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  • Post Mortem im Gamezone-Test

    Im Paris der 20er geschieht in einem renommierten Luxushotel in Paris ein grausamer Mord an einem amerikanischen Urlauberpaar.

    Offensichtlich von einem Wahnsinnigen im Schlaf überrascht, wurde das Ehepaar enthauptet im Bett aufgefunden. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung kann der Mörder untertauchen und die Ermittlungen scheinen sich im Sande zu verlaufen.
    Einige Tage nach dem Vorfall betritt eine teuer gekleidete Frau das Büro des ehemaligen Privatdetektivs Mac Pherson und bittet ihn um Hilfe bei der Aufklärung des Mordfalles. Doch Mac Pherson sträubt sich erst, da er inzwischen den Beruf des Malers ausübt und keinerlei Ambitionen verspürt wieder seiner alten Beschäftigung nachzugehen. Doch die Dame versteht es ihn um den Finger zu wickeln, was sicher auch an der Summe gelegen haben mag, die sie ihm für seine Arbeit anbot. Zudem behauptet sie die Schwester der Ermordeten zu sein, die nun auf eigene Faust ermittelt, da die Polizei anscheinend zu keinem Ergebnis kommt. So sagt er schließlich zu und macht sich daran Nachforschungen anzustellen. Dabei bemerkt er schon bald, dass anscheinend ganz Paris in die Sache involviert zu sein scheint, denn jeder scheint etwas zu wissen, aber keiner gibt seine Informationen preis. Stattdessen erhält er widersprüchliche Aussagen zu ein und demselben Ereignis und wird auch nicht selten schroff abgewiesen. So muss er sich alleine auf seine Beobachtungsgabe verlassen, denn langsam kann sich Mac Pherson der Verdachts nicht erwehren, dass auch seine Auftraggeberin mehr weiß als sie ihm sagt.

    "Post Mortem" ist eigentlich ein astreines Point & Click Adventure, verwendet aber die z.B. aus Myst bekannte Technik der einzelnen 360° Standbilder, die allerdings mit echten 3D-Charakteren geschmückt sind, was einen wesentlich besseren Eindruck macht als die hineingeschnittenen, flachen Videoschnipsel aus Myst. Trotzdem kämpft das Game etwas mit dem Manko der nicht frei bewegbaren Figuren, was die Orientierung manchmal etwas erschwert, da man immer von Punkt zu Punkt springt und sich nicht in einer flüssigen Bewegung dorthin begibt. Diesen Umstand aber macht das Game locker mit den sehr realistisch wirkenden Umgebungen wett, die direkt einem französischem Film entnommen worden sein könnten. Lediglich die eingefrorenen Personen, z.B. in der Künstlerbar, passen nicht ganz ins perfekte Erscheinungsbild. Die Gespräche zwischen den Personen finden in einer fixierten Umgebung statt, was bedeutet, dass bis zum Ende des Gespräches die Figuren ihre Position oder Blickrichtung nicht ändern können. Um die teilweise doch etwas längeren Gespräche nicht zu langweilig werden zu lassen, ändert sich aber immer wieder die Kameraeinstellung, mitunter werden sogar richtige dramaturgische Elemente eingebracht, wenn sich z.B. der Blickwinkel der Kamera auf die erstaunte Person hin verengt, um daraufhin wieder in die Totale zurückzukehren. So entsteht nur selten der statische Eindruck den solche Standbildbasierte Games im Normalfall verbreiten, und wenn einem die sprunghafte Bewegung des eigenen Charakters nicht stört, entsteht ein recht flüssiges Gameplay, das den Spieler schon bald in die unheimliche Atmosphäre der Geschichte voller Intrigen hineinzieht. Wobei man anmerken muss, dass sich das Game mehr an die erwachsenen Spieler wendet, nicht weil es gewalttätig oder blutrünstig wäre, sondern wegen des subtilen Humors und der vielen Information die man zwischen den Zeilen versteckt hat, was die jüngeren Spieler weniger ansprechen dürfte.
    Das Gameplay gibt sich recht ausgeglichen und es ist eigentlich immer klar was es als nächstes zu tun gibt, fast schon zu klar. Denn als geübter Adventure-Spieler hat man keine Probleme die Rätsel zu lösen oder die gegebenen Hinweise richtig einzuordnen. Wer also schon bei anderen Adventures hie und da hängen geblieben ist, dem kann man "Post Mortem" wärmstens empfehlen, eingefleischte Zocker hingegen könnten sich unterfordert vorkommen.

    Zu der stimmigen Grafik und der schönen Präsentation des Games gesellt sich eine ebenso stimmungsvolle Soundkulisse, die sich der jeweiligen Situation immer herrlich anpasst und nie zum erliegen kommt. Auch die deutschen Synchronstimmern darf man als gelungen bezeichnen, trotzdem wünscht man sich ab und an, dass die Akteure doch etwas schneller sprechen würden. So fügen sie gerne am Ende eines Satzes so Floskeln wie "Meinen sie nicht auch?" oder "Ist doch so?" an, die sie aber erst nach einer kurzen Pause aussprechen, was die Gespräche etwas in die Länge zieht.

    Die Steuerung hätte einfacher kaum mehr ausfallen können und vereint alle Funktionen auf der Maus. Wie aus solchen Games bekannt, kann man mit dem Mauskursor die Umgebung absuchen und die Veränderung desselben gibt uns Auskunft über die Aktionsmöglichkeiten. Ein Zahnrad z.B. bedeutet etwas benutzen zu können, die Hand dient zum aufheben von Gegenständen und die Lupe um etwas näher zu betrachten. Mit einem Klick auf den Boden bewegt sich unser Charakter schließlich zum nächstgelegenen Aktionspunkt. Die rechte Maustaste schließlich wird dazu verwendet um das Inventory zu öffnen. Mehr Bedienelemente sind nicht nötig um sich in der Welt von "Post Mortem" bewegen zu können.

    Post Mortem (PC)

    Singleplayer
    7,6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr schön erzählte Kriminalstory
    durchgehend gelungene Präsentation die das gewünschte Flair hervorragend ´rüberbringt
    Gute deutsche Synchronisation
    Etwas einfacher Schwierigkeitsgrad
  • Post Mortem
    Post Mortem
    Publisher
    Vivendi
    Developer
    Microids (FR)
    Release
    05.06.2009
    Leserwertung
     
    Meine Wertung

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989090
Post Mortem
Post Mortem im Gamezone-Test
Im Paris der 20er geschieht in einem renommierten Luxushotel in Paris ein grausamer Mord an einem amerikanischen Urlauberpaar.
http://www.gamezone.de/Post-Mortem-Spiel-28268/Tests/Post-Mortem-im-Gamezone-Test-989090/
09.01.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/01/snap1955.jpg
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