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  • One Piece: Grand Battle im Gamezone-Test

    Die bekannte Anime-Serie stand dieses Mal Pate für die virtuellen Haudrauf-Geschehnisse aus dem Hause Bandai.

    Bandai und Animes: Eine Verbindung, die sich fast mit dem Sprichwort "zusammen gehören wie Pech und Schwefel" beschreiben lässt. Der Vergleich kommt auch nicht von ungefähr, zeichnet sich Bandai speziell dafür verantwortlich, die meisten bzw. beinahe alle Animeserien in Japan als Spiel umgesetzt zu haben. War Bandai anfangs noch eher verschrieen mittelmäßige bis gar schlechte Umsetzungen abzuliefern, hat das Unternehmen doch mit der Zeit dazu gelernt und hat sich nachhaltig einen guten Namen erspielt. Und so schmiss Bandai nun wieder einen weiteren Ableger auf den Markt, der zudem auch noch den Weg in unsere Gefilde gefunden hat. Die nicht nur in Japan durchaus erfolgreiche Serie "One Piece: Grand Battle" stand dieses Mal Pate für die virtuellen Haudrauf-Geschehnisse und wir haben für euch ausprobiert, ob die geschaffenen Spielwelten mit dem Serienvater mithalten können und ob Bandai ihrem guten Ruf gerecht geworden ist.

    Aller Anfang ist nicht immer schwer

    One Piece: Grand Battle One Piece: Grand Battle Der Einstieg fällt ausgesprochen leicht - wie eben fast bei jedem Beat'em Up: Eine kurze, knackige Einleitung zeigt euch, worauf ihr euch einstellen könnt. Umfangreiche Storys, Hintergründe oder dergleichen braucht es hier einfach nicht. Und davon ab, ist die gleichnamige TV-Serie Hintergrund genug und das muss dann einfach reichen. Nach dem Intro, bestehend aus Serienausschnitten und grober Figurenvorstellung führt einen das Spiel im Anschluss unmittelbar in den Options- bzw. Auswahlbildschirm. Hier warten verschiedene Spiel- sowie Einstellungsmöglichkeiten darauf von euch entdeckt zu werden. Zudem tummeln sich dort auch noch die Treasure (Schätze)- und Art Menü-Abteilung, welche interessant werden, so bald ihr die ersten Runden erfolgreich hinter euch gebracht habt. Aber der Reihe nach: Zunächst entscheidet ihr euch nämlich, welchen der Spielmodi ihr absolvieren wollt. Recht einfach und auch nicht so unendlich lang ist auf jeden Fall der Story Modus, in dem ihr die bekannten Figuren u.a. natürlich Luffi oder Nami auswählen könnt. Runden basiert und damit Beat'em Up typisch klopft ihr euch durch fünf verschiedene Kämpfe, aus denen ihr - logisch - immer als Sieger hervorgehen solltet.

    Wem der Story Modus zu dröge ist, kann sich ja im Grand Battle versuchen. Egal ob allein oder mit einem Kumpel zusammen lassen sich hier - neben dem eigentlichen Trainingsmodus - Schlag- und Wurfkombinationen sowie Abwehrübungen bestens einstudieren. Zudem lässt sich hier alles variabel einstellen, angefangen bei den Fähigkeiten des vorzugsweise dann CPU-Gegners (leicht, mittel, schwer) sowie Zeit, Energiereserven, Stages, etc. pp. Neben diesen beiden recht Spiel bestimmenden Modi stehen nichts desto weniger noch zwei weitere Alternativen zur Verfügung. Einmal können diverse Minispiele abgespult werden, die in den meisten Fällen daraus bestehen, dass man gegen die bösen Piraten antreten muss. Gesamt sind es drei Kämpfe, manchmal auch zwei Kämpfe und eine Sammel- bzw. Zerstöraufgabe (z.B. 300 Kisten innerhalb eines Zeitlimits zerbröseln). Der Clou bei den Minispielen ist denn weniger das Erringen des Sieges, denn vielmehr zu versuchen, die Unterstützungsfigur (eine Art Special Move) des Gegners für sich zu gewinnen. Zu dieser Herausforderung gesellen sich dann noch die individuellen Minispiele, die aus einer bombigen Bootsfahrt und einer Art abgewandeltes Elfmeter schießen bestehen. Dem noch nicht genug, schalten sich weitere Einlagen frei, sofern man eben die vorigen Aufgaben erfolgreich erledigt hat.

