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  • Paradise im Gamezone-Test

    Mit diesem Spiel präsentiert uns Benoît Sokal sein erstes Adventure aus dem eigens gegründeten White Birds Productions Studio.

    Eingefleischten Adventure-Spielern ist "Syberia" ebenso ein Begriff wie der französische Designer Benoît Sokal, dessen einmaliger Stil seine mitgestalteten Spiele so einzigartig machte. Offensichtlich jedoch gingen ihm die Einflussmöglichkeiten nicht weit genug, weswegen er sich mit den "White Bird Production" ein eigenes Studio zulegte um noch mehr Einflussmöglichkeiten auf die Gestaltung seiner Spiele zu haben. Ob sich dies nun positiv auf das Adventure selbst auswirkte, haben wir für euch herausgefunden.

    Vom Harem, Lieblingsfrauen und schwarzen Leoparden

    Paradise Paradise Im Herzen Afrikas herrscht Bürgerkrieg. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen scheint der Herrscher König Rodon die Nase voll zu haben und zieht sich auf seinen Landsitz in Mauranien zurück. Als Reaktion darauf rücken die Widersacher immer weiter vor und stürzen das Land ins Chaos. Inmitten dieser Kriegswirren stürzt ein kleines Flugzeug in Mauranien ab, seltsamer Weise überlebt nur ein Passagier, eine junge Frau offensichtlich unverletzt aber ihrer Erinnerungen beraubt. Nur ein Buch in ihrem Besitz weißt darauf hin, dass es sich bei ihr um Ann Smith handeln könnte, wie sie fortan genannt wird. Um sich von den Strapazen des Absturzes zu erholen bringt man sie in den Harem des Prinzen von Madargane, wo nicht nur Anns, sondern auch unser Abenteuer beginnt.

    Paradise Paradise So lautet unsere erste Aufgabe in dem Adventure wieder aus dem Harem zu entkommen, der fast schon militärisch organisiert zu sein scheint und bei dem sich alles um Lieblingsfrauen, Intrigen und natürlich den Prinz dreht. Dabei steuern wir unsere Hauptdarstellerin in ganz klassischer Point & Click-Manier, wobei wir vom interaktiven Kursor unterstützt werden, der uns verrät wo man mit was interagieren kann. Selbstverständlich verfügen wir auch über ein Inventory, in dem wir diverse Gegenstände sammeln und kombinieren können. So sammeln wir unsere ersten Erfahrungen mit den zickigen Frauen im Harem, lernen den schwarzen Leoparden kennen der einmal des Nachts aus seinem Käfig herausgelassen wird um sich die Beine zu vertreten, und kümmern uns so nebenbei um die Lieblingsfrau des Prinzen um an ihre Stelle zu treten, auf das wir endlich diesen geheimnisvollen prinzen kennen lernen. Dieser jedoch ist nicht dumm und weiß offensichtlich mehr als wir, weswegen er uns auf eine abenteuerliche Reise durch kriegsgeschüttelte Land schickt, in Begleitung des schwarzen Leoparden. Ab und zu im Spiel können wir sogar ihn steuern, allerdings sind diese Sequenzen recht sinnentleert und werden nicht zum Vorankommen benötigt. Man darf sich an dieser Stelle fragen was uns der Künstler damit sagen wollte? Meist jedoch sind wir nur für Ann und ihre Handlungen verantwortlich.

    Paradise Paradise Der verwendete Stil des Spiels ist - wie zu erwarten - typisch Sokal. Wer bereits Syberia gespielt hat wird den Stil bereits kennen und lieben gelernt haben. Die gezeigten Welten glänzen mit ihrer Detailverliebtheit, welche uns viel Raum zum betrachten und kombinieren lässt. Schade, dass der interaktive Kursor mitunter etwas widerwillig reagiert, Interaktionsmöglichkeiten nicht immer sofort anzeigt, was schon ein ganz besonderes gründliches Absuchen der einzelnen Spielabschnitte nötig macht. Zudem scheinen sich auch im Inventory noch einige Bugs zu verstecken, was dazu führt, dass man manche Gegenstände plötzlich nicht mehr im Inventory findet oder nach der Kombination von zwei Objekten plötzlich eines davon verschwunden ist. An manch ungünstiger Stelle kann man so regelrecht hängen bleiben und muss einen alten Spielstand laden, was dem ansonsten recht ausgereiftem Spiel überhaupt nicht gut zu Gesicht steht.

