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  • Perimeter im Gamezone-Test

    Perimeter birgt jede Menge toller Innovationen und überzeugt auch technisch auf höchstem Niveau.

    Innovationen gefällig? Kein Problem!

    Wieder einmal seid ihr es, die einem heimatlosen Volk den Weg durch das feindselige Universum zeigen und dabei auch noch mit der todbringenden Bedrohung durch die geheimnisvollen Scourge fertig werden müsst. Doch das, was sich zunächst wie ein ganz typisches Szenario für ein Echtzeit-Strategiespiel mit Future-Setting anhört, entpuppt sich schnell als ein innovationsgeladenes Feuerwerk mit beachtlichem Potenzial zum richtungweisenden Genrevertreter. Wenn ihr schon immer einmal etwas Neues in Sachen Echtzeit-Strategie spielen wolltet, seid ihr hier genau richtig.

    In Perimeter gibt es keine für das Genre typischen Ressourcen. Das Einzige, was ihr in rauen Mengen benötigen werdet, ist Energie, welche ganz einfach aus dem Boden kommt. Doch bevor man die lebensnotwenigen Säfte anzapfen kann, muss erst mal die Bodenbeschaffenheit durch trickreich gelöstes Terraforming angepasst werden. Dazu pinselt man einfach mit dem entsprechenden Tool die Oberfläche des Planeten nach eigenen Wünschen zurrecht, worauf sofort kleine Drohnen damit beginnen die Gesteinsmassen feinsäuberlich abzutragen. Auch zur passiven Verteidigung können die fleißigen Helferchen herangezogen werden, denn wer einen tiefen Graben um die eigene Basis ausheben lässt, ist zumindest schon mal vor feindlichen Bodeneinheiten sicher. Sobald der Untergrund durch Terraforming passenderweise zurechtgestutzt wurde, darf man mit dem Ausbau einer Basis beginnen. Denn auch in Perimeter gibt es die genretypische Basis, welche möglichst gut vor feindlichen Angriffen zu schützen ist. Doch anders als in anderen Spielen steht und fällt hier alles mit der richtigen Energieverteilung. Der eingeebnete Boden wird zu diesem Zweck mit Energiereaktoren bestückt, welche fortan sich selbst und die Basis mit Strom versorgen, außerdem funktionieren alle Gebäude nur dann, wenn sie im Einzugsgebiet eines solchen Energiereaktors liegen. Somit ergibt sich früher oder später eine mit Reaktoren übersäte und völlig eingeebnete Planetenoberfläche, auf der die verschiedenen Gebäude der Basis ihre Heimat finden. Auch weiter entfernte Außenposten sind möglich, hierzu kann man spezielle Transmitter aufstellen, welche den Energiestrom auch an entlegene Stellen befördern können.

    Die ganzen Energiereaktoren haben aber noch einen weiteren, extrem wichtigen Nutzen: Sie ermöglichen es, den titelgebenden Perimeter-Schutzschild auszufahren, welcher nicht nur optisch richtig abgefahren aussieht, sondern auch fast alle Angriffe auf die Basis abblockt. Natürlich verbraucht der voll aufgedrehte Perimeter Unmengen an Energie, weshalb er nur sehr selten und mit Bedacht eingesetzt werden sollte. Da die KI gerne immer dieselbe Stelle der eigenen Basis angreift, ist es auch möglich einen Mini-Perimeter nur über einem einzelnen Energie-Reaktor auszufahren, welcher in Sachen Stromverbrauch um einiges angenehmer ist. Der Einsatz des Perimeters ist also ein wichtiges Kernelement des Spiels und wer dessen Energieverbrauch und den passenden Zeitpunkt des Einsatzes verinnerlicht hat, kommt wesentlich leichter im ansonsten ziemlich schweren Spiel voran.

    Doch was wäre ein Echtzeit-Strategiespiel ohne jede Menge abgedrehter und multifunktionaler Einheiten? Die gibt es zwar auch bei Perimeter, allerdings geht das Spiel auch an dieser Stelle ganz andere Wege. Maximal können zwar nur fünf getrennt steuerbare Gruppen angelegt werden, dafür haben es diese mannstarken Gruppen auch in sich: Es werden nämlich eigentlich nur drei verschiedene Einheiten von euch selbst in Auftrag gegeben. Aus den dadurch hergestellten Soldaten, Offizieren und Technikern kann man dann je nach aktueller Situation völlig neue Einheiten "nanomorphen". Dieser Prozess erlaubt euch zum Beispiel, zu fast jedem beliebigen Zeitpunkt aus einer Gruppe Laser-Scharfschützen ein raketenbestücktes Boden-Luft-Geschütz oder jede andere verfügbare Einheit zu machen. In was man seine Einheiten nanomorphen kann, hängt ganz davon ab, wie viele der drei Grundeinheiten in der aktuellen Gruppe sind und welche Gebäude-Upgrades bisher gekauft wurden. Wer also nach der üblichen Anlaufphase die nötigen Gebäude in der Basis stehen und genügend Grundeinheiten produziert hat, darf seine Gruppe in stattliche 25 verschiedene Einheiten mit jeweils völlig unterschiedlichen Vor- und Nachteilen nanomorphen. Dieses innovationsreiche und völlig neue Feature erlaubt es die aktive Gruppe je nach aktueller Situation anzupassen, was besonders im direkten Feuergefecht mit dem Gegner für Hochspannung sorgt und zur blitzschnellen Wendung oder gar Entscheidung der aktuellen Schlacht führen kann.