    Spielen sich die bisherigen Modi - bis auf Grand Battle - nur im Einzelspielermodus, bietet "One Piece" auch für Mehrspielerfreunde einen eigenen Bereich. Im Grand Tourney können sich bis zu 16 Spieler austoben und sich gegenseitig beweisen was sie drauf haben. Vier Spieler sind im Übrigen Mindestvoraussetzung für diesen Modus. Getreu dem Motto, dass man schon aus dem Grand Battle kennt - sprich alles einstellen - steht dies auch beim Mehrspielermodus zunächst an erster Stelle. Ist dies erledigt, könnt ihr euch vom Spiel die Turnierbegegnungen vorgeben lassen oder ihr bestimmt sie einfach selbst. Im K.O.-Prinzip haut ihr euch dann die Köpfe ein, bis dann ein finaler Sieger feststeht. Spaß ist hier in jedem Fall garantiert. Beachten solltet ihr aber auch, dass nicht 16 Spieler gleichzeitig antreten; Vielmehr können 16 Spieler ihre Bestes geben, aber im klassischen Wechsel. Am Ende heißt es nichts anderes als das Joypad hin- und her reichen, kämpfen und somit den Sieger rausfinden. Ändert aber nichts daran, dass auch diese Form des Mehrspielermodus in jedem Fall Spaß macht.

    Nett schaut es aus, total chaotisch ist es und dann noch nicht einmal Deutsch

    One Piece: Grand Battle One Piece: Grand Battle Wer die zugehörige TV-Serie kennt, und ausschnittsweise reicht schon, weiß, worauf er sich optisch einlassen muss. Keinesfalls herausragend, braucht sich die Darstellung aber dennoch nicht verstecken. Sie ist zwar nicht jedermanns/fraus Sache, aber immerhin ist die Cell-Shading Optik sauber und ohne große Beanstandung geraten. Die Umgebungen als auch - logisch - die Figuren sind dem Fernsehvorbild 1:1 übernommen und zeigen den typischen eher einfachen Zeichentrickstil. Ganz klar ohne gravierende Schwächen, aber auch ohne Highlights. Die Arenen, welche ihr nach und nach alle zu Gesicht bekommt, sind grundsolide, bisweilen auch recht abwechslungsreich. Leider wiederholen sie sich sehr häufig und bieten in sich wenig Details. Dafür sind diese aber meistens zerstörbar und liefern hilfreiche aber auch störende Goddies. So wird man hier u.a. natürlich Vorräte für seinen Energiehaushalt finden, ggf. sogar auch Gegenstände, die kurzeitig den eigenen Schutz erhöhen, gleichzeitig kann es aber auch passieren, dass ihr Fliegenpilze & Co. treffen könnt, welche die eigene Kampffähigkeit ganz schön durcheinander bringen.

    Eure Kämpfer selbst bewegen sich recht gescheit durch die Arenen und zeigen sich - je nach Figur - auch recht agil. Allerdings hätten sie ein wenig mehr Tempo verdienen können, denn allzu oft sind sie einfach nur brechend langsam und sorgen so mehr für Frust denn für heroische Siege. Und nicht nur die Schneckenhaftigkeit ist daran Schuld, auch die Steuerung, die zwar alles in allem recht einfach und unkompliziert ausgefallen ist, deren Reaktionszeit und Ausführung dann aber doch zu wünschen übrig lässt. Ist ja wunderschön, wenn die Tasten nur einfach belegt sind, wenn sie aber trotz exakter Bedienung nicht den Effekt bringen, den sie abliefern sollen, ist das sehr ärgerlich. Hilfreich ist für euch dann in jedem Fall die Commando Chart (Befehlsliste), in welcher für jede Figur die möglichen Kombos und Attacken aufgeführt sind. Aber Achtung, selbst die geübtesten Finger werden verzweifeln, weil sich genau diese eben nicht so ausführen lassen, wie sie beschrieben sind. Erschwert wird dann der Kampf am Ende noch durch eine sehr chaotische Übersicht, die gerne im wilden Kampfgetümmel entsteht. Leicht verliert ihr euren Protagonisten aus dem Auge, weil er irgendwo abgeschmiert ist, die Kamera die Szene nicht optimal einfangen kann oder weil einfach der Gegner kurzerhand so viele Spezialmoves hinbügelt, dass ihr das Pad gleich in die Ecke legen könnt. Ärgerlich auch, wenn ihr zwangsverdonnert seid Gegenstände, wie z.B. den Pilz, einzusammeln, die ihr gar nicht haben wollt. Passiert aber, da die Abwehrfunktion eurer Figur zwar für Schläge brauchbar ist; Schmeißt aber euer Widersache mit gefüllten Kisten nach euch, könnt ihr machen was ihr wollt. Irgendwas nehmt ihr trotz Obacht geben mit - und meistens genau das, was ihr nicht braucht. Somit erscheint das Kampfgetümmel eher hektisch, chaotisch und nervig denn herausfordernd und spaßig.

