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  • Onimusha: Dawn of Dreams - Schwertschnetzelmeister - Leser-Test von sinfortuna

    Ein abschließendes Urteil über "Onimusha - Dawn of Dreams" zu fällen, ist wahrlich nicht leicht. Fakt ist, dass dieser vierte Teil irgendwie anders ist als seine drei Vorgänger, aber nur stellenweise Verbesserungen zu verzeichnen sind, einige Punkte hingegen eher "verschlimmbessert" wurden. Der Hintergrund blieb hier bei "Dawn of Dreams" jedoch gleich, erneut schnetzeln wir uns in einem Samurai-Abenteuer durch das fernöstliche Japan und machen reihenweise die unliebsame Bekanntschaft mit Dämonengesocks jeglicher Couleur. Mir jedenfalls gefielen Teil zwei und drei wesentlich besser als dieser vierte und ich denke, dass dies keineswegs nur Geschmackssache ist. Nichtsdestotrotz haben wir es mit einem wirklich sehr ordentlichen und klar überdurchschnittlich guten Actionspiel zu tun, nicht dass wir uns jetzt falsch verstehen, welches sich erfreulicherweise auch einzelner Rollenspiel-Elemente bedient und dadurch den Spielverlauf zumindest etwas aufpeppt.

    Nobunaga ist nun endlich nicht mehr der Oberscherge, diesbezüglich scheint endlich Schicht im Schacht bzw. Ruhe eingekehrt zu sein. Nunmehr ist es allerdings Fürst Hideyoshi, der begierig nach einer Ausweitung seiner macht giert und sich - wie so oft - dämonischer Hilfskräfte bei der Durchsetzung seines Verlangens bedient. Die Genma sind es, die uns das Leben in der Folgezeit in Heerscharen erheblich schwer machen und zeitgleich den finsteren Fürsten zu einem gottgleichen Status verhelfen sollen. Diesem Größenwahn muss natürlich unverzüglich Einhalt geboten werden und so sind natürlich wir es und zwar in Gestalt seines Ziehsohnes Hideyasu oder auch abgekürzt Soki gerufen, der sich als begnadeter Schwertkämpfer mutig in den Weg stellt und mit kleiner aber feiner Unterstützung weiterer tapferer Helden - Ninja-Fräulein Jubei, die Waffen-Amazone Ohatsu, Monk Tenkai und der spanische Haudraufwienichts Roberto sind das Heldenquartett, welches unserem Helden Soki zu Hilfe eilt - die Gefolgsleute in Armeenstärke ins Jenseits befördern möchte. Allein für die gute Sache, versteht sich.

    Jeder der fünf Helden verfügen über spezielle Kampftechniken und Spezialtalente, was natürlich ordentlich Würze und somit die erhoffte Abwechslung ins Spielgeschehen bringt. Auf Wunsch erteilen wir jedem der Kameraden nunmehr sogar taktische Befehle, die im Extremfall in einem kompromisslosen Angriff oder als Pendant dazu im sturen Verteidigen bzw. Blocken zwecks Regeneration der angeschlagenen Lebensenergie gipfeln. Gerade Letzteres ist sehr sinnvoll, da wir uns die Verwendung wertvoller Heiltränke lieber für extrem knifflige Situationen aufheben sollten. Passt und die Vorgehensweise eines Kameraden irgendwie doch nicht in den Kram, können wir auch die Steuerung jener Figur übernehmen, was in manchen Situationen sogar notwendig ist, um im Zusammenspiel bestimmte Hindernisse zu überwinden: Teamwork unter anderem auch durch Frauenpower ist dann nicht selten Trumpf, wenn Ohatsu Türen sich beispielsweise ohne mit der Wimper zu zucken aufsprengt oder sich elegant per Enterhaken über gähnende Abgründe schwingt oder die zarte Jubei sich durch enge Passagen quetscht oder schmale Stege balancierend überwindet.

    Sehr gut und nicht hoch genug gelobt werden kann die Tatsache, dass endlich auch zu zweit zu Werke gegangen werden kann, wobei angeblich das einmalig erfolgreiche Durchspielen des Abenteuers aber Voraussetzung ist. "Angeblich" deswegen, da Gerüchte kursieren, dass dies auch vorher möglich ist, doch diesbezüglich müsst Ihr Euch dann schon selber schlau machen. Online gibt es hier übrigens nichts zu lachen und auch ein Verlinken mehrerer Konsolen zwecks Multiplayerspaß bleibt hier bei "Dawn of Dreams" außen vor.

    Zum Erkunden gibt es jede Menge, insbesondere die zahlreichen Abkürzungen sind dabei interessant: oft sind diese aber erst später möglich bzw. dadurch, dass sich einer der fünf Figuren erst später uns angeschlossen hat und nur mit jener Spezialfähigkeit das Durchschreiten jener Abzweigung möglich ist. Also nichts wie zurück in eine bereits absolvierte Gegend, was ziemlich bequem vom Basislager aus dann auch in die Tat umgesetzt werden kann. Warum überhaupt die Mühe? Selbstverständlich locken an jenen zunächst nicht begehbaren Schauplätze wichtige Waffen und Gegenstände, versteht sich.

