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  • Peter Jackson's King Kong im Gamezone-Test

    Hier ist wirklich alles schief gelaufen - ein solches Spiel sollte man sich beim besten Willen nicht antun!

    Der heldenhafte Primat King Kong feiert sein Comeback im Kino und wie üblich versorgt uns ein Publisher, in diesem Falle ist es Ubisoft, mit den passenden Videospielumsetzungen. Die Varianten für die Heimkonsolen konnten durchaus überzeugen und haben auch bei uns recht gut abgeschnitten - auch wenn der Spielspaß viel zu schnell ein Ende fand. Ein Blick auf die Nintendo DS-Fassung bringt dagegen nur Schrecken mit sich - selten werdet ihr ein solch einfallsloses und veraltetes Gameplay gepaart mit übelster Technik finden.

    Aber fangen wir mal ganz von vorne an: Wie beim "großen Bruder" teilt sich das Inselabenteuer in zwei Abschnitte auf. Mit Jack Driscoll übernehmt ihr in einer Ich-Perspektive den Anführer der gestrandeten Gruppe. Ihr ballert euch in bester Egoshooter-Manier den Weg durch die Dschungellandschaft und sucht das Ende des Levels. Der zweite Part des Spieles wird von King Kong übernommen, dem überdimensionalen Affen mit eigenartigen Hang für kreischende Frauen. Hier wechselt das Gameplay schlagartig zu einem Action-Adventure, in dem ihr den Affen mühelos über Schluchten hinweg schwingt und an Wänden entlang kraxeln seht. Die Abschnitte mit dem pelzigen Freund sind mit Abstand die Besten des gesamten Spiels (wenn auch ebenfalls geplagt durch Langeweile), nur leider kommen diese unter den 17 vorhandenen Welten viel zu selten vor. Ihr werden euch die meiste Zeit des virtuellen Lebens mit Jack und seinem einfallslosen Gameplay herumschlagen müssen.

    Part 1: Ego-Shooter mit Jack Driscoll

    Peter Jackson's King Kong Peter Jackson's King Kong Das Abenteuer verläuft in etwa nach dem Plot des Filmes, ihr werdet die Landung am Strand mitbekommen, sowie die verschiedenen Entdeckungen und Hetzjagden. Der Großteil der Geschichte fiel aber dem Rotstift zum Opfer und nur weniges wird noch in uninspirierten Standbildern zwischen den einzelnen Welten erläutert - nicht immer astrein, was den logischen Aufbau der Inhaltswiedergabe betrifft. Den Mammutanteil werdet ihr mit Jack überstehen müssen, der sich besonders gut mit Waffen auskennt. Zwar ist zu Beginn kein Schusseisen in seinem Besitz, doch bevor sich die ersten Käfer über das Frischfleisch hermachen, können Speere mit scharfen Spitzen vom Boden aufgenommen und verwendet werden. Schnell finden auch bleihaltige Argumente einen Platz, um das Gameplay aber äußerst schmal zu halten, kann der Gute nur eine Waffe mit sich führen. Weder ein Inventar noch eine Tasche dient zur Aufbewahrung der lebenswichtigen Schätze. Dies soll die Urwaldatmosphäre der Gestrandeten unterstützen, so die Anleitung - vielmehr trägt es aber zu einem simplen und eintönigen Gameplay bei! Zu allem Übel kommt noch hinzu, dass es im Verlauf des Abenteuers gerade einmal vier verschiedene Schusswaffen gibt, wobei eine Pistole deutlich mehr Schaden als ein Maschinengewehr oder eine Shotgun anrichtet, ist ja auch logisch, oder etwa nicht?

