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  • Prince of Persia: Die vergessene Zeit - Der Prinz feiert ein gelungenes Comeback - Leser-Test von jayjay1989

    Es gibt viele bekannte und beliebte Serien in der Videospiel-Historie. Zu nennen wären hier sicherlich "alte Hasen" wie "Final Fantasy", "Street Fighter", "Battlefield", "Call of Duty" (wegen der Gleichberechtigung) und viele viele mehr, die ich leider nicht alle aufzählen kann. Eine weitere, in dieses Muster passende Reihe, fand 2010 mit ihrem neuen Ableger ihre Fortsetzung. Ich rede von Prince of Persia und genauer gesagt "Prince of Persia: Die vergessene Zeit"
    Dieser Teil führt uns ein fünftes Mal durch die Abenteuer des angehenden Regenten des Weltreichs Persien, der wieder einmal versucht eine drohende Gefahr abzuwenden und das Reich zu beschützen (mehr zur Story erfahrt ihr im nachfolgenden Absatz). Nun werden sicherlich viele Leser anmerken, dass dies doch gar nicht der fünfte Teil sei, doch dazu muss noch gesagt werden, dass ich von der "Serie in der Serie" mit Namen "Sands of Time" rede. Aus dieser Tetralogie stammen auch die vier Vorgänger "The Sands of Time", "Warrior Within", "The Two Thrones" und die Nintendo DS exklusiven "Battles of Prince of Persia". Sie erzählen eine in sich fortlaufende Geschichte über den Sand der Zeit, welcher es erlaubt selbige zurückzudrehen und so quasi die Macht des Voraussehens verleiht.
    Natürlich sind neben den bereits erwähnten Spielen weitere erschienen. Diese sind jedoch für das nun näher betrachtete "Die vergessene Zeit" inhaltlich nicht von Bedeutung, sodass diese nicht näher erwähnt werden, was natürlich nichts über deren Qualität oder den Spielspaß aussagt.

    Da die Spiele auch kommerziell erfolgreich sind, ist mittlerweile auch ein Film mit dem Titel "Prince of Persia: The Sands of Time" erschienen. Kinostart war ebenfalls der 20. Mai 2010, was auch das Datum des Releas' des hier beschriebenen Spiels ist. Daher könnte der Eindruck entstehen, dass es das Spiel zum Film ist. Doch wie bereits oben geschildert, war dies der erste Teil der "Sands of Time"- Reihe, weshalb die Handlung auch an diesem Spiel orientiert ist. Weitere Verfilmungen sind geplant, denn auch der Film, welcher übrigens durch den "Fluch der Karibik" Produzenten Jerry Bruckheimer mitinspiriert wurde, fand beim Publikum Anklang.

    Nun aber endlich zum eigentlichen Review. Beginnen werde ich wie immer mit der Story, weshalb diejenigen Leser unter euch, die nicht gespoilert werden möchten, den nachfolgenden Absatz einfach auslassen können.

