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  • Peter Jackson' King Kong: Wo er hinlangt, wächst kein Gras mehr - Leser-Test von BigJim

    Jedes Kind kennt ihn: King Kong, den größten, bekanntesten und beliebtesten Affen aller Zeiten. Weltweite Berühmtheit erlangte er bereits vor 77 Jahren. Der Kinofilm "King Kong und die weiße Frau" - 1933 uraufgeführt - gehört auch heute noch aufgrund seiner - für damalige Verhältnisse - wegweisenden Tricktechnik zu den bedeutendsten Produktionen der Filmgeschichte. Die ebenso spannende wie tragische Story um einen Riesengorilla und eine junge Frau diente u.a. als Vorlage für zwei Remakes. 1976 erschien die erste Neuauflage, welche die damals noch relativ unbekannte Jessica Lange in der Rolle der entführten Schönen über Nacht zum Superstar machte (ihr Filmkollege war Jeff Bridges). Die Videospielumsetzung basiert auf dem zweiten Remake, dem gleichnamigen Kinofilm von Peter Jackson, der 2005 auf der Leinwand startete und in Neeseeland gedreht wurde. Da es sich hierbei um einen Lizenz-Titel handelt, trägt das King Kong-Game auch den Untertitel "The official Game of the Movie".

    Die Story orientiert sich am "Orginal" von 1933 bzw. der 2005er Jackson-Neuverfilmung. Der in berufliche und finanzielle Schwierigkeiten gelangte Filmemacher Carl Denham möchte Anfang der 30er Jahre einen Abenteuerfilm auf der entlegenen Dschungel-Insel Skull Island drehen, einem Ort, der auf keiner Seekarte eingetragen ist. Zu diesem Zweck reisen er und sein Team mit der Venture, so der Name des Schiffes, dorthin. Mit an Bord u.a. der Drehbuchautor Jack Driscoll und die junge Ann Darrow, eine während der damaligen Weltwirtschaftskrise arbeitslose New Yorker Varieté-Darstellerin, die Denham kurzfristig quasi von der Straße weg für sein neues Projekt engagiert hat. Bereits die Landung auf der Insel wird zum lebensgefährlichen Unterfangen. Die heruntergelassenen Beiboote kentern im Sturm und die Filmcrew strandet an der Küste Skull Islands. Da die Boote zerstört sind, ist das Team vom Schiff getrennt. Die Versorgung der Gruppe erfolgt deshalb aus der Luft. Glücklicherweise verfügt der Kaptitän des Transportdampfers über ein Bordflugzeug und wirft gelegentlich Kisten mit Waffen und Munition über der Insel ab. Darauf sind die Gestrandeten dringend angewiesen, denn das geheimnisvolle Eiland erweist sich schon bald als eine Art prähistorische Parallelwelt, in der es nur so von Dinosaurien und Urzeit-Wesen wimmelt. Trotzdem gibt es noch Menschen auf der Insel: Eingeborene. Diese entführen Ann Darrow, um sie dem Dschungelkönig Kong zu opfern. Dabei handelt es sich um einen turmhohen Gorilla, der von den Insel-Bewohnern als Gottheit verehrt wird. King Kong lässt sich nicht lange bitten, nimmt das Geschenk gerne an und verschwindet mit der verständlicherweise stark verängstigten Schönheit in den Tiefen des Dschungels. Carl Denham und sein Team können das nicht verhindern, setzen aber fortan natürlich alles daran, Ann aus den Klauen des Riesenaffen zu befreien.