    Motivierend ist auf jeden Fall der zusätzliche Einbau des Erwerbs an Erfahrungspunkten, wie wir es aus Rollenspielen (RPGs) ja bestens kennen. Hier bei "Dawn of Dreams" ist es nicht mit einem oberflächlichen Ausbau von Waffenupgrades und Statuswerten getan, hinzugesellt haben sich in diesem vierten Teil das individuelle Verteilen der Punkte und somit Gewichten auf Angriff, Verteidigung und Kombos. Nach wie vor sammeln wir brav die Seelen frisch erlegter Opfer ein, um mit diesen Waffe und Rüstung aufzumotzen, versteht sich, hier ist alles beim alten geblieben und das ist auch gut so. Zu guter letzt gibt es nun auch die Möglichkeit, die Items nicht nur zu kaufen und verkaufen, sondern auch mehrere von ihnen zu höherwertigen verschmelzen zu lassen, auch das ist natürlich nicht verkehrt.

    Das Kampfsystem hingegen wirkt etwas überfrachtet, so zumindest mein persönlicher Eindruck, das war eigentlich nicht nötig. Bis man den Bogen raus hat, vergeht dem ein oder anderen von uns sicher die Lust, hier wäre weniger mehr gewesen, schätze ich. Natürlich wird der Perfektionist alles darauf setzen, sämtliche Waffen und Rüstungen aufzumotzen sowie alle Talente zu erlernen, doch zumindest Einsteiger und Gelegenheitsspieler, was das Actiongenre angeht, fühlen sich überfordert. Ich jedenfalls empfand das zu komplexe Kampfsystem als eher hinderlich, den Spielfluss mehr hemmend denn förderlich. Mag dies eventuell noch unterschiedlich gesehen werden, so kann es sicherlich keine zwei Meinungen darüber geben, dass die frei drehbare Kamera eine sehr gute Sache ist und ein angenehmes Spielgefühl vermittelt. Ebenso klar dürfte aber auch sein, dass Rätselfreunde hier kaum ihren Spaß haben werden, denn bis auf simple Knobeleien bei den Teamworkaufgaben ist mir hier nichts Wesentliches in Erinnerung geblieben. Und wenn wir ganz ehrlich sind, ist der grundsätzlich zu begrüßende größere Spielumfang (bis zu 40 Stunden können es schon werden) erschummelt, denn allein die Bossgegner ähneln sich teilweise frappierend und ein Feuerwerk an Abwechslungsreichtum, was die Schauplätze angeht, wird hier auch nicht veranstaltet, um ehrlich zu sein. Ganz im Gegenteil, das Leveldesign ist einfallslos.

    Schließlich hat speziell bei einem Actionspiel die Optik eine besondere Bedeutung und da ist es tatsächlich ein zweischneidiges Schwert: einerseits sehen die Figuren sehr nett animiert aus und auch die gleißenden Lichteffekte wissen zu gefallen, selbst die Schauplätze sind im Regelfall detailreich gezeichnet, doch andererseits enttäuschen die ziemlich schwachen Zwischensequenzen und todlangweilige Textpassagen und reißen uns oftmals böse aus der Spielatmosphäre raus. Eine deutsche Sprachausgabe wurde uns übrigens auch im vierten Onimusha-Abenteuer nach wie vor nicht spendiert. So wird uns quasi nahezu die gesamte Handlung nur in Texteinblendungen erzählt, für ein Actionspiel aus dem Jahr 2006 keine reife Leistung. In dieser Hinsicht, in Sachen Engagement bei der Inszenierung, enttäuscht uns Capcom mehr als nur ein wenig. Dass der Soundtrack und die entsprechenden Effekte zwar in Ordnung gehen, aber insgesamt auch keine Bäume ausreißen, passt da dann eigentlich recht ins Bild. Was bringt es mir, wenn ich mir so viel Mühe gebe mit den fünf Heldenfiguren im Hinblick auf deren Weiterentwicklung, wenn sie in der Handlung so blass inszeniert rüberkommen? Mir war's zu wenig.

    Alles in allem bietet dieses Fernost-Geschnetzel sehr ordentliche Unterhaltung, zudem das Hochleveln wirklich motivierend gestaltet ist und die Spezialtalente der einzelnen Protagonisten wirklich Sinn machen. Eine richtig runde Sache ist es aus den genannten Gründen aber nicht geworden, zumindest zu einem Hit hat es nicht gereicht. Genre-Fans und erst recht solche der drei Vorgänger greifen aber zu, obgleich sie sich unter anderem auch auf Neuerungen gefasst machen müssen, die sie nicht allesamt begrüßen werden...

    Negative Aspekte:
    Leblose Inszenierung: Textpassagen als Erzählmittel langweilen arg, schwache Zwischensequenzen: Identifikation mit Story und Helden leidet darunter nicht unerheblich, Bossgegner ähneln sich teils frappierend, einfallsloses Leveldesign, keine wirklichen R

    Positive Aspekte:
    Motivierendes Hochleveln, individuelle Spezialtalente der fünf Figuren, schön animierte Charaktere und detailreiche Texturen, phasenweise Teamwork, meistens frei schwenkbare Kamera, auch zu zweit (später) möglich, umfangreich

    Infos zur Spielzeit:
    sinfortuna hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Onimusha: Dawn of Dreams

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: sinfortuna
    7.8
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
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Onimusha: Dawn of Dreams
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04.04.2010
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