lang bewegungsunfähig macht. Da man selbst mit der stärksten Bewaffnung kaum eine Chance gegen mehrere Gegner gleichzeitig hat, empfiehlt es sich grundsätzlich sich die Schurken einzeln vorzunehmen. Dafür benutzen wir das Stinktier, welches einzelne Gauner von der Gruppe weglockt, worauf wir sie schnell erledigen und in unseren Rucksack einsaugen können. Denn Geld für die Gauner gibt es erst am Ende der Mission, wenn wir sie beim Bounty Store abliefern.

    Der Bounty Store Der Bounty Store Auch wenn wir nur eine einzige Waffe besitzen deren Funktion sich stark an der verwendeten Munition orientiert, können wir diese doch aufpowern. Im Supermarkt nämlich gibt es PowerUps für die einzelnen Munitionstypen zu erwerben. Diese beschleunigen beispielsweise den Ladevorgang oder schießen mehrere Projektile gleichzeitig ab, statt nur einem einzigen. Aber auch diverse Panzerungen für Schultern, Arme und Beine können wir dort erstehen.

    Das Gesundheitssystem

    Westernstimmung par excellence Westernstimmung par excellence Dies ist umso wichtiger wenn man erst einmal das Gesundheitssystem hinter Strangers Wrath verinnerlicht hat. Denn so etwas wie Gesundheit zum Einsammeln gibt es nicht, stattdessen verlässt sich Stranger voll auf seine Stamina. Diese muss nicht eingesammelt werden, sie baut sich mit der Zeit von alleine bis zu vollen Stärke auf. Sinkt nun unsere Gesundheitsanzeige, gleichen wir den Verlust mit der Stamina aus, wobei sich Stranger filmgerecht von in ihm steckenden Pfeilen befreit und seine Wunden heilt. Das geht recht flott, sollte aber nie unter Beschuss geschehen, da jede Verletzung den Heilungsvorgang stoppt. Zudem muss eine gewisse Zeit bis zum nächsten Heilvorgang vergehen, da uns vorher noch nicht genug Stamina zur Verfügung steht. Auch an dieser Funktion merkt man deutlich, dass nur bedachtes Vorgehen zum Ziel führt, Rambos sind in Oddworld falsch aufgehoben.

    Stranger auf Laras spuren Stranger auf Laras spuren Denn schon bald im Spiel kommt man an Stellen wo nur eine bestimmte Taktik zum Erfolg führen kann. Diese gilt es herauszufinden und Gegner für Gegner umzusetzen. Das ist es auch was den Reiz dieses Spiels ausmacht, sich mit den NPCs zu spielen und immer aus der Deckung heraus zu agieren. Klar, dass uns die jeweiligen Levelbosse immer eine ganz besondere Aufgabe stellen. Nur wenn wir erkannt haben wo die Schwachstelle liegt haben wir eine Chance gegen die übermächtigen Kerle, die oft Waffen mit sich herumtragen die auf einem Panzer ebenso gut aufgehoben wären. Zumindest was die Dimensionen angeht, denn so ein böser Bube mit einer Kanone auf dem Rücken sieht schon sehr putzig aus, zumindest bis er zu schießen beginnt.

    Bezaubernde Welten

    Ein Levelboss Ein Levelboss Oddworld Inhabitants, die Schöpfer des Oddworld-Universums, bieten uns auch mit dem aktuellen Titel wieder eine Spielwelt wie sie gelungener kaum mehr sein kann. Das trifft auf das allgemein abgefahrene Design ebenso zu wie auf die gelungenen Animationen der einzelnen Charaktere sowie der verwendeten Architektur. In den Dörfern meint man tatsächlich sich in einer Siedlung des Wilden Westens aufzuhalten und die verwendeten Tiere der Charaktere unterstützen ihren Charakter sehr gekonnt. Dies beginnt mit den Kleinsten die wir als Munition verwenden, die sich auf unserer Armbrust auch mal unterhalten wenn es ihnen langweilig ist, geht über die kontaktfreudigen Dorfbewohner in Entengestalt und endet noch nicht bei den individuellen Bossgegnern, von denen es eine ganze Menge im Spiel gibt.

