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  • Phantasy Star Universe im Gamezone-Test

    Noch immer mit dem gleichen Suchtfaktor versehen versteht es PSU uns wieder für Wochen vor den Schirm zu fesseln.

    Nur wenige Spieler dürften sich heute noch daran erinnern, dass Segas Phantasy Star Rollenspielserie einmal ein großer Konkurrent der Final Fantasy Reihe war. Im 8-und 16-Bit Zeitalter sollten Raumschiffe und Laserknarren zumindest einige Sega Fans davon abhalten, in die eher mittelalterlichen Rollenspielwelten von Square auf den Nintendo Systemen abzutauchen. Den Erfolg von Final Fantasy konnte Sega jedoch nie verbuchen, und so pflegte Phantasy Star mit den Jahren fast schon ein Nieschendasein. Heute stehen sich diese Urgesteine der Konsolen-Rollenspiele erneut als Konkurrenten gegenüber, denn beide buhlen sowohl auf den Konsolen als auch auf dem PC um die Gunst der Online-Rollenspieler, doch hat Phantasy Star Universe im Vergleich mit Final Fantasy XI diesmal klar die besseren Karten - zumindest auf den Konsolen.

    Zuhause ist es noch am schönsten Zuhause ist es noch am schönsten Das Jahr 2000 war für Konsolen-Rollenspieler ein besonders erfreuliches. Nicht nur weil das gesamte Genre endlich auch im Westen immer populärer wurde und dadurch ein RPG nach dem anderen die europäischen Konsolen eroberte, sondern auch, weil Sega erstmals den großen Schritt zum Online-Gaming wagte. Das 33,6k Modem der Dreamcast Konsole machte es möglich, dass 4 Partymitglieder in virtuellen Echtzeit Welten miteinander Erfahrungspunkte und Gegenstände sammeln konnten. "Phantasy Star Online" war trotz einiger spielerischer Durststrecken ein großer Erfolg, und wurde sogar noch nach dem Untergang der Dreamcast auf Microsofts Xbox und Nintendos Gamecube am Leben erhalten. Gerüchten zufolge soll sogar der PAL-Server der Dreamcast Fassung noch immer online sein und einer Hand voll unerbittlichen Dreamcast-Jüngern die Zeit versüßen. Nach sechs Jahren und zwei erweiterten Versionen des Original-Spiels war es jedoch höchste Zeit für einen echten Nachfolger, den uns Segas Sonic Team nun endlich zugesteht. Die Frage ist nur, ob Segas neuer Online-RPG Stern, der auf den Namen "Phantasy Star Universe" hört, auch ein würdiger Thronfolger ist.

    Neu? - Nö, mit Perwoll gewaschen....

    Eine komplett neue und größere Online-Welt Eine komplett neue und größere Online-Welt Zumindest rein vom Spielaufbau von PSU wären alle Voraussetzungen dafür gegeben, denn im Grunde ist Sega nicht besonders viele Risiken eingegangen. Obwohl das "Sonic Team" mächtig an den Feinheiten geschraubt hat und willigen Rollenspielern eine weit größere Kulisse bietet als im klassischen PSO, spielt sich Phantasy Star Universe sehr ähnlich wie sein Vorgänger, was Vor- und Nachteile hat, auf die wir im Laufe des Reviews noch eingehen werden. Sehr erfreulich ist zumindest, dass wir eine komplett neue Story und somit auch unverbrauchte Schauplätze geboten bekommen, so dass selbst alte PSO-Veteranen, denen die altbekannten Grafiken des Planeten Ragol zum Halse heraushängen, ganz von vorne starten können.

