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  • Phantasy Star Online Episode 3: Card Revolution im Gamezone-Test

    Trotz komplett neuem Konzept ist der dritte Teil der PSO-Saga von überragender Qualität.

    Ein Kartentraum für Sammlernaturen

    Nach zwei wegweisenden Episoden für Dreamcast und Gamecube beschließen SEGA nun mit "PSO - Episode 3: Card Revolution" bis auf weiteres ihre erfolgreiche Online-Reihe im Phantasy Star-Universum. Während aber die beiden Vorgänger ihren Schwerpunkt auf leicht zugänglicher Action-RPG-Kost hatten, haben wir es bei "Card Revolution" - wie schon der Titel vermuten lässt - mit einem reinrassigen Karten-Rollenspiel zu tun. Das Regelwerk erinnert dabei am ehesten an diverse "Yu-Gi-Oh"-Ableger oder das, Import-Freunden wohlbekannte "Xenosaga"-Kartenspiel und weniger an die Titel der genreverwandten "Lost Kingdoms"-Reihe, welche ebenfalls exklusiv auf dem Gamecube erschien. Es darf erneut sowohl online als auch im reinen Offline-Betrieb gespielt werden, wobei der Einzelspielermodus dieses Mal wesentlich umfangreicher und durchweg motivierender ausgefallen ist, so dass auch Spieler ohne Onlineanbindung voll auf ihre Kosten kommen.

    Story und Spielkonzept

    Die bereits in den beiden ersten Episoden dezent überstrapazierte Geschichte um die Erforschung und Sicherung des Planeten Ragol findet in Episode 3 ihr Ende: Nachdem man sich sämtlicher Monster und Gefahren auf der Planetenoberfläche entledigt hat, ist der Besiedlungsprozess bereits im vollen Gange. Inzwischen haben sich unter den Kolonisten zwei miteinander konkurrierende Fraktionen gebildet. Auf der Seite der "Heros" stehen dabei die ehrwürdigen Hunter; die "Dark Side" hingegen setzt sich aus revolutionären Abtrünnigen, den so genannten Arkz, zusammen. Obwohl die Story in dieser dritten Episode der Reihe etwas dichter und schlüssiger ist, stellt sie doch nach wie vor eher schmückendes Beiwerk zum eigentlichen Gameplay dar. Im Einzelspieler(Story)-Modus steht es dem Spieler anfangs völlig frei, auf welcher Seite er die folgenden rund dreißig Stunden des Spiels angehen will. Neben der moralischen Gesinnung unterscheiden sich die beiden Konflikt-Parteien auch stark in spielerischen Aspekten: Während die Hunter nämlich ausschließlich unter der Zuhilfenahme von verschiedensten Waffen den Feind bekämpfen, beschwören die Arkz während des Kampfes Monster, um sich des Gegners zu erwehren. Sämtliche im Spiel enthaltenen Figuren, Waffen und Gegenstände werden während einer Schlacht mittels Spielkarten dargestellt. Die meisten der symbolisierten Items und Monster entstammen direkt den beiden Vorgängern; Fans der Serie freuen sich über alle bekannten Waffen im Kartenformat. "PSO 3: Card Revolution" enthält sage und schreibe knapp 500 Spielkarten, welche es im Spielverlauf nach erfolgreichen Duellen zu ergattern gibt. Darüber hinaus darf man an Kartentauschmaschinen Spielkarten mit anderen menschlichen Mitspielern tauschen, und dies entweder online als auch offline via Memorycard.

    Der Einzelspielermodus

    Der Story-Modus von "Card Revolution" ist in seiner Struktur rein missionsbasierend; die Planetenoberfläche ist diesmal nicht frei begehbar, nur auf dem Mutterschiff "Pioneer" können wir unseren Hauptcharakter frei durch die Umgebung bewegen. Hier holen wir uns beim Stationsleiter die zu bewältigenden Aufträge ab, bearbeiten die maximal dreißig Karten umfassenden Kartendecks oder unterhalten uns mit unseren Partymitgliedern, welche immer wieder nützliche Informationen wie Hinweise auf Sidequests bereithalten. Sobald die Mitstreiter der Gruppe mit entsprechend modifizierten Kartendecks ausgestattet wurden, begeben wir uns zum Einsatzterminal: Dort wird zunächst eine der zu Verfügung stehenden Missionen ausgewählt und im Anschluss die je nach Auftrag aus maximal zwei verschiedenen Charakteren bestehende Kampfparty inklusive der bereits zuvor angepassten, charakterindividuellen Kartendecks zusammengestellt. Nach der erfolgreichen Beendigung eines Kartenduells auf dem Planeten erhält der Spieler eine nach Schulnoten gegliederte Bewertung seiner Leistung. Danach besteht die Wahl zwischen vier versiegelten Boosterpacks, die jeweils bis zu sechs Spielkarten beinhalten. Wie selten und wertvoll die gewonnenen Karten sind, hängt dabei von der vorangegangenen Bewertung eines Kampfes ab. Die Abschlussnote setzt sich in erster Linie aus den in einem Kartenduell gesammelten Erfahrungspunkten ab. Auf diese Weise erweitert der Spieler nach und nach seine Kartensammlung und gelangt mit der Zeit zu zunehmend besseren Karten. Nach jeder Mission dürfen die eigenen Kartendecks bei Bedarf neu bearbeitet und überflüssige Karten abgeworfen werden.

