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Power Stone Collection (PSP)

Release:
20.10.2006
Genre:
Action
Publisher:
k.A.
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Power Stone Collection im Gamezone-Test

30.10.2006 10:49 Uhr
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Neu
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Capcom serviert zwei sauber umgesetzte Klassiker mit chaotischem Gameplay und viel Spielspaßpotential.

PSP Spieler haben es nicht leicht, denn die Auswahl an neuen Titeln ist nicht sonderlich üppig. Einige Portierungen schmücken die Händlerregale, dennoch setzt Capcom den derzeitigen Trend konsequent fort und serviert uns eine weitere Umsetzung. Die Rede ist von der "Power Stone Collection", welche zugleich beide Dreamcast Klassiker enthält. Prügel- und Segafans werden sich wohl verträumt an spaßige Stunden erinnern, dennoch scheinen folgende Fragen berechtigt: Wird hier eine simple Konvertierung aufgetischt, oder gibt es einige Änderungen und Feinheiten, die man wissen muss? Dies und mehr wollen wir hier erörtern.

Es war einmal vor vielen Jahren, als unter anderem Ryu und Blanka sich noch heiße 2D Gefechte auf den Mattscheiben lieferten. Capcoms Prügler gehörten zur Elite im Genre, doch schon bald sollten Konkurrenten wie "Tekken" und "Virtua Fighter" die neue dritte Dimension erfolgreich in den Vordergrund stellen. "Street Fighter" durfte bis dato den frischen Wind nicht schnuppern, dafür stampfte der Publisher aber einen neuen Titel aus dem Boden, welcher vor allem spielerisch richtig unterhaltsame Ideen lieferte. Es handelt sich dabei natürlich um die "Power Stone" Serie, welche erstmals 1999 den Sprung in die Konsolenwelt schaffte und einen nicht minder innovativen Nachfolger für Segas Konsole mit sich brachte. Heute prügeln sich Nostalgiker mittels der "Power Stone Collection" auch im Freien inklusive ihrer Freunde. Damit wollen wir den Geschichtsunterricht auch abschließen und uns endlich in die Welt von "Power Stone" stürzen. Wer sich mit der Serie auskennt, kann getrost folgende Absätze auslassen und erste bei "Der Lieferumfang" wieder einsteigen!

Altbekannte Gesichter

Die Qual der Wahl (Power Stone 2) Die Qual der Wahl (Power Stone 2) [Quelle: ] Die Geschichte ist eher eine banale Nebensache. Aufwendige Zwischensequenzen wie auch richtige Hintergrundinfos sind rar, wobei zumindest der zweite Ableger einen Versuch wagt. Ansonsten versorgen schicke Endvideos des Erstlingswerk den Spieler noch mit einem Hauch von einer Story. Grundsätzlich habt Ihr die Auswahl aus einer sehr abwechslungsreichen Ansammlung von streitwütigen Prügelknaben und Backpfeifenweibern, wobei jeder Charakter seine spezifischen Fähigkeiten einbringen wird. Der einäugige und mumifizierte Jack ist flink und kann sich federleicht durch die Luft schwingen, während Gunrock die Muskeln spielen lässt und das komplette Levelinventar auseinander nimmt. Dazu gesellen sich Falcon, Wang-Tang, Julia, Ryoma und einige weitere zum Teil auch freischaltbare Charaktere, so dass je nach Ableger bis zu 15 Leute um die Gunst des Spielers buhlen.

Die Arenen

Nach der sicherlich qualvollen Wahl geht es auch schon ans Eingemachte. Egal, ob ihr euch nun mit einem Freund prügelt, oder einer der zahlreichen anderen Modi beackert, ihr werdet stets mit jedem Wettstreit in eine umfangreiche Welt verfrachtet. Es gilt den sandigen Tempel von Mahadad zu begutachten und eine Reise auf dem Schnellboot über das Meer anzutreten. Die Gassen einer verträumten Stadt laden zu einem gemütlichen Schlagabtausch ein und selbst in einer Westernbar geht es hart zur Sache. Fallschirmspringen wie auch der Besuch eines Schlosses stehen ebenfalls in der Terminliste.

