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  • Ports of Call: Schiffe, Waren, Geldverdienen - Leser-Test von lidofrin

    Ports of Call: Schiffe, Waren, Geldverdienen - Leser-Test von lidofrin Ports of Call ist ein wahrer Klassiker der deutschen Computerspielgeschichte. Man kauft ein Schiff, betankt und repariert es eventuell, dann belädt man es mit Waren und verschifft diese in die ganze Welt... dann kauft man ein zweites Schiff, betank und repariert es unter Umständen, um wieder Waren zu laden und diese gewinnbringend zu verkaufen. Doch stets sitzt einem der Pleitegeier im Nacken, denn auf den sieben Weltmeeren lauern viele Gefahren.

    Grafik
    Die Grafik ist zweckdienlich. Wie bei den meisten Wirtschaftssimulationen der damaligen Zeit wurde auf auwendigen Grafikschnickschnack und aufwendige Zwischensequenzen verzichtet und das Hauptaugenmerk auf das Gameplay gelegt. Die Animationen, Hafeneinfahrten und Standbilder sind nett anzusehen aber natürlich nichts Besonderes. Lediglich die Bilder und kurzen Animationen beim Sinken eines Schiffes, dem eigenen Büro oder der Pleite der Firma sind sehenswert.
    Aber bei diesem Game ist die Grafik ohnehin eher Nebensache.

    Sound
    Ebenso zweckdienlich, aber dennoch in guter Qualität ist der Sound und die begleitende Musik. Die typischen Soundeffekte aus dem nautischen Bereich sind stimmig und verschmelzen mit der Grafik zu einem guten Gesamtbild. Es sind zwar keine wahre Perlen enthalten, aber das wichtigste Ziel wurde erreicht; selbst bei langen Spielen oder Sessions geht die Geräusch- und Musikkulisse nie auf die Nerven.

    Steuerung
    Die Steuerung auf den Wirtschafts- und Übersichtsbildschirmen ist via Maus wie immer unproblematisch; die Menüführung ist übersichtlich und gehr schnell in Fleisch und Blut über. Doch leider gibt es ein Manko: teilweise is das Einfahren in verwinkelte Häfen sehr hakelig und veranlaßt unter Umständen ungeübte Spieler von bestimmten (besonders gewinnbringenden) Häfen Abstand zu halten. Zur Steuerung des Schiffes gibt es nämlich lediglich den Motor (Geschwindigkeit, vorwärts, rückwärts) und das Seitenruder in verschiedenen Einschlagswinkeln. Eben diese Steuerung ist zwar enorm realistisch, dadurch aber auch überdurchschnittlich schwierig.
    Trotz alledem kommt man auch in die hakeligen Steuerungspassagen, mit etwas Übung, gut rein und fährt schließlich auch die schwierigen Häfen wie Karachi an, um schnell ans nötige Kleingeld zu kommen.

    Gameplay
    Ports of Call ist, wie bereits erwähnt, ein Wirtschaftsspiel. Es geht darum eine florierende Reederei aufzubauen, schiffe zu kaufen, diese zu warten und mit lukrativen Waren den höchstmöglichen Umsatz zu erzielen. So kauft man eine der vielen verschiedenen Waren, lädt diese in den, anfangs meist eher schmuddeligen, Kahn und verschifft diese in die gesamte Welt... natürlich stets auf den Gewinn bedacht.
    Erreicht man den Zielhafen, so muß man seinen Kutter erst durch die, teilweise sehr eckigen und verwinkelten, Hafeneinfahrten ins Trockene bringen. Oft sind dabei Beschädigungen der Nußschale nicht auszuschließen, wodurch der Gewinn natürlich geschmälert wird. Es besteht auch die Möglichkeit das Schiff von Lotsen in den Hafen bringen zu lassen; dies ist aber oft so teuer, daß der erwirtschaftete Gewinn zu niedrig ausfallen würde. Weiterhin streiken diese Lotsen öfter, wodurch man irgendwann gezwungen ist, sich mit der Steuerung zu beschäftigen... aber keine Angst; irgendwann kriegt man das auch hin.
    Zusätzlich geschehen auf den Weltmeeren gelegentlich unvorhersehbare Ereignisse wie Sturmfronten, die das Schiff beschädigen oder wahlweise einen Umweg bedeuten. Leider kann dieser Umweg zu weit sein, sodaß man mit dem Treibstoff in ernste Schwierigkeiten gerät. Zum Glück wird man auf hoher See dann auch abgeschleppt; aber dies kostet (wie alles im Leben) ordentlich Geld. Weiterhin kann es passieren, daß man eine Terminfracht nicht rechtzeitig hinbekommt und so eine hohe Konventionalstrafe hinblättern muß, die einem (gerade zu Anfang des Spiels) das Genick brechen können.
    Stets muß man darauf bedacht sein die eigenen Schiffe in einem guten Zustand zu halten, denn zu einer Havarie kommt es schneller als man oft denkt. Sinkr ein Schiff ist dieses verloren und mit ihm die evtl. teuer erkaufte Fracht. Außerdem passiert es leicht, daß man durch ein Zufallsereigniss, wie beim Umsteuern von Riffs und Sandbänken Schaden nimmt.
    Ebenfalls muß man bei den Routen stets darauf achten, daß zum Beispiel das Durchfahren des Suezkanals eine Gebühr zu entrichten ist, die natürlich den Gewinn schmälert.
    So sitzt man oft minutenlang vorm Schirm und errechnet Gewinnspannen und den optimalen Kurs, um dann festzustellen, daß man die Terminfracht nicht rechtzeitig hinbekommt, weil eine Sturmfront direkt vor dem Zielhafen liegt und einem einen zu großen Umweg bzw. Schaden beschert.

    +/-
    Ports of Call ist ein echtes Kultspiel und hat diesen Status auch verdient! Es gibt aber zwei Mankos. Zum Einen geht man, durch Unvorhersehbares, schnell Pleite; zum Anderen sind die Hafeneinfahrten sehr knackig.
    Aber die Vorteile und das hervorragende Gameplay macht dies locker wett. Wenn man mit (maximal 3) Freunden via Hotseat zusammenspielt, so kommt erst recht Freude auf.
    Ports of Call ist ein hervorragendes Spiel aus einer deutschen Softwareschmiede, das jeder Freund von Wirtschaftssimaltionen zu Hause haben sollte... natürlich nur wenn er/sie einen Amiga besitzt *g*

    Negative Aspekte:
    teilweise etwas hakelige Steuerung

    Positive Aspekte:
    Sehr gutes Wirtschaftssystem, Hafeneinfahrten, Viele Güter, enorme Langzeitmotivation, klaase auch im Multiplayer

    Infos zur Spielzeit:
    lidofrin hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Ports of Call

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: lidofrin
    7.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    5/10
    Sound
    6/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Ports of Call
    Ports of Call
    Publisher
    Aegis Intereractive Software
    Developer
    Aegis Intereractive Software
    Release
    1987

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1002046
Ports of Call
Ports of Call: Schiffe, Waren, Geldverdienen - Leser-Test von lidofrin
http://www.gamezone.de/Ports-of-Call-Classic-28243/Lesertests/Ports-of-Call-Schiffe-Waren-Geldverdienen-Leser-Test-von-lidofrin-1002046/
23.04.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/04/Ports_Of_Call_-_Box_scan_n_1_1_.jpg
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