    Kaffeeklatsch: Ladet Freunde in eure Wohnung ein Kaffeeklatsch: Ladet Freunde in eure Wohnung ein Die neue Kulisse für das poppige Sci-Fi Abenteuer ist das Gurhal-System mit den drei Planeten Parum, Neudaiz und Moatoob. Hier leben nicht nur Menschen, sondern auch "NewMan" (eine Art Elben-Rasse), "Beasts" (Formwandler) und "Casts" (Roboter), die noch vor hundert Jahren miteinander im Krieg lagen, nun aber eine friedliche, von den Casts angeführte Allianz bilden. Die Hüter des Friedens in dieser Allianz sind die so genannten "Guardians", eine Planeten-Polizei mit Vertretern aller Rassen des Raghol Systems, die eine neutrale Raumstation als Basis gewählt haben, welche auch als Raumhafen für die drei umliegenden Planeten dient. Der Wohlstand und der Frieden des Systems wird nun aber durch eine dunkle Macht bedroht, die SEED genannt wurde. SEED ist die Bezeichnung für eine Art von Weltraummonstern, die sich seit kurzem auf den drei Planeten breit machen und die Tiere der Planeten durch Pollen tollwütig werden lassen. Online wie offline übernehmt ihr nun die Rolle eines Guardians, der das Raghol System vor der Bedrohung der SEED durch die wildgewordenen Tiere beschützen soll. Dementsprechend kampflastig geht es natürlich in PSU zu, denn wie schon der Vorgänger ist auch Segas neues Online RPG ein reiner "Dungeon Crawler", ähnlich wie "Diablo 2". Wer also bei Rollenspielen ohne Rätsel und Puzzles nicht glücklich wird, braucht gar nicht erst weiterlesen, denn die werdet ihr in PSU nicht vorfinden.

    Ein teurer Spaß

    Sechs Mitglieder darf eure Party haben Sechs Mitglieder darf eure Party haben Während ihr offline gezwungen seid, den Charakter "Ethan Waber" zu begleitet, der in seiner Ausbildung zum Guardian dem Ursprung der SEED und einem Komplott der Cast-Führung nachgeht, dürft ihr im kostenpflichtigen Online-Spiel mit einem frei erstellbaren Charakter beliebiger Rasse die Wälder, Höhlen und Wüsten der drei Planeten von Seed-befallenem Ungetier befreien. Bevor ihr euch jedoch online in den Kampf stürzen könnt, müsst ihr eine "Guadian Lizenz" für genau 9,99 Euro erstehen, die ihr entweder über Xbox-Live per Kreditkarte, oder durch das kaufen von Prepaid-Karten ableistet und monatlich anfällt. Eine kostenlose Testphase von dreißig Tagen, wie sie bei anderen Online RPGs üblich ist, gibt es bei PSO leider nicht, was allerdings eine Frechheit ist, denn wer will schon die Katze im Sack kaufen. Bei 60 Euro Neupreis für die DVD wäre ein freier Monat Online-Spiel ja wohl locker dringewesen. Wenigstens müsst ihr nicht zwingender Weise Xbox Live Gold Mitglieder sein, was Xbox-Besitzern, die sowieso die Gold-Mitgliedschaft haben, allerdings auch nichts hilft. Generell sollte mal gesagt werden, dass 10 Euro im Monat ziemlich viel sind, für den Service den Sega uns da bietet. Fünf bis sieben Euro hätten es auch getan, erst recht wenn amerikanische Spieler mit 10 Dollar (derzeit rund 7,50 Euro) davonkommen.

    Phantasy Star Universe Phantasy Star Universe Zähneknirschend, aber mit der Guardian Lizenz in der Tasche dürft ihr dann beim ersten Kontakt mit dem PSU-Server euren Spielcharakter in einem Editor erstellen. Welche der vier Rassen ihr wählt, bleibt dabei eurem Geschmack überlassen. Als Nahkämpfer seid ihr mit den brandneuen Beasts am besten beraten, die nicht nur prima mit Nahkampf-Waffen, wie Laserschwertern umgehen, sondern sich auch ab dem zwanzigsten Erfahrungslevel kurzzeitig in ein monströses, wolfähnliches Untier verwandeln können. Wer hingegen lieber mit Schusswaffen aus der Ferne agiert, wird mit einem Cast glücklich, der nicht nur gut mit Knarren umgehen kann, sondern ab Level 20 die Fähigkeit hat, sich kurzzeitig in eine riesige Kanone zu transformieren. Angehörige der NewMan-Rasse eignen sich hingegen durch ihre hohen geistigen Fähigkeiten als Magier, die der Party mit Heilsprüchen und magischen Element-Attacken zur Seite stehen, aber körperlich eher schwach sind. Völlig durchschnittlich kommt da der Mensch (Human) daher, doch haben Menschen gerade deswegen den größten Vorteil beim Wechsel der Kämpferklassen, derer es drei gibt. Ihr seid nämlich nicht gezwungen, dem Beruf, der sich offensichtlich am besten für euren Charakter eignet, nachzugehen. Stattdessen könnt ihr beliebig zwischen der Force-, der Ranger oder Hunter-Klasse wechseln, was sich vor allem auf das Angebot einsetzbarer Waffen und die Entwicklung eurer weiteren Fähigkeiten wie Zielgenauigkeit und körperliche bzw. geistige Kraft ausschlägt.

