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  • Pariah im Gamezone-Test

    Doktor Mason bitte in die Notaufnahme! In Pariah ballert ihr euch nach altbewährtem Spielprinzip durch die Missionen.

    Wenn die Macher von Unreal Tournament einen Soloshooter samt eindrucksvoller Vorzeige-Grafik entwickeln, dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Doch leider kämpft der gute Doktor Mason in Pariah nicht nur mit einem tödlichen Virus, sondern auch so mancher Schwäche im Spieldesign.

    Pariah Pariah Doktor Jack Mason wird auf einem routinemäßigen Krankentransport ganz plötzlich zum unfreiwilligen Weltenretter. Die Patienten im Gefrierfach des Raumgleiters ist mit einem mysteriösen Virus infiziert und damit auch eine gefährliche Biowaffe. Aus diesem Grund scheint der Raketenbeschuss auf den Gleiter und der anschließende Absturz mitten im Ödland des Planeten kein Zufall zu sein. Zu allem Überfluss bekommt Jack kurz nach der Bruchlandung ein paar Tropfen Blut von Karina ab und infiziert sich dadurch auch selbst mit dem gefährlichen Virus. Ganz entgegen dem hippokratischen Eid muss Jack nun zur Waffe greifen, um sich und seine Patienten vor den zahllosen Angreifern aus dem Nichts zu verteidigen.

    Pariah Pariah Pariah erzählt seine Geschichte mit zahlreichen Zwischensequenzen, welche teils in Echtzeitgrafik und teils in vorgerenderten Filmchen präsentiert werden. Leider sind die darin vorkommenden Dialoge größtenteils völlig sinnfrei und zu allem Überfluss kann man diese Storysequenzen auch nicht abbrechen. Wer also kurz nach Beginn einer Mission frühzeitig den Löffel abgibt, darf sich die Story unter umständen zum wiederholten Mal reinziehen. Der ungewöhnliche Protagonist und die genauso unverbrauchte Hintergrundgeschichte hätten eigentlich viel Potenzial, nur leider wurden fast alle Zwischensequenzen derart lieblos inszeniert und vertont, dass man schon schnell mit dem Verfolgen der Geschichte aufhört und sich einzig und allein auf das Gameplay des Spiels konzentriert.

    Bei akuter Dummheit hilft leider auch kein Arzt

    Pariah Pariah Spielerisch ist Pariah ein ganz typischer Shooter mit ebenso klassischen und linearen Ablauf: Ihr arbeitet euch durch ziemlich geradlinig gestrickte Levelstrukturen und versucht dabei möglichst geschickt vor feindlichem Feuer auszuweichen und die scharenweise heranstürmenden und immer gleich aussehenden Gegner fachgerecht zu erledigen. Hin und wieder muss auch mal ein Knopf gedrückt und dadurch eine Tür geöffnet werden, außerdem können einige Levelabschnitte auch hinter dem MG eines Fahrzeuges bestritten werden. Ganz im Stil von Halo dürfen auch feindliche Fahrzeuge übernommen werden, sofern man deren Fahrer rechzeitig und erfolgreich davon trennen kann. Trotz dieser vierrädrigen Exkurse wird man sich die meiste Zeit des Spiels in engen Gängen mit den immer selben Feinden herumbalgen. Dies gestaltet sich aufgrund der mehr als simpel programmierten KI als ziemlich einfach, denn von intelligenten Gegnern kann man hier nun wirklich nicht sprechen. Wird man von den Pappkameraden auf teilweise haarsträubende Entfernungen entdeckt, ballern diese was das Zeug hält und nehmen die sehr einfach programmierte Verfolgung auf. Wer es sich einfach machen will, stellt sich einfach in eine Tür und schickt die lebensmüden Lemminge nach und nach ins Jenseits. Auch mussten wir so manchen Totalaussetzer der KI beobachten, denn einigen Feinden konnten wir uns bis auf wenige Zentimeter nähern und erst als wir das Feuer auf sie eröffneten, wurden wir bemerkt und ebenfalls angegriffen.

