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  • Phoenix Wright: Ace Attorney im Gamezone-Test

    Warum Phoenix Wright um Welten cooler ist als Barbara Salesch, haben wir für euch ermittelt.

    Ob Big Brother, unzählige Casting-Shows, Jungle-Camps oder andere fragwürdige Formate, mittlerweile gibt es bald nichts mehr, was man im TV noch nicht zu sehen bekommen hat. Irgendwann folgte schließlich die Welle der Gerichtsshows, die so einiges in den Fernseh-Nachmittag schwemmte. Barbara Salesch, Richter Alexander Hold und viele weitere, die immer wieder nach dem Schuldigen suchten. Nun hat dieser Trend auch die Videospiele erreicht. Aber keine Sorge, denn die gute Frau Salesch gibt es jetzt nicht plötzlich als virtuelle Ausgabe. Auf Nintendos DS läuft das alles sehr viel cooler und humorvoller ab. In stilvoller Anime-Optik wandert ihr auf den Pfaden eines jungen Anwalts. Ob das trotzdem langweilig ist oder richtig Laune macht, haben wir für euch in Erfahrung gebracht.

    Phoenix Wright - ein junger aufstrebender Anwalt

    Phoenix Wright: Ace Attorney Phoenix Wright: Ace Attorney Anders als man das vom TV meist kennt, können Anwälte durchaus auch jung, stilvoll und cool sein. Bestes Beispiel ist euer Alter Ego im Spiel selbst. Ihr verkörpert den dynamischen Verteidiger Phoenix Wright, der mit seinen 24 Jahren noch ganz grün hinter den Ohren ist. Er hat gerade das Staatsexamen hinter sich gebracht und beginnt seine Laufbahn in der Kanzlei Fey & Co., wo er von seiner Mentorin Mia Fey das Wichtigste für den Beruf mit auf den Weg bekommt. Wie es der Zufall so will wird Maya (Mias kleine Schwester) eines Tages zur Assistentin von Phoenix. Sie ist erst 17 Jahre alt und noch sehr naiv, aber sie hat durchaus Talent und übersinnliche Fähigkeiten, die euch hin und wieder aus der Patsche helfen können. Jede Unterstützung kommt euch gelegen, denn euer Gegenspieler, Miles Edgeworth, ist ein gnadenloser Anwalt, der die Angeklagten mit jedem Mittel hinter Gitter bringen will. Um genau das zu verhindern bedarf es jedoch einiges an Hirnschmalz und logischem Denkvermögen.

    Informationen beschaffen, den Tatort untersuchen und Beweise finden

    Phoenix Wright: Ace Attorney Phoenix Wright: Ace Attorney Als Verteidiger hat man es nicht leicht. Jemand wird einer Tat beschuldigt und ihr sollt nun beweisen, dass euer Mandant unschuldig ist. Doch wie macht man das, wenn zunächst alles dagegen spricht und die Lage aussichtslos erscheint? Richtig, man schnüffelt herum und beschafft sich Informationen. Natürlich sollte man sich sicher sein, dass der Mandant auch wirklich eine reine Weste hat. Um Gewissheit zu erhalten - oder zumindest soviel Gewissheit wie irgendwie möglich - sollte euch euer Mandant also alles aus seiner Sicht exakt erzählen und keine Details auslassen. Nun gilt es allerdings auch die Gegenposition anzuhören und mit Leuten zu reden, die den Vorfall anders wahrgenommen haben. Es werden daher Gespräche mit Zeugen geführt, die neue Aspekte ans Licht bringen. Möglicherweise gibt es Unstimmigkeiten zwischen zwei Aussagen, sodass man einen Ansatzpunkt hat, den man vor Gericht gut dazu nutzen kann, Zeugen zu verunsichern. Dass irgendjemand lügt ist klar, doch wenn man nichts auf der Hand hat, dann kann man dies auch nicht beweisen. Daher ist auch die Beschaffung von Beweismaterial von größter Bedeutung. Leider fällt aber keine Tatwaffe oder kein Beweisfoto einfach so vom Himmel. Ihr müsst daher den Schauplatz des Mordes haargenau unter die Lupe nehmen und jeden Millimeter nach etwas Verdächtigem absuchen. Oft sind die entscheidenden Beweise ganz unscheinbare Dinge, die auf den ersten Blick unwichtig erscheinen oder gar nicht beachtet werden. Wer hätte schon gedacht, dass eine Konfetti-Kanone bei der Lösung eines Mordes hilfreich sein kann? Doch keine Sorge, meist hat alles einen logischen Zusammenhang, den man gut nachvollziehen kann. Hin und wieder weiß man trotzdem nicht weiter, aber wer gründlich sucht, der findet auch die entscheidende Spur.

