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  • Platoon: The first Casualty of War is Innocence - Leser-Test von alpha_omega

    Platoon: The first Casualty of War is Innocence - Leser-Test von alpha_omega Der Vietnamkrieg stellt für die USA selbst heute noch ein absolutes Trauma dar, dass wie ein Gespenst noch immer in den Köpfen des sonst so patriotischen Volkes herumspukt. All derer, die freiwillig oder unfreiwillig ihr Blut für eben jenes Land vergaßen, werden sich selbst heute noch, an einen der sinnlosesten geführten Kriege aller Zeiten schmerzlich zurückerinnern. Um seinem eigenen Trauma zu entfliehen, entschloss sich der Regisseur und gleichzeitige Drehbuchautor Oliver Stone dazu, einen Kinofilm zu drehen, der nicht wie in zuvor veröffentlichten Filmen, wie beispielsweise Rambo oder auch Braddock (Missing in Action), die angeblichen US-Helden in ein helles Licht rückte, sondern die völlig überforderten und teilweise hilflosen GI's zeigte, von denen so manche ihren Frust und Druckabbau in grausamen Taten abließen. Platoon, so der Name dieses Antikriegsepos, feierte seine Leinwandpremiere im Jahre 1986 und sollte nicht nur dem Regisseur zahlreiche Auszeichnungen (insgesamt vier Oscars) bescheren, sondern auch dem damals jungen Schauspieler Charlie Sheen zum internationalen Durchbruch verhelfen. Der gigantische Erfolg von Platoon, sollte natürlich auch dazu führen, dass sich der eigentlich so nachdenkliche Streifen auch bald auf sämtlichen Videospielsystemen wiederfand. Seine Premiere feierte Platoon dabei auf dem C64 und nach dem recht großen Erfolg auf dem Brotkasten sollten weitere Umsetzungen folgen, darunter auch für das NES oder den Amiga, mit dessen Umsetzung ich mich in folgendem Artikel ein wenig näher beschäftigen werde.

    Auch wenn der Spielablauf nicht all so viel mit dem Film gemeinsam hat, werfen wir trotz dessen noch einmal einen kleinen Blick auf die Geschichte, die uns die Story des jungen Soldaten Chris Taylor erzählt, der im Jahre 1967 freiwillig seinen Dienst in Vietnam antritt. Schon bald stellt der naive Collegeboy fest, dass in Vietnam nicht mit Nächstenliebe der gar Kameradschaft zu rechnen ist, schon gar nicht wenn man als Frischling zu einem bereits bewährten Platoon hinzu stößt. Nichts desto trotz gibt es auch für ihn Vorbilder, zu denen er aufblickt. Darunter auch seine beiden Vorgesetzten Elias (gespielt von Willem Dafoe) und Barnes (gespielt von Tom Berenger), die sich einen internen Krieg liefern und das eigene Squad in zwei Lager spalten. Während Barnes mit seiner umbarmherzigen Härte, vietnamesische Dorfbewohner terrorisiert und vor den Augen seiner Kameraden die Ehefrau eines angeblichen Vietcongs eliminiert, nachdem dieser keine Antwort auf Barnes Fragen erwidert, kritisiert Elias diese Vorgehensweiße und schwört Barnes, für diese Aktion zur Rechenschaft zu ziehen. Dieser Zweispalt, mit dem sich auch der junge Taylor beschäftigt, endet letztendlich damit, dass Barnes Elias in den Tod schickt und ihn dem Vietcong schwerverwundet ausliefert. Wie der Film letztendlich ausgeht, wird an dieser Stelle nicht verraten, so viel sei nur verraten. Nach einem wirklichen Helden wird man vergeblich suchen.

    Doch kommen wir nun zum eigentlichen Spiel, welches übrigens von der Firma Ocean vermarktet wurde, deren Schriftzug sehr oft auf dem Cover eines virtuell umgesetzten Blockbusters zu erkennen war. Platoon bietet uns insgesamt drei umfangreiche, verschiedene Szenen, die nach meinem Geschmack allerdings ein wenig zu langatmig gestaltet wurden. In der ersten Szene jagen wir mit unserem fünf Mann großen Platoon durch den Dschungel und später durch das im Film erwähnte Dorf. Der Dschungel erweißt sich dabei als ein tiefgrünes 2D scollendes Labyrinth, welches nicht nur mit vielen Sackgassen und Abzweigen uns das Leben schwer machen wird, sondern vor allem durch die vielen Vietcongs und deren Sprengfallen ein ganz heißes Pflaster darstellt. In diesem Abschnitt, bei dem wir mit Gewehr und Handgranaten uns den Angriffen des Vietcongs erwehren müssen, gilt es primär einen Sprengsatz finden, mit dem man später eine Brücke sprengen wird. Den abschließenden Part übernimmt das bereits angesprochene Dorf, in welchem wir einen Wegplan für das Tunnelsystem finden müssen, welcher uns letzten Endes in die zweite Mission führen wird. In eben jenem dunklen Gräben, müssen wir uns dann als Tunnelratte bewähren, die auch hier auf zahlreiche, angriffslustige Vietcongs stoßen wird. Im Gegensatz zur ersten Mission, die uns das Spielgeschehen aus einer 3rd Person Optik zeigt, bekommen wir hier eine Egoperspektive angeboten, die den Eindruck der Beklemmtheit wahrscheinlich nochmals unterstreichen soll. Im abschließenden dritten Level dürfen wir uns dann noch einmal unsere Fähigkeiten als Ballerexperte unter Beweiß stellen. Hier gilt es mit einem Fadenkreuz sämtliche Vietcongs ins Jenseits zu befördern, um letztendlich den Titelabspann des Spieles sehen zu dürfen.

  • Platoon
    Platoon
    Publisher
    Ocean Software Limited
    Developer
    Choice Software
    Release
    1988
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Platoon
Platoon: The first Casualty of War is Innocence - Leser-Test von alpha_omega
http://www.gamezone.de/Platoon-Classic-27882/Lesertests/Platoon-The-first-Casualty-of-War-is-Innocence-Leser-Test-von-alpha-omega-1007757/
13.09.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/11/Platoon__6_.jpg
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