    In "King Kong" übernimmt der Spieler eine Doppelrolle: die des Drehbuchautors Jack Driscoll, der mit Ann Darrow eng befreundet ist, sowie die von King Kong, der sich seinen Verfolgern entziehen will und mit seiner neuen Begleiterin allerhand spannende Abenteuer auf Skull Island erlebt. Nicht weniger aufregend wird es für das gestrandete Filmteam, dass sich anfangs weniger mit Kong, sondern vielmehr mit angriffslustigen und äußerst hungrigen Saurier rumschlagen muss. Je nach Seite und Charakter wechseln wir die Ansichten. Jack Driscoll steuern wir aus der Ego-, King Kong aus der Third-person-Perspektive. Und damit alles möglichst cinematisch wirkt, präsentiert sich der Bildausschnitt standardmäßig im Breitbandformat. Zudem wurde auf eine Munitions- und Gesundheitsanzeige verzichtet. Lediglich das Fadenkreuz unserer (Driscolls) Waffe sollten wir via Optionsmenü aktivieren. Dies erleichtert die Zielerei und damit Treffergenauigkeit. Auf Medipacks oder ähnliche Hilfsmittel muss der Spieler verzichten. Wird die Spielfigur - egal, ob es sich dabei um den "Verfolger" Jack Driscoll oder den "Verfolgten" King Kong" handelt - schwer verletzt, färbt sich der Monitor vorübergend in ein dezentes bis tief verzerrtes Rot und es ertönen chorale Gesänge (die musikalisch schon mal langsam auf Jenseits einstimmen sollen). Dann wird es höchste Zeit, Deckung zu suchen und für einen kurzen Augenblick die Gefahr zu meiden. Die Regeneration bzw. Gesundung erfolgt nämlich ausschließlich durch kürzere Ruhe- bzw. Genesungsphasen. Haben wir uns nach einigen Sekunden erholt, kann's gleich wieder zurück in den Kampf gehen.

    Und gekämpft wird in dieser Mischung aus Ego-Shooter und Action-Adventure recht viel. Unsere häufigsten und im wahrsten Sinne des Wortes größten Gegner sind die bereits erwähnten Dinos, die auf der entlegenen Dschungel-Insel scheinbar ungestört die Jahrmillionen überdauert haben. Mit kleinerem Getier wie Monstenkrabben, Mega-Tausendfüßlern, oder dem flinken Venatosaurus werden wir relativ leicht fertig. Der gigantische T-Rex dagegen trotzt jeder MP-Salve und ist nur von King Kong zu bezwingen. Der Riesenaffe kann seine Gegner packen, werfen oder schlagen. Einmal in den Wutmodus - optisch sehr eindrucksvoll dargestellt durch einen Verwisch-Effekt, der Kong besonders bedrohlich wirken lässt - versetzt, dürfen sich selbst die gefährlichsten Saurier warm anziehen. Zumal Kong für seine Feinde nicht nur vernichtende Prankenhiebe bereit hält, sondern die Dinos auch locker durch die Gegend schleudert oder ihnen gern die Hals-/Rückenwirbel oder den Kiefer bricht. In der Rolle von Jack Driscoll - ihn steuern wir die meiste Zeit im Spiel -, stehen uns solche Affenkräfte natürlich nicht zur Verfügung. Dafür aber vier unterschiedliche Handfeuerwaffen, von denen wir allerdings immer nur eine mitführen können. Anfangs verfügt Driscoll nur über eine 9 mm-Pistole. Etwas später gelangt er auch in den Besitz eines Präzisionsgewehrs (mit Zielfernrohr), einer Schrotflinte oder einer Maschinenpistole, deren Magazin 50 Patronen enthält. Eines ist allen Wummen gemeinsam: die ständige Munitionsknappheit. Erfreulicherweise liegen überall auf der Insel Holzspeere rum. Werden auch diese knapp, besteht immer noch die Möglichkeit, sich spitzer Knochen aus Tierkadavern zu bedienen. Letztere sind zwar nicht ganz so wirkungsvoll wie ein Speer, lassen sich jedoch ebenfalls als Wurf- und Nahkampfwaffe einsätzen. Wichtiger noch: Holzspeere und Knochen lassen sich entzünden, um damit Feuer zu legen. Dies ist notwendig, um Büsche oder dichte Geäste wegzubrennen, die uns auf der dicht bewachsenen Insel immer wieder den Weg versperren. Oder wir spießen damit kleinere Larven oder Riesenlibellen auf, um sie den fleischfressenden Dinos als Mahlzeit vorzuwerfen. Denn solange die Saurier mit dem Fressen beschäftigt sind, lassen sie von uns ab bzw. sind erst einmal abgelenkt, so dass wir leichter an ihnen vorbeikommen.