    -Die Story-

    Wenn der Sand erzürnt wird

    Die Handlung in "Die vergessene Zeit" ist zwischen "Sands of Time" und "Warrior Within" angesiedelt. In letzterem wurde dem Spieler eine schicksalhafte und große Schlacht "prophezeit", welche nun Gegenstand des aktuellen Ablegers geworden ist. Der namenlose Prinz und Held der Serie ist auf dem Weg zu seinem Bruder Malik, welcher bereits sein eigenes Königreich befehligt, als er mitten in eine Schlacht gerät. Wie nicht anders zu erwarten, treten wir dem Kampfszenario bei und versuchen gemeinsam mit den Wachen Maliks die Angreifer in die Flucht zu schlagen. Doch als wir Malik in den inneren Bereichen seines Palastes antreffen, werden wir Zeuge einer fatalen und folgenschweren Tat: Da sich Malik sicher ist die Schlacht zu verlieren, beschwört er die mächtige Sandarmee des Herrschers Salomon herauf. Zwar ziehen sich die Angreifer daraufhin zurück, doch nur, da sie die drohende Gefahr erkannt haben und ihr Leben fürchten. Denn diese Armee ist alles andere als freundlich gesinnt und greift auch ihre Beschwörer, also Malik, seine Männer und natürlich euch an, wobei sie alle durch Berührung in Sandstatuen verwandelt. Um die Armee wieder einsperren zu können, muss das bei der Beschwörung gebrochene Siegel Salomons wieder zusammengesetzt werden. Ihr als Prinz habt eine Hälfte, Malik ist im Besitz des Gegenstücks. Doch erneut werden die Brüder getrennt und ihr müsst euch euren Weg zu Malik freikämpfen. Unterstützt werdet ihr aber durch den weiblichen Dschjin Razia, welche dem Prinzen besondere Fähigkeiten sowohl im Kampf als auch in der Fortbewegung verleiht, denn neben der Begabung der Zeitmanipulation erlangt ihr auch die Kontrolle über die Elemente (dazu später mehr). Doch auch die Armee des Salomon wird durch einen Dschjin mit Namen Ratash angeführt, welcher sich als durchaus ebenbürtig erweist und euch immer wieder persönlich bekämpft. Und als wäre dies nicht genug, freundet sich Malik erst langsam mit seinen neuen Fähigkeiten an, nur um später dann von der Macht, die ihm geboten wird, besessen zu werden. Aus diesem Grund weigert er sich auch seine Hälfte des Siegels wieder herauszugeben und wendet sich ebenfalls gegen euch. Eure Aufgabe ist es nun also sowohl die Sandarmee, als auch Ratash zu besiegen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Malik wieder zur Vernunft kommt. Zwar gelingt es euch Ratash und damit die Armee zu überwältigen, doch Malik stirbt, prophezeit euch aber quasi in seinem letzten Atemzug, dass ihr bald selbst ein mächtiger Herrscher sein werdet.

