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  • Das PSN-Desaster: Hintergründe und Fakten

    Der Hacker-Angriff auf das Playstation Network, den Qriocity Videodienst und die Sony Online Entertainment Server entwickelte sich inzwischen zum vielleicht größten Datenklau der Geschichte. Über 100 Millionen Kunden sind betroffen und noch immer sind die Verantwortlichen nicht gefunden, noch immer sind die Dienste offline. Im folgenden Artikel fassen wir die Vergangenen Ereignisse zusammen und liefern Fakten zum Hacker-Angriff.

    Wie alles begann

    Vor einem Jahr, genauer gesagt im April 2010, entfernte Sony das OtherOS-Feature von sämtlichen Playstation 3 Konsolen, welches es zum Beispiel ermöglichte Linux als alternatives Betriebssystem zu installieren. Der Konzern begründete diesen Schritt mit Sicherheitsbedenken, da zu diesem Zeitpunkt der Hacker George "GeoHot" Hotz bereits einen teilweisen Hack der PS3 präsentieren konnte. Doch selbst die neue Firmware 3.21 half nicht viel, der Hacker fand einen Weg die OtherOS-Funktion trotzdem zu nutzen.

    Dann kehrte Ruhe ein, bis zum 2. Januar 2011, als GeoHot einen vollständigen Hack der Playstation 3 vorweisen konnte. Er entwickelte den sogenannten Meltdr Key und veröffentlichte ihn auf seiner Website, gleichzeitig stellte er ein erklärendes Video dazu auf Youtube online. Das war Sony zu viel des Guten, sie verklagten GeoHot und Fail0verflow, einer Gruppe die GeoHot beim Hack halfen. Der Schaden durch Raubkopien sei enorm und noch nicht einzuschätzen, Umsatzeinbussen seien zu erwarten. Derweil beteuerten die Hacker, dass sie mit Raubkopien nichts am Hut hätten, sie wollten nur zeigen, dass auch die Playstation 3 angreifbar sei. Zudem stelle ihr Hack einen Protest gegen das entfernen der OtherOS-Funktion dar. Es dauert dann noch etwa drei Monate, in denen wilde Spekulationen durchs Netz geistern, bis sich Sony und GeoHot außergerichtlich einigen. Der Hacker darf ab sofort keine Sony Geräte mehr Hacken und auch niemandem dabei helfen oder Anleitungen erstellen.

    Anonymous betritt das Schlachtfeld

    Anfang April dieses Jahres mischt sich das Anonymous Kollektiv in die Sache ein und fordert aus Rache für das gerichtliche Vorgehen gegen die PS3-Hacker zum Angriff auf Sony auf. Es folgen diverse DDoS-Attacken und am 16. und 17. April schließlich ein großer Angriff auf die Server. Bei Sony bemerkt man das aber erst am 19. April und sieht sich auch nicht veranlasst die Öffentlichkeit zu informieren. Das etwas nicht stimmt, merken die dann einen Tag später, das Playstation Network geht offline. Als Grund werden Wartungsarbeiten angegeben, allerdings machen sich schon bald Gerüchte um einen Hack des Netzwerkes breit. Erst am 23. April nimmt Patrick Seybold von Sony dazu Stellung und gibt bekannt, dass es einen Angriff gegeben habe, weswegen man die Server runter fuhr. Wie schlimm dieser gewesen sei, darüber schweigt er sich aus. Dafür meldet sich Anonymous zu Wort und sagt, dass sie nichts mit dem Angriff zu tun hätten.

    Das Chaos beginnt

    Am 26. April dann platzt die Bombe, Sony muss zugeben, dass neben dem PSN auch der Qriocity Videodienst vom Hack betroffen ist und - was den absoluten SuperGAU darstellt - 77 Millionen Kundendatensätze gestohlen wurden. Namen, Adressen, Passwörter, alles scheint den Hackern in die Hände gefallen zu sein. Doch bleibt unklar, inwieweit die Angaben zu den Kreditkarten der Kunden davon betroffen sind. Sony beteuert, die Daten seien verschlüsselt gewesen, lässt aber offen, ob die Hacker darauf Zugriff hatten. Doch damit ist die Sache noch nicht ausgestanden, am 1. Mai gehen auch die Sony Online Entertainment-Server offline, auch sie wurden kompromittiert und die Kundendaten entwendet. Damit befinden sich die Hacker im Besitz von über 100 Millionen Kundendatensätzen. Trotzdem gibt sich Sony zu diesem Zeitpunkt noch optimistisch, das Netzwerk binnen einer Woche wieder online zu kriegen.

    Am 4. Mai dann erfolgt die erste, allerdings nur indirekte, Schuldzuweisung von Sony. Man habe auf den gehackten Servern eine Datei mit den Namen Anonymous gefunden, welche den Text "We are legion" enthalte. Anonymous dementiert schon einen Tag darauf erneut etwas mit dem Hack zu tun zu haben. Sony schaltete inzwischen die Behörden und das FBI ein, um den Hackern habhaft zu werden. Nach wie vor heißt es, dass das Playstation Network und die SOE-Server innerhalb einer Woche wieder online wären. Doch schon am 9. Mai hört sich das ganz anders an, der Konzern verkündet, dass sich der Ausfall der Dienste noch bis Ende Mai hinziehen könnte. Dem wiederum widerspricht Patrick Seybold, es gäbe keine Deadline für den Neustart des Netzwerkes, die Sicherheit des Systems hätte absolute Priorität.

