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  • Okami im Gamezone-Test

    Dank der Steuerung per WiiMote vermittelt das Spiel noch mehr das Gefühl die Zaubersprüche richtig am Bildschirm zu zeichnen.

    Als ich Okami auf der PS2 spielte hatte ich eine wundervolle Zeit. Aber schon da überlegte ich wieviel wundervoller es sein könnte, wenn ich den Pinsel des Himmels nicht mit dem ungelenken Pad steuern müsste, sondern stattdessen einfach mit elegantem Schwung direkt und ohne Störungen im göttlichen Schreibfluss die Welt von Nippon zum Besseren wandeln könnte. Man sollte vorsichtig sein, mit dem was man sich wünscht. Manchmal geht es in Erfüllung.

    Okami Okami Womit wir ohne Umschweife bei der aktuellen Umsetzung des nun mittlerweile 18 Monate alten Titels Okami für Nintendos weiße Wundermaschine wären. Der prädestinierten, nein prophetisch vorherbestimmten Plattform für das sicher ambitionierteste Spiel der mittlerweile aufgelösten Clover-Studios, für die Wii von Ready at Dawn umgesetzt. Und mittels der Mote wurde mein Wunsch den Pinselstrich direkt zu ziehen Wirklichkeit. Ist es alles geworden was ich mir wünschte? Nicht direkt. Um besondere Aktionen auszulösen müsst Ihr B drücken, die Landschaft verfärbt sich in Sepia-Töne und mittels eines großen Pinsels zieht Ihr bestimmte Muster, um beispielsweise eine Brücke erscheinen zu lassen, die Sterne und die Sonne zu erschaffen oder einen mächtigen Schwerthieb auszuführen.

    Okami Okami Eine vertikale Linie, ein Klecks, ein Kreis oder eine Waagerechte. Mit dem Pad lies sich das etwas mühsam, aber sehr präzise zeichnen. Alles gelang sofort, auch wenn es sich nicht ganz "richtig" anfühlte, es gelang mit gottgegebener Sicherheit. Mittels der Mote fühlt es sich jetzt an wie malen, nur braucht Ihr die Ruhe eines Gottes im Handgelenk. Es macht Spaß, Ihr erlebt es als Malen und Ihr werdet, wenn Ihr Euch nicht präzise anstellt, öfter vermalen. Nicht so häufig, dass es wirklich ein Desaster sein würde, Okami bleibt fair genug, um es Euch nie zu schwer zu machen, die Malbewegung ist immer noch eine Bereicherung und doch weckt die eingeforderte Präzision ein leichtes celestisches Grummeln.

    Okami Okami Ungefähr so wie Amaterasus Angriff, der nun mittels eines schnellen Schwingens aus dem Handgelenk ausgelöst wird. Hierbei ist das Timing trickreich. Mittels des Knopfdrucks auf der PS2 war es einfach die Dämonen dahin zu schicken, wo sie hingehören. Die neue Handbewegung enthält eine leichte Verzögerung und der Schwung muss präzise sitzen. Das wird ein Weilchen dauern, bis Ihr den perfekten Flow findet, aber keine Sorge: Es wird passieren und da Okami seine Kämpfe von vornherein nie zu schwer gestaltet, kommt hier auch kein Frust auf.

    Okami Okami Im Gegensatz zu der Ausweichbewegung, die Ihr hier mit dem Nunchuck auslöst. Es ist ein Segen, dass dieser Move praktisch durch das ganze Spiel optional bleibt und Ihr auch gut ohne ihn leben und kämpfen könnt, denn ihn gezielt auszulösen gehört zu den großen Wii-Frustmomenten. In der Theorie reißt Ihr den Chuck nach vorn, hinten oder zur Seite und Amaterasu duckt in diese Richtung weg. Ducken tut sie schon und in ca. 30 % der Fälle sogar in die richtige Richtung. Bei vier Möglichkeiten kann man hier wohl von einer guten Zufallsverteilung sprechen, gezielte Kontrolle ist leider was anderes. Überbewertet es nicht, auf der PS2 war der Move zwar steuerbar, aber eigentlich auch meist überflüssig.

    Okami Okami Um die Liste der Änderungen zu beenden, bleibt die Optik. Auf der PS2 überspielte ein spezieller Filter die niedrigere Auflösung und ließ alles wie eine Tuschezeichnung wirken, weichgezeichnet, beinahe 2D, wunderschön. Auf der Wii werden 480p und echtes 16:9 geboten. Das ist gut und den Göttern gefällig. Der wesentlich abgemilderte Filter weniger. Die Farben wirken zwar dadurch satter, nur der schöne Tuscheffekt fehlt ein wenig. Aus Nippon und seinen Bewohnern wurden klare Linien, farbige Flächen, weniger Spiel mit dem Farbwischen. Am Ende bleibt es sicher Geschmackssache, genug Leuten wird der neue, klarere Look mehr behagen.

