Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Prince Of Persia Classic im Gamezone-Test

    Beinhart und doch sehr motivierend: Der klassische Prinz von Persien ist zurück und erfreut die Xbox 360 Spieler.

    Der legendäre Prinz aus Persien ist für Action Adventure Fans ganz sicher kein unbeschriebenes Blatt, schließlich durfte sich dieser durch drei hervorragende 3D Abenteuer schlagen, welche die letzte Konsolengeneration heimgesucht haben. Wie alt die Serie wirklich ist, wissen aber nur echte Retrogamer, denn diese durften den nahöstlich beheimateten Blaublüter schon im Jahr 1989 durch ein beinhartes, aber dank butterweicher Animationen wirklich wunderschön anzusehendes 2D Plattformgame steuern. Mit dem Remake von Gameloft dürfen Xbox 360 Besitzer nun auch eine aufgebohrte Neuauflage des Klassikers genießen, die seit geraumer Zeit auf dem Xbox 360 Marktplatz gegen 800 Microsoft Points eingetauscht werden kann. Allerdings hat sich trotz vieler Detailverbesserungen nichts am hohen Schwierigkeitsgrad getan.

    Prince Of Persia Classic Prince Of Persia Classic Jordan Mechners Retro-Meisterwerk "Prince of Persia" war Anfang der Neunziger ein wirklich außergewöhnliches Spiel, denn allein die Grundgegebenheiten hoben sich schon stark von denen anderer Plattformgames ab. Als eingekerkerter Held war es nämlich die Aufgabe, innerhalb von nur einer in Echtzeit ablaufenden Stunde den Weg durch die 12 Level eines mit Fallen und Wachen gespickten Palasts zu finden, um die Tochter des Sultans vor dem Tod zu retten. Schaffte man es nicht, so musste sie den gemeinen Wesir Jaffar heiraten, um ihn zum Prinzen zu machen, oder starb durch dessen Befehl, und so musste sich unser Held ganz schön beeilen, um der holden Maid das Eheleben mit dem Wesir zu ersparen. Keine leichte Aufgabe, denn aus dem Kerker zu entkommen verlangte nicht nur eine gute Koordination von Sprüngen, und ein gutes Auge für Löcher im Boden, aus denen bei Annäherung tödliche Speerspitzen und Messerscharfe Klingen heraustreten, sondern auch eine geschickte Hand beim Säbelkampf gegen die schlecht gelaunten Wachen. Daher konnten die damals hervorragenden Animationen des Helden, der sich geschmeidig an Ebenen hoch hangelte und glaubhafte Kampfbewegungen auf Lager hatte, keineswegs den hohen Frust kompensieren, der durch die unzähligen Bildschirmtode heraufbeschworen wurde. Doch trotz der vertrackten Levelstrukturen und der frustfördernden Fallen war das von Brøderbund vertriebene "Prince of Persia" ein echter Hit, der auf diversen Systemen seinen Platz fand, wenn auch so manche Umsetzung durch eine schwammige Steuerung verpatzt wurde, was den sowieso schon hohen Schwierigkeitsgrad noch mal in die Höhe trieb. Die beste Konsolenversion dürfte dabei die SuperNES Fassung sein, die sich exzellent steuern ließ und obendrein mit 20 Level, die in 2 Stunden absolviert werden mussten, ein noch längeres Abenteuer bot. Schade, dass sich Gameloft nicht an dieser "Extended Version" orientiert hat, als sie den Klassiker für das Xbox Live Arcade Angebot aufbereitete.

    3D Grafik, 2D Gameplay

    Wenn die Zeit verlangsamt wird, kommt der Moment für einen Kontermove Wenn die Zeit verlangsamt wird, kommt der Moment für einen Kontermove Inhaltlich ist Prince of Persia Classic für Xbox Live Arcade somit eine beinahe unberührte Umsetzung der Urfassung, was Puristen sicherlich entgegenkommt, aber großartige Neuerungen ausschließt. Nach wie vor habt ihr 60 Minuten Zeit, um durch die insgesamt 12 Spielstufen zu finden, die aus mehreren, jeweils ein Screen breiten Abschnitten, sowie unzähligen Plattformen zusammengesetzt sind, und euch mit verschlossenen Kerkertüren und Sackgassen in die Irre führen. Auf dem Weg zu Bodenschaltern, die euch Türen öffnen, und unversperrten Passagen, auf denen ihr euch hangelnd, rennend und schleichend bewegt, wird also noch immer nicht gescrollt, sondern von Bild zu Bild umgeblättert, und auch die unzähligen, teilweise verzwickten Fallen finden Kenner noch immer an der selben Stelle vor, wie vor 18 Jahren, daher sind frische Elemente eher im Detail zu suchen.

