Eine Spielesammlung die ihren Helden leider nicht gerecht wird, die sich in dem Spiel regelrecht verheizt vorkommen müssen.
Die Erwartungen an PlayStation Move Heroes sind groß, immerhin geben sich die bekanntesten Sony-Helden die Ehre, um ein neues Abenteuer zu erleben. Da kann eigentlich kaum noch etwas schief gehen, oder? Leider enttäuscht das Spiel auf ganzer Linie.
PlayStation All-Stars
PlayStation Move Heroes
Jak, Daxter, Ratchet, Clank, Sly Cooper und Bentley, alles bekannte Helden, die eigentlich jeder PlayStation-Spieler kennen sollte. Diese sechs Helden werden von Aliens entführt, um an einer Art intergalaktischen Wettbewerb teilzunehmen. Das lassen sich die Kollegen nicht zwei Mal sagen, weswegen der Spaß sofort beginnt. Mehr ist zu der Story leider auch nicht zu sagen, außer dass die Außerirdischen natürlich nichts Gutes im Schilde führen. Wer jedoch erneut ein tolles Jump & Run erwartet, der wird bitter enttäuscht werden, denn PlayStation Move Heroes ist im Prinzip nur eine Ansammlung von Mini-Games, die sich die Move-Steuerung zu Nutzen machen.
PlayStation Move Heroes
Das Spiel ist in vier Welten unterteilt, die sich den jeweiligen Szenarien von Jak, Ratchet und Sly sowie den fiesen Aliens annehmen. In jeder dieser Welten müssen viele kleine Missionen absolviert geben. Zwei Dinge haben sie fast alle gemeinsam: Die Rettung von Whibbles, kleinen eingesperrten Aliens, und den nervigen Kommentator. In einem Minigame muss man eine Diskusscheibe mit der richtigen Schwungbewegung werfen und sie dann mit dem Move-Controller steuern, um die Käfige der Whibbles unter Zeitdruck zu treffen. Ähnlich funktioniert ein Spiel, das an Bowling angelehnt ist. Hier muss eine Kugel geworfen werden, um sie dann durch einen Parcours mit Rampen und Teleportern zu lenken und um Energiekristalle einzusammeln. Das ist mit das beste Spiel, da die Aufgaben mit der Zeit immer herausfordernder werden. In diesem Teil von Move Heroes funktioniert die Bewegungssteuerung eigentlich ganz gut.
Action ohne Pfiff
PlayStation Move Heroes
Dann gibt es aber noch andere Aufgaben, die Überhand nehmen und sich mehr an den Action-Adventures orientieren. Mal muss man bewaffnet mit einer Kanone auf Roboter losgehen und möglichst lange überleben. An anderer Stelle muss man mit einer Nahkampfwaffe ausgerüstet Whibbles-Käfige vor ständig spawnenden Roboter-Feinden beschützen. Und als wäre das nicht schon genug, soll man in abgegrenzten Arealen Whibbles ausfindig machen und sie zu ihrer Mutti in der Level-Mitte bringen. Natürlich wimmelt es hier nur so vor Robotern, während man in allen Varianten Energiekristalle und Herzen für die Lebensenergie sammelt. Manchmal finden sich versteckte Gegenstände, die zum Beispiel neue Outfits freischalten.
PlayStation Move Heroes
Während die Pointer-Steuerung in den Ballerszenen kurzzeitig Spaß macht, verfällt der Nahkampf in pures Gefuchtel, weil das einfach am effektivsten ist, obwohl man theoretisch auch mehrere Angriffe durchführen könnte. Theoretisch sieht auch die Energiepeitsche auf den ersten Blick ganz interessant aus. Hier können die entsprechenden Bewegungen durchgeführt werden, um sogar einen Feind auf den anderen zu schleudern. Letztendlich gilt aber auch hier, dass unkoordinierte Bewegungen der Weg zum Ziel sind. Ist man einmal von der Übermacht umzingelt, lassen sich Angriffe blocken. Die Action-Level haben die sehr träge Kamera gemeinsam, welche zu vielen unübersichtlichen Situationen führt. Wahlweise darf man übrigens statt dem Navigation-Controller auch den DualShock verwenden, der zum Bewegen der Spielfiguren genutzt wird.
