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  • Parkan 2 im Gamezone-Test

    Neben den positiven Ansätzen brilliert dieser Titel hauptsächlich mit der gebotenen Monotonie im Weltraum.

    Seit mehreren Jahren scheint der Weltraum systematisch von Entwicklern gemieden zu werden. Bis auf die X-Reihe und Darkstar One von Ascaron gab es für SciFi-Fans kaum Alternativen. Jetzt schickt Frogster Interactive den russischen Genre-Mix Parkan II in die deutschen Läden, der im östlichen Reich schon ein Jahr auf dem Buckel hat. Lohnt sich der Trip für hungrige Genrefans?

    Wir schreiben das Jahr ...

    Parkan 2 Parkan 2 ... 4115. Oder doch eher 7846, nach Zeitrechnung des "Rings". 17 Jahre sind seit den Ereignissen in Parkan vergangen und noch immer kämpfen "die Welten des Grünen Rings" und "das Handelsbündnis" um die Kontrolle des "Handels-NETs", einem interstellaren Transportssystem. Die Aufgabe wird es sein, die Ursache für die Tote Zone zu finden, eine Raumanomalie im Zentrum des Lentis-Sternhaufens, die sich immer weiter ausdehnt und alles zu zerstören droht. Zu sehen gibt es aber nur ein kurzes Intro, das die Zerstörung der Parkan vor 17 Jahren zeigt, und schon findet man sich an Bord eben dieses Schiffes wieder (17 Jahre in der Vergangenheit, allerdings ist nur unser Bewusstsein dort, und zwar in eurem Körper, was einige interessante Fragen aufwirft - oder auch nicht). Klingt verwirrend, Abhilfe verschafft aber die Hintergrundgeschichte, die ihr im Handbuch vorfindet.

    Sinnlos im Weltall

    Parkan 2 Parkan 2 Vorangetrieben wird die kümmerliche Geschichte durch Story-Missionen, die man aber jederzeit links liegen lassen kann, um eine kleine Spritztour durchs Weltall machen zu können. Es gibt Weltall- und Bodeneinsätze: Im Weltraum liefert man sich mehr oder weniger interessante Schlachten gegen diverse feindliche Schwadronen, die vom Schwierigkeitsgrad her schwanken und stark von der Ausrüstung des eigenen Schiffes abhängen. Generell laufen die Gefechte allesamt ähnlich ab, da die Feinde immer die gleichen Manöver vollführen, stumpf auf einen zufliegen und dann in einer Kurve abdrehen. Danach beginnt das Angriffsmanöver erneut nach Schema F. Nach wenigen Angriffen hat man den Kniff raus, wie man die Feinde mit Laserwaffen und Raketen problemlos erledigt - nur größere Ansammlungen stellen eine tatsächliche Bedrohung dar. Zerstörte Gegner hinterlassen derweil nützliche Dinge, die eingesammelt werden dürfen.

    K(r)ampf der Welten

    Parkan 2 Parkan 2 Die Weltraumjagd auf die Gegner erweist sich nicht sonderlich schwer, weil die Steuerung über die WASD-Tasten und der Maus sehr gut und einfach funktionieren. So bleibt man meistens dem Gegner recht problemlos an den Hacken kleben. Wenn allerdings mehr als nur grundlegende Manöver und Anzeigen benötigt werden, sollte man das eigene Gedächtnis ordentlich auf Trab bringen, denn die Möglichkeiten, die Tastatur mit Befehlen zu belegen, wurden voll ausgeschöpft. Dem Feind zu folgen ist übrigens eine Sache, ihn zu zerstören eine andere, da sich die Schilde der Gegner immer wieder rasend schnell aufbauen und wenn einige Sekunden lang mal keine Treffer landen, kann man weitere fünf Minuten auf ihn einballern. So kann sich ein Kampf gegen zwei im Grunde relativ schwache Piratenschiffe schon einmal eine Viertelstunde hinziehen. Die KI der Gegner ist nicht gerade rühmlich ausgefallen, so dass man selbst nie wirklich in Gefahr gerät.

    Alles klar zum Entern!

