Das Gameplay ist solide, die Story unterhaltend und der Umfang recht ordentlich.
Während sich japanische Pokémon-Fans bereits in den neuen Editionen Schwarz und Weiß auf dem Nintendo DS austoben können, müssen sich die Zocker in der restlichen Welt noch ein wenig gedulden, denn dort kommen die neuen Editionen erst im kommenden Frühjahr auf den Markt. Um uns die Wartezeit ein wenig zu versüßen, erschien nun aber ein neuer Ableger der Pokémon Ranger-Reihe für den Handheld und Fans des Spin-Offs dürfen nun bereits zum dritten Mal als Ranger die Pokémon-Welten unsicher machen. Die Pokémon Ranger-Ableger waren zwar nicht von überragender spielerischer Qualität, boten aber dennoch ganz unterhaltsame Kost und waren eine willkommene Abwechslung zum Pokémon-Alltag. Doch was hat der neue Ableger Pokémon Ranger: Spuren des Lichts auf dem Kasten?
Pokémon Ranger: Spuren des Lichts
Wieder einmal sind die Pokémon in ihrer friedlichen Welt in der Gefahr, denn eine Gruppe von Verbrechern, die sich selbst Pokenapper nennen, entführen mit allerlei Hightech Pokémon und sorgen so für Chaos in der Oblivia-Region. Da hilft nur eins: Die Pokémon-Ranger müssen den Bösen das Handwerk legen und den Pokémon zu Hilfe eilen. Bevor das Spiel beginnt, müsst ihr noch das Geschlecht eures Rangers wählen, denn diesmal könnt ihr wahlweise als Junge oder Mädchen spielen, was allerdings auf das Spiel selbst keine Auswirkungen hat.
Nach einigen Sequenzen geht es dann auch letztlich los und euer Ranger findet sich gestrandet und mit einigen Gedächtnislücken auf einer Insel wieder und seinem Gedächtnis wird nun nach und nach wieder auf die Sprünge geholfen. Eine ganz nette, wenn natürlich auch nicht unbedingt neue, Möglichkeit, dem Spieler eingebettet in die Story das Spielprinzip näher zubringen. An diesem hat sich beim neuen Teil auch nicht wirklich viel nennenswertes geändert und so werden sich Kenner der früheren Spin-Offs sicherlich sofort heimisch fühlen.
Pokémon Ranger: Spuren des Lichts
Wieder einmal macht ihr als Ranger die Pokémon-Welt unsicher und duelliert euch daher nicht mit anderen Trainern und auch Kämpfe stehen allgemein in diesem Sinne nicht auf dem Programm. Stattdessen müsst ihr als Ranger Pokémon beruhigen beziehungsweise fangen und diese somit auf eure Seite bringen. Dazu steht euch der FangKom zur Verfügung, ein kleines Gerät, welches nur Pokémon Ranger erhalten und mit denen diese mit Pokémon interagieren können. Kommt es zum Fangversuch eines Pokémon, wechselt das Spiel in den Fangbildschirm und das jeweilige zu fangende Pokémon befindet sich auf dem Touchscreen. Eure Aufgabe besteht nun darin eine emotionale Bindung zu diesem Pokémon aufzubauen und hierzu müsst ihr mit dem Stylus Kreise um das Pokémon ziehen. Das hört sich jedoch wesentlich einfacherer an, als es in der Praxis gerne mal ist. Das jeweilige Pokémon bleibt schließlich nicht stur auf der Stelle stehen, sondern wandert auch auf dem Bildschirm fleißig umher, was natürlich das Ziehen der Kreise mit dem Stylus nicht wirklich vereinfacht. Damit nicht genug, führen die Pokémon ab und an auch mal eine Attacke aus, welche euch das Fangen zusätzlich erschweren. Gerade im späteren Verlauf muss man wirklich konzentriert ans Werk gehen, da man sonst keine Chance hat das Pokémon emotional zu binden. Mit jedem geglückten Kreis um das Pokémon füllt sich die Freundschaftsleiste auf und sobald diese mit genügend erfolgreichen Kreisen komplett gefüllt ist, ist der Fangversuch erfolgreich.
Pokémon Ranger: Spuren des Lichts
Habt ihr ein wildes Pokémon mit dem FangKom gefangen, so wird euch dieses begleiten, falls ihr nicht bereits zu viele Pokémon dabei habt. Die Pokémon die euch begleiten, können euch dabei auch in vielen Situationen hilfreich unter die Arme greifen und häufig ist ein Weiterkommen im Spiel ohne bestimmte Pokémon beziehungsweise vielmehr deren Hilfe auch gar nicht möglich. Allerdings wird euch das jeweilige Pokémon direkt nach der Hilfe wieder verlassen und ihr könnt die Hilfe nicht mehr in Anspruch nehmen. Jedes Pokémon besitzt im Spiel eine bestimmte Fähigkeit, wie beispielsweise den Zerschneider, sowie eine Stufe dieser jeweiligen Fähigkeit. Immer wieder im Spiel werdet ihr dann an Stellen kommen, an denen die Fähigkeit auf mindestens einer bestimmten Stufe eines Pokémons gefordert ist und an der ihr dann ein eigenes Pokémon zur Hilfe einsetzen könnt. So könnt ihr beispielsweise ein Objekt an eine gewünschte Stelle bewegen und so eure Reise fortsetzen. Damit nicht genug könnt ihr auch bei Fangversuchen die mitgeführten Pokémon um Unterstützung bitten und euch damit im "Kampf" einen Vorteil verschaffen.
Einige, wenige Rollenspiel-Elemente
Pokémon Ranger: Spuren des Lichts
Auch wenn Pokémon Ranger: Spuren des Lichts kein Rollenspiel ist, so gibt es dennoch einige RPG-Elemente, die dem Spiel auch wirklich gut tun. So hat euer FangKom einen Level und verschiedene Attribute, die sich spürbar auf das Fangen auswirken. So steigt mit zunehmendem Level natürlich die Stärke des FangKom und entsprechend stärker füllt sich mit jedem Kreis beim Fangen auch die Freundschaftsleisten. Die benötigten Erfahrungspunkte für den FangKom erhaltet ihr nach jedem erfolgreichen Fangversuch. Die Höhe der Erfahrungspunkte richtet sich dabei nach verschiedenen Faktoren. Von der Stärke des gefangenen Pokémon, von der benötigten Zeit für den Fang etc. Daher sollte es selbstverständlich auch ein besonderer Ansporn sein, sich bei den Kämpfen noch mehr Mühe zu geben, schließlich wird man mit vielen Erfahrungspunkten als Bonus belohnt, was das weitere Spiel deutlich vereinfacht.