    Video: Sony entschuldigt sich für PSN-Hack (2:59)
    Die Situation heute

    Nach wie vor sind alle Dienste offline und es gibt noch immer keinen Termin, ab wann man mit der Verfügbarkeit wieder rechnen könnte. Wer für die Angriffe verantwortlich ist, ist ebenfalls noch unklar, bis dato wurde niemand verhaftet und keine Hardware beschlagnahmt. Doch langsam machen sich Gerüchte rund um personelle Konsequenzen im Hause Sony breit. Angeblich soll der Stuhl des Konzernchefs Howard Stringer wackeln, ebenso soll sich Sony schon nach einem neuen Chief Information Officer umsehen. Derweil soll es eine Belohnung für Hinweise geben, die zur Ergreifung der Hacker führen. Die wurde aber nicht öffentlich ausgeschrieben, sondern soll in Absprache mit den ermittelnden Behörden beschlossen werden.

    Als Entschädigung für die Spieler soll es zwei kostenlose Spiele sowie einen Monat gratis Playstation-Plus geben. Das gilt aber noch nicht als in Stein gemeißelt, genaue Infos zu den Entschädigungen will Sony bekannt geben, sobald die Dienste wieder online sind.

    Inzwischen meldeten sich auch diverse Dritthersteller zu Wort, die durch den Ausfall des PSN ebenfalls empfindliche Einnahmeverluste hinnehmen müssen. "[Das] kostet uns offenbar hunderttausende wenn nicht gar Millionen Dollar an Einnahmen, die wir fest in unserem Budget eingeplant hatten. Diese Gelder setzen wir eigentlich dafür ein, neue Spiele auf den Markt zu bringen", so Capcoms Vize-Präsident Christian Svensson. Auch Q-Games, die reine Downloadtitel für das PSN entwickeln, stoßen in dasselbe Rohr.

    Sony beziffert den inzwischen aufgelaufenen Schaden auf 1,4 Milliarden Euro, was aber nicht das Hauptproblem sein dürfte, da der Konzern gegen solche Fälle versichert ist. Viel schwieriger wird es sein das verlorene Vertrauen der Kunden wieder zu gewinnen. Es gibt sogar Stimmen die sagen, dass der Angriff der kompletten Branche geschadet habe, da sich die Kunden in Zukunft dreimal überlegen werden, wem sie ihre Daten anvertrauen und ob sie noch ihre Kreditkarten im Internet benutzen sollten.

    Was muss ich beachten?

    Nach wie vor gilt: Wer eine oder mehrere Kreditkarten im Playstation Network, für Qriocity oder für die SOE-Server nutzte, sollte regelmäßig die Kontobewegungen kontrollieren. Kommt es zu ungeklärten Abbuchungen sofort eine Rückforderung des Betrages einleiten. Die Banken bieten dafür spezielle Chargeback-Services an. Gleichzeitig sollte man auch seine Bank informieren, inzwischen sollten alle Kreditinstitute von dem Hack wissen. Darum Kontakt aufnehmen und weitere Schritte besprechen.

    Nicht weniger wichtig sind eure Kundendaten. Wenn ihr ähnliche oder gar gleiche Passwörter auch an anderer Stelle benutzt, ändert sie sofort! Geht auch auf keine Angebote ein, die ihr von Unbekannten per Mail erhaltet. Bedenkt auch, dass sich Sony niemals nach euren persönlichen Daten oder gar Kreditkarteninfos erkundigen wird. Geschieht dies doch, könnt ihr davon ausgehen, dass euch jemand über den Tisch ziehen will.

    Quelle: www.gamezone.de

  • PlayStation Network
    PlayStation Network
    Release
    01.10.2009
    Es gibt 34 Kommentare zum Artikel
    Von Sepheta
    Sony wollte uns mit ihrem Rootkit heimlich auspionieren...sind aber jetzt selber Opfer geworden.
    Von Ger77
    Playstation Network - Ihr Offline- NetzwerkJetzt 100% sicher. Keine Hackerangriffe mehr möglich!Niemand kommt mehr…
    Von Tschoebster
    Na wenn es kein Sony Vögelchen war... 

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    Cover Packshot von Just Dance 2017 Release: Just Dance 2017 Ubisoft
    Cover Packshot von The Witness Release: The Witness Sony
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    • Es gibt 34 Kommentare zum Artikel

      • Von Sepheta
        Sony wollte uns mit ihrem Rootkit heimlich auspionieren...sind aber jetzt selber Opfer geworden.
      • Von Ger77
        Playstation Network - Ihr Offline- Netzwerk
        Jetzt 100% sicher. Keine Hackerangriffe mehr möglich!
        Niemand kommt mehr rein. Wirklich NIEMAND. (Leider auch sie nichrt)

        Trotzdem bleibt es kostenlos. SONY - Uns können sie vertrauen!

        (Humor ist wenn man trotzdem lacht)
      • Von Tschoebster Erfahrener Benutzer
        Na wenn es kein Sony Vögelchen war... 
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PlayStation Network
Das PSN-Desaster: Hintergründe und Fakten
http://www.gamezone.de/PlayStation-Network-Spiel-27943/News/Das-PSN-Desaster-Hintergruende-und-Fakten-968557/
11.05.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2011/05/PSN-Entschuldigung.jpg
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