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  • Onimusha: Dawn of Dreams im Gamezone-Test

    Haben Capcoms Entwickler der kultigen Serie einen gebührenden Neuanfang verschafft?

    Es ist kein Zufall, dass "Onimusha: Dawn of Dreams" nicht einfach als "Onimusha 4" auf den Markt gebracht wird. Keiji Inafune, geistiger Vater von Mega Man und Onimusha, kündigte bereits den dritten Teil als das große Finale seiner preisgekrönten Serie an. "Dawn of Dreams" ist dann wohl eher als ein völliger Neuanfang der Serie zu verstehen - gleichermaßen in Sachen Story und Gameplay. Ob auch der neueste Teil der japanischen Dämonen-Hatz das Zeug zum Klassiker hat, lest ihr in unserem Test.

    Onimusha: Dawn of Dreams Onimusha: Dawn of Dreams Oda Nobunaga, größter Kriegsherr der japanischen Sengoku-Zeit, hätte es sich zu Lebzeiten wohl kaum träumen lassen, dass er über 420 Jahre nach seinem Tod gleich mehrfach als Videospiel-Bösewicht auferstehen wird. Doch keine Sorge: Nachdem Fürst Nobunaga in "Onimusha 3" endgültig von Samurai-Held Samonosuke erledigt worden ist, steht ihm in "Dawn of Dreams" kein unverhofftes Comeback bevor. Der neue Feind und Dämonen-Chef heißt Toyotomi Hideyoshi und genau wie bei Nobunaga geht sein Charakter auf einen berühmten japanischen Feldherren des feudalen Japans zurück. Laut der rein fiktiven Hintergrundgeschichte des Spiels war das unter Hideyoshi vereinte Japan sogar sehr glücklich mit seinem neuen Herrscher. Als jedoch eines Nachts der Himmel über Kyoto von einem magischen Leuchten erhellt wird, verwandelt sich der friedliche Hideyoshi in einen größenwahnsinnigen Dämon, der nichts Geringeres beabsichtigt, als ganz Japan in eine Armee willenloser Zombies zu verwandeln. So kommt es, dass die mächtigen Samurais der Oni ein weiteres Mal in den Kampf gegen die verwunschenen Armeen der Genma ziehen müssen. Ihr übernehmt dabei die Rolle von Soki, einem mysteriösen Krieger, dessen wahre Herkunft und Macht sich erst im Laufe des Spiels herausstellen werden.

    Onimusha: Dawn of Dreams Onimusha: Dawn of Dreams Die aufwendige Hintergrundgeschichte von "Onimusha: Dawn of Dreams" befasst sich zwar auch zu großen Teilen mit dem Kampf gegen die Genma und deren übermächtigen Anführer, doch wird das Ganze im Spielverlauf zeitweise auch ziemlich verworren und ist für Nicht-Japaner manchmal erst auf den zweiten Blick wirklich verständlich. Denn selbstverständlich kämpft ihr nicht nur gegen Hideyoshi selbst, sondern auch gegen eine stattliche Zahl seiner nicht weniger fiesen Handlanger, welche wiederum einiges zu erzählen haben und entweder mit euch oder euren Teamkollegen noch eine Rechnung offen haben. Trotzdem glänzt die sehr ausführlich und von zahlreichen Zwischensequenzen transportierte Geschichte mit gleich mehreren Höhepunkten - sogar eine glaubhaft erzählte Lovestory im Stil großer Hollywood-Erfolge sorgt zeitweise für emotionalen Tiefgang.

    Fünf Freunde gegen eine ganze Genma-Armee

    Onimusha: Dawn of Dreams Onimusha: Dawn of Dreams Im Prinzip ist das serientypische Dämonen-Schnetzel-Gameplay auch bei "Dawn of Dreams" erhalten geblieben. Ihr arbeitet euch also durch unzählige Gegner, sammelt deren Seelen per Knopfdruck auf und löst hin und wieder ein Schalterrätsel um weiterzukommen. Und trotzdem hat sich in Sachen Gameplay eine Menge getan: Das gelungene Charakterwechsel-Spielelement des Vorgängers haben die Entwickler für den Neuanfang der Serie gehörig aufgebohrt und neben dem Hauptdarsteller Soki gleich vier weitere spielbare Oni-Krieger ins Rennen geschickt. So trefft ihr bereits kurz nach Beginn des Spiels auf das junge Mädchen Jubei Yagyu, die euch mit ihren Schwertkünsten und ihrem vorlauten Mundwerk zur Seite steht. Fans der Serie erkennen schon an ihrem Namen, dass sie die Enkelin des Helden aus "Onimusha 2" ist. Wie jeder der insgesamt fünf spielbaren Charaktere verfügt auch Jubei über eine ganz besondere Eigenschaft und kann über dünne Balken balancieren oder durch enge Gänge kriechen. Auch der kampferprobte Mönch Tenkai erleichtert euch an einigen Stellen das Lösen der zahlreichen Puzzles, indem er als einziges Teammitglied mit den Toten sprechen und dadurch wertvolle Hinweise und Gegenstände erhalten kann. Ein gutes Stück später lernt ihr dann Roberto kennen, einen Missionar aus Spanien, der ebenfalls noch ein Hühnchen mit Hideyoshi zu rupfen hat und sich euch deshalb anschließt. Er kann schwere Kisten verschieben und nimmt seine Gegner im Kampf mit den Blanken Fäusten auseinander. Schließlich trifft Titelheld Soki auch noch auf Ohatsu, seine alte Jugendliebe. Auch sie ist in den Genma-Angriff verwickelt und muss von euch erst in mehreren Anläufen aus den Fängen der Bösewichte befreit werden. Einmal im Team, kann sich Ohatsu mit ihrem Ninja-Haken als einzige über unpassierbare Abgründe schwingen und die Genma-Armee mit äußerst effektiven Schusswaffen im Stil von "Dino Crisis" bearbeiten.