    Partytime

    Phantasy Star Universe Phantasy Star Universe Sobald ihr euren Charakter erschaffen habt, findet ihr euch in eurer eigenen Wohnung wieder, die ein absolutes Novum darstellt. Erstmals in einem Online RPG dürft ihr nämlich auch ein Privatleben führen. In euren eigenen vier Wänden könnt ihr euch nicht nur umziehen und einen kleinen Hilfsroboter heranzüchten, der Gegemstände fusionieren kann und euch später auch in Schlachten tatkräftig zur Seite steht, sondern auch Dekorationen unterbringen die eure Wohnung möglichst gemütlich machen sollen. Wer seine Tür nicht durch eine Zahlenkombination abschließt, kann sogar unerwarteten Besuch von anderen Spielern bekommen, die sich aus Neugier eure Wohnung ansehen wollen. Noch mehr Besuch bekommt ihr allerdings, wenn ihr in eurer Wohnung einen Shop eröffnet, in dem ihr die Waffen und Gegenstände, die ihr nicht mehr braucht, zu selbst bestimmten Preisen verkaufen könnt, selbst wenn ihr gerade nicht anwesend seid. Da das Eröffnen eines eigenen Lädchens jedoch recht teuer ist, und ihr auch Gegenstände braucht, die ihr anbieten könnt, werdet ihr erstmal eine lange Zeit Kunde bei anderen Spielern sein und euer Geld mit zünftigen Online-Schlachten verdienen.

    In eurem Shop könnt ihr die Preise selbst bestimmen In eurem Shop könnt ihr die Preise selbst bestimmen Da es sich im Rudel viel besser kämpft als alleine, solltet ihr euch natürlich erstmal nach einer Gruppe umsehen, die mit euch über die Schlachtfelder zieht. Mitglieder für eure maximal sechsköpfige Online Party findet ihr sowohl auf der heimischen Raumstation, in der ihr eure virtuelle Wohnung bezieht, als auch in den recht übersichtlich gehaltenen Städten der drei Planeten, auf denen sich viele weitere Onlinespieler tummeln, um sich auf die nächste Aufgabe vorzubereiten. Im Gegensatz zu anderen großen Online Rollenspielen wie Final Fantasy 11 habt ihr es hier jedoch viel einfacher, eine Party zu finden. Allein schon die schriftliche Kommunikation über farbigen Sprechblasen, die direkt über dem sprechenden Mitspieler eingeblendet werden, vereinfacht den Socializing-Prozess deutlich. Statt bezuglosen Namen und Sprechtexten in irgendeiner Bildschirmecke zu folgen, könnt ihr bei PSU nämlich direkt sehen, wer gerade etwas sagt, und wo sich diese Person befindet. Die Möglichkeit, Denk- und Schreiblasen für den Text zu erzeugen, sowie eure Worte durch eine Vielzahl affektierter Animationen zu untermalen, erweitert die Verständigungsmöglichkeiten jedenfalls ungemein. Lediglich bei der Schimpfwortzensur hat Sega ein wenig übertrieben, denn sogar völlig harmlose Ausdrücke wie "Help" oder das Wort "Sega" werden herausgefiltert, was manchmal doch etwas nervig sein kann. Die Eingabe der Texte erfolgt dabei entweder über eine recht fummelige Software-Tastatur, oder ein USB-Keyboard, welches ihr an die Xbox360 anschließt. Partyintern könnt ihr hingegen auch auf das Xbox 360 Headset zurückgreifen, was euch einiges an Tipperei erspart. Austauschbare Visitenkarten sorgen dafür, dass man neue Freunde auch zu einem späteren Zeitpunkt wiederfindet.

  • Phantasy Star Universe
    Phantasy Star Universe
    Release
    24.11.2006

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Die Zwerge Release: Die Zwerge EuroVideo Bildprogramm GmbH , King Art
    Cover Packshot von Candle Release: Candle Daedalic Entertainment
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Phantasy Star Universe
Phantasy Star Universe im Gamezone-Test
Noch immer mit dem gleichen Suchtfaktor versehen versteht es PSU uns wieder für Wochen vor den Schirm zu fesseln.
http://www.gamezone.de/Phantasy-Star-Universe-Spiel-27406/Tests/Phantasy-Star-Universe-im-Gamezone-Test-991085/
08.12.2006
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