    Der Egoshooter-Teil wartet mit äußerst simplen Levelkonstruktionen auf euch, vom Start führt ein streng linearer Weg bis zum Ausgang, nur einige wenige und nicht gerade weitläufige Abstecher trösten über den langweiligen Aufbau hinweg. Viel hat die Natur auf Skull Island nicht hervor gebracht, neben dem Grünfutter trefft ihr gerade einmal auf eine handvoll von Tieren, die euch ans Leder wollen. Einige Käfer huschen aus Löchern und nervige Bienen schwirren aus ihren Nestern, dazu gesellen sich selten mal Velociraptoren und feldermausähnliche Kreaturen, welche einen Hauch von Shooteratmosphäre mit sich bringen. Von nervenzerreisenden Schussgefechten und harten Kämpfen träumt ihr vielleicht, solltet die Hoffung aber nicht in dieses Spiel stecken! Immer wieder versperren auch Tore den Weg, welche mit einem Schalter (meist ganz in der Nähe zu finden) geöffnet werden. Da unser Held Jack weder springen noch klettern kann, müssen auch mal die Freunde einspringen, welche ab und an mit euch durch die öde Dschungellandschaft wandern. Ein kurzer Befehl veranlasst Hayes oder Ann Darrow dazu, für euch die Drecksarbeit zu erledigen und den Schalter zu betätigen.

    Part 2: Kletterpartie mit King Kong

    Peter Jackson's King Kong Peter Jackson's King Kong Mit dem Wechsel zum Riesenaffen kommt immerhin minimaler Spielspaß auf, die Kletterabenteuer gefallen schon deutlich mehr, als die Schießereien. Die meisten Szenen mit King Kong verlaufen aber nach einem festen Muster und sind vorherbestimmt. Ihr könnt eurer Bosheit weder freien Lauf lassen und den Primaten über den Abgrund stürzen, noch wird der Affe irgendeinen Ast oder eine Stange beim Schwingen verfehlen. Brav immer die B-Taste drücken und der haarige Geselle wird das Ende definitiv erreichen - wie innovativ und fordernd! Selten stellen sich mal Feinde in den Weg, die mit der Pranke weggeschlagen werden, einzig allein beim T-Rex müsst ihr noch ein wenig ausweichen. Ab und an werden noch Türen zertrümmert oder Steine weggeräumt, damit findet aber auch mit dem Weiberliebhaber die Vielfalt ein jähes Ende. Im Endeffekt verzichtet ihr aber eh fast die ganze Zeit auf King Kong, sein Part kommt einfach viel zu selten auf!

    Die Steuerung geht durchaus in Ordnung, ist aber in der Ego-Perspektive etwas unausgereift und sowieso mit einem Auto-Aim-Feature belastet. Dennoch verfehlen die Kugeln oftmals die größten Feinde um Meilen und bohren sich in die Wand, falls die Grafik eine Erkennung dessen überhaupt möglich macht. Unverständlich ist auch, wie ein Sperr mehr Schaden als eine Automatikwaffe anrichten kann. Der Affe ist leicht zu handhaben, aber viel mehr wie einige Schläge und die B-Taste zum Klettern braucht ihr ja nicht. Die beiden spielbaren Charaktere wie auch die Mitläufer Ann, Carl und Hayes haben übrigens keine Energieleiste. Ihr könnt absolut nicht abschätzen, wann es dem virtuellen Ebenbild zuviel wird und er meint, sterben zu müssen. Zwar flackert der Bildschirm nach einem Treffer rot auf, ein Kennzeichen für die Stärke der Verletzung ist dies aber nicht.

    An das Ableben müsst ihr euch eh früh genug gewöhnen sowie an die Tatsache, dass eine Welt dadurch komplett von Anfang an wieder gespielt werden muss. Nun gut, damit verlängert sich wenigstens die allgemeine Spielzeit, welche mit nur 2-3 Stunden eh viel zu kurz ausfällt. Aber glaubt uns, nach diesen Leidensstunden seid ihr froh, den billigen Abspann begutachten zu können. Während Jack und King Kong durch die langweiligen Dschungelwelten wandern, kommen diverse Fehler und unschöne technische Mängel noch hinzu. Stünde das Spiel nicht mit Packung und Anleitung für satte 40 Euro in den Händlerregalen, würde man dieses Stück Software wohl eher für eine frühe Betaversion halten. So viele Bugs auf einem Schlag bekommt man ja nicht einmal in einer frühen Demo geboten und seid versichert, diese Käfer lassen sich nicht mit der Schrotflinte bearbeiten!