    -Gameplay-

    Assassins Creed + Hack & Slay - Blut= Prince of Persia

    Diese Formel klingt erst einmal relativ einfach, beschreibt aber dennoch sehr gut wie man sich das Gameplay vorstellen kann.
    Um sich fortbewegen zu können, verfügt der Prinz über reichlich akrobatische Fähigkeiten, die es euch erlauben an Wänden hochzulaufen oder zu klettern, Abgründe zu überspringen, oder Fallen auszuweichen, was nicht selten an rasant durch die Stadt flitzende Parcour-Läufer erinnert. Im Verlaufe des Spiels erlernt ihr die Elemente zu beherrschen. Dies wiederum ermöglicht euch Wasser gefrieren zu lassen, wodurch ihr Wasserfälle zu Wänden oder den ein oder anderen Wasserstrahl zu einer erklimmbaren Säule umfunktionieren könnt. In Kombination mit der Fähigkeit der Zeitmanipulation ergeben sich so einige abwechslungsreiche Kletter- und Rätseleinlagen, die euch in der Form sicherlich ein wenig an Ezio oder Altair erinnern werden. Sehr verwunderlich ist dies natürlich nicht, denn schließlich ist Ubisoft der Publisher beider Spiele. Will man korrekt sein, muss man aber sagen, dass "Prince of Persia" zuerst da war, weshalb sich "Assassins Creed" dann wohl eher an selbigem bedient hat. Fallen treten in Form von Dornenwalzen, Kreissägen, verschiebbaren Plattformen, oder Schussanlagen auf. Das klingt zwar recht brachial, allerdings stellen diese euch nicht wirklich vor eine Herausforderung. Der eigentliche Weg ist auch stets vorgegeben, denn obwohl der richtige Pfad manchmal recht lange gesucht und erprobt werden muss, ist doch immer nur einer korrekt. Dies sorgt für eine gewisse Linearität, die jedoch nicht störend auffällt. In den Zwischensequenzen wird durch einen schicken Kameraschwenk oft aber auch der Anfang vorgegeben. Frust kommt also nicht auf.
    Man muss aber auch anmerken, dass man nach und nach das Gefühl bekommt: "Hey das kenn ich doch schon..." Aber Langeweile tritt dennoch nicht auf.
    Die Klettereinlagen dienen allesamt aber dazu, euch zum nächsten Gefechtsort zu bringen, womit wir beim Hack & Slay- Teil angekommen wären. Um die Sandarmee zu besiegen, habt ihr eine recht einfache aber dennoch wirkungsvolle Waffe dabei, nämlich euer Schwert. Dazu kommen noch die schon mehrfach erwähnten Elemente und fertig ist euer sehr kleines aber dennoch starkes Arsenal, mit dem sich die Sandmänner ordentlich verhauen lassen. Das Element Feuer umgibt euch dabei mit einem (Überraschung) Feuerkreis, der den Gegnern Schaden zufügt. Setzt ihr die Macht der Luft ein, werden ganze Scharen von Fieslingen durch die Gegend gewirbelt und durch einen entsprechend unsanften Aufprall geschwächt. Durch das Erd-Element bildet sich eine undurchdringbare Steinrüstung, die euch vor jeglichem Schaden bewahrt. Und auch das Kühle Nass, auch Wasser genannt, dient nicht nur der erleichterten Fortbewegung, sondern kann auch im Kampf benutzt werden. Ist dies geschehen, rasen bei jedem Schwerthieb Eiszapfen auf eure Opfer zu. Etwas schade ist, dass immer nur ein Element aktiv ist, denn sicherlich wäre eine Kombination von z.B. einer aktivierten Steinrüstung und Feuerattacken nicht nur effektiv, sondern auch nett mitanzusehen. Um diese Fähigkeiten einsetzen zu können, braucht ihr eine gefüllte Magieleiste. Um das wiederum zu erreichen müsst ihr die blauen Lichtschimmer sammeln, die besiegte Gegner fallen lassen. Auch herumstehende Vasen und Töpfe enthalten teilweise solche Schimmer, weshalb das Zertrümmern dieser oft wichtig ist. Auf gleiche Art und Weise könnt ihr übrigens auch eueren Gesundheitshaushalt regulieren, nur dass dazu rote Lichtschimmer von Nöten sind. Da diese aber deutlich häufiger zum Vorschein kommen, werdet ihr sicher selten wirklich in Bedrängnis geraten. Eine weitere Farbe ist mit gelben Lichtschimmern enthalten. Diese kann man quasi als Upgrate bezeichnen, denn hat man genügend davon gesammelt, kann man im Hauptmenü die Fähigkeiten des Prinzen aufleveln. Dabei werden die Attacken stärker, die Elemente halten länger an und die Zeit kann weiter zurückgespult werden. Da diese Fähigkeiten auch untereinander verknüpft sind, solltet ihr euch vorher überlegen welches euer nächstes Upgrate werden soll, denn womöglich ist dadurch ein anderes erst später realisierbar. Dies hat zwar einen Hauch von Rollenspiel, doch die Tiefe eines solchen könnt ihr bei Weitem nicht erwarten. Was ihr aber getrost voraussetzen dürft ist, dass durch diese Upgrates wirklich einiges mehr an Schaden verursacht wird. Wie bei fast allen Spielen der heutigen Generation ist auch hier ein Sammelerfolg enthalten. Dabei geht es darum versteckte Sarkophage zu zerstören, welche dann ordentlich Lichtschimmer ausspucken. Vor allem die begehrten gelben sind dabei zahlreich vertreten.

