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Peter Jackson's King Kong (PSP)

Release:
15.12.2005
Genre:
Action
Publisher:
Ubisoft
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Peter Jackson's King Kong im Gamezone-Test

12.12.2005 14:46 Uhr
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Neu
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King Kong auf der PSP ist leider nur mehr ein müder Abklatsch seiner selbst geworden.

Die Konsoleros ebenso wie die Spieler am PC wurden von Ubisoft mit einer der besten Filmumsetzungen der Videospielgeschichte bedacht. Gemeint ist natürlich der Titel "King Kong", der auf den Konsolen eine ebenso gute Figur macht wie auf dem PC, für den es sogar eine grafisch aufgebohrte Version gibt die der Xbox 360-Fassung in nichts mehr nachsteht. Doch auch an die mobilen Spieler hat Ubisoft gedacht und ebenfalls eine Umsetzung für Nintendos DS sowie eine für Sonys PSP hergestellt. Ob diese mit der Konsolenversion mithalten können, oder doch nur ein müder Abklatsch des so mächtigen King Kongs sind, lest ihr in diesem Review.

Dunkel und einsam

Peter Jackson's King Kong Peter Jackson's King Kong [Quelle: ] Zu Beginn des Spiels könnte man noch glauben es tatsächlich mit der Vollversion zu tun zu haben. Denn wie auf der Konsole beginnt auch das PSP-Spiel mit einer beeindruckenden Filmsequenz welche uns die Landung der Filmcrew auf Skull Island zeigt. Anders als auf den Konsolen jedoch können wir dort nicht unseren Blick umherschweifen lassen, denn sie läuft vollautomatisch ohne das Zutun des Spielers ab. So erleben wir noch den Einschlag des Felsens und sehen wie wir untergehen, nur um Sekunden später völlig alleine auf Skull Island aufzuwachen. Und der Schrecken ist groß, denn wo ist nur die Filmcrew hin? Niemand ist da und erzählt die Geschichte weiter oder gibt den Leveln irgendeinen Sinn. Bereits nach dem ersten Kapitel hat man durchschaut was mit dem Spiel passiert ist: Die Entwickler haben einfach den Anfang jedes dritten Levels aus der Konsolenversion genommen, die meisten Tiere und alle Menschen entfernt, sowie die Tore für die immer zwei Menschen zum öffnen benötigt wurden so umgebaut, dass man sie nun alleine aufmachen kann. Das ist es, was man King Kong auf dem PSP angetan hat. Denn nicht nur hat man dem Spiel jeglichen Sinns beraubt, kennt man die Konsolenversion nicht steht man an vielen Stellen im Spiel mehr als ratlos da. Als Beispiel sei die erste Szene genannt in der man Kong selbst steuern darf, ein wirklich spannender Moment in dem Kong versucht Ann aus den Fängen der Dinos zu befreien während er durch den Dschungel jagt. Auf der PSP allerdings ist bis auf den leeren Level nichts mehr von dem Erzählten übriggeblieben. Völlig alleine und ohne Widerstand bewegt man Kong ans Ende des Levels, wo keine Ann wartet und schlicht nichts passiert, außer dass der nächste Level geladen wird. Kennt man die "ausgewachsene" Version nicht, weiß man nicht was das eben gespielte überhaupt soll. Und so setzt es sich leider bis zum Schluss des Games fort.

Peter Jackson's King Kong Peter Jackson's King Kong [Quelle: ] Die meisten Spieler aber werden kaum bis dahin vordringen, denn neben den lustlosen und leeren Leveln in denen ab und zu mal ein Dino oder eine Riesenkrabbe auftaucht, haben die Entwickler das Spiel viel zu dunkel gehalten. Dabei ist das PSP-Display doch schon dafür bekannt, dass sich jede Kleinigkeit darin spiegelt, schon deswegen wäre ein etwas kontraststärkeres Bild unbedingt nötig. Das aber was uns Ubisoft hier präsentiert ist oft nicht zu erkennen und verlangt einen komplett abgedunkelten Raum um überhaupt gespielt werden zu können. Derweil ist es ja durchaus zu verstehen, dass man hier versucht hat eine gewisse Stimmung zu erzeugen, trotzdem sollte man dem Spieler schon zugestehen wenigstens sehen zu dürfen WAS er da spielt.

Peter Jackson's King Kong Peter Jackson's King Kong [Quelle: ] Dafür fiel die Soundkulisse umso lauter aus, denn King Kong ist definitiv eines der lautesten Games auf der PSP. Besonders das Gebrüll von Kong ist sehr gelungen und wird gerne von dem bekannten Orchesterklängen unterstützt. Schade, dass mit dem Wegfall der menschlichen Charaktere auch ihre Stimmen flöten gingen, weswegen man Jack immer nur mit sich selbst reden hört. Mitunter entbehrt das nicht einer gewissen Komik, wenn er sich beispielsweise erst dann selbst von seinen Fesseln befreien kann wenn Ann von King Kong entführt wurde, und keine Sekunde früher. Im "richtigen" Spiel nämlich kommt ihm dafür Carl zu Hilfe, doch den gibt's ebenfalls nicht mehr in der PSP-Version. In diesem Zusammenhang bitten wir euch die Charaktere auf den wenigen uns zur Verfügung gestellten Screenshots nicht zu beachten, denn sie sind im fertigen Spiel nicht vorhanden. Es ist mir ein Rätsel wie Ubisoft diese Bilder gemacht hat, der Verkaufsversion jedenfalls können sie nicht entsprungen sein.

   
Peter Grubmair
King Kong auf der PSP ist leider nur noch ein müder Abklatsch seiner selbst. Ubisoft hat schlicht den Anfang einiger Level der "Vollversion" genommen, viele Tiere und alle menschlichen Charaktere entfernt und die Helligkeitsschraube so weit heruntergedreht, dass man auf dem Display der PSP fast nichts mehr erkennt. Was übrig geblieben ist sind 16 sehr leere und dunkle Level die zusammenhanglos keine Geschichte mehr erzählen und den Spieler oft ratlos zurücklassen. Dazwischen gibt es wenige Tiere abzustechen, insofern wir sie auch sehen, und ab und zu einen Busch anzuzünden. Das hat nicht mehr viel gemein mit der hervorragenden PC und Konsolenversion von King Kong, weswegen wir euch diese auch wärmstens ans Herz legen, nur von den mobilen Varianten lasst die Finger, es lohnt sich nicht.
   
Peter Jackson's King Kong (PSP)
Singleplayer-Wertung

5 /10
Leserwertung
(2 Votes):
3,6
Multiplayer
Grafik
Sound
Steuerung
Gameplay
-
4/10
7/10
6/10
3/10
King Kongs Gebrüll
Sämtliche menschlichen Charaktere fehlen
extrem abgespecktes Gameplay
viel zu dunkle Grafik
Redakteur
Moderation
12.12.2005 14:46 Uhr
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