    Parkan 2 Parkan 2 Aber zum Glück haben sich die Jungs von Nikita hier noch etwas wirklich Originelles ausgedacht: Wer nah genug an ein gegnerisches Schiff rankommt, darf es gleich mal entern (dabei ist man seltsamerweise unverwundbar). Also schnell mal die Waffen poliert und an Bord des feindlichen Schiffes beamen. Dort angekommen schaltet das Spiel direkt in die Ego-Perspektive. Sehen das Weltall, die Planeten und die Schiffe von außen noch richtig gut aus, so folgt jetzt die erste Ernüchterung. Das Innenleben der Schiffe ist extrem gleichförmig und man hat den Eindruck, das alles schon tausendmal gesehen zu haben. Wenn dann die ersten Gegner auftauchen, wird klar, dass leider auch von Intelligenz, künstlich oder echt, kaum die Rede sein kann. Alle Gegner warten geradezu darauf, von einem ins Jenseits befördert zu werden. Spätestens jetzt gehen einem auch die ewig gleichen und vor allem grässlich klingenden Roboterstimmen auf den Geist. Also metzelt man am besten besonders schnell alles nieder, was sich bewegt, und beamt alles, was ihr an Ausrüstung findet, auf das eigene Schiff. Ist dann der letzte Gegner getötet, wird eine Selbstzerstörungssequenz gestartet und ihr könnt euch zur Landung auf dem Planeten bereitmachen.

    Am Boden nichts Neues

    Parkan 2 Parkan 2 Wenn es erforderlich ist, kann man mit dem eigenen Raumschiff manuell auf Planeten landen. Auch hier schaltet das Spiel, wie schon auf dem feindlichen Schiff, auf Ego-Perspektive um. Je nachdem, ob der Planet von Freunden oder Feinden besetzt ist, gleicht der Weg zum Handelszentrum einem gemütlichem Spaziergang oder erfordert im Gegenzug massig Waffengewalt. In letzterem Fall wiederholt sich die Erfahrung, die man schon an Bord der gegnerischen Schiffe gemacht hat: keine Spur von KI, furchtbare Roboterstimmen und das Gefühl von futuristischem Tontaubenschießen. Die Planetenoberfläche selbst besticht auch eher durch gepflegte Langeweile: So gut wie keine Vegetation, nur wenige Gebäude, von den Gegnern oder einigen Überwachungsrobotern mal abgesehen, kein Lebenszeichen. Ein belebtes Universum wird bei Darkstar One oder X3 wesentlich besser simuliert. Auch die ein oder zwei begehbaren Gebäude sind fast vollkommen leer. Auf maximal drei Etagen (die dem Innenleben der Raumschiffe verdächtig ähnlich sehen) kann man ganz nach Lust und Laune handeln, stehlen oder einfach alles über den Haufen schießen, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist.

    Was gibt es sonst zu tun?

    Parkan 2 Parkan 2 Als Belohnung für die harte Arbeit winken Ausrüstungsgegenstände (für das Schiff oder eigenen planetaren Anzug) oder Geld (globale Währung ist Treibstoff), das ihr bei Händlern wiederum in neue Items investiert. Zwischen den Missionen kann man, wie in X3 oder Darkstar One, frei durch das aus 500 weitgehend abwechslungsarmen Sternensystemen bestehende Universum flitzen und selten auftauchende Feinde verschrotten, Geschäfte treiben oder andere Aufträge für eine der sechs Gruppierungen ausführen.

    Parkan 2 Parkan 2 Es besteht auch die Möglichkeit zu handeln. Das funktioniert aber natürlich nur mit freundlich gesonnenen Völkern, bzw. Clans. Wie man zu welchem Clan steht, hängt ganz vom eignen Verhalten ab, besonders viel Spieltiefe darf man bei diesem Fraktionssystem allerdings nicht erwarten. Helft ihr dem einen Clan, wird ein anderer automatisch euer Feind. Mit dem einen kann gehandelt werden, trifft man auf den anderen, greift dieser direkt an. Das Wirtschaftssystem ist auch eher simpel gestrickt. Auf einem Planeten oder einer Raumstation können Waren günstig eingekauft werden und anschließend versucht man, diese woanders gewinnbringend an den Mann zu bringen. Als Folge schippert man zwischen den Einsätzen durch das langweilige Weltall und wird mit der Zeit von der Öde übermannt. Zum Glück gibt es den Autopiloten, der die happigen Leerlaufphasen etwas verkürzt. Echte spielerische Abwechslung im späteren Verlauf ist sowieso Mangelware. Daher ist es allemal einfacher und effektiver, gewonnene oder gestohlene Waren zu verkaufen.

  • Parkan 2
    Parkan 2
    Publisher
    Frogster Interactive
    Developer
    1C (RU)
    Release
    01.04.2006

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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Parkan 2
Parkan 2 im Gamezone-Test
Neben den positiven Ansätzen brilliert dieser Titel hauptsächlich mit der gebotenen Monotonie im Weltraum.
http://www.gamezone.de/Parkan-2-Spiel-26677/Tests/Parkan-2-im-Gamezone-Test-990913/
20.09.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/09/parkan_2.jpg
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