    Die Kämpfe an sich kommen recht spektakulär daher, denn nicht selten habt ihr es mit circa 50 Sandmännern auf einmal zutun. Ein Ruckeln oder Lags sind dabei nicht spürbar, was den Spielspaß doch deutlich hebt. Habt ihr es einmal mit zu vielen Gegnern zu tun, könnt ihr auch auf diese hinaufspringen und euch so kurz in Sicherheit bringen oder einen mit weniger Kontrahenten gespickten Fleck erreichen. Das Kampfsystem ist recht leicht, denn man verteilt lediglich Schwerhiebe, Tritt Gegner in Abgründe und setzt die eine oder andere Elementattacke ein. Da dies aber alles mit sehr hohem Tempo abläuft, bleibt das Ganze aber motivierend. Um dennoch für Abwechslung zu sorgen, gibt es auch deutlich mächtigere Feinde, die erst ordentlich malträtiert werden wollen bevor sie das Zeitliche (Wortspiel) segnen. Highlight des Spiels sind aber unbestritten die Techtelmechtel mit Ratash, denn ebenjener erweist sich doch als recht hartnäckig. Das soll nicht heißen, dass es übermäßig schwer wäre ihn zu vermöbeln, doch verglichen mit den restlichen Kämpfen, sind diese schon deutlich anspruchsvoller. Generell gilt aber, dass das Spiel recht leicht ausgefallen ist, was gerade Einsteiger in die Serie freuen wird.
    Um auch das eigentlich wichtigste Gadget des Prinzen, nämlich den Dolch der Zeit, miteinzubeziehen, sei gesagt, dass ein Ableben eures Alter Ego nur selten bis gar nicht vorkommt. Denn solltet ihr einmal einen falschen Weg eingeschlagen oder eure Lebensleiste leer geprügelt haben, könnt ihr die Zeit einfach zurückdrehen und so wieder frisch ans Werk gehen und es diesmal besser machen. Mit dieser Sicherheit im Rücken werdet ihr auch an der einen oder anderen Stelle einen etwas gewagteren Sprung oder Move gelassen angehen. Da beim Einsatz der Zeitmanipulation aber immer ein blauer Lichtschimmer verbraucht wird, könnt ihr jedoch nicht blind so oft eurer Missgeschick ungeschehen machen wie ihr wollt. Vor einer langen Kletterpartie solltet ihr also immer eine volle Magieleiste organisieren.
    Um die Gleichung von oben noch zu Ende zu bringen, soll an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass im gesamten Spiel kein einziges Tröpfchen Blut fließt. Eure sandigen Gegner fallen lediglich auseinander und verlieren dabei ihre Lichtschimmer. Auch dies wiederum ist nicht störend, denn wer will schon blutenden Sand sehen? Zudem hat diese Entschärfung eine USK 12 Freigabe ermöglicht, was wiederum auch einen Zugang zu einem jüngeren Publikum mit sich zieht, als es beispielsweise ein "Assassins Creed" zulässt.
    Insgesamt hat das Spiel in der Kategorie Gameplay sicherlich seine größten Stärken, denn auch wenn ihr euch, sagen wir mal an den Ablauf gewöhnt, werdet ihr euch nicht langweilen. Zudem will natürlich jeder sehen wie Ratash endgültig besiegt wird.