    Phoenix Wright: Ace Attorney Phoenix Wright: Ace Attorney Wird ein Schauplatz betreten so stehen euch vier Optionen zur Auswahl: Reden (sofern Personen anwesend sind), Untersuchen, Präsentieren oder Bewegen. Was mit reden gemeint ist, sollte klar sein. Beim Befragen der Zeugen oder anderer Leute, die man so antrifft, hat man leider nur beschränkte Möglichkeiten zur Konversation. Man kann aus verschiedenen Vorgaben aussuchen, wie etwa "Was passiert ist", "Das Opfer", "Der Tatort" oder ähnliche Dinge und die Person erzählt euch schließlich etwas darüber. Erhält man im Gespräch neue Erkenntnisse, so kann der Gesprächspartner auch auf diese angesprochen werden. Hat er sich über ein Thema ausgelassen, so wird dies mit einem Häkchen markiert, damit er nicht mehrmals das Gleiche gefragt wird. Um weitere Informationen aus jemandem herauszukitzeln, könnt ihr einen bestimmten Gegenstand vorzeigen und darauf hoffen, dass die Person etwas dazu erzählen kann. Ein Beispiel: Ein kleiner Junge gibt vor den Tathergang genau beobachtet zu haben. Da er aber ein sturer Bursche ist, will er euch nichts sagen. Sobald ihr ihn mit Sammelkarten des Steel Samurai (seinem großen Idol) lockt, wird er ganz plötzlich gesprächig. Hat man genug geplaudert, kann die Gegend noch etwas untersucht werden. Tippt auf dem Touchscreen bestimmte Objekte an und Phoenix wird einen Kommentar dazu abgeben oder den Gegenstand eventuell einstecken. Hier kommt ein bisschen Point & Click Feeling auf. Sofern ein Ort ausgiebig untersucht wurde und man von den Personen dort nichts Neues erfahren kann, sollte man mittels "bewegen" den Schauplatz wechseln. Ist die Beweisaufnahme beendet und gibt es niemanden mehr, den man mit Fragen löchern könnte, geht der Prozess los.

    "Moment mal! Einspruch!" - Vor Gericht

    Phoenix Wright: Ace Attorney Phoenix Wright: Ace Attorney Im Grunde teilt sich das Spiel in zwei große Bereiche. Teil eins stellt die Suche nach Informationen und Beweisen dar, während sich Teil zwei der anschließenden Verhandlung vor Gericht widmet. Im Gerichtssaal wird es ernst. Ihr müsst all das, was ihr zuvor in Gesprächen mit den verschiedenen Leuten erfahren habt und eure ganzen Beweise als Basis für euer weiteres Vorgehen nutzen. Der Anwalt Miles Edgeworth (mit dem ihr es häufiger zu tun habt) kennt keine Gnade und wird die unmöglichsten Zeugen vor Gericht schicken und mit allen Mitteln kämpfen, um euren Mandanten schuldig sprechen zu lassen. Und selbst wenn etwas offensichtlich scheint, ihr müsst für alles einen exakten Beweis vorlegen können, sonst wird es vor Gericht nicht anerkannt. Nachdem ein Zeuge seine Aussage gemacht hat, wird diese nochmals in kleinen Happen serviert - das Kreuzverhör beginnt. Ihr könnt jeden einzelnen Teil der Zeugenaussage angreifen, indem ihr auf das entsprechende Symbol auf dem Touchscreen tippt. Phoenix Wright erhebt sich daraufhin und schreit lauthals "Moment mal!". Ihr könnt sogar selbst ins Mikro brüllen. Er stellt dann eine Frage oder macht eine Bemerkung, mit der er kritisch nachhakt, um eventuelle Widersprüche aufzudecken. Oft kann sich der Zeuge geschickt rausreden, aber manchmal wird bereits hier klar, dass er lügt. Um eine Lüge festzunageln und sie dem Gericht als solche zu verdeutlichen, braucht es aber einen handfesten Beweis. Warum kann das, was der Zeuge da aussagt, nicht mit dem tatsächlichen Vorfall übereinstimmen? Man muss nun genau die Stelle in seiner Aussage finden, an der er lügt und den passenden Beweis vorlegen, der ganz eindeutig erklärt, dass es so nicht gewesen sein kann. Präsentiert man dem Richter einen Beweis, der nichts aussagt, dann verliert man ein !-Symbol. Sobald man keine Ausrufezeichen (!) mehr hat, wird der Angeklagte schuldig gesprochen und der Fall ist erledigt. Einfach nur Rumprobieren und nach Belieben Beweise vorlegen, ist also nicht drin. Bei späteren Fällen wird sogar noch härter durchgegriffen und ihr dürft den Zeugen noch nicht einmal mehr ungerechtfertigt angreifen und nachhaken. Während ihr den Zeugen löchert und verunsichert, kommen hin und wieder auch Fragen vom Richter oder von der Anklage. Entweder fordern sie ein Beweisstück oder eine prägnante Aussage, die ihr nicht unüberlegt aus drei möglichen wählen müsst. Es gibt also einige Momente, in denen es wirklich auf euer Denkvermögen ankommt und in denen ihr beweisen müsst, dass ihr mitdenkt. Fehler darf sich jeder mal erlauben, aber nicht zu viele. Wollt ihr einen Fall gewinnen, solltet ihr euch daher lieber zweimal überlegen was ihr tut.