    Okami Okami Und ich will es auch auf keinen Fall übertreiben. Wenn ich mich über den Auftritt Amaterasus auf der Wii beklage, dann ist das ungefähr so als würde ich fragen wo der Senf zu dem Ambrosia bleibt. Das Spiel sieht nicht nur fantastisch aus, der Stil selbst ist etwas was so auch in den letzten 18 Monaten niemand überboten oder auch nur wenigstens erreicht hätte. Die Welt verzichtet bewusst auf einen 3D-alles-wie-in-echt-Look und spielt mit Cell-Shading in klaren Linien, kräftigen Farben und einem Stil, der gleichzeitig kindlich und künstlerisch verspielt wirkt. Naive Malerei in Mystik getaucht, abgerundet mit einer vor Leben zitternden Plastizität. Ist das Kunst statt einfach nur Grafik? Was weiß ich, ich bin nur Spiele-Schreiberling. Könnte sein. Möglich. Es ist so schön.

    Okami Okami Was ich weiß ist, dass Ihr mit Okami einige der optisch bewegendsten Szenen überhaupt in Euer Spielzimmer holt. Wenn Ihr die tote schwarze, von Dämonen verwüstetet Welt Nippons mit neuem Leben erfüllt rollt eine Welle der Schöpfung über Euch und die Welt. Blumen sprießen, Gras wächst, wo zuvor totes Schwarz war, Bäumen erwachen, Wasser rauscht, Farben erfüllen alles, himmlische Musik erfüllt Euch und Ihr wist, dass Ihr dem hehren Ziel der Wiederbelebung Nippons und der Vertreibung des Bösen von der Ebene der Menschen näher gekommen seid. Es erfüllt Euch mit Stolz und Zufriedenheit.

    Okami Okami Und doch ist dies nur das endgültige Ziel, dass Ihr hier angesichts aller Feinheiten und liebevollen Details leicht aus den Augen zu verlieren könnt und häufig genug tut Ihr das für ein Weilchen gerne. Okami spinnt eine beseelte, verzweigte Handlung aus großen, tiefen Emotionen. Es ist ein Märchen, das Euch in seinen Bann schlägt und nicht loslässt. Viel Humor darf bei so einer Geschichte nicht fehlen, Liebe und Tod genauso wenig, Leben, Verzweiflung und Hoffnung. Großes Drama, erzählt in einer Mischung aus Mystik und Fabel, das so im Rahmen eines Spiels seines Gleichen sucht.

    Okami Okami Die Fabel passt wohl am besten, schließlich schlüpft Ihr in die Rolle der Sonnengöttin Amaterasu und diese in die Gestalt eines weißen Wolfes. Weiße Wölfe sprechen nicht, auch wenn sie von göttlichen Entitäten beseelt wurden. Sie Bellen, Knurren, graben Löcher in den Boden oder beißen in alles wonach Ihnen ist. So braucht Ihr eine Stimme und bekommt sie sofort in Form des "wandernden Künstlers" Issun. Nur wenige Zentimeter groß sitzt er auf Amaterasus Schulter und übernimmt das Reden und das auf nicht immer unbedingt respektvolle Weise. Genug Selbstvertrauen hat er, schließlich würde es nicht jeder wagen, einen göttlichen weißen Wolf als "Furball" oder "Ammy" zu bezeichnen.

    Okami Okami Mit diesem Zweigespann zieht Ihr durch ein Action-Abenteuer, das die letzten anderthalb Jahre nicht zu unrecht als das "Zelda der PS2" bezeichnet wurde. Der semilineare Weg führt Euch an düstere Orte, tiefe Dungeons, tote Ebenen, die Ihr wieder zu Leben erwecken müsst. Spielerisch läuft dies auf die Erfüllung diverser Aufgaben hinaus, die Euch gestellt werden, mal kleinere, mal etwas komplexere, immer dem Pfeil nach, der Euch die Orientierung in der Welt von Nippon erleichtert. Für eine Vielzahl der Lösung müsst Ihr Amaterasus göttliche Malkünste nutzen, von denen Ihr nach und nach 13 verschieden erlernt. Zeichnet eine Feuerbombe und sie erscheint. Eine Windwelle dazu, Ihr schleudert sie. Alles nie zu komplex und mit ein wenig Nachdenken über Eure gegebenen Möglichkeiten - die Ihr jederzeit im Optionsmenü notfalls nachschlagen könnt - werdet Ihr nirgends zu lange hängen. Und das Gefühl von göttlicher Macht bringt eine Menge Laune. Spätestens wenn Ihr den Tag zur Nacht werden lasst.

  • Okami
    Okami
    Publisher
    Capcom
    Release
    13.06.2008

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991790
Okami
Okami im Gamezone-Test
Dank der Steuerung per WiiMote vermittelt das Spiel noch mehr das Gefühl die Zaubersprüche richtig am Bildschirm zu zeichnen.
http://www.gamezone.de/Okami-Spiel-25864/Tests/Okami-im-Gamezone-Test-991790/
12.06.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/06/screen2_large_0__120531144245.jpg
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