    Euer schattiges Gegenstück stibitzt euch glatt den Heiltrank Euer schattiges Gegenstück stibitzt euch glatt den Heiltrank Die offensichtlichste Verbesserung in dieser Neuauflage ist sicherlich die Aufbereitung in 3D Grafik, die nicht nur das Auge verwöhnt, sondern auch der Steuerung zu gute kommt. Statt eines geschmeidigen, aber eher unflexiblen Pixelsprites, bewegt sich nämlich nun ein nicht minder elegant animierter Polygonrecke durch das Spielgeschehen, der neuerdings nicht nur Rückwärtssalti beherrscht, sondern sich auch von der Wand abstoßen kann, um noch schneller voranzukommen. Zudem zeigt sich der namenlose Held auch bei Sprüngen und Kletteraktionen ein wenig flexibler. Insgesamt hat sich an der Bedienung allerdings nur wenig geändert, denn dank einer Mischung aus der klassischen 8 Wege Steuerung und optional nutzbaren Buttonkommandos dürften so ziemlich alle Kenner des Originals (bzw. einer Umsetzung) schnell zurecht kommen. Zumindest so lange diese sich nicht durch die vielen Bildschirmtode aus der Ruhe bringen lassen, die durch die manchmal nur schwer bzw. spät einsehbaren Fallen unvermeidbar sind.

    Das Spiel der tausend Tode

    Das war wohl ein Schritt zu viel Das war wohl ein Schritt zu viel Schießen z.B. spitze Klingen aus dem Boden, so bleibt euch nichts anderes übrig, als diese mit ordentlich Anlauf zu überspringen, oder sich durch die scharfen Kanten zu schleichen, was aber ganz schön hinderlich ist, wenn ihr unter Zeitdruck steht. So mancher Schalter zum Öffnen einer Tür wirkt nämlich nur temporär, so dass ihr hier und da in Windeseile an den gestellten Fallen vorbeihuschen müsst, ohne einen Fehler zu machen. Da hilft es oft nur, die Levelstruktur auswendig zu lernen und sich bei Sprüngen an den gleichförmigen Bodenplatten zu orientieren, die euch als Indikator für eure Sprungweite dienen. Allerdings ist selbst der beste Plan nichts wert, wenn ihr ihn nicht korrekt ausführt, und die dazu benötigte Präzision kann euch ganz schön Nerven kosten. Wer den Klassiker kennt, weiß ganz genau, was damit gemeint ist, denn jeder Schritt zu viel oder zu wenig, kann schon den Tod bedeuten, was euch an den Anfang des Levels, oder an einen der neu eingeführten Quicksave Punkte zurückbringt, während die Zeit unerbittlich gegen euch arbeitet. Mehr als ein Mal werdet ihr also den Game Over Screen anfluchen und den Designer Jordan Mechner verwünschen, während ihr euch insgeheim schon auf den nächsten Versuch vorbereitet, denn der hohe Anspruch von Prince of Persia kann auch mordsmäßig motivieren, und letztendlich ist jede Situation mit Geduld und Überlegung zu meistern.

    Kleine aber feine Änderungen

    Mit diesem Koloss von Torwächter ist nicht zu spaßen Mit diesem Koloss von Torwächter ist nicht zu spaßen Lediglich bei den Säbelduellen gegen die Palastwachen seid ihr ein wenig auf euer Glück und euer Reaktionsvermögen angewiesen. Doch immerhin hat Gameloft sich ein paar Gedanken gemacht, wie man die leicht unfairen und obendrein ewig langen Kämpfe der Originalfassung verbessern kann, und bietet uns ein rundum erneuertes Schwertkampfsystem an. Statt wie wild auf den Buttons herumzuhämmern und mit Hilfe der Richtungstasten die Ausrichtung eures Schwertes zu bestimmen, kämpft ihr nun nämlich in Angriffs- und Blockphasen. In der Offensive gibt es dabei kaum etwas zu beachten, denn per Druck auf den X-Knopf ist ein Schwertstreich ruck zuck ausgeführt. Interessanter wird es da schon in der Defensive, denn sobald ihr per A-Button einen Schwertstreich des Gegners pariert habt, wird die Zeit kurz verlangsamt, um euch die Möglichkeit zum kontern zu geben, wobei die Phasen allerdings nicht immer gleich lang sind, sondern von der Schlagvariante und vom Talent eures Gegners abhängen. Schwingen beide Kontrahenten hingegen gleichzeitig die Klingen, so entscheidet ein kurzes Kräftemessen über schnelles Triggern des X-Knopfs darüber, wer den Kürzeren zieht. Leichter werden die Säbelduelle zwar dadurch nicht, aber immerhin deutlich fairer und auch kürzer, so dass ihr weniger Zeit an den Palastwachen vergeudet als anno dazumal. Da ihr aber selten ganz ohne schaden an einem Gegner vorbeikommt, solltet ihr tunlichst nach Tränken Ausschau halten, die eure Lebenskraft auffrischen oder euch sogar einen weiteren Trefferpunkt spendieren. Nur von den Giftflaschen solltet ihr unbedingt die Finger lassen.

    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
991334
Prince Of Persia Classic
Prince Of Persia Classic im Gamezone-Test
Beinhart und doch sehr motivierend: Der klassische Prinz von Persien ist zurück und erfreut die Xbox 360 Spieler.
http://www.gamezone.de/Prince-Of-Persia-Classic-Spiel-28471/Tests/Prince-Of-Persia-Classic-im-Gamezone-Test-991334/
27.06.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/06/192.168.1.178-image2.jpg
tests