    Zu allem Übel, zumindest für den einen oder anderen unter euch, ist die Menüführung sowie die Spielsprache in Englisch gehalten. Es hat definitiv keine Anpassung stattgefunden. Gut, am Ende ist es halb so wild, da die Menüführung selbsterklärend ist - im Zweifelsfall hilft auch das Handbuch weiter; Wichtige Beschreibungen bzw. Überschriften sind übersetzt. Und die jeweiligen Spielmodi, welche Pseudodialoge präsentieren (u.a. Story Modus) sind leicht verständlich. Neben den akustischen Ergüssen, die recht klar und verständlich über den Äther geschickt werden, können die jeweiligen Texte auch mitgelesen werden. Aber am Ende braucht es das nicht, denn dieses lückenfüllende und mit der Zeit auch nervende Blabla ist so wichtig und wie der Umstand, wenn in China ein Sack Reis umfallen würde.

    Ebenfalls nervig sind auch die schreiartigen Artikulationseinlagen eurer Kämpfer. Und in der Wiederholung sind sie sogar unerträglich. Glücklicherweise werden die Brunftschreie der Protagonisten vom Kampfgehabe selbst übertönt. So krachen Kisten gescheit laut, wenn auch nicht sonderlich realistisch (müssen sie ja auch nicht, ist ja ein Comic), Special Attacken und Kombos werden mit passenden Schlaggeräuschen begleitet, so dass es am Ende leicht fällt, die Schreihälse dezent zu überhören. Recht hörbar hingegen sind auf jeden Fall wieder die musikalischen Einlagen und Begleitungen. Treibende etwas rockig angehauchte Beats, nicht unbedingt herausragend, aber in jedem Fall passend untermalen die gezeichnete Welt. Gerne lassen sich diese Stücke auch einfach in der Rubrik Music direkt anwählen und anhören.

    Sei fleißig - sammle alles

    One Piece: Grand Battle One Piece: Grand Battle Damit ihr nicht das Gefühl habt ihr kloppt euch nur aus Spaß an der Freude durch die verschiedenen Modi, gibt es natürlich auch Belohnungen. Die bereits eingangs erwähnten Treasure- und Galerie-Abschnitte füllen sich auf wundersame Weise - oder wohl mehr durch eure Erfolge. Je nachdem wie gut ihr seid, gibt es bestimmte Schätze, die sich hier dann begutachten lassen. Darunter verstehen sich u.a. die Endsequenzen, welche ihr im Story Modus erhaltet. Auch bestimmte Musikstücke, weitere Figuren und andere mehr oder weniger wichtige Gegenstände lassen sich erspielen und im Treasurebereich einsehen. Die Galerie bietet auch einiges zum Gucken - vordefiniert und füllbar durch euren Einsatz. Vorgegeben sind die standardisierten Spielfiguren, die sich komplett betrachten lassen. Füllbar ist hingegen die One Piece Kollektion, die durch euch erst ein Gesicht bekommt. Je erfolgreicher ihr seid, desto mehr Abbildungen werdet ihr hier finden. Gesamt warten 198 Objekte darauf erspielt und abgelegt zu werden. Zumindest haben Bilderfreunde hiermit einen guten Grund eine ganze Weile zu spielen.

    One Piece: Grand Battle (PS2)

    Singleplayer
    6,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    leichter Einstieg
    Optik ohne Beanstandung
    Steuerung einfach zu erlernen
    gute Sounduntermalung (Musik)
    leicht verständliches Englisch
    freispielbare Goodies & Figuren
    Mehrspieler Modus
    nur englische Menü
    und Sprachführung bzw. Ausgabe
    sehr chaotisches Kampfgeschehen
    wenig Abwechslung bei den Arealen
    nervige Soundkulisse, vorzugsweise die der Figuren
    am Ende doch zu geringer Umfang
    Pal-Balken, fehlender 60 Hz Modus
  • One Piece: Grand Battle
    One Piece: Grand Battle
    Developer
    Namco Bandai
    Release
    29.09.2005

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Iron Man Release: Iron Man Sega , Secret Level
    Cover Packshot von Jurassic: The Hunted Release: Jurassic: The Hunted
    Cover Packshot von Jak and Daxter: The Lost Frontier Release: Jak and Daxter: The Lost Frontier Sony Computer Entertainment , High Impact Games
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One Piece: Grand Battle
One Piece: Grand Battle im Gamezone-Test
Die bekannte Anime-Serie stand dieses Mal Pate für die virtuellen Haudrauf-Geschehnisse aus dem Hause Bandai.
http://www.gamezone.de/One-Piece-Grand-Battle-Spiel-26030/Tests/One-Piece-Grand-Battle-im-Gamezone-Test-990453/
18.10.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/10/10399ss_onepiece_4.jpg
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