Outlaw Golf im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Schon beim ersten Start von "Outlaw Golf" fällt einem die offensichtliche Bekanntschaft der Menüs mit SSX auf. Dasselbe Stile und dieselbe Bedienweise erwartet uns dort, obwohl dieses Game aus anderem Hause stammt. Doch wollen wir auf diesem Umstand nicht länger herumreiten und uns dem Gameplay zuwenden. Dieses weiß Anfangs, zwecks der vielen vorhandenen Modi, etwas zu verwirren. Nach kurzem Test aber ist klar, man hat es immer mit demselben Gameplay zu tun, welches sich nur in Kleinigkeiten voneinander unterscheidet, wie etwa einem Zeitlimit oder einer zu erreichenden Mindestpunktzahl. Bevor wir uns auf das Green wagen können, will erst einmal ein Charakter ausgewählt werden. Davon stehen uns Anfangs nur vier Stück zur Auswahl, zu denen sich im Laufe des "Tour-Mode" bis zu sechs weitere hinzugesellen.

Das Spiel selbst gestaltet sich wie schon aus diversen anderen Golf-Games bekannt, auch wenn die Steuerung bewusst einfach gehalten wurde. Trotzdem ist der Schwierigkeitsgrad nicht zu verachten und sorgt schnell für Frust, da solche Dinge wie der Wind nur sehr schwer einzuschätzen sind. Man wählt also den gewünschten Schläger und dreht die Spielfigur in die entsprechende Schussrichtung. Auslösen tun wir diesen indem wir mit dem C-Stick praktisch die Schwingbewegung des Schlägers imitieren und durch eine möglichst schnelle Vor- Zurückbewegung einen erdenklichst starken Schlag ausführen. Gelingt dies optimal, beginnt der Ball regelrecht zu brennen um die enorme Geschwindigkeit zu symbolisieren. Je nachdem wie gut wir im Spiel abschneiden, verändert sich der seelische Zustand unseres Spielers, was sich auch auf dessen Treffgenauigkeit auswirkt. Neben einem guten Spiel gibt es auch noch eine zweite Möglichkeit den Zustand des Spielers zu verbessern, der besteht darin den eigenen Caddy zu verprügeln, was mehr Spaß macht als das eigentliche Spiel selbst. So ziehen sich die Mädels munter an den Haaren und die Jungs verwenden gleich den Schläger um damit ihre Begleitung zu bearbeiten.

Die gebotene Grafik muss sich nicht verstecken, vermag es aber auch nicht einen aus dem Sessel zu heben. Die gebotenen drei Kurse sehen alle sehr unterschiedlich aus, bieten aber spielerisch ziemlich das Gleiche. Die Charaktere selber sind nett dargestellt und auch gut animiert, allerdings wiederholen sich die gezeigten Bewegungen recht schnell. Positiv hervorzuheben ist die frei bewegbare Kamera, was aber auch unbedingt nötig ist, denn mitunter postiert sie sich ausgerechnet hinter dem Blatt eines Baumes, so dass einem jegliche Sicht genommen wird.

Die Steuerung gibt sich, wie bereits erwähnt, sehr Einfach und sollte einem vor keine Probleme stellen. Anders sieht es da schon mit der Ballphysik aus, die fast schon unberechenbar ist. Besonders beim putten ist man oft nahe daran das Pad in die Ecke zu schmeißen, wenn sich trotz vollem Ausschlag der Ball nur wenige Zentimeter bewegt, oder umgekehrt. Dazu gesellt sich der Umstand, dass der C-Stick des GC-Pad mit seiner winzigen Auflagefläche nicht so gut zum Schlagen geeignet ist wie der rechte Analogstick des Xbox-Pads, was die Sache zusätzlich etwas erschwert.

Meinung

Wertung zu Outlaw Golf (GC)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Mehr Simulation als man vermuten könnteSehr viele verschiedene Spielmodi
Etwas lasche Soundkulisse und geringe grafische Fehler bei den Kameraflügen

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