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  • Panzer Elite Action - Fields of Glory: Und jetzt: "Action!" - Leser-Test von BigJim

    Panzer Elite Action - Fields of Glory: Und jetzt: "Action!" - Leser-Test von BigJim Unter den wenigen WWII-Simulationen, die diesen Namen wirklich verdienen, nimmt das Orginal-Panzer Elite aus den späten 90er Jahren eine Sonderstellung ein. Mit Videospielen ist es ja manchmal wie mit Briefmarken oder Weinsorten: Umso älter sie werden, desto kostbarer werden sie. So verhält es sich auch mit dem ersten Panzer Elite, das in seiner ursprünglichen Verkaufsversion vor gut acht Jahren noch im wuchtigen Karton angeboten wurde, damals bis an die siebzig Mark kostete und unter Oldie-Fans bis heute als begehrtes Sammelobjekt gilt. Mag dieser Titel auch oder gerade in grafischer Hinsicht dem Betrachter des Jahres 2007 nur noch ein müdes Lächeln abgewinnen, so steht doch außer Frage: Das erste Panzer Elite war der eigentliche Wegbereiter aller Panzer-Simulationen. In Sachen Gameplay und insbesondere Spieltiefe wurde es bislang eigentlich nicht übertroffen. Später veröffentlichte Games wie Desert Thunder oder World War II: Tank Commander krankten nicht nur an diversen handwerklichen Schwächen, sondern vor allem an der Tatsache, dass sie mit "Simulation" in der strengeren Bedeutung des Wortes im Grunde genommen gar nichts zu tun hatten. Denn es handelte sich um reine Arcade-Kracher, die - der Nachfrage entsprechend, immerhin will es der Käufer offenbar nicht anders - das Ballern vor die Taktik setzten und über den Anspruch eines Flipperautomaten-Spiels nicht hinausreichten. Das hier behandelte Panzer Elite Action, welches im letzten Jahr für PC und Xbox auf den Markt kam, macht da leider keine Ausnahme, wie der Zusatz "Action" im Titel schon unschwer erahnen lässt.

    Anders als beim altehrenwürdigen Ur- Panzer Elite, welches nahezu alle relevanten Schauplätze des Zweiten Weltkrieges behandelte, beschränkt sich Panzer Elite Action auf die europäischen Schlachtfelder. Der historischen Zeitachse folgend überfallen wir als deutscher Panzerkommandant 1939 Polen, marschieren anschließend in Frankreich ein, starten später - dann auf russischer Seite - einen Gegenangriff gegen die deutschen Eindringlinge bei Stalingrad, landen zuletzt als amerikanischer Panzerfahrer in der Normandie und stoßen als solcher gegen Ende des Krieges bis an den Rhein vor. Der Singleplayer-Part umfasst dementsprechend drei Einzelspielerkampagnen, nämlich eine deutsche, russische und US-amerikanische. Eine Kampagne umfasst dabei jeweils sechs Missionen, wobei ein Einsatz ca. 20 Minuten dauert. Die Gesamtspielzeit ist also vergleichsweise gering, obschon wenigstens etwas umfangreicher als in Dunes of War, dem selbstständig lauffähigen Addon zu Panzer Elite Action, das ausschließlich dem Nordafrika-Szenario gewidmet war und zuletzt erschien.

    Eine gewisse Hingabe zum Detail kann man den Entwicklern nicht absprechen. Angefangen vom deutschen Panzer Modell IV, über den russischen T34 (nach allgemeiner Auffassung der beste Panzer des 2. Weltkrieges) und dem amerikanischen M26 Pershing ist alles an stählernem Fuhrpark vertreten, was Rang und Namen hat und einst über die Schlachtfelder Europas rollte. Die Panzertypen sind vorgegeben, eine Auswahl entfällt. Ein Truppenmanagement damit ebenfalls. Zu Beginn einer jeden Kampagne verfügt der Spieler lediglich über kleinere Panzerfahrzeuge. Größere Ausführungen, beispielsweise der deutsche "Königstiger", werden erst mit zunehmendem Spielfortschritt freigeschaltet. Via Controller steuern wir die Stahlkisten recht konfortabel übers Gelände, wenngleich das Fahrverhalten nicht sehr realistisch ausfällt und es - unabhängig vom einstellbaren Schwierigkeitsgrad - an einer Differenzierung fehlt. So müssen uns die Entwickler erst einmal erklären, warum tonnenschwere Kampfpanzer stellenweise wie Grashüpfer durch die Gegend springen oder am Überrollen kleinerer Baumbestände scheitern, während das Durchbrechen von Mauern und schweren Panzersperren in den meisten Fällen problemlos gelingt. Unseren Panzer bedienen wir übrigens aus einer zoombaren 3rd-person-Perspektive. Ein Umschalten in das Innere des Kettenfahrzeuges ist - anders als im ersten Panzer Elite - nicht möglich. Störend wirkt vor allem auch das Fehlen verschiedener Munitionsarten. Das Hauptgeschütz verschießt nur immer dieselben Granaten. Das Abfeuern von Nebelgranaten zum Beispiel sitzt nicht mehr drin, was auf Dauer nicht nur langweilig ist, sondern den Spieler auch zahlreiche taktische Möglichkeiten nimmt.

  • Panzer Elite Action - Fields of Glory
    Panzer Elite Action - Fields of Glory
    Publisher
    Koch Media
    Developer
    ZootFly
    Release
    23.05.2006
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Panzer Elite Action - Fields of Glory
Panzer Elite Action - Fields of Glory: Und jetzt: "Action!" - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/Panzer-Elite-Action-Fields-of-Glory-Spiel-26578/Lesertests/Panzer-Elite-Action-Fields-of-Glory-Und-jetzt-Action-Leser-Test-von-BigJim-1006216/
22.07.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/07/XBZ_0706_Panzer_Elite_Action_03.jpg
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