Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Prince of Persia: Des einen Freud, des anderen Leid - Leser-Test von JoRice

    Prince of Persia: Des einen Freud, des anderen Leid - Leser-Test von JoRice Ach ja, hier ist er, der berühmte Begründer des modernen Jump n' Runs, Grundlage vieler Nachfolger, mit Lorbeeren überhäuft. Von Spielern vergöttert, von Zeitschriften verehrt, von jung und alt gespielt und von mir gehasst...
    Bevor sie sich jetzt die Brillengläser putzen: Ja, sie haben richtig gehört. In den letzten zwei Stunden, welche ich mit diesem "Spiel" verbracht habe, bin ich um Jahre gealtert!!!

    Wie Bitte, sie wollen die ganze Geschichte hören? Nun gut, machen sie es sich bequem und packen sie das Popkorn aus, während sie Zeuge einer weiteren Folge "Geschichten aus der Spielegruft" werden.

    Fangen wir also mit der Story an, welche immer noch den besten Teil des Spieles ausmacht...
    Wir blenden zurück in längst Vergangene Zeiten, durchfliegen mit unserem Teppich das Morgenland und richten unser Augenmerk auf Persien. Der mächtige Sultan verlässt soeben mit einem riesigen Heer seinen Palast, um in fernen Landen Krieg zu führen.
    Dass das nicht gut gehen kann, wird sogar der Schwiegermutter klar werden, und die verkauft momentan Kühlschränke am Nordpool...
    Während also der Sultan anderen Sultanen den Turban geradebiegt, kommt der machtgierige Wesir Jaffar auf die schlaue Idee, den Thron an sich zu reißen, indem er die Prinzessin heiratet (Keine schlechte Idee, zwei Fliegen mit einer Klappe...).
    Also flugs die Tochter des Sultans entführt, eingekerkert und ihr ein Zeitlimit aufs Auge gedrückt, welches der Prinzessin eine Stunde Bedenkzeit gibt, um den Wesir zu heiraten oder zu sterben.
    Die einzige Hoffnung der Prinzessin liegt nun also auf ihrer großen Liebe, welche momentan aber noch auf Befehl des Wesirs im Gefängnis schmachtet. Sollte es diesem Abenteurer nicht gelingen, den Wesir aufzuhalten, wird das unschuldige Volk unter dessen Tyrannei leiden müssen. Im Namen der Liebe nimmt sich der Schwarm der Prinzessin also vor, den Wesir in seinen bösen Machenschaften aufzuhalten...
    (Bitte lieber Gott, lass uns die Rolle des Wesirs im Spiel einnehmen... #Nein#!!!!).
    Okay, wir übernehmen also in dem Spiel die Rolle eines verliebten Gefangenen #Argh#, welcher eine Stunde Zeit hat #Oh Nein#, aus seinem Labyrinthartigen Gefängnis #Bitte nicht# zu entkommen und die Prinzessin zu befreien #Gott bewahre#. Habe ich eigentlich in meinen bisherigen Reviews bereits erwähnt, wie sehr ich Zeitlimits und Labyrinthe hasse? ...
    "Wer schreit da Nein???"

