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  • Pharao: Eine Stadt in der Wüste - Leser-Test von Ceilan

    Pharao: Eine Stadt in der Wüste - Leser-Test von Ceilan Ägypten zur Zeit der Pharaonen. Ein Land das von gigantischen Wüstengebieten überzogen wird. Riesige Meere aus Sand wohin man schaut. Doch der erste Eindruck täuscht, denn an den fruchtbaren Ufern des Nils entsteht schon in dieser Zeit eine der ersten Hochkulturen. Während die primitiven Barbaren sich in Europa die Köpfe einschlagen errichten in Ägypten zahllose Arbeiter mit bis heute nicht vollständig erforschten Hilfsmitteln die berühmtesten Grabstätten der Menschheitsgeschichte, die später zu den sieben Weltwundern gezählt werden. Es ist eine fremde, aber gleichzeitig faszinierende Zivilisation mit geheimnisvollen, tierköpfigen Göttern und seltsamen Schriftzeichen. Pharao aus dem Hause Impressions entführt den Spieler in genau diese alte Welt und man erkennt recht schnell, dass die Pyramiden lange nicht die einzigen wichtigen Bauwerke der Ägypter sind. Denn Pharao ist wie seine Vorgänger Caesar 1-3 eine waschechte Städtebausimulation im Stil von Sim City. Nur dass in diesem Fall keine römischen Aquädukte und Thermen beziehungsweise Autobahnen und Hochhäuser errichtet werden sondern eben die Pyramiden, Tempel und Wohnhäuser der alten Ägypter. Der Spieler wird zum Statthalter einer ägyptischen Provinz ernannt und im Auftrag des gottgleichen Pharaos soll man aus einem kargen Wüstengebiet eine blühende Metropole machen. Es gibt also viel zu tun und mit ein paar Häusern und Feldern ist es noch lange nicht getan. Ohne ein geschicktes Management und den durchdachten Umgang mit den vorhandenen Geldreserven ist dieses Spiel nicht zu gewinnen und man wird schon am Anfang kläglich scheitern. In Pharao gibt es drei große Kampagnen, die jeweils aus einigen Untermissionen bestehen. Die Startbedingungen sind in jedem Szenario im Prinzip die selben. Man hat etwas Geld und vor allem Land zur Verfügung und nun fehlen eigentlich „nur noch“ die Gebäude und natürlich die passenden Bewohner. Hat man erste Wohnhäuser errichtet kommen auch schon gleich ein paar potenzielle Mieter angelaufen, aber dummerweise nur dann wenn auch die äußeren Umstände stimmen. Denn Gebiete ohne ausreichende Wasserversorgung können sich niemals weiterentwickeln und ohne Wasser kann ein Mensch natürlich nicht überleben. Die fleißigen Pyramidenbauer benötigen außerdem Nahrungsmittel sowie verschiedene andere Güter und je besser die Versorgung ist desto beliebter und beeindruckender wird die jeweilige Gegend. Baut man zum Beispiel eine Bibliothek oder ein anderes öffentliches Gebäude werden mit der Zeit vielleicht auch die normalen Wohnhäuser zu prächtigen Villen und von den dazugehörigen Bewohnern kann man vor allem deutlich mehr Steuern fordern. Eine funktionierende Gesellschaft samt passendem Wirtschaftssystem ist also das oberste Ziel und damit niemand hungert müssen Felder angelegt werden, Steine für die Häuser werden aus Felsen herausgeschlagen und dazu kommen zahlreiche weitere Gebäude und die passenden Arbeiter. Antike Polizeistation überwachen die Stadt, Ärzte kümmern sich um das Wohlergehen der virtuellen Ägypter und verschiedene Einrichtungen sorgen dafür dass sich die Bewohner auch nach der Arbeit nicht langweilen. Die Funktionen und Aufgaben erscheinen auf den ersten Blick ziemlich kompliziert, aber für Anfänger gibt es ein paar praktische Hilfen wie etwa das Tutorial in dem die wichtigsten Funktionen erklärt werden. Im Spiel tauchen außerdem verschiedene Berater auf, die sich jeweils in einem bestimmten Bereich auskennen. Diese Minister versorgen den Spieler mit wichtigen Informationen und vor allem auch mit praktischen Tips. Wenn bestimmte Waren benötigt werden und man andere dagegen in rauen Mengen besitzt ist ein Tausch die beste Alternative und man