    Strangers Konterfei Strangers Konterfei Gesteuert wird unser Stranger entweder aus der Ego- oder aus der 3rd-Person Sicht, zwischen denen wir jederzeit hin- und herwechseln können. Allerdings ist nicht jede Sicht für jede Situation geeignet, genau genommen unterscheiden sie sich sogar recht stark voneinander. Denn nur im Wandermodus - also der 3rd-Person Sicht - kann unser Stranger laufen, was er übrigens auf allen Vieren macht und aussieht wie ein Hund auf der Flucht. Ebenso beherrscht er nur in diesem Mode seinen praktischen Rundumschlag, wobei er sich wie ein Kreisel dreht. Die Egosicht hingegen wird benutzt um unsere Armbrust einsetzen zu können. In diesem mode ist es nämlich nicht mehr möglich zu laufen und Stranger kann auch nur noch einen ganz einfachen Faustschlag ausführen. Dafür stehen im alle Funktionen der Armbrust zur Verfügung. In der Praxis also wechselt man recht häufig zwischen diesen beiden Sichten, was auch recht gut funktioniert. Einzig der Umstand, dass sich die Kamerasteuerung umdreht, je nachdem welche der beiden Sichten man benutzt, sorgt etwas für Verwirrung. Auf Wunsch jedoch können wir die einzelnen Achsen invertieren, ganz wie es uns gefällt. Allerdings darf man nicht verheimlichen, das man an mancher Stelle mit der Kamera zu kämpfen hat, wenn sie sich beispielsweise weigert um einen Baum herum zu schwenken oder an anderen Objekten hängenbleibt. Zudem wird die ansonsten hervorragende Grafik immer wieder durch aufpoppende Kleinobjekte gestört, wie Büsche und Grashalme, die sich etwas zu spät manifestieren.

    Stranger Sound

    Die lebende Munition Die lebende Munition Wie es sich für ein Produkt dieser Güte gehört ist auch die Soundkulisse ein kleines Meisterwerk geworden. Die Musikuntermalung erinnert mitunter an klassische Italowestern und bietet uns melancholische Töne ebenso wie treibende Rhythmen. Das absolute Highlight aber stellen die Synchronstimmen dar, allen voran die unseres Strangers, die noch einem Riddick gut zu Gesicht stehen würde. Selten, wirklich nur ganz selten gibt es so passende und engagierte Synchronsprecher in einem Videospiel. So ist schon der amerikanische Slang der Dorfenten im schlimmsten Bubblegum-English ein Show der man sich kaum entziehen kann. Wir hoffen inständig, dass man diese einmalig gut gelungene Synchronisation auch ins Deutsche rettet, da sie einen großen Teil der Faszination von "Oddworld Strangers Vergeltung" ausmacht.

    Multiplayer

    Wo ist die Bevölkerung? Wo ist die Bevölkerung? Oddworld Stranger ist ein reines Singleplayer-Vergnügen, ein Modi für mehrere Spieler oder eine Möglichkeit mehrere Konsolen miteinander zu vernetzen existieren nicht. Da nach dem einmaligen Durchgang auch der meiste Spielwitz verpufft ist, gibt es kaum einen Grund das Spiel ein zweites Mal zu zocken. Da man aber angesichts des allgemein nicht zu niedrigen Schwierigkeitsgrades sicher gut 15 bis 20 Stunden mit der Geschichte beschäftigt ist, sollte es keinen Grund zur Beanstandung geben.

    Spoiler!

    Achtung! Wer sich die größte Überraschung in dem Spiel noch aufsparen möchte, liest an dieser Stelle nicht weiter! Denn so viel in diesem Review auch über das Spiel verraten wurde, fehlt doch noch etwas Essentielles. Allerdings hat dies einen so großen Einfluss auf das Spielgeschehen, dass wir uns entschlossen haben es euch nicht zu verraten. Nur soviel: Das Gameplay erfährt im Laufe des Spiels eine starke Wendung, die alles bisher erlebte auf den Kopf stellt. Mehr dazu erfahrt ihr in "Oddworld Strangers Vergeltung".

    Oddworld: Strangers Vergeltung (XB)

    Singleplayer
    9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    die beiden Sichtweisen
    hervorragende Soundkulisse und einmalige Grafik
    einmalige englische Synchronsprecher
    trotz vieler Funktionen gut funktionierende Steuerung
    recht abwechslungsreich
    lustiger Schurkensauger
    die lebende Munition
    das Gesundheitssystem
    nach einem Durchgang ist die Luft raus
  • Oddworld: Strangers Vergeltung
    Oddworld: Strangers Vergeltung
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Oddworld Inhabitants
    Release
    03.03.2005

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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990153
Oddworld: Strangers Vergeltung
Oddworld: Strangers Vergeltung im Gamezone-Test
Oddworld Inhabitants sind zu neuer Größe emporgestiegen und bieten uns eines der besten Xbox-Spiele.
http://www.gamezone.de/Oddworld-Strangers-Vergeltung-Spiel-25771/Tests/Oddworld-Strangers-Vergeltung-im-Gamezone-Test-990153/
04.02.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/02/TV2005012113370400.jpg
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