    Der Umfang der Einzelspielerkampagne ist mit seinen 26 Missionen ohnehin schon sehr ordentlich ausgefallen, man wird aber alleine schon in den ersten paar Missionen mehrere Stunden verbringen müssen. Denn einfach ist Perimeter beileibe nicht, ja es ist sogar ein ziemlicher Brocken was den Schwierigkeitsgrad anbelangt. Da kommt es schon gut und gerne mal vor, dass man sich buchstäblich jeden Zentimeter der Karte hart erarbeiten muss und eine einzelne Mission dadurch eine gute Stunde Spielzeit verschlingt. Dies darf man dem Spiel aber eigentlich nicht negativ ankreiden, schließlich werden sich alte Hasen hier endlich mal wieder richtig gefordert fühlen. Dennoch hätte man gerade den wählbaren, leichten Schwierigkeitsgrad auch wirklich leicht machen sollen, um somit auch Einsteigern die ersten Gehversuche in der völlig neuen Echtzeit-Welt zu vereinfachen. Denn gerade das Tutorial und auch die einzelnen Missionsbeschreibungen sind nicht immer sehr ausführlich ausgefallen, was stellenweise etwas Verwirren kann. Dies muss man leider auch von den Beschreibungen der einzelnen Gebäude und Einheiten behaupten, denn deren Namen sind nicht immer durchgängig gleich und man wird sich gerade zu Beginn des Spiels fragen, ob man nun einen Energiegenerator oder Energiereaktor oder was auch immer bauen soll.

    Für die Fans von ausgeprägten Mehrspielerpartien bietet Perimeter natürlich auch die obligatorische Möglichkeit ein Internet- oder Netzwerkspiel zu starten. Dies gestaltet sich allerdings aufgrund eines fehlenden, integrierten Spielebrowsers als ziemlich umständlich, da man leider gezwungen wird, mit dem externen Gamespy-Arcade seine Mitspieler zu finden. Auch in Sachen Umfang der gebotenen Maps und Modi ist der Mehrspielermodus nicht mit anderen Genrevertretern konkurrenzfähig und besonders das Fehlen von gänzlich verschiedenen Rassen ist hier ein sehr großes Manko. Aufgrund des mehr als fordernden und umfangreichen Einzelspielermodus ist dieser Umstand allerdings sehr gut zu verschmerzen.

    Womit wir bei einem weiteren Highlight von Perimeter angelangt wären: Der Grafik. Alleine schon das stilvolle und wunderschön inszenierte Menüsystem überzeugt, aber sobald man erst mal die eigentliche Spielgrafik zu Augen bekommen hat, wirken fast alle anderen Genrevertreter im Vergleich ziemlich blass und irgendwie ganz schön veraltet. Besonders die Oberfläche der Planeten, mit der man ja recht viel zu tun hat, ist dank Bumpmapping-Overkill eine wahre Pracht und sieht auch noch in der dichtesten Zoomstufe sensationell aus. Richtig spektakulär wird das Ganze aber erst dann, sobald man den wunderschönen Perimeter-Schutzschild ausfährt, welcher sich effektgeladen und ziemlich einzigartig über den gesamten Bildschirm legt. Das solch eine Grafikwucht auch ordentlich Tribut in Form von Hardwarepower gezollt bekommen möchte ist klar - nur mit aktuellen System und Grafikkarten läuft Perimeter annähernd ruckelfrei.
    Angenehm ist auch der Sound aufgefallen: Die Titelmelodie des Spiels ist mehr als einprägsam und auch sonst wirkt die sphärenhafte Soundkulisse wie aus einem Guss. Lediglich während der Missionen haben wir nicht sonderlich viel von der Hintergrundmusik mitbekommen, denn dort übertönen meist die ständigen Befehlsbestätigungen und Statusmeldungen des Computers alle anderen Geräusche. Besonders dann, wenn die eigene Basis unter Beschuss steht, können die andauernden und nicht abschaltbaren Warnhinweise schon ziemlich auf den Geist gehen. Eine kleine Checkbox im Soundmenü hätte viele Griffe zum Lautstärkeregler der PC-Boxen erspart.

    Perimeter (PC)

    Singleplayer
    8,6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    hochinnovatives Gameplay mit vielen fesselnden Ideen
    völlig unkonventioneller Spielablauf
    ordentlicher Spielumfang
    sensationelle Grafik
    schöne Soundkulisse
    sehr knackiger Schwierigkeitsgrad
    nervende Befehlsbestätigungen
    mäßiger Mehrspielerpart über externes Gamespy-Tool
    verwirrende Tooltips
    schwaches Tutorial
  • Perimeter
    Perimeter
    Publisher
    Codemasters
    Developer
    KD Labs (RU)
    Release
    21.05.2004

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Perimeter
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http://www.gamezone.de/Perimeter-Spiel-27155/Tests/Perimeter-im-Gamezone-Test-989884/
26.05.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/06/Perimeter01_4zu3.jpg
tests