    Die Missionen in King Kong sind im Prinzip relativ abwechselungsreich. Als Kong beschützen wir Ann vor angreifenden (Flug-)Sauriern, machen mit unserer Gorilla-Power ein komplettes Eingeborenen-Dorf dem Erdboden gleich und fighten in den letzten beiden Missionen sogar gegen schießwütige Polizisten und heranbrausende Doppeldecker. King Kong verfügt dabei nicht nur über bestimmte Nahkampfaktionen, sondern kann auch Gegenstände wie Bäume oder Autos greifen und nach seinen Gegnern schleudern. Da sich das Videospiel nah an der filmischen Vorlage orientiert, erleben wir viele Szenen aus dem Film nochmals. Dazu tragen auch die vorzüglich gemachten Zwischensequenzen bei. Zum Beispiel, wenn Ann im nächtlichen Fackelschein der Eingeborenen Kong als Geschenk ausgesetz wird, der König des Dschungels seine Verfolger auf einem Baumstamm abschüttelt, Kong mittels Gas betäubt wird und dadurch in Gefangenschaft gerät, oder der Riesenaffe am Ende seinen letzten und diesmal aussichtslosen Kampf gegen Militär-Flieger hoch oben auf Empire State Building antritt. Auch als Jack Driscoll haben wir allerhand zu tun. Sei es, dass wir mal wieder irgendwelche Urzeit-Echsen am Halse haben, uns durch eine ganze Herde umherstampfender Brontosaurier durcharbeiten müssen, Ann aus den Klauen Kongs zu befreien versuchen oder unseren Chef, den Filmproduzenten Carl Denham, einmal mehr aus einer misslichen Lage rausreißen müssen. Denham ist die meiste Zeit nämlich dermaßen mit seiner Kamera beschäftigt, dass er sogar in ausgesprochen brenzligen Situationen schon mal die Gefahren um ihn herum übersieht. Zu den weiteren Höhepunkten des Spiels gehört eine Floßfahrt auf den Stromschnellen der Urwald-Insel und die Flucht vor einem T-Rex, den wir ständig mit erlegten Flugsaurien ablenken müssen, damit der Fleischfresser was zu Beißen hat und die Kollegen der Crew währenddessen ein schweres Holztor öffnen können. Das Öffnen von Toren gehört übrigens zu den immer wiederkehrenden Aufgaben im Spiel. Allerdings müssen wir vorher die dafür benötigten Holzhebel besorgen, die sich für gewöhnlich in der unmittelbaren Nähe auffinden lassen.

    Grafisch wurde das prähistorishe Szenario - Skull Island ist der bestimmte Schauplatz des Spiels, nur die letzten beiden Missionen spielen in New York - gut eingefangen. Die Gestaltung des Urwald-Dschungels, von Höhlen, Felsengebirgen, Sümpfen und Bächen ist gelungen, obschon sie naturgemäß wenig Raum für visuelle Vielfalt bietet. Die Saurier sehen ziemlich echt aus, ebenso King Kong himself. Musik und die deutschen Synchronsprecher wurden aus dem Film übernommen, was nicht unwesentlich zur gelungenen Atmosphäre des Spiels beiträgt. Die Steuerung des Riesenaffen erfolgt erstaunlich komfortabel. Lediglich im Level "In den Straßen von New York" kann es in den engen Straßengassen schon mal zu Übersichtsproblemen kommen. Gelungener die Kletter- und Hangeleinlagen Kongs. Wenn sich der Riesenaffe "Prince of Persia"-mäßig von Ast zu Ast oder an Berghängen entlangschwingt, funktioniert die Bedienung tadellos. "King Kong" umfasst insgesamt 40 Level, von denen einige allerdings nur kurz sind, da sie überwiegend aus Sequenzen bestehen. Geübte Spieler haben den Titel ohne Mühe nach acht bis neun Stunden durch. Der Schwierigkeitsgrad - es gibt nur einen - ist überaus fair. Das vermeidet unnötigen Frust.

    Der größte Affe aller Zeiten hat mit dem offiziellen Game zu "Peter Jackson's King Kong" eine überaus gelungene und würdige Videospiel-Umsetzung erfahren, was bekanntlich keine Selbstverständlichkeit ist. King Kong-Fans sollten sich das virtuelle Affen-Spektakel zulegen. Es lohnt sich.

    Negative Aspekte:
    Kaum Handlungsfreiheit (extrem linear); relativ kurze Spielzeit (ca. 8 Stunden).

    Positive Aspekte:
    Grafik/Sound/Steuerung; orientiert sich nah an der filmischen Vorlage; King Kong.

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Peter Jackson' King Kong
    Peter Jackson' King Kong
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    17.11.2005

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Peter Jackson' King Kong
Peter Jackson' King Kong: Wo er hinlangt, wächst kein Gras mehr - Leser-Test von BigJim
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10.05.2010
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