    -Steuerung-

    Zielsicheres Klettern will geübt sein

    Da ihr bei bereits beschriebenen Kletterpassagen oftmals mehrere Tasten gleichzeitig drücken müsst, ist es bei der Steuerung sehr wichtig, dass diese nicht nur funktioniert, sondern auch eine sinnvolle Tastenbelegung aufweist. Dies ist hier gut gelungen, denn beim Klettern sind neben den Analogsticks vor allem die Trigger und Bumper wichtig. Mit LT könnt ihr Wasser einfrieren, RT ermöglicht einen Wandlauf. Mit RB spult ihr die Zeit zurück und LB kann zerstörte Objekte wieder aufbauen lassen, welche sich aber wieder zerstören sobald ihr ein anderes aufbaut. Da oft ein Wandlauf, gefolgt von einem Wasserfall einfrieren lassen, bevor ihr abspringt und in der Luft eine Wassersäule erzeugt, erfordert wird, ist diese Belegung sehr hilfreich und vermeidet Knoten in den Fingern. Allerdings verlangt das absturzsichere Klettern doch ein wenig Übung ohne wirklich schwer zu sein. Zusätzlich werden aber immer wieder die gerade benötigten Aktionen angezeigt, sodass ihr sozusagen ein Live-Tutorial erhaltet. Auch hier kann man dem Spiel eine gewisse Anfängerfreundlichkeit nicht absprechen.
    Ein wenig heikler ist die Steuerung in Kampfsequenzen. Denn hier müsst ihr über das D-Pad die Elemente aktivieren. Dabei steht jede Richtung für ein Element. Aufgrund bekannter Probleme mit dem Xbox-D-Pad kommt es aber nicht gerade selten vor, dass ihr statt z.B. einer Eisattacke einen Luftwirbel erzeugt. Das ist manchmal doch nervig. Weitere kleine Problemchen treten bei Sprungattacken auf, denn hier ist das richtige Timing wichtig. Springt ihr hoch (A) könnt ihr in der Luft einen Tritt (Y) oder einen Schwerthieb (X) ausführen. Doch vor allem in den ersten Spielminuten werden diese Combos nicht immer hinhauen, da ein zu spätes Drücken der Aktionstasten X oder Y zu einem einfachen Sprung führt. Ansonsten funktioniert aber alles reibungslos, was ihr sicher sehr zu schätzen wissen werdet, solltet ihr einmal in die Situation gelangen, nach allen Seiten möglichst gleichzeitig austeilen zu müssen (und ich verspreche euch, in solche eine Lage werdet ihr mehr als nur ein Mal gelangen).
    Ein etwas größeres Manko ist aber die selbstjustierbare Kamera. Um einen möglichst sicheren Aufweg zu ermöglichen, wäre es schön, wenn ihr und der Prinz freie Sicht nach oben hättet. Doch leider gibt es immer wieder Stellen an denen die Kamera nicht weiter hochzieht, obwohl ihr euren rechten Analogstick schon fast durch das Gehäuse prügelt. Dadurch müsst ihr teilweise raten ob der Weg an dieser Stelle wirklich richtig ist oder doch wieder zu einem vertikalen Abwärtstrend neigt.
    Insgesamt geht die Steuerung aber absolut in Ordnung, doch die Kamera- und D-Pad-Probleme führen zu Abzügen.

    -Grafik und Sound-

    Optisch und soundtechnisch keine Sinnesoase

    Eins sei schon vorweg gesagt: Die Grafik ist die mit Abstand beste, die es bisher in einem "Prince of Persia" gab, aber dennoch gibt es deutlich stärkere Grafikmonster.
    Einen großen Teil des Spiels verbringt ihr im Palast, welcher optisch eher mittelmäßig gelungen ist. Die Wände sehen aus, als wären diese andauernd kopiert und immer wieder eingefügt worden, denn irgendwie wirkt alles gleich. Leider kommt dann noch ein stets vorhandenes Blassgrau bis Hässlichbraun als Hauptdekor dazu, was nicht wirklich einladend wirkt. Auch die Gegnerscharen entstammen einer Klonmaschine, denn nur allzu oft umkreisen euch 50 Gegner, nein vielmehr Klone. Schade ist dies schon ein wenig, aber immerhin läuft das Spiel auch bei ebendiesem Feindaufkommen stets flüssig. Die Charaktermodelle des Prinzen und Maliks sind aber doch recht schön gelungen und auch die Bewegungen unseres Helden wirken sowohl beim Klettern als auch im Kampf stets nachvollziehbar und real. Kommt man aber einmal in die Situation, dass ein Gefecht oder auch eine Klettereinlage draußen stattfindet, bietet sich doch ein deutlich besseres Bild. Im Hintergrund ist dann nämlich das gesamte Ausmaß des Palastes zu sehen und dieser ist nicht wirklich bescheiden ausgefallen. Der Fernblick erfreut demnach euer Auge doch deutlich eher als die öde Innenansicht. Die Stadt, in der eure Helferin Razia haust, ist in einem leicht vernebelten Blau dargestellt, was den Eindruck einer geheimnisvollen Umgebung erweckt und so die Atmosphäre steigern kann.
    Kurz gesagt: die Grafik ist nett, reißt aber keine Bäume aus.
    Ähnlich ist es leider auch beim Sound, denn die früher bekannten lustigen und vorlauten Sprüche und Witze des Prinzen fehlen hier leider fast komplett, bzw. sind sehr dosiert eingesetzt und leider nicht wirklich witzig. Ansonsten sind die Dialoge auch nicht sonderlich aufregend, sondern eher der Sache dienlich, denn man erfährt, nüchtern vorgetragen, was als nächstes zu tun ist. Ein bisschen mehr Emotionen hätten schon dabei sein dürfen. Auch der mysteriös gedachte Schalleffekt in Razias Stimme mag das nicht ausgleichen, er wirkt sogar eher unpassend. Auf eurem Weg in Richtung Ratash ist dessen Stimme, oder nennen wir es lieber Gebrüll, ein ständiger Begleiter und deutet auf kommende Gefechte hin, was wiederum atmosphärisch passend eingebracht wurde. Da auch der Sound an sich keinen wirklich spektakulären Ausreißer nach oben oder unten aufweisen kann, möchte ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen.