    Also gut, vielleicht ist das ganze ja gar nicht mal soooooooooooo schlecht. Der Startbildschirm lächelt mich schließlich auch schon mit einem Optionsmenü an, in welchem sich Einstellungen des Schwierigkeitsgrades vornehmen lassen. Die verbleibende Zeit
    (15 - 60 min) lässt sich hier ebenso einstellen, wie die Anzahl der Startherzen (1 - 3). Dass der Held aber zu Beginn des Spiels unweigerlich ein Herz verliert, und man somit mit einem Starherz das Spiel gar nicht schaffen KANN, lässt einigen Rückschluss auf die Motivation der Programmierer zu.
    Aber weiter im Kontext. Nachdem wird uns also entschieden haben, beginnt der eigentliche Spielprozess. Wir befinden uns in einem Steinbau mit drei Etagen. Offensichtlich stellt dies das Gefängnis dar, aus welchem wir auszubrechen haben.
    Da noch keine Gegner zu sehen sind, mache ich mich daran, meine Interaktionsmöglichkeiten zu erforschen.
    Okay, gedrückte Taste 1 + Richtung ergibt Sprung.
    Gedrückte Taste 2 + Richtung lässt uns minimale Schritte machen.
    Außerdem kann der Held aus dem laufen heraus weite Sprünge machen (zumindest in der Theorie, in der Praxis hat man ein 50/50 Chance, und kann sich des Weiteren an Vorsprüngen hangeln. Mehr ist zu diesem Zeitpunkt des Spiels nicht zu machen (Später kann man noch mit dem Schwert zuschlagen oder blocken).
    Mit dieser beschränkten Fertigkeitspalette stellt es sich jedoch alles andere als einfach dar, das "Gefängnis" zu meistern. Dieses ist nämlich so dermaßen mit Fallen und Abgründen gespickt, dass es eher wie eine Folterkammer anmutet.
    Da zudem jedes Level gleich aussieht, muss man sich schon fragen, wo die Entwickler ihre Kindheit verbracht haben. Wirklich jeder Screen sieht absolut identisch aus und unterscheidet sich lediglich in der Verteilung der Etagen, Fallen, Abgründen und der (seltenen) Gegnern.
    Ihr lauft also in diesem Wirrwarr umher und versucht, am Leben zu bleiben, während gnadenlos der Countdown herunterläuft. Dass es jedoch auch Leute gibt, die die Level nicht komplett auswendig kennen haben die Programmierer scheinbar nicht gedacht.
    Und glaubt mir, nach einer Stunde mitten im Spiel an abgelaufener Zeituhr zu scheitern ist wirklich verflucht frustrierend (Und das bei 60 min- Bei einer Einstellung von ¼ Stunde wäre ich wahrscheinlich noch dabei, den ersten Sprung perfekt abzuwägen). Die Langzeitmotivation ist also höchstens darin gegeben, die Zeituhr endlich zu knacken, ein Wiederspielwert verbaut sich schon aufgrund des hohen Frustrationsfaktors selbst jede Chance.
    Wäre wenigstens die Steuerung feiner ausgefallen... Oft werden Sprünge aufgrund der bereits erwähnten Langeweile des Programms, Befehle in die Tat umzusetzen. Während Sprünge aus dem Stand zwar dann noch funktionieren, wenn man den Abstand richtig einzuschätzen vermag, werden Sprünge aus dem Laufen heraus zu einer reinen Glücksache, so dass man sich nicht selten von Dornen gespickt wieder finden wird.
    Die Animationen des Levels sind dabei gar nicht mal schlecht, nur leider wird nicht die geringste grafische Abwechslung geboten, so dass der Spieler des Looks schnell überdrüssig wird.
    Selbst die Gegner unterteilen sich in schlappe zwei Kategorien:
    Wärter und Skelette, so dass der leidgeprüfte Spieler nach einiger Zeit Gefahr laufen wird, in Depressionen zu verfallen und den Fernseher aus reinem Selbsterhaltungstrieb aus dem Fenster zu schmeißen.
    Die musikalische Untermalung vereinfacht die Spielerfahrung dabei nicht gerade, was daran liegen mag, dass diese nicht vorhanden ist. Lediglich spärlich eingesetzte Soundeffekte, welche den Ohrenschmalz zum schmelzen bringen, belasten die gebeutelte Ohrmuschel.
    Es stellt sich wirklich die Frage, welches Element an diesem Spiel fesseln soll. Selbst die Kämpfe, die Actionreichsten Momente des Spiels, laufen jedes Mal nach demselben stupiden Prinzip ab: Wer blockt verliert.
    Ja, ihr habt richtig gehört: Es gibt tatsächlich die Möglichkeit, sowohl anzugreifen als auch zu blocken. Es stellt sich allerdings die Frage nach der Effektivität eines Blocks, wenn eine Dauerpenetration des Angriffsknopfes den Kampf schnell und sauber beendet. Da wirklich jeder Kampf nach diesem Schema abläuft, wird taktische Note, welche die Entwickler mit dem Kampfsystem integrieren wollten, sehr effektiv "geblockt". Lediglich die beiden "Endbosse", sprich ein Spiegelbild des Helden und der Obermotz Jaffar verlangen dem Spieler ein taktisches Vorgehen ab und sorgen dafür, dass die Blocktaste nicht völlig verstaubt. Auf den gesamten Spielverlauf gerechnet ist dies jedoch bei Weitem zu wenig!!

    Rückblickend fällt mir wirklich trotz intensivem Bemühen nicht ein positiver Aspekt ein, welcher ich dem Spiel abgewinnen kann.
    Ich resümiere:
    Die Grafik wird mit zehn Farben abgedeckt und gehört zu dem frustrierendsten Anblick, dem ich seit langem gewahr wurde.
    Über die stimmige Sounduntermalung würde ich gerne schreiben, diese scheinen die Entwickler jedoch in ihrer Melancholie vergessen zu haben.
    Das haben diese bei den frustigen Stellenordentlich zugelangt und haben mich damit um ein Haar erfolgreich in den Wahnsinn getrieben.
    Die Steuerung verkommt oft zur reinen Glücksache, die Kämpfe sind ebenso langweilig und Monoton.
    Überschattet wird das Ganze von der viel zu knapp bemessenen Zeituhr, welche den Puls in den roten Bereich treibt, und vermutlich die Krankenkassenbeiträge erheblich ansteigen lässt.
    Wenn ihr also euch und eure Umwelt in den Wahnsinn treiben wollt und eure Lebenserwartung sowieso viel zu ausgiebig erscheint, wird es kein besseres Spiel für euch geben. In allen anderen Fällen kann ich jedoch nur raten: FINGER WEG!!!

    Negative Aspekte:
    Grafik, Sound, Steuerung, Leveldesign, Gegner(un)vielfalt, frustrierende Stellen, Zeitlimit...

    Positive Aspekte:
    Nach einer Stunde unterbricht die Sanduhr die Folter

    Infos zur Spielzeit:
    JoRice hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Prince of Persia 1

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: JoRice
    3.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    3/10
    Steuerung
    3/10
    Sound
    1/10
    Gameplay
    2/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Prince of Persia 1
    Prince of Persia 1
    Publisher
    Domark
    Developer
    Broderbund
    Release
    1992

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Wonderboy 3 - Dragon's Trap Release: Wonderboy 3 - Dragon's Trap Sega , Westone
    Cover Packshot von Sonic the Hedgehog Release: Sonic the Hedgehog Sega , Sonic Team
    Cover Packshot von Wonderboy Release: Wonderboy Sega , Sega
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1005606
Prince of Persia 1
Prince of Persia: Des einen Freud, des anderen Leid - Leser-Test von JoRice
http://www.gamezone.de/Prince-of-Persia-1-Classic-56338/Lesertests/Prince-of-Persia-Des-einen-Freud-des-anderen-Leid-Leser-Test-von-JoRice-1005606/
19.01.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/01/Persia_1__1_.jpg
lesertests