    Onimusha: Dawn of Dreams Onimusha: Dawn of Dreams Jeder der fünf Helden ist hervorragend in Szene gesetzt worden und glänzt nicht nur mit einer persönlichen Hintergrundgeschichte, sondern begeistert zudem mit einem eigenen Kampfstil und besonderen Fähigkeiten. Somit gibt es für eigentlich jeden Gegner und auch für jedes Rätsel des Spiel den idealen Oni-Krieger, was man aber erst nach und nach herausfindet. Da ihr in fast jeder der insgesamt 17 Missionen des Spiels zu zweit unterwegs seid und natürlich per Knopfdruck jederzeit zwischen den beiden Kriegern hin- und herschalten könnt, ist für jede Menge spielerische Abwechslung gesorgt. Beispielsweise könnt ihr weit entfernt stehende Gegner mit Ohatsus Gewehr erledigen, während sich Soki mit seinem Schwert um die Feinde in nächster Nähe kümmert - zum Rollentausch genügt ein kurzer Druck auf die L2-Taste. Doch nicht nur im Kampf, auch bei den serientypischen Schalterrätseln müsst ihr die Fähigkeiten beider Kämpfer geschickt zu eurem Vorteil nutzen und kombinieren, um an diversen Hindernissen vorbeizukommen.

    Schache KI - starke Endgegner

    Onimusha: Dawn of Dreams Onimusha: Dawn of Dreams Der zweite Charakter wird grundsätzlich vom Computer gesteuert, ihr habt allerdings die Möglichkeit ihm vier Grundbefehle (Angriff, Ablenken, Folgen, Stehenbleiben) zu geben. Klar, dass im gelungenen Leveldesign von "Dawn of Dreams" des Öfteren auch Bodenplatten vorkommen, auf der ihr euren Partner abstellen müsst, um am anderen Ende eine Türe passieren zu können. Doch hier kommt auch schon die erste Ungereimtheit des Spiels zum Tragen: Betritt man einen neuen Raum, folgt euch der Gefährte ganz automatisch und steht wie von Geisterhand plötzlich wieder neben euch. Alle Team-Rätsel sind also nur auf einzelne Räume begrenzt und ziehen sich nicht durch größere Areale. Auch ist es kein Beinbruch, wenn der zweite Dämonen-Jäger im Kampf den Löffel abgibt: Nach ein paar Minuten oder spätestes beim Betreten eines neuen Raumes steht er wieder lebendig neben euch. Mit der künstlichen Intelligenz der Recken ist es auch nicht sonderlich weit her, denn spätestens bei den etwas dickeren Gegnern kann man die Schwertkunst seines KI-Partners getrost vergessen. Der liegt dann oftmals während der nicht gerade kurzen Bosskämpfe ziemlich tot am Boden herum, während ihr die ganze Arbeit macht. Diese Ungereimtheiten lassen das eigentlich sehr spaßige Team-Feature oftmals schlecht durchdacht und nicht ganz schlüssig erscheinen, die mangelhafte KI der Kollegen trägt nicht unwesentlich dazu bei. Trotzdem wäre "Dawn of Dreams" ohne die fünf spielbaren Oni-Krieger nur halb so schön geworden, die Entwickler haben diese Logikfehler wahrscheinlich zugunsten der Spielbarkeit in Kauf genommen.

    Onimusha: Dawn of Dreams Onimusha: Dawn of Dreams Die 17 verschiedenen und teilweise über eine Stunde Spielzeit in Anspruch nehmenden Missionen haben es wirklich in sich: Weder die Rätsel, noch die Genma-Feinde sind ein Zuckerschlecken und spätestens beim obligatorischen Levelboss müsst ihr mehr als nur Geschicklichkeit beweisen. Diese Burschen sind teilweise so knackig ausgefallen, dass man alleine für diesen Kampf über zehn Minuten lang ins Schwitzen kommt. Ein simples Studieren der Angriffsmuster hilft hier nicht immer, manchmal gehört auch eine Priese Glück dazu, was den Frustfaktor nicht selten in die Höhe schnellen lässt. Wer jedoch einmal ins Gras beißen sollte, braucht keine Angst vor dem vollständigen Verlust aller Spielfortschritte seit dem letzten Speicherpunkt zu haben: Ab sofort könnt ihr jeden Raum und jeden Endgegner beliebig oft wiederholen, denn sobald man stirbt, darf man in der Regel genau an der selben Stelle mit dem Kampf von vorne beginnen. Das hört sich jetzt vielleicht sehr einfach an, ist aber bei den knackigen Bossgegnern auch bitter nötig, um nicht vor lauter Frust das Joypad an den Nagel zu hängen. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer Mission finden sich die Helden in ihrem Geheimversteck wieder, hier könnt ihr in aller Ruhe nicht nur das Erlebte mit ein paar Gesprächen hinterfragen, sondern auch längere Ausflüge ins Menüsystem unternehmen - denn bei "Onimusha: Dawn of Dreams" hat sich noch weitaus mehr getan, als man bisher vielleicht annehmen könnte.

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Onimusha: Dawn of Dreams
Onimusha: Dawn of Dreams im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Onimusha-Dawn-of-Dreams-Spiel-26065/Tests/Onimusha-Dawn-of-Dreams-im-Gamezone-Test-990672/
10.03.2006
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