    Pariah Pariah Die insgesamt 18 Kapitel des Spiels hat man vergleichsweise recht schnell durch, lediglich aufgrund des etwas umständlichen Speichersystems wird man zum längeren Verweilen in der Welt von Pariah gezwungen. Auf eine Speicherfunktion hat man nämlich gänzlich verzichtet, das Spiel übernimmt dies an entsprechenden Checkpunkten ganz automatisch für euch. Dumm nur, wenn ihr in diesem Moment gerade kurz vor dem Bildschirmtod steht, denn dann hilft nur noch der Neubeginn der gesamten Mission. Natürlich kommt aufgrund des Speicherpunktmangels etwas mehr Spannung ins Spiel, doch wenn man zum dritten Mal kurz vor einem Checkpunkt den Löffel abgibt, ist der Griff zum erlösenden Cheatcode fast schon vorprogrammiert.

    Pimp my Weapon: Das Waffensystem

    Pariah Pariah Die Waffenauswahl ist in Pariah ziemlich futuristisch aber gleichzeitig genretypisch: Vom Maschinengewehr über die altbekannte Schrotflinte bis hin zum zielsuchenden Raketenwerfer und dem obligatorischen Scharfschützengewehr ist alles mit dabei was das Ballerherz begehrt. Schnell wird man sich jedoch über die vergleichsweise seicht ausgefallene Schlagkraft der Schießprügel wundern, denn so richtig einheizen wollen die Waffen irgendwie nicht. Hier kommt ein besonderes Feature von Pariah zum Einsatz: Die Waffenupgrades. Mittels aufgesammelter Upgrade-Items lassen sich fast alle Waffen und das handliche Heilgerät des Doktors nach belieben in drei Schritten verbessern. Das Fernrohr fürs Sniper-Gewehr wird somit auch zur Wärmebildkamera, die Heilung dauert nur noch halb so lang und der Raketenwerfer sucht sich nach entsprechender Aufrüstung ganz automatisch seinen Weg ins Ziel. Die Waffenupgrades bringen eine willkommene Abwechslung in die Baller-Monotonie und sind ein durchaus lobenswertes Feature. Leider hören sich alle Waffen, auch nachdem man sie ordentlich "gepimpt" hat, immer noch wie Spielzeug an und können in Sachen Geräuschkulisse nicht überzeugen - irgendwie stellt man sich bei einer Bildschirm füllenden Monsterwaffe deren Akustik dann doch etwas opulenter vor.

    Multiplayer: Mehr Maps im Handumdrehen

    Pariah Pariah Die Spielmodi des Mehrspielermodus sind altbekannte Standardkost: Auf insgesamt 10 verschiedenen Maps werden Fahnen erbeutet, Gebiete eingenommen oder einfach auf alles geballert was sich bewegt. Man kann den enthaltenen Maps zwar nicht unbedingt viel Umfang attestieren, dafür aber ein sehr hochwertiges Design: Jede Karte hat ihr ganz eigenes Setting und sieht in den meisten Fällen sogar um Längen besser aus als die mitunter recht eintönigen Spielabschnitte der Solokampagne. Wer sich Karten-Nachschub für den Mehrspielermodus wünscht, bekommt mit dem enthaltenen Karteneditor ein mächtiges Tool an die Hand: Hier müsst ihr euch nämlich ausnahmsweise nicht durch architektonisch komplexe Levelbauten über drei verschiedene Achsen quälen, sondern setzt euch die Spielkarte aus vorgegebenen Elementen in Windeseile per Drag'n'Drop zusammen. Die Bedienung des Editors ist für Einsteiger ein Kinderspiel und selbst wer überhaupt keine Ahnung vom Mapdesign hat, kommt bereits nach kurzer Zeit zu respektablen Ergebnissen. Natürlich werden selbst erstellte Karten beim Start eines Internetspiels ganz automatisch an die anderen Spieler geschickt, dank Unreal-Technologie ist dies innerhalb von ein paar Sekunden erledigt.

  • Pariah
    Pariah
    Publisher
    Flashpoint AG (DE)
    Developer
    Digital Extremes
    Release
    09.05.2005

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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Pariah
Pariah im Gamezone-Test
Doktor Mason bitte in die Notaufnahme! In Pariah ballert ihr euch nach altbewährtem Spielprinzip durch die Missionen.
http://www.gamezone.de/Pariah-Spiel-26662/Tests/Pariah-im-Gamezone-Test-990260/
25.05.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/05/Pariah_2005-05-23_18-11-16-52.jpg
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