    Das Kampfsystem

    Jede einzelne Mission des Spiels steht für eine Kartenschlacht, in welcher man entweder alleine oder in Zweierteams gegeneinander antritt. Die Gefechte finden auf einem in mehrere quadratische Spielfelder unterteilten Spielplan statt; dieser variiert - abhängig vom gewählten Auftrag - in Größe und Layout. Gespielt wird in rundenbasierender Abfolge; wer den ersten Spielzug eines Duells übernimmt, ermittelt das Würfelglück. Zusätzlich wird vor jeder separaten Spielrunde gewürfelt, um die Angriffs- und Abwehrwerte der agierenden Hauptfiguren für die entsprechende Runde festzulegen. Beide Punktekategorien stehen dabei für die einsetzbaren Aktionspunkte: Jede der pro Runde fünf sich im Kartenblatt befindlichen Spielkarten besitzt einen bestimmten AP-Wert. So lassen sich nur so viele Karten ausspielen, wie es die eigenen Punktewerte für eine Runde erlauben. Während die Hunter sich so mit verschiedenen, in der Folge einsetzbaren Waffen ausrüsten, beschwören die Arkz stattdessen die aus dem PSO-Universum bekannten Monster. Haben beide Kampfparteien in der Setzphase ihre offensiven Karten ausgespielt, beginnt die Bewegungsphase: Diese umfasst das Bewegen des Hauptcharakters sowie für die Arkz-Fraktion das Manövrieren der zuvor ausgespielten Kreaturen. In der anschließenden Aktionsphase darf man zum Angriff auf die gegnerischen Spielfiguren übergehen; hier kommen auch die Abwehrpunkte zum tragen, welche das Ausspielen der so genannten Konterkarten ermöglichen. Mit diesen lässt sich beispielsweise ein gegnerischer Angriff vermindern oder ganz parieren. Jede Spielrunde wird durch die Zugphase beschlossen, in der man nicht weiter benötigte Karten auf den Abwurfstapel legt und das aktive Kartenblatt gegebenenfalls wieder auf fünf zufällig gezogene Karten auffüllt. Eine Kartenschlacht kann gewonnen werden, indem man entweder den gegnerischen Hauptcharakter ausschaltet oder alternativ sämtliche Waffen bzw. Monster des Gegners vernichtet. Das gesamte Kampfsystem gewinnt seinen Reiz dabei aus der gewaltigen Menge an vielseitig einsetzbaren Karten; die Verkettung von mehreren Karten zu einer Aktion ist dabei nur einer von vielen erlernbaren Kniffen. Taktisches Können wird dem Spieler ebenso abverlangt wie Voraussicht und detaillierte Kartenkenntnis. Sämtliche Karten wurden hervorragend zueinander ausbalanciert und gewährleisten somit ein anspruchsvolles und motivierendes Spielvergnügen für Freunde der Rundenstrategie.

    Der Online-Modus

    Wirklich überraschend an "Card Revolution" ist die Tatsache, dass dem Onlinemodus bei weitem nicht mehr soviel Gewicht zu gegolten wird wie es noch bei den eindeutig onlineorientierten Vorgängern der Fall war. So liegt es auf der Hand, festzustellen, dass der Online-Anteil des Spiels nur noch als freundliche Beigabe betrachtet werden muss, während der separate Storymodus das tatsächliche Herzstück des Spiels darstellt. Wen es dennoch in die Weiten der Online-Welt zieht, darf sich immerhin in Einzelmatches und Turnieren mit anderen Mitspielern duellieren. Daneben ist das Tauschfeature ein weiterer Grund, sich hin und wieder online aufzuhalten. Sowohl die Multiplayermodi als auch die Tauschfunktion lassen sich auch offline nutzen.

    Grafik und Sound

    Im technischen Bereich bleiben SEGA ihrer Linie treu und präsentieren uns erneut ein atmosphärisches Setting auf dem Planeten Ragol. Leider wirkt die altbekannte Grafik-Routine inzwischen längst nicht mehr so imposant wie noch zu Dreamcast-Tagen; einen gewissen Charme kann man der optischen Präsentation aber dennoch nicht absprechen. Darüber hinaus können die verschiedenen Karten mit zwar zweckmäßigen, aber nett gestalteten Bildchen überzeugen. Das gleiche gilt für die musikalische Untermalung, welche stilistisch gut zum Spiel passt und mit eingängigen Melodien in das Ohr des Spielers dringt. Technisch insgesamt eine solide und überraschungsfreie Vorstellung des Entwicklerstudios SONIC TEAM.

    Phantasy Star Online Episode 3: Card Revolution (GC)

    Singleplayer
    8,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Enthält fast 500 (!) Karten
    umfangreicher Solo-Modus mit zwei grundlegend verschiedenen Handlungssträngen
    viele Sidequests und optionale Missionen
    anspruchsvolles und gut ausbalanciertes Kampfsystem
    nette Tauschfunktion
    online spielbar
    überholte Grafik
    belanglose Story
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Phantasy Star Online Episode 3: Card Revolution
Phantasy Star Online Episode 3: Card Revolution im Gamezone-Test
Trotz komplett neuem Konzept ist der dritte Teil der PSO-Saga von überragender Qualität.
http://www.gamezone.de/Phantasy-Star-Online-Episode-3-Card-Revolution-Classic-27401/Tests/Phantasy-Star-Online-Episode-3-Card-Revolution-im-Gamezone-Test-989937/
01.07.2004
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