    Allgemeines

    - Achievements sind sehr leicht zu ergattern, denn alle Erfolge sind unabhängig vom Schwierigkeitsgrad. Wer ganz genau hinsieht, kann sogar nach dem ersten Durchgang die 1000 GS voll machen.

    - Als kleiner Bonus gibt es die Feindeswellen-Challenge, bei der ihr immer stärker werdende Gegnerwellen besiegen müsst. Dies ist aber extrem leicht und schnell gemacht. Allerdings eignet sich diese prima um die Fähigkeiten des Prinzen aufzuleveln.

    - Das Spiel ist auch als Collectors Edition verfügbar, welche im edlen Metallcase daherkommt und neben dem Hauptspiel eine Bonus- DVD, Karten der Protagonisten und einen Downloadcode für "Prince of Persia Classics" beinhaltet.

    - Eine Anmeldung bei Ubisofts UPpay ist nötig, was an sich nicht stört, aber der eine oder andere Zocker sieht solche Maßnahmen ja eher kritisch. Es soll sogar Spieler geben, die solche Spiele aus Prinzip nicht kaufen, weshalb ich die nötige Anmeldung der Vollständigkeit halber auch erwähne.

    Fazit: "Prince of Persia: Die vergessene Zeit" macht Spaß. Der Titel hat seine Stärken ganz klar im Gameplay. Dazu kommt ein solides Fundament in Sachen Grafik, Sound und Steuerung und fertig ist ein gutes Spiel. Besonderen Tiefgang sowie eine extreme Herausforderung sucht ihr vergeblich, wer aber kurzweiligen Spaß und die eine oder andere Rätseleinlage sucht, findet hier einen wirklich passenden Titel. Fans der Reihe werden eh zuschlagen oder haben das Spiel bereits zuhause stehen.

    Negative Aspekte:
    Klongegner, Uplay Anmeldung, eher sachliche Dialoge, langweilige Innenansichten

    Positive Aspekte:
    spaßiges Gameplay, gelungene Bewegungsabläufe, die Elemente ergänzen Kampfszene gut, ordentliche Optik, Nostalgiefaktor

    Infos zur Spielzeit:
    jayjay1989 hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Prince of Persia: Die vergessene Zeit

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: jayjay1989
    8.1
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    7.8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Prince of Persia: Die vergessene Zeit
    Prince of Persia: Die vergessene Zeit
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Ubisoft
    Release
    20.05.2010
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

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Prince of Persia: Die vergessene Zeit
Prince of Persia: Die vergessene Zeit - Der Prinz feiert ein gelungenes Comeback - Leser-Test von jayjay1989
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05.04.2011
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