    Paradise Paradise Dafür kann die deutsche Sprachausgabe vollends überzeugen, sämtliche Sprecher und Sprecherinnen haben hervorragende Arbeit geleistet und sorgen so für die gewünschte Atmosphäre. Aber auch die Soundkulisse ist gelungen, kredenzt uns immer passende Hintergrundmusik sowie viele Geräusche aus dem Off, wie Vogelgezwitscher, das plätschern von Wasser oder das rauschen des Windes. Auch über den Umfang des Adventures kann man sich keinesfalls beschweren, bietet es uns doch über 250 Locations und gut 50 Personen mit denen wir interagieren können. Insofern man nicht per Komplettlösung durch das Spiel fetzt sollte man wenigstens zehn bis fünfzehn aufregende und spannende Stunden mit "Paradise" verbringen können.

    Paradise Paradise Die gestellten Rätsel sind, nachdem man sie gelöst hat, durchaus verständlich. In der Praxis jedoch ertappt man sich immer wieder dabei, dass man recht ratlos an diversen Maschinen und Hebelchen herumprobiert bis sich einem im späteren Spielverlauf erst dessen Funktion offenbart. Besonders die mechanischen Rätsel stellen einen zwar nicht vor unlösbare Probleme, allerdings wird einem die Lösung manchmal nur so kurz gezeigt, dass man gar nicht mitbekommt warum nun, nach dem Drehen dieses Rades oder dem drücken dieses Hebels nun das Rätsel gelöst ist. Als Beispiel sei das Dampfbad im Harem angeführt, bei dem man zwei Scheiben so drehen muss, dass die von der Lieblingsfrau gewünschte Menge Dampf ins Bad gelangt. Dort dreht man etwas an den Hebeln, und plötzlich ist das Rätsel gelöst, ohne dass man erkennen könnte in welcher Stellung sich die Räder zuletzt befanden.

    Paradise Paradise Bei all der schönen Präsentation gefiel mir persönlich aber weniger, dass die Hauptdarstellerin Ann so unpersönlich wirkt, man irgendwie keinen richtigen Bezug zu ihr aufbauen kann. Das ist schon zu Beginn des Spiels so, besonders als männlicher Spieler tat ich mich schwer mich in die Rolle einer Frau hinein zu versetzen welche nichts anderes als Lieblingsfrauen, Parfüms und Klamotten im Kopf hat, wo sie doch eigentlich auf der Suche nach ihrer Erinnerung ist. So faszinierend auch das afrikanische Setting ist, Ann und ihre Taten wirken mitunter recht konfus und deplaziert. Doch möchte ich nicht sagen, dass es die weibliche Spielerschar hierbei vielleicht etwas einfacher hat sich in Ann hinein zu versetzen.

    Paradise (PC)

    Singleplayer
    7,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Großer Spielumfang
    detailverliebte Grafik
    hervorragende deutsche Synchronsprecher
    Zickiger interaktiver Kursor
    verbliebener Inventory-Bug
    sinnentleerte Leopard-Sequenzen
  • Paradise
    Paradise
    Publisher
    dtp
    Release
    28.07.2006

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990879
Paradise
Paradise im Gamezone-Test
Mit diesem Spiel präsentiert uns Benoît Sokal sein erstes Adventure aus dem eigens gegründeten White Birds Productions Studio.
http://www.gamezone.de/Paradise-Spiel-26625/Tests/Paradise-im-Gamezone-Test-990879/
18.08.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/08/Startup_2006-08-07_15-03-52-91.jpg
tests