    Wo kommen all die Käfer her?

    Peter Jackson's King Kong Peter Jackson's King Kong Die Liste ist lang, die gröbsten programmierten Fehler sollen hier aber mal deutlich angesprochen werden. Schon von Beginn an fällt ein recht träges Gameplay auf, auch wenn den Charakteren die Angst ins Gesicht geschrieben steht, so scheinen sie alles andere eilig die Insel verlassen zu wollen. Tauchen dazu noch Feinde auf, meist reicht sogar ein einziger, geht die Bildwiederholungsrate derart in den Keller, das der Spielablauf fast gar einer Diashow gleicht. Einen gewissen Vorteil könnt ihr daraus ziehen, denn so wisst ihr immer, ob die Luft rein ist! Das Untergeschoss darf aber auch so begutachtet werden, denn mancher Boden scheint aus Treibsand zu sein, durch diesen ihr hindurchsickert. Dadurch stürzt die Spielfigur ins Unergründliche und stirbt eines dramatischen virtuellen Todes. Bleibt das Ableben auf diese Weise aus, so könnte es durchaus vorkommen, dass die "gelungene" Programmierung des Spiels die Nintendo DS-Konsole zum Abstürzen bringt, inklusive eines Standbildes und einer nervigen Soundschleife - man möchte nicht behaupten, das sich die Musik dadurch drastisch verschlechtert hat. Aber nicht nur in den Boden könnt ihr "abtauchen", manch eine Wand dient zum "Hinschreiten" und scheint im Gegensatz zu ihrem Aussehen nicht solide zu sein. Dabei verschwinden ganze Texturen und Blöcke, welche den "Durchgang" offenbaren!

    Auch die Grafik ist alles andere als gelungen: Die geradlinigen Welten erinnern optisch sehr stark an den alten Nintendo 64 Klassiker Turok, seinerzeit sicherlich eine technische Revolution, doch heute haut die Grafik keinen mehr vom Hocker. Die kargen Wände werden gelegentlich mit Grünfutter verziert und vor euch macht sich vor allem in den Außenarealen dichter und undurchdringlicher Nebel breit. Ärgerlich ist vor allen das augenschädliche Flimmern und Texturen, welche ständig aus dem Nichts erscheinen, nur um sofort wieder verschwinden zu können. Zudem verwirren wabernde Flächen, welche Steine und Mauern fast lebendig machen. Die Dinos und Käfer dagegen sehen aus wie uralte 2D Figuren, präsentieren sich mit nur wenigen Animationen und bewegen sich alles andere als geschmeidig durch den Urwald. Viele Polygone hat man aber auch den Mitstreitern nicht spendiert - schaut bitte nicht eure Freundin Ann an, sonst werdet ihr bei ihrem bleichen und zombieartigen Anblick das Weite suchen!

    Peter Jackson's King Kong (NDS)

    Singleplayer
    2,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    1/10
    Sound
    4/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    3/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    nichts, was erwähnenswert wäre
    stur linearer Levelaufbau
    träges Gameplay
    kaum spielerische Möglichkeiten
    auf max. eine Waffe von nur vieren beschränkt
    nur eine handvoll Gegner
    technische und grafische, nicht zu akzeptierende Bugs
    langweiliger Sound
    keine Extras
  • Peter Jackson's King Kong
    Peter Jackson's King Kong
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    01.11.2005

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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Peter Jackson's King Kong
Peter Jackson's King Kong im Gamezone-Test
Hier ist wirklich alles schief gelaufen - ein solches Spiel sollte man sich beim besten Willen nicht antun!
http://www.gamezone.de/Peter-Jacksons-King-Kong-Spiel-27242/Tests/Peter-Jacksons-King-Kong-im-Gamezone-Test-990582/
12.12.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/12/kk_ds.jpg
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