    Gerichtsverhandlung im Comic-Stil

    Phoenix Wright: Ace Attorney Phoenix Wright: Ace Attorney Wie unschwer zu erkennen ist, wird "Phoenix Wright" in einem Comic-Stil präsentiert. Das macht es aber nicht automatisch kindgerecht, denn es ist trotz allem kein kindlicher Look. Die Charaktere werden realistisch dargestellt und nicht übertrieben knuffig oder zuckersüß. Was einige Personen (wie auch deren Namen) angeht, merkt man allerdings, dass es auch keine todernste Simulation sein soll. Es wird viel mit Wortwitz gearbeitet. Von einem Mister Red White über eine Misses Dee Vasquez - DeeVa - Diva...- ist so manch skurriler Vogel dabei. Doch nicht nur das sorgt für ein Grinsen im Gesicht. Phoenix lässt öfters bitterböse Kommentare ab, die mehr als nur zweideutig und sehr unterhaltsam sind. Grafisch wird einem zwar keine Offenbarung geboten, aber der 2D-Comic-Stil versprüht jede Menge Charme. Wenn die Verhandlung in eine heiße Phase geht, werden bestimmte Personen auch mal im Close-Up gezeigt. Das bringt die Emotionen besser rüber und erzeugt Spannung. Zusätzlich wird es durch einen Umbruch in der Musik verstärkt. Während zuvor noch Stille herrschte oder nebensächliche Melodien zu vernehmen waren, wird es plötzlich hektisch. Man kann die Anspannung des Zeugen, der gerade auf frischer Tat beim Lügen ertappt wurde, förmlich spüren. Sein erschrockener Gesichtsausdruck und das wilde Gemurmel im Gerichtssaal inklusive dem obligatorischen Hämmern des Richters, tragen ihr Übriges dazu bei. Was Atmosphäre angeht hat man alles richtig gemacht. Aus technischer Sicht gibt es daher wenig zu bemängeln, denn das Spiel hat einfach seinen ganz eigenen Stil, der einen packt und in seinen Bann zieht. Hinzu kommen die tollen und oft etwas verzwickten Geschichten, die auch mal eine Überraschung oder Wende zu bieten haben.

    Phoenix Wright: Ace Attorney (NDS)

    Singleplayer
    8,4 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Tolle Geschichten hinter den Mordfällen
    viel Humor
    spannend und motivierend
    fordert Grips
    packende Atmosphäre
    ganz eigener Stil
    viele liebenswürdige Charaktere
    Sehr linear
    manchmal entdeckt man zwar Widersprüche aber weiß nicht genau an welcher Stelle man welchen Beweis einsetzen muss
    grafisch schlicht
  • Phoenix Wright: Ace Attorney
    Phoenix Wright: Ace Attorney
    Publisher
    Nintendo
    Release
    24.11.2006

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991122
Phoenix Wright: Ace Attorney
Phoenix Wright: Ace Attorney im Gamezone-Test
Warum Phoenix Wright um Welten cooler ist als Barbara Salesch, haben wir für euch ermittelt.
http://www.gamezone.de/Phoenix-Wright-Ace-Attorney-Spiel-27583/Tests/Phoenix-Wright-Ace-Attorney-im-Gamezone-Test-991122/
28.12.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/12/Phoenix_Wright__Ace_Attorney-Nintendo_DSScreenshots607919.jpg
tests