Keineswegs mit Einschränkungen (Power Stone 2) Keineswegs mit Einschränkungen (Power Stone 2) [Quelle: ] Alle Level wurden originalgetreu umgesetzt und bietet auch in der PSP Varianten sowohl in optischer als auch spielerischer Hinsicht äußert viel Abwechslung. Vergleicht man beide Ableger, so fällt recht schnell die deutlich erhöhte Interaktivität von "Power Stone 2" auf. Die einzelnen Areale unterteilen sich hier in mehrere groß angelegte Abschnitte, welche im Verlaufe der Zeit durchwandert werden. Nach der Straßenprügelei klettert man die Wände zum Dach eines Hauses empor und befindet sich inmitten einer asiatischen Wohnung. Das Schiff wiederum wird einen kurzen Stopp an einem Eisberg einlegen und ihr setzt die Partie auf dem Eis fort. Zudem finden sich deutlich mehr Objekte wie Panzer, Kanonen oder Fallen, welche kurzerhand in den Kampf eingebunden werden. Der erste Ableger zeigt sich ebenfalls kreativ: Die Levels bietet schon kleine Plattformen und unterschiedliche Eben sowie einsetzbares Levelinventar, haben aber einen eingeschränkten Umfang.

Chaotisch und dennoch spaßig

Guter Treffer (Power Stone) Guter Treffer (Power Stone) [Quelle: ] Liebhaber komplexer und strategischer Kampfkunst, wie sie in "Soul Calibur" oder auch "Virta Fighter" zelebriert wird, werden im ersten Moment wohl eher gelangweilt dem Chaos auf dem Bildschirm zuschauen. Das Spiel zeigt sich einsteigerfreundlich in seiner Aktionsvielfalt. Ihr verteilt schnelle Schläge, verpasst den Kontrahenten Arschtritte und werft ihn bei Bedarf auch durch die Gegend - alles mit nur wenigen Handgriffen und ohne eine komplette Comboliste auswendig zu lernen. Dennoch müsst ihr einigermaßen überlegt handeln, um aus dem Wirrwarr als Sieger hervor zu gehen. Möchte man einen Vergleich anstellen, auch wenn er aufgrund der zeitlichen Unterschiede der Titel nicht direkt angebracht ist, erinnert das Geschehen auf dem Bildschirm stark an "Kung Fu Chaos". Vor allem der zweite Teil hat sehr viel mit der Spaßkopperei auf der Xbox gemeinsam. Bis zu vier Kontrahenten vermöbeln sich auf lustige Art und Weise und durchwandern dabei die unterschiedlichen Welten.

Wer überlebt (Power Stone 2) Wer überlebt (Power Stone 2) [Quelle: ] Das Durcheinander auf dem Bildschirm entsteht vor allem aufgrund der vielen interaktiven Möglichkeiten. Ihr könnt so gut wie das gesamte Inventar einbinden. Kisten, Stühle und Vasen eigenen sich hervorragend als Wurfgeschosse, währen andere Objekte zu akrobatischer Kunst animieren. Ihr nutzt Stangen um Schwung zu holen oder die Wände, um euch abzustoßen und in einen Angriff aus luftiger Höhe überzugehen. Vieles geht dabei zu Bruch und offenbart damit meist neue Bereiche der Arena. Hinzu kommen Schatzkisten, in denen Schadensfreude und Spielspaß in Form unterschiedlicher und abgedrehter Waffen warten. Die Items angefangen von Pistolen, Schwerter, Hämmer bis hin zu Raketenwerfer und Bomben können ähnlich wie bei "Super Smash Bros." eingesetzt werden und offenbaren nicht selten einen taktischen Vorteil. Wer seine Umgebung und die Items nicht zu schätzen weiß, wird auch relativ schnell Schiffbruch erleiden.

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30.10.2006 10:49 Uhr
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