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  • Outrun: Genrepionier OutRun - Leser-Test von Stig

    Outrun: Genrepionier OutRun - Leser-Test von Stig Mitte bis Ende der 1980er Jahre begeisterte das Arcade-Rennspiel (ich will nicht von Simulation sprechen ;) ) OutRun eine Vielzahl an Spielern und war mitunter dafür verantwortlich, dass Kinder an einem Nachmittag ihr ganzes Taschengeld in einen der zahlreichen Spielautomaten pulverten - nur um am Ende auf dem ersten Platz der Highscore-Tabelle zu stehen. 1988 erschien dann für die Systeme Amiga sowie Sega Master System und Gamegear (später auch 16-Bit Umsetzung für den mega Drive) eine Heimversion des Arcadeklassikers und bot damit eine deutlich billigere Alternative zu den relativ teuren Nachmittagen an den Automaten. Im Laufe der Zeit wurden unzählige OutRun Titel für eine Vielzahl an Konsolen veröffentlicht.

    Das Spiel an sich ist schnell erklärt. Ihr seid stolzer Besitzer eines Ferrari Testarossa und jagt über Landstraßen und in Prärien gelegenen Highways immer neuen und besseren Rekorden nach, die auf Grund eines vorgegebenen Zeitlimits errechnet werden. Das Prinzip ist jenes, dass man an der Startlinie einen Zeitbonus erhält und vor dem Ablauf desselben der nächste Checkpoint erreicht werden muss, an dem wieder ein Zeitbonus auf das Zeitkonto gutgeschrieben wird. Erreicht dieses Zeitkonto Null ist das Spiel zu Ende. Erreicht ihr jedoch die Ziellinie der jeweiligen Strecke, schafft ihr es ein Level höher. Als besonderer Augenschmaus und als heiße Fracht führt ihr eure Freundin auf dem Beifahrersitz mit - eine langbeinige Blondine mit prallen, roten Lippen. So ausgestattet kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

    Der Spielmodus ist nicht gerade ein Musterbeispiel für Langelebigkeit, Motivation und Abwechslung. Da es sich um eine originalgetreue 1:1 Umsetzung des Automatenspiels handelt, müssen auch Amiga und Master System Nutzer mit lediglich einem einzigen Spielmodus vorlieb nehmen. Es handelt sich hierbei um den bereits erwähnten Zeitfahrmodus. Ebenso wenig abwechslungsreich ist der Fahrzeugpool der aus sage und schreibe einem (1!!) Auto besteht. Etwas besser sieht es da mit den Rennstrecken aus, auf denen man sich gegen die Zeit und zivile Sonntagsfahrer zur Wehr setzen muss. Die einzige Abwechslung hier ist die Möglichkeit, sich hin und wieder an einer Kreuzung für den linken oder rechten Weg zu entscheiden, was Einfluss auf den weiteren verlauf des Spiels hatte, da man je nach Auswahl in eine andere Region gelangte. Während der Start des Rennens am Coconut Beach erfolgt, kann man bis zum Ende eines Rennens insgesamt bis zu 14 verschiedene Regionen entdecken wie z.B. die Alpen, ein Gebirge oder eine Küstenstraße.
    Ziel des Spiels ist möglichst schnell von A nach B zu gelangen und dabei durch Zeitgewinn möglichst viele Punkte zu erreichen, auf Grund derer man in der Highscore-Tabelle nach oben klettert.

    Die Grafik war für die damalige Zeit spektakulär, kann heute jedoch niemandem mehr in Erstaunen versetzen. Man darf aber nicht vergessen, dass das Spiel zu einer Zeit veröffentlicht wurde, als manche Gamezone-Leser noch nichtmal geboren waren - was nicht als Diskriminierung zu verstehen ist. Die Soundeffekte beschränkten sich auf ordinäre MIDIs, die das Beschleunigen des Motors, quietschende Reifen bei Bremsmanövern und knarrendes Blech bei Karambolagen simulierten. Schon damals waren diese Soundeffekte 08/15 und beeindruckend dementsprechend heute niemanden mehr. Umso ansprechender waren die insgesamt vier Hintergrundmelodien, von welcher man sich zu Beginn des Speils seinen Favoriten auswählen konnte. Komponiert wurde die Musik von dem japanischen Musiker Hiroshi Miyauchi, der noch bis in die Mitte der 1990er die Musik für diverse SEGA-Titel lieferte.

    Obwohl OutRun weder besonders abwechslungsreich ist und die Wiederspielbarkeit gen Null tendiert und die Hintergrundmusik und die Soundeffekte nur mittlerer Qualität sind und keine Auswahlmöglichkeit bei Fahrzeugen vorhanden ist, kann sich dieses Spiel dennoch mit einer besonders wichtigen Eigenschaft brüsten. Die Eigenschaft Kultstatus zu genießen. Denn Kult ist OutRun allemal und es ist einer der, wenn nicht sogar DER echte Pionier des Genres Acrade-Racer. Und für Spielefreunde die keine Lust auf altbackene Grafik und Sound haben, empfiehlt sich das aktuelle Remake OutRun 2006. Auf jeden Fall ist die mittlerweile 20 Jahre alte OutRun Serie ein Stück Videospielgeschichte, die sich von den Anfängen der Heimkonsolen bis in die Gegenwart erstreckt. Besonders innovativ ist jene OutRun Version für das Sega Master System, bei welcher man mittels Select-Taste des Joypads in einen speziellen 3D-Modus umschalten konnte, und welche in Verbindung mit einer 3D-Brille verkauft wurde.

    Testkonfiguration: Sega Master System
    © Stig, März 2006

    Negative Aspekte:
    wenig Abwechslung

    Positive Aspekte:
    Kultstatus, Nostalgie

    Infos zur Spielzeit:
    Stig hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Outrun

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Stig
    6.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    6/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    7/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
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Outrun
Outrun: Genrepionier OutRun - Leser-Test von Stig
http://www.gamezone.de/Outrun-Classic-26334/Lesertests/Outrun-Genrepionier-OutRun-Leser-Test-von-Stig-1003907/
25.03.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2012/05/gamezone_1__0__1__2__3__4__5__6_.jpg
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