kann mit anderen Städten Handel treiben. In einem speziellen Menü wählt man die verschiedenen Waren aus und man kann dort zum Beispiel auch den gewünschten Preis festlegen. Die Bürger sind nicht die einzigen Figuren die hohe Ansprüche stellen, denn in Pharao tauchen zusätzlich die wichtigsten Gottheiten der Ägypter auf. Diese wollen immer beachtet werden und wenn man zum Beispiel nicht die nötigen Feste veranstaltet lässt der Sonnengott Ra die Felder verdorren. Und dabei darf man auch den obersten Chef, also den Pharao selbst, nicht vergessen denn der will ab und zu unter anderem bestimmte Waren als Abgaben erhalten. Von Zeit zu Zeit sind kriegerische Auseinandersetzungen nicht zu verhindern, aber diese sind wie in anderen Spielen dieser Art eher zweitrangig.
    In technischer Hinsicht präsentiert sich Pharao recht traditionell. Genauer gesagt: Wie in den anderen Aufbauspielen von Impressions kommt auch hier die typische zweidimensionale Ansicht zum Einsatz und auch sonst gibt es viele Parallelen. Viele der Gebäude sehen den Einrichtungen aus Caesar 3 sehr ähnlich und die Entwickler haben wohl auch die selbe Engine verwendet. Die Gebäude und Einheiten wurden recht detailliert gestaltet, aber sie sind doch nicht ganz so schön wie die Modelle in Age of Empires 2 oder anderen Strategiespielen. Alles ist sehr übersichtlich und nach einiger Zeit entstehen große Städte, auf die man schon ein bisschen stolz sein kann. Die Figuren sind leider lange nicht so „wuselig“ wie zum Beispiel die berühmten Siedler und man wird sie deshalb auch nicht unbedingt lieb gewinnen. Die Animationen sind ganz in Ordnung, aber nicht unbedingt überragend.
    Der Sound ist leider eines der schlechtesten Elemente in Pharao. Die meiste Zeit über bekommt man das selbe Musikstück beziehungsweise verschiedene Variationen dieser Melodie zu hören und nach einer Weile wird das Ganze mehr als eintönig und langweilig. In diesem Bereich hätten sich die Entwickler ruhig etwas mehr Mühe geben können. Dafür sind wenigstens die Sprachsamples ganz in Ordnung und stellenweise sogar recht witzig.
    Die Steuerung ist einfach zu erlernen und dank der bereits erwähnten Hilfen kommt man eigentlich relativ schnell mit sämtlichen Funktionen zurecht. Darüber hinaus können verschiedene Schwierigkeitsgrade eingestellt werden, so dass sowohl Anfänger als auch Profis zufrieden sein können. Was fehlt ist, wie auch in den anderen Städtebausimulationen der Firma, ein Multiplayermode. Ich lege darauf keinen besonderen Wert, aber manche Leute hätten sich vielleicht einen Netzwerkmodus oder gar eine Online-Unterstützung gewünscht.
    Fazit: Pharao ist ein überzeugendes Aufbaustrategiespiel mit einigen Schwächen im Technikbereich. Diese Mängel werden aber durch die Spieltiefe und die vielen unterschiedlichen Möglichkeiten recht gut ausgeglichen. Im Vergleich zu aktuellen Spielen sieht das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes alt aus, aber Fans des Genres können ruhig zugreifen.

    Negative Aspekte:
    relativ veraltete Technik

    Positive Aspekte:
    interessantes Szenario, durchdachte Steuerung

    Infos zur Spielzeit:
    Ceilan hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Pharao

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Ceilan
    7.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    6/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Pharao
    Pharao
    Publisher
    Sierra
    Developer
    Impressions
    Release
    06.09.2000

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995481
Pharao
Pharao: Eine Stadt in der Wüste - Leser-Test von Ceilan
http://www.gamezone.de/Pharao-Spiel-27426/Lesertests/Pharao-Eine-Stadt-in-der-Wueste-Leser-Test-von-Ceilan-995481/
18.03